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Spielname:
Shinobi

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Sega

Developer:
Griptonite Games

Genre:
Action

Release:
11.11.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Shinobi

Tjark Michael Wewetzer, 17.11.2011

6628°

7

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Wir schreiben das Jahr 1256. Ein weiterer Tag im Training eines Ninjas wartete auf mich. Ich meldete mich bei meinem Meister und wir begannen umgehend mit dem Unterricht. Ruhig und doch schweißtreibend gingen die Übungen vonstatten. Anfangs zumindest. Plötzlich stürmten feindliche Ninja das Dojo. Sie setzten das Dorf in Brand. Töteten jeden, der ihnen vor die Klinge kam. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Nicht als Shinobi. Ich nahm meinen Katana, packte ein paar Kunai ein und machte mich auf den Weg, die Zeed-Ninjas einen nach dem anderen auszuschalten. Und das, was ich euch im Folgenden schildern werde, sollte kein leichtes Abenteuer werden.

Schattenkrieger der Zukunft
Sagte ich, wir schreiben das Jahr 1256? Ist natürlich Quatsch. Wir befinden uns im Jahr 2056. Ich werde gerade in einem Helikopter eskortiert. Aber eigentlich gehöre ich gar nicht hierher. Ich muss auf die Straße. Denn auch hier wimmelt es von Soldaten der Zeed-Armee. Sie werden mit dem Töten nicht aufhören. Ich muss sie ausschalten. Nur ich, Jiro, bin dazu in der Lage. Nur ein waschechter Shinobi packt das. Mein Job. Wie maßgeschneidert.

Warum nur jemand wie ich das packen kann? Ich verfüge über die notwendigen Fähigkeiten. Mit meinen Waffen mähe ich jeden Feind um, der sich mir in den Weg stellt. Natürlich ist das nicht einfach. Die Jungs wehren sich schließlich. Doch ich wäre kein guter oder gar lebender Ninja, wenn ich mir da nicht zu helfen wüsste. Geschwind blocke ich jeden Angriff mit einer knappen Bewegung, suche eine Lücke in der Offensive meines Gegners und schlage geschwind zu. Am Boden. Aus der Luft. Wie auch immer es gerade passt. Schnell und tödlich. Wie es sich gehört. Und das ist auch gut so, denn meine Leistung wird bewertet. Teile ich gut aus ohne selbst einzustecken, schnellt meine Bewertung in die Höhe. Sollte ich mal Hilfe brauchen, kann ich auf einen von vier Ninja-Zaubern zurückgreifen, die mir einen temporären Power-Boost vermitteln. Allerdings wirkt sich dies negativ auf die Abschlussbewertung aus. „Ein Ninja ist doch kein Zauberer!“, hat man mir immer gesagt. Und recht haben sie.

Like a Ninja
Ihr glaubt, die Feindesscharen seien meine einzigen Hindernisse? Weit gefehlt! Sie sind nicht mal die gefährlichsten! Nein, diese Ehre gebührt dem Terrain. Die Häscher der Zeed-Truppe haben die Gegend mit allerlei fiesen Fallen gespickt. Tödliche Stacheln, klaffende Abgründe... Alles schon mal dagewesen. Hier kommt meine Beweglichkeit zur Geltung. Im richtigen Moment stoße ich mich vom Boden ab, gleite durch die Lüfte, nähere mich der Wand, springe von ihr aus noch höher, arbeite mich immer weiter vor. Auch mein treuer Greifhaken, mit dem ich mich zur Decke ziehen kann, kommt häufig zum Einsatz. Timing und Koordination sind alles. Das erfordert Fingerspitzengefühl, wie es nur ein Ninja haben kann. Ein falscher Schritt und man geht drauf. Herausfordernd? Klar. Teils frustrierend? Leider, ja. Den Aufwand wert? Darauf könnt ihr Gift nehmen.

Steuerung:
Absolute Kontrolle ist entscheidend bei meinem kniffligen Job. Die sollte euch jedoch gut vermittelbar sein. Wahlweise per Steuerkreuz oder mit dem Schiebepad presche ich voraus, auf Knopfdruck werden Sprünge, Schläge, Würfe und Blockbewegungen ausgeführt. Nur die Auswahl der Ninja-Magie wird über den Touchscreen getätigt. Trotz der soliden Steuerung werdet ihr jedoch gerade bei den haarigeren Plattform-Passagen einige Anläufe brauchen, bis ihr das Timing für alle Bewegungen wirklich drauf habt.

Grafik:
Ich wusste schon gleich zu Beginn, dass mein Abenteuer alles andere als ruhig wird. Überall kracht und explodiert es in meinem Dorf. Schrecklich... Und doch irgendwie gut anzusehen. Zumindest wenn man über die gelegentlich pixelig wirkenden Texturen hinwegsieht. Immerhin hat alles seinen eigenen Touch... Auch die filmischen Auszüge meines Lebens, die als Trickfilm ablaufen - hier bekommt ihr allerdings, anders als in meiner restlichen Geschichte, keinen schönen Tiefeneffekt geboten. Die Story-Sequenzen sind allesamt in 2D.

Sound:
Eigentlich ist Stille das oberste Gebot in meinem Gewerbe. Doch ich kann mir nicht helfen: Ich brauche Musik! An klassische, japanische Klänge orientierte Stücke, gemischt mit einer Portion rockiger Melodien. Das treibt den Adrenalinpegel in die Höhe. Keine wirklich außerordentlichen Lieder, die einem noch über Jahre hinweg im Gedächtnis bleiben, doch ihren Zweck erfüllen sie.

Features:
Echte Ninja leben von der Herausforderung. Diese kann auch eher kurzer Natur sein. Auf einfachstem Schwierigkeitsgrad lässt sich meine Geschichte in rund drei bis vier Stunden erledigen. Aber es gibt drei Stufen darüber - und da verlängern die Tode eure Zeit. Darüber hinaus gibt es in Form von Challenge-Levels - teils per StreetPass bzw. Game Coins zu erwerben, teils in den Story-Kapiteln als Bonusmünzen versteckt - weitere beinharte Stufen, die auf ihren Abschluss warten. Und Highscores, die man knacken kann. Und ein umfangreicher Erfolge-Katalog. Wir Shinobi sind keine einfachen Durchspieler. Wir gehen unsere Einsätze immer und immer wieder durch und stellen uns der Herausforderung.

Fazit:
Genug Gefasel aus dem Leben des Shinobi-Protagonisten Jiro, kommen wir zum Abschluss: Nach dem eher gemischt aufgenommenen PS2-Reboot der Reihe ist es schön, mal wieder einen kompetenten Plattformer im Shinobi-Universum zu haben, der stark auf alte Tugenden setzt. Das Spiel ist verflixt schwer, fordert einiges von euch ab, ist aber auch leider gemäß der alten Münzschlucker recht schnell wieder vorbei - zumindest auf der niedrigsten Stufe, durch die ihr euch ohne Probleme „durchsterben“ könnt. Aber deswegen spielt keiner dieses Spiel: Es lebt von der Herausforderung auf den höheren Stufen und, dank des Combo-Systems, das euch für fehlerfreies Vorgehen mit Punkteboni belohnt, dem Willen zur Perfektion. Auch wenn das die ein oder andere etwas unfaire Stelle oder kleinere Blickpunktprobleme mit sich zieht. Wenn ihr nach harter Kost aus der guten alten Zeit sucht und kein großes Umfangsmonster braucht, seid ihr mit dem 3DS-Shinobi gut beraten. Leute, die massig Umfang bei wenig Frustration für ihr Geld erwarten, sind jedoch mit anderen Titeln besser bedient.

Trainiert noch ein wenig im Dojo: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Ein Action-Plattformer der alten Schule: Kurz und unheimlich schwer, aber gut.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

7.0

TECHNIK:

7.0

UMFANG:

5.0
7
von 10

Knackiger Schwierigkeitsgrad...

Markanter Grafikstil

Bonus-Herausforderungen per StreetPass

Hoher Wiederspielwert

...der manchmal ins Unfaire abdriftet

Kurzes Abenteuer

Stellenweise Kameraprobleme

Wie werten wir?

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7 Kommentare