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Spielname:
Captain Toad: Treasure Tracker

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Denkspiel

Release:
13.07.2018 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Captain Toad: Treasure Tracker

Review: Captain Toad: Treasure Tracker

Sebastian Mauch, 18.07.2018

1845°

0

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Mittlerweile kommt es einem so vor, als wäre die Wii U schon Jahrzehnte alt, dabei ist sie streng genommen ja der Vorgänger der Nintendo Switch. Wie hinlänglich bekannt, hat die Plattform aber nie wirklich große Beachtung gefunden, weshalb etliche Spieleperlen zusammen mit ihr untergangen sind. Umso erfreulicher ist, dass Nintendo nun unbeachtete, aber dennoch großartige Titel für die Hybridkonsole Switch umsetzt. Im Falle von Captain Toad: Treasure Tracker bekam sogar die Nintendo 3DS-Familie einen Port spendiert und das obwohl der Handheld leistungstechnisch weit hinter der Wii U liegt. Ob das wohl gut gegangen ist? Nun, der Test wird es zeigen. Viel Spaß beim Lesen!

Jede Miniaturwelt ein Unikat
Werfen wir zunächst einen Blick auf das Drumherum. Wie einige von euch sicher schon wissen, ist Treasure Tracker ein Spinoff der Super Mario-Reihe, und genauer sagt der Minilevel aus dem späteren Ableger Super Mario 3D World für Wii U. In der Hauptrolle steckt aber ausnahmsweise mal nicht unser aller Lieblingsklempner, sondern der mutige Captain Toad, ein kleines Pilzwesen mit Kopflampe. Aufgebaut ist das Spiel in einzelne Level, die allesamt sehr klein und überschaubar geraten sind. Das soll aber keinesfalls negativ aufgenommen werden, denn genau dieser Aufbau macht schließlich den Reiz aus! In den, nennen wir sie mal „Kastenlevels“, muss man nämlich umso geschickter die Kamera einsetzen, um keinen Winkel unerforscht zu lassen.

Abwechslung kommt dabei auch reichlich auf, denn alle Miniwelten bringen im Prinzip ihren ganz eigenen Mikrokosmos mit. Mal tastet man sich im Geisterhaus durch die Dunkelheit, mal fährt man mit einer Lore durch einen Stollen oder erkundet sogar Unterwasser die Umgebung. Mit von der Partie sind dabei nicht nur die altbekannten Röhren, sondern auch Gameplay-Elemente aus allerlei Mario-Spielen. Ein Beispiel dafür wären etwa die Plattformen, die je nach Rhythmus mal sichtbar sind und mal nicht. Aber auch Captain Toads treue Kopflampe hat ihren eigene Aufgabe: So können etwa versteckte Münzen oder gar Goldpilze sichtbar gemacht werden – letztere braucht man für Zusatzziele in vielen Welten. Lange Rede kurzer Sinn: Abwechslung wird auf jeden Fall geboten.

Mehr als genug Beschäftigung
Monoton könnte es jedoch werden man alle Stages regulär absolviert hat. Doch auch in Sachen Wiederspielwert kann sich Captain Toad: Treasure Tracker sehen lassen. Zunächst gilt es, in jeder Welt drei ziemlich leicht versteckte Edelsteine zu finden. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man direkt nach dem Einsammeln stirbt oder welche fehlen. Einmal einkassiert, könnt ihr diesen Edelstein auch abhaken – Frust kommt so recht selten auf. Etwas kniffliger sind dann schon die Zusatzziele, die in den meisten Fällen einen oder mehrere erneute Anläufe benötigen. Diese Aufgabe fallen dann ins Schema „Sammle 100 Münzen“, „Finde den goldenen Pilz“ oder „Bekomme keinen Schaden“. Das wiederholt sich zwar alles ziemlich oft, stellt aber aufgrund der Eigenheiten der einzelnen Welten durchaus immer wieder eine willkommene Herausforderung dar. Wem das nicht reicht, der kann sogar nochmal jedes Level in der vorgegebenen Zeit absolvieren. 100-Prozent-Freaks kommen also durchaus auf ihre Kosten. Über die regulären drei Kapitel kamen so bei uns schon knapp 20 Spielstunden bei rum, was noch nicht mal alle Speedruns mit einschließt.

Der Umfang ist damit aber noch nicht komplett. Denn im Zusatzkapitel warten noch einige alten Stages mit neuen Aufgaben und sogar richtige Ausdauerchallenges, in denen der Schwierigkeitsgrad nochmal ordentlich anzieht. Im Rahmen der Neuveröffentlichung spendierte man den Ports sogar einige an den Switch-Kracher Super Mario Odyssey angelehnte Levels. Mit dabei sind etwa eine Lorenfahrt durch das wasserreiche Dinotal, oder eine Erkundungstour in einer Miniaturversion von New Donk City – inklusive Kanalisation! Neuer Content ist ja einerseits schon nett genug, allerdings ist es auch mal interessant die sonst hochauflösenden Welten auf dem „ollen“ 3DS/2DS-Bildschirm zu sehen. Was da noch aus dieser veralteten Technik herausgeholt wurde, verdient schon Anerkennung genug.

Steuerung:
An sich ist die Handhabung auf jeder Plattform ähnlich gut. In gehabter Art und Weise steuert man den Captain von A nach B, was auch recht präzise umsetzbar ist. Eine künstliche Hürde ist jedoch der Fakt, dass der kleine Entdeckerpilz weder Springen, noch Schlagen kann. Daher muss man sich oft eher notgedrungen als zielstrebig durch die meist sehr engen Level wurschteln, was teils schon ziemlich fummelig sein kann. Das ist jedoch überwiegend der Perspektive geschuldet, was wir im nächsten Absatz noch näher erläutern. Weiterhin gibt es aber im Spiel auch allerlei bewegliche Objekte, die durch Berührung oder Pusten ins Mikro aktiviert werden. Das ist zwar an sich schon unbequem genug, aber auf dem 3DS und 2DS vergleichsweise am besten umgesetzt. Der Touchscreen ist nur einen Fingerspreiz entfernt und das Mikro sitzt direkt am Bildschirm. Die Switch hat kein Mikro und der Touchscreen des Wii U-Gamepads ist rechts groß. Auch die Kamerasteuerung ist recht bequem ausgefallen, vorausgesetzt man hat ein New-Modell mit rechtseitigem C-Stick. Auf den normalen Modellen muss die Kamera in festgelegten Stufen per Schultertasten drehen, was mit dem C-Stick quasi jederzeit und stufenlos funktioniert. Ebenso kann man per zusätzlicher Schultertaste Sprinten, wodurch der rechte Daumen eigentlich nur noch zum Aufnehmen von Objekten vom C-Stick genommen werden muss.

Grafik:
Wie schon im Punkt „Steuerung“ erwähnt, ist die Perspektivenspielerei Fluch und Segen zugleich. Zwar kommt gerade dadurch der gewisse Entdeckerreiz zustande, jedoch kann man sich hier und da auch mal gut verschätzen oder – je nach Gerät - an der Kamera zu Tode fummeln. Auf einem New 3DS (XL) mit bewegungsstabilem 3D und C-Stick hielten sich diese Kritikpunkte aber glücklicherweise in Grenzen. Der 3D-Tiefeneffekt ist übrigens wie gemacht für diese Art von Spiel, weshalb man fast schon sagen könnte, dass Captain Toad auf dem 3DS fast heimischer wirkt als auf Wii U oder Switch. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass das Grafikdowngrade gar nicht mal so wild ausgefallen ist. Neben der stark reduzierten Auflösung fehlt hier und da lediglich mal ein kleineres Detail wie Vegetation oder bestimmte Reflektionen. Wirklich nennenswert ist das aufgrund der kleinen Diorama-ähnlichen Welten aber nicht wirklich. Davon ist Captain Toad: Treasure Tracker für 3DS-Verhältnisse eines der ansehnlichsten Spiele und zeigt hervorragend, was auf dem alten System noch machbar ist. Theoretisch wäre sogar noch mehr drinnen gewesen, jedoch sollte man nicht vergessen, dass der Titel durchweg 3D unterstützt und alles für Top- und Touchscreen doppelt gerendert werden muss.

Sound:
Hier glänzt der Titel ausnahmsweise mal eher matt als strahlend. Natürlich sind wieder Nintendo-typische Tunes und Samples mit von der Partie, die auch allesamt gut zum Erlebten passen und ins Ohr gehen, jedoch sind es vor allem die Wiederholungen die dem Zauber schnell ein Ende bereiten. Wirkliche Ohrwürmer bietet das Spiel nicht, und irgendwann hat man sich dann auch satt gehört. Die Soundkulisse ist also keiner gesonderten Erwähnung würdig, dafür aber im soliden Mittelfeld angesiedelt, was ja nicht partout schlecht sein muss.

Fazit:
Captain Toad: Treasure Tracker ist in der Tat eine willkommene Ergänzung im Spiel-Portfolio der Nintendo 3DS-Familie. Teilweise wurde der Titel sogar so gut umgesetzt, dass man denken könnte Treasure Tracker hätte hier seinen Ursprung. Die Steuerung fühlt sich – zumindest auf New-Modellen – einfach am nativsten an und die optische Seite weiß ebenso zu überzeugen. Dazu ist dann auch kein HD notwendig. Auch rein spielerisch machen Captain Toads Abenteuer einfach Spaß und bieten statt Jump-'n'-Run-Einlagen mal interessante Rätsel und erfordern ein gutes Auge und jede Menge Kreativität. Für Wiederspielwert und Anspruch ist im „Endgame“ auch gesorgt, allerdings kann einem der schmal ausgefallene Soundtrack oder die leicht fummelige Steuerung dann auch mal auf die Nerven gehen. Um an diesen Punkt zu gelangen muss man aber auch schon ein gutes Dutzend Stunden investiert haben. Etwas schade ist, dass bisher kein kein Mario-Spiel abseits der RPG-Reihe (Mario & Luigi) geschafft hat, eine interessante Rahmenhandlung auf die Bühne zu zaubern. Captain Toad: Treasure Tracker ist da leider keine Ausnahme, weshalb wir das Ganze nicht mal im Test behandelt haben. Aufgrund der Neuauflage eines eigentlich recht alten Spiels ist dieses fabelhafte Stück Software auch für einen recht angemessenen Taler (40 Euro) erhältlich, was gemessen am Umfang bei weitem nicht so sehr schmerzt wie der heutzutage übliche Vollpreis. Für Mario-Fans oder entdeckungslustige Zocker und Zockerinnen ist dieser Titel in unseren Augen ein absolutes Must Have und auf dem 3DS oder 2DS sehr gut aufgehoben.

Fehlen nur noch die Zeit-Challenges: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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-
Auch auf dem 3DS legt der Pilz-Captain eine Glanzleistung ab. Durch nette 3D-Darstellungen wirkt der Port auf dem 3DS sogar etwas heimischer.

Wertung

SPIELWELT:

9.0

ABWECHSLUNG:

8.0

UMFANG:

9.0
8
von 10

3D-Effekt wie gemacht für die Miniwelten

Ansehnliche Optik für 3DS-Verhältnisse

Zahlreiche Level und Herausforderungen

Hoher Wiederspielwert und reichlich Umfang

Neue Stages im Stile von Super Mario Odyssey

Von der Handhabung her auf dem 3DS am besten umgesetzt

Perspektivenspiel teils etwas fummelig

Auf Nicht-„New“-Modellen der 3DS-Familie etwas umständlicher

Musik wirkt schnell sehr eintönig

Gewohnt flache Rahmenhandlung

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