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Spielname:
Thor: God of Thunder

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Sega

Developer:
Sega

Genre:
Action

Release:
09.09.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Thor: God of Thunder

Robert Grötenherdt, 19.10.2011

3102°

4

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Es ist eine Zeit, die nach einem Helden ruft. Asgard ist in tiefster Bedrängnis und es ist des einen Helden Aufgabe, gewaltige Schlachten und bittere Kälte zu ertragen und seine treue Waffe Mjölnir begleitet ihn dabei. Der erste mag sich jetzt schon wirr den Kopf kratzen: „Asgard? Mjölnir? Rede nicht so viel wirres Zeug!“, doch wer jetzt den Namen Thor hört mag sich so manches zusammenreimen. Zum einen die Gewitter- beziehungsweise Wettergottheit und zum anderen eine von Marvel interpretierte Comicfigur. Doch wer sich schon etwas länger mit Computerspielen befasst, der wird es auch schon erahnen: Hier handelt es sich leider nicht um einen Götter-Simulator, sondern um ein Comic-Lizenzspiel. Und wie so oft tut sich bei so einem Spiel wenig Furore auf, es sei denn es wird ein Überraschungs-Hit wie beispielsweise Batman: Arkham Asylum. Sitzt hier für den 3DS der Überraschungskracher schlecht hin? Oder werden wir wieder mal mit halbgarer Kost abgespeist? Findet es in unserem Test heraus!

Schwingt den Hammer und lasst es krachen
Asgard hielt Ewigkeiten zahlreichen Häschern des Chaos stand, doch was ist nun? Ein gerissener Plan hat den allsehenden Heimdall erfrieren lassen, auf dass die tückische Falle zuschlagen kann. Thor eilt zum Herrscher Asgards, Odin, doch ist es schon zu spät? Schon zückt ihr den Hammer und prügelt los, was das Zeug hält. Die ersten Gegner gehen schnell zu Boden und ähnlich schnell werden neuere Gegnertypen ausfindig gemacht. Doch wer einen Marvel-Titel kennt, der kennt irgendwie alle, so traurig das auch scheint. Aber ruhig Blut, wir sind ja noch am Anfang unseres Abenteuers.

Während eines Angriffes der böswilligen Diener Lokis fällt Thors treue Gefährtin Sif. Wer jetzt denkt, wir würden hier essentielle Story-Elemente vorwegnehmen, dem sei gesagt, dass so das Tutorial aufgebaut ist. Diese Geschichte wird in Standbildern erzählt. Muss das sein? Wofür hat man denn einen Nintendo DREI-DS? Aber nun gut. Thor ist erzürnt, auch wenn Sif zu einer heiligen Kriegerin erklärt wird und so die Tore Walhallas durchschreiten darf. Um Thors unbändigen Zorn über diesen Verlust zu zügeln, erzählt ihm einer seiner Brüder von einer geheimen Waffe, die ihren Tod rückgängig machen könne. Thor zieht blind in den Kampf und auf die Suche nach dieser Waffe. Doch sein Vater Odin hat andere Pläne und weckt Sif bereits aus ihrem Toten-Schlaf in dem Wissen, daraufhin so stark geschwächt zu sein, dass er vorerst ruhen muss. Was Odin jedoch nicht weiß: Asgard ist nun ungeschützt ist, da sein Sohn bereits auf seinem ihm selbst auferlegten Streitzug ist.

Tempo Tempo Taschentücher
Also wenn man den Film nicht gesehen hat und keine Ahnung von Thors Comics hat, wird hier einem schon nach den ersten 30 Minuten richtig mulmig im Magen. So viele Worte, Namen, Welten, Intrigen und was das GZSZ-Herz nicht alles höher schlagen lässt. Doch im Laufe des Spiels - und das lässt Hoffnung aufkommen - geht es dann doch eher um die Combos, Spezialattacken und den ein oder anderen Bosskampf, der das Ganze dann erträglicher macht. Auch sonst wird einem hier viel um die Ohren geworfen, das dem Nicht-Thor-Fan wenig sagt, ihn aber mehr an die Materie ranführt. So könnt ihr im Laufe des Spiels nicht nur Zusatz-Missionen freischalten, sondern auch Videos mit Comic-Episoden von Thor. Hier wird einem definitiv ein ordentlicher Umfang für Fans aufgetischt. Das größte, inhaltliche Kontingent hilft einem jedoch nicht, wenn der Spielablauf auf Dauer einfach viel zu monoton ist. So prügelt man sich nach einiger Zeit trotz netter Kombos und Special Moves eher lustlos durch die Reihen.

Steuerung:
Überwiegend dürft ihr die Tasten glühen lassen, vor allem X und Y. Auf dem Touchscreen, seht ihr erworbene Runen, oder erworbene Spezialfähigkeiten, die ihr auf dem Touchscreen auch aktivieren könnt. Doch mit einem höheren Combo-Counter seid ihr auch gleichzeitig in der Lage mehr auszuteilen und diese Spezialfähigkeiten mit voller Gewalt ein donnern lassen. Ist ja auch nicht verwunderlich bei Thor, dem nordischen Donnergott. Alles in allem ist die Steuerung sehr angenehm und das Prügeln geht super von der Hand. Auch die wenigen Flug-Level lassen sich einfach durchfliegen, werden aber nicht mit der Bewegungs-Sensor-Steuerung angeboten. Vielleicht ja auch besser so.

Grafik:
Dass der 3DS grafisch mehr drauf hat als sein kleiner Vorgänger wissen ja bekanntlich alle, die sich mehr oder minder mit Nintendo befasst haben, doch wirklich gesehen hat man das bisher selten. Das trifft leider auch bei Thor zu: Die Texturen fallen sehr grob aus und warum die Geschichte mit Standbildern erzählt wird anstatt mit Videosequenzen ist ein Rätsel, welches wohl nur von den Illuminaten aufgelöst werden kann. Wobei die Grafik jetzt auch nicht der totale Reinfall ist. Im Gegenteil, beim ersten größeren Gegner schaut man schon etwas verdutzt drein, wenn dieser nach einem Quick Time Event mit entsprechender 3D-Grafik zu Boden geht. Nur schade, dass dieser Moment oft recyclet wird.

Sound:
Eine gute deutsche Sprachausgabe für den Nintendo 3DS – Hut ab. Doch auch sonst kann sich der Sound blicken lassen. Kopfhörer rein, Augen zu und man spürt die kalte Luft, die unserem Thor um die Ohren gepustet wird. Man merkt schon am Klang, ob da gerade ein Titan auf den Boden einschlägt, oder ein daher gelaufener Gnom. Viel mehr Worte kann man zu dieser Sektion nicht verlieren, außer dass die Tonausgabe eben gut ist. Auch die freischaltbaren Videos sind mit deutscher Sprachausgabe versehen.


Fazit:
Die groß angekündigte Lizenz-Überraschung steckt in Thor wohl doch nicht, viel eher ein typisches Hau-Drauf-Spiel mit Marvel-Lizenz. Für Fans ist es ja super, dass man Videos und weitere Missionenen und viele Namen um die Ohren gedonnert kriegt. Doch was ist mit den Nicht-Fans, die das Comic-Universum näher kennenlernen möchten? Die werden mit der 3DS-Variante eher abgeschreckt. Zu Beginn wird einem zu viel um die Ohren geworfen und daraufhin wird die Erzählung vernachlässigt. Spielerisch wird hier ein 08/15-Titel aufgetischt, der nicht überrascht, aber auch nicht enttäuscht. Es ist halt genau das, was man erwartet hat. Nach durchgespielter Story warten wieder zig Superattacken, Videos und sonstiges Infomaterial auf euch, ob ihr euch das antun wollt ist an euch, letztendlich ist Thor ja eher einer der unbekannteren Comichelden. Wenn ihr nach einem vergleichbaren Hau-Drauf-Spiel sucht, seid ihr bei Samurai Warriors: Chronicles gut aufgehoben.

Hammerhead rooocks.. oder doch nicht? Nee, eher nicht: Robert Grötenherdt [Zyrando] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Marvel-Titel in typischer Manier. Höchstens für Fans eine Überlegung wert.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

4.0

TECHNIK:

4.0

EXTRAS:

9.0
5
von 10

Deutsche Sprachausgabe

Enormer Fan-Umfang

Standbild-Videosequenzen

Monotoner Spielverlauf

Eher nur für Fans der Marvel-Comics

Wie werten wir?

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4 Kommentare