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Spielname:
Gargoyle's Quest

Typ:
Virtual Console Spiel

Original-System:
Game Boy

eShop Preis:
4,00 €

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
25.08.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Gargoyle's Quest

Kevin Jensen, 22.09.2011

6153°

4

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Geister, Gobblins und Gargoyles. Mit Gargoyle's Quest erschien im Jahre 1990 eines der ersten Game Boy-Spiele aus dem Hause Capcom und ein sehr interessantes zugleich. Man schlüpfte in die Rolle von Firebrand, einem kleinen finsteren Wasserspeier und ursprünglichen Endboss aus der Ghosts 'n' Goblins-Reihe. Es handelte sich um ein traditionelles Spin-off und erinnerte ein wenig an ein düsteres The Legend of Zelda II. Anlässlich der jetzt herausgekommenen eShop-Version haben wir uns den Klassiker erneut angeschaut und verraten, ob sich die Investition lohnt.

Rot ist das neue Grün.
Woran erkennt man eigentlich, dass Verpackungsgrafiker pfuschen? Ganz einfach, wenn sie bei einem Schwarz-Weiß-, oder eher Grün-Grau-Spiel die Grundfarbe des Helden verraffen. Denn Firebrand, auch bekannt als Red Arremer ist keineswegs Grün, wie uns die US- oder EU-Packung weismachen will. Aber so etwas passiert, wenn hinter dem PR- und Marketingteam keine Spieler sitzen... Doch weg von Konzeptzeichnern und hin zu Storyschreibern, denn auch die Hintergrundgeschichte von Gargoyle‘s Quest bietet ein kleines Quäntchen Herzblut.

Die friedlich-böse Welt Ghoul Realm wird durch den noch finsteren King Breager terrorisiert. Schon zum zweiten Mal möchte der das Schattenreich erobern und die Einwohner versklaven. Als hätte man mit Ritter Arthur nicht schon genug Probleme, so muss man sich als 08/15-Bösewicht nun auch noch mit den Ausgeburten der Hölle streiten. Und die Situation wäre aussichtslos gewesen, wäre da nicht Firebrand, ein tapferer Wasserspeiher, dessen Vorfahre schon Breager besiegen konnte. Und wenn die Eroberung der Erde als Belohnung winkt, warum sollte man nicht sein Bestes tun die Unterwelt zu verteidigen?

Wenn du deinen Feind nicht besiegen kannst, dann wechsle die Seiten!
Das Spielkonzept von Gargolye's Quest ist eine Mischung aus aus Jump 'n' Run und Adventure mit RPG-Elementen. So watschelt man auf der Unterwelt in der Vogelperspektive umher, spricht mit zahlreichen NPCs, um nützliche Hinweise zu bekommen oder Passwörter aufzustöbern und dringt immer tiefer ins Spielgeschehen hervor. Während seiner Reise muss Firebrand diverse Zufallskämpfe bewältigen und die Perspektive wechselt zur 2D-Seitenansicht mit Jump-'n'-Run-Einlagen. Nach und nach gewinnt man somit auch Gegenstände, die im weiteren Verlauf des Abenteuers helfen können. Ähnlich wie bei Zelda oder Metroid ist der Protagonist stets auf der Suche nach neuen Gegenständen, die ihm neue Fähigkeiten verleihen. So kann man beispielsweise weiter schweben oder an Stachelwänden hinaufkraxeln; alles um Breager ein Stückchen näher zu kommen.

Zwar ist das Spiel mit den heutigen Vertretern im Vergleich nur mäßiger Länge, aber durch den mehr als knackigen Schwierigkeitsgrad wird man schon einige Zeit mit Gargolye's Quest verbringen können. Zum Glück hilft hier die Speicherfunktion der 3DS-Virtual Console weiter und senkt ein wenig den Frustfaktor.

Fazit:
Capcom, wo bleibt eigentlich Gargolye's Quest für die aktuelle Konsolengeneration oder zumindest für die Handhelds? Oder hat euch Dark Void überzeugt, alle Klassiker in der Mottenkiste verstauben zu lassen? Garggolye's Quest war damals ein kleiner Geheimtipp auf dem Game Boy und eindeutig seiner Zeit voraus. Schon zwei, drei Jahre vor Klassikern wie Super Mario Land 2 oder Link's Awakening machte Firebrand den Handheld unsicher und präsentierte sich für damalige Verhältnisse mit vorbildlichen Spritegrafiken, Storyelementen und großem Umfang. Einziger Nachteil des Spiels: Es ist hammerhart und man braucht viel Geduld, um den Creditbildschirm zu sehen. Retrofreunde auf der Suche nach Herausforderungen und einer kleinen Perle aus den Anfangszeiten des Game Boys machen mit Gargolye's Quest aber nichts falsch.

Wartet auf die Rückkehr von Firebrand: Kevin Jensen für Planet3DS.de

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Ein hammerharter Geheimtipp unter den frühen Game Boy-Spielen.

Wertung

Größerer Umfang als manches NES-Spiel

War seiner Zeit voraus

Kurze Passwörter

Teils frustrierend schwer

Millimetergenaue Sprungeinlagen

Slowdowns

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4 Kommentare