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Spielname:
Cave Story 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
NIS America

Developer:
Nicalis/Studio Pixel

Genre:
Action Adventure

Release:
11.11.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Cave Story 3D

Tjark Michael Wewetzer, 04.11.2011

10k°

10

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Als der japanische Hobby-Entwickler Daisuke Amaya, auch bekannt unter dem Pseudonym Pixel, vor über zehn Jahren mit den Arbeiten an einem kleinen Indie Game namens Cave Story begann, hatte er sich wahrscheinlich nicht mal im Traume ausmalen können, welche Wellen sein Projekt schlagen würde. Nach knapp fünf Jahren Entwicklungszeit stellte er die PC-Version fertig und brachte sie als Freeware unter das Volk, Jahre später verhalf die Spieleschmiede Nicalis dem Kleinod zu einem WiiWare- und DSiWare-Auftritt. Und jetzt, mit Rückendeckung vom Nischen-Publisher NIS America, kommt das große 3D-Remake mit der treffenden Bezeichnung Cave Story 3D für den 3DS und als Vollpreisspiel. Ist der Höhlenausflug auch den neuen Preis wert? Und was für Neuerungen finden Veteranen in dem Paket? Werfen wir einen Blick in das Höhlensystem!

In den KaninchenMimigabau...
Ihr wacht in einer kleinen Kammer auf und habt keine Ahnung, wie ihr überhaupt dort hingekommen seid. Oder was ihr hier wollt. Oder wer ihr seid. Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt das Standard-Videospiel-Charakterleiden: Amnesie! Aber immerhin wisst ihr, dass ihr raus aus diesem engen Raum wollt. Nachdem ihr euch eine Waffe... nennen wir es mal freundlich, „geborgt“ habt, trefft ihr bald auf das putzige, hasenähnliche Mimiga-Volk. Beziehungsweise ihre letzten Reste, denn ein wahnsinniger Doktor sammelt die kuscheligen Gefährten ein. Eure Aufgabe ist klar: Den Doktor aufhalten, die Mimigas retten und aus diesem Höhlensystem verschwinden. Lasst euch aber nicht von der augenscheinlichen Einfachheit der Handlung täuschen. Im Spielverlauf kommen da noch einige schockierende Wendungen auf euch zu. Von denen habt ihr aber nur etwas, wenn ihr des Englischen mächtig seid. Leider haben die Macher auch in dieser Version des Spiels auf eine deutsche Übersetzung verzichtet.

Macht aber nichts, denn für das eigentliche Gameplay bedarf es nur wenig Erklärungsbedarf. Ihr bewegt euch ungeachtet der nun dreidimensionalen Umgebung auf einer 2D-Ebene, erkundet die Höhlen und haltet euch mit euren Waffen Gegner vom Leib. Für letzteres steht euch eine kleine Auswahl von Werkzeugen zur Verfügung: Etwa der Polar Star, den ihr gleich zu Beginn aufgabelt und der normale Energieschüsse entsendet, oder der klassische Raketenwerfer. Auch nicht uninteressant ist ein Super Mario-mäßiger Feuerball, den ihr verschießen könnt. Oder ein Schwert, welches selbstverständlich geworfen und nicht geschwungen wird. Als wäre das noch nicht genug, lässt sich jede Waffe in drei Stufen aufwerten. Dazu müsst ihr lediglich Erfahrungskristalle aufsammeln, welche von Gegnern zurückgelassen werden. Aber Obacht: Kassiert ihr einen Treffer, verlieren eure Wummen wieder an Stärke! Da will ein riskantes Manöver gut überlegt sein, bevor ihr nicht doch am Ende wieder mit einer Erbsenpistole vor einer Feindhorde steht.

Das Leben und Leiden des jungen Reisenden
Während der eigentliche Spielablauf recht linear ist – zumindest wesentlich linearer als etwa Metroid, woran Cave Story dezent erinnert – wird man doch recht häufig zum Erkunden und Experimentieren eingeladen. Wer häufig einen Blick auf die Karte wirft, die vom Touchscreen bereitgehalten wird und sich gut in der Umgebung umschaut, findet geheime Korridore, die einen nicht selten mit Raketenmunitions-Erweiterungen oder Lebenskapseln zur HP-Erhöhung belohnen. Auch gibt es einige Waffen, die ihr vielleicht nicht beim ersten Spieldurchlauf entdeckt. Etwa, weil ihr das dafür nötige Tauschobjekt bereits anderweitig verwendet habt. Nicht zuletzt warten nämlich mehrere Enden darauf, von euch entdeckt zu werden.

Das alles in Kombination mit den drei einstellbaren Schwierigkeitsgraden – von recht gemütlich über ziemlich knifflig bis hin zu OH MEIN GOTT WIE SOLL MAN DAS NUR PACKEN?! – sorgt für einen ordentlichen Wiederspielwert, den Cave Story 3D aber auch bitter nötig hat. So ist das Abenteuer locker in unter sechs Stunden überwindbar, wobei man beim ersten Durchlauf in 99% der Fälle aufgrund der recht obskuren Freischaltbedingungen mindestens ein Areal komplett verpasst – und damit auch das gute Ende. Gehört ihr zur Einmal-Durchspiel-Fraktion, bekommt ihr hier nicht allzu viel für’s Geld geboten – fantastisch bleibt das gut erzählte und spielerisch spaßige Abenteuer aber trotzdem.

Steuerung:
Wie es sich für einen Titel dieser Gattung gehört, kontrolliert ihr euren Helden über die Tasten des 3DS. Per Steuerkreuz – oder Schiebepad, wenn das eher euer Ding ist – lauft ihr los, mit B oder X wird gesprungen und auf A bzw. Y geschossen. Über die Schultertasten sucht ihr eure Bewaffnung aus. Das funktioniert alles hervorragend und wenn man sich erst einmal an die etwas eigenwillige Sprungphysik des Spiels gewöhnt hat, erscheint jede noch so knifflige Passage machbar. Was aufgrund des Härtegrades auch bitter nötig ist.

Grafik:
Mit den Sprites der Ursprungsversion lässt sich natürlich der 3D-Effekt nicht so schön darstellen. Deswegen erstrahlt das Höhlenabenteuer nun in schmucker Polygon-Grafik. Die Umgebungen gewinnen dadurch noch einmal einiges an Flair und der Tiefeneffekt – inklusive leichtem Pop-Out – kann hier richtig seine Muskeln spielen lassen. Allerdings tat die 3D-Umsetzung einigen Details der Charakter-Animationen nicht gut. Die Teleportationen sahen mit den Sprites einfach schöner aus. Was aber absolut kein Problem ist, da ihr wahlweise besagte 2D-Modelle durch die 3D-Welten führen könnt. Dann allerdings stören kleine perspektivische Details das Gesamtbild – etwa wenn ein Charakter weiter hinten im Raum steht und den Protagonisten, der ihm eigentlich nicht im Weg sein kann, trotzdem erst zur Seite schubst, bevor er weitergeht.

Sound:
Gleich vorweg: Wer sich erhofft hat, das Spiel mit dem Soundtrack der Originalfassung erleben zu können, wird leider enttäuscht. Aber halb so schlimm, da die neu eingespielten Remixes der Songs wunderbar geworden sind. Noch immer summen wir das Titelthema vor uns hin oder versuchen verzweifelt, die Bushlands-Melodie aus dem Kopf zu kriegen. Hier sind ein paar fiese Ohrwürmer am Start! Die restliche Soundkulisse – Gegnergeräusche, Geschossklang und fehlende Sprachausgabe – ist übrigens mit dem Original identisch. Je nach persönlicher Auffassung beißt sich das manchmal mit dem modernen Klang und Aussehen des Rests.

Features:
Mit jeder Neuauflage von Cave Story haben kleine Neuerungen ihren Weg ins Spiel gefunden. Das ist auch auf dem 3DS nicht anders, aber angesichts des höheren Preises bekommt man nicht derartig viel mehr geboten, als man es vielleicht erwartet. Drei neue Areale haben wir im Story-Modus erspäht, hinzu kommen zahlreiche neue Lebenskapseln und eine Prinny-Kappe. Für einen ersten Spielabschluss werdet ihr trotzdem je nach Schwierigkeitsgrad kaum mehr als vier bis sechs Stunden brauchen. Vom Curly-Modus der WiiWare-Version oder dem Wind-Fortress-Abschnitt aus Cave Story+ fehlt übrigens jede Spur. Nur der Time-Attack-Modus, der euch durch den geheimen Level im Eiltempo jagt, ist noch enthalten. Schade, denn wir hätten uns sehr darüber gefreut, mit dieser Fassung die ultimative Cave Story-Variante in den Händen halten zu können.

Fazit:
Es war auf dem PC, der Wii und dem DS bereits super, wie sollte es auf dem 3DS da anders sein? Cave Story 3D überzeugt nach wie vor durch seine gute Spielbarkeit, die anfangs simple aber doch mitreißende Handlung, einiges an Zeug zum Entdecken und einen knackigen Schwierigkeitsgrad. Das in Kombination mit den mehreren Enden spornt auch zu erneuten Durchläufen an, was allerdings nicht über die trotz allem recht kurze Spielzeit hinwegtäuschen kann. Daran ändern auch die paar neuen Gebiete nichts. Solltet ihr bereits eine Version von Cave Story euer Eigen nennen, braucht ihr die 3D-Version nicht unbedingt. Es sei denn, ihr wollt sehen, wie sich das Spiel der schmucken Polygon-Grafik macht. Seid ihr jedoch neu in der Welt der Mimigas, ist Cave Story 3D auf jeden Fall eine Runde wert.

Würde das Spiel gerne erneut zum ersten Mal erleben: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an NIS America für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Schöne Neuauflage der Indie-Perle, die aber ruhig etwas mehr Inhalt hätte vertragen können.

Wertung

SPIELWELT:

8.0

ABWECHSLUNG:

7.0

UMFANG:

6.0
8
von 10

Schicke 3D-Grafik...

Herausforderndes Gameplay

Clevere Power-Up-Mechanik

Klasse Soundtrack

...mit kleinen Schönheitsfehlern

Ziemlich kurz

Einige Boni anderer Versionen fehlen

Keine deutschen Texte

Wie werten wir?

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10 Kommentare