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Spielname:
New Style Boutique 3: Styling Star

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
syn Sophia

Genre:
Simulation

Release:
24.11.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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New Style Boutique 3: Styling Star

Review: New Style Boutique 3: Styling Star

Tjark Michael Wewetzer, 23.11.2017

1411°

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Wer hätte je gedacht, dass die bei ihrer Erstankündigung verballhornte Style Boutique-Reihe eines Tages mal ganze vier Spiele zählen würde? Doch unverdient ist dieser Umstand nicht: Immerhin erwies sich die Wirtschaftssimulation im Fashion-Business als kurzweiliger Spaß und wurde mit jedem neuen Teil konsequent erweitert. Nun steht also New Style Boutique 3: Styling Star auf dem Laufsteg und wir wollen wissen, ob der Trend sich weiter fortsetzt – und ob dieses Mal vielleicht Probleme des Vorgängers ausgebügelt werden, anstelle die dazugehörigen Elemente einfach über Bord zu werfen. Bleibt nur noch zu sagen…

Willkommen zurück in der Welt der Mode!
Eigentlich wollte euer Spielercharakter ja nur in eine neue Stadt ziehen und ist zu diesem Zweck beim werten Onkel Tim untergekommen. Allerdings macht sich der Hausherr direkt am nächsten Tag aus dem Staub, um die Welt zu bereisen - zurück lässt er eine beschauliche Modeboutique, die fortan euch gehört. So kann man natürlich auch eine Karriere starten! Nach dieser Einführung endet euer eigener Teil der Rahmenhandlung allerdings auch schon. New Style Boutique 3 erzählt nämlich vielmehr die Geschichte aufstrebender Stars, die bei der lokalen Agentur NIN10 (versteht ihr?) arbeiten. Ob nun die ungeschickte Rosie, die edle Luna oder die quirlige Lydia – ihr verfolgt primär die Handlungsstränge der zukünftigen Sternchen als Unterstützerin und Modeberaterin.

Zumindest gilt dies für den Geschichts-Teil der locker-flockigen Wirtschaftssimulation. Den Löwenanteil eurer Zeit steckt ihr natürlich weiterhin in die Bedienung zahlreicher Kundinnen, die sich in eure Boutique verirren. Häufig auch mit einem direkten Modewunsch auf den Lippen, hin und wieder jedoch mit relativ vagen Angaben, die zum Knobeln anregen sollen. Danach gilt es, aus eurem Sortiment die passende Bekleidung auszusuchen und sie der Kundin entweder zaghaft vorzuschlagen, was Spielraum für Fehler erlaubt, oder das Kleidungsstück mit vollem Enthusiasmus zu empfehlen und einen Abgang bei einer Fehlberatung zu riskieren.

Zu Beginn verlässt man sich hierbei noch auf die zahlreichen Filter-Optionen, die zum Herauspicken von niedlichen, coolen oder asiatischen Klamotten genutzt werden können, doch mit der Zeit entwickelt man tatsächlich ein Gespür dafür, welche Marke und welches Shirt für einen bestimmten Stil steht. Besonders hilfreich bei der Beratung: Dieses Mal müsst ihr nicht auf gut Glück hoffen, dass ihr die richtige Ware auch tatsächlich auf Lager hat, nur um die Kundin hinterher enttäuscht abziehen zu lassen. Stattdessen könnt ihr vor der Bedienung euer Lager schon mal prüfen und, falls Mangelware herrscht, eine kleine Einkaufspause beantragen, während der die Kundin entweder auf euch wartet oder später wieder auftaucht. Für zuvor erworbene Artikel muss man dafür nicht einmal mehr zur Modemesse rüberschalten, sondern kann über ein Schnellmenü direkt die gewünschten Stücke nachordern. Eine löbliche Neuerung, die den insgesamt aber doch leicht eintönigen Beratungsjob etwas unkomplizierter macht.

Tapetenwechsel gefällig?
Ganz wie beim Vorgänger ist hier aber auch etwas Abwechslung an Bord, um euch vom Kleiderwahn abzulenken. So werden ein Frisiersalon und ein Make-up-Studio freigeschaltet, in denen ihr als Aushilfe mitwirken dürft. Das Haarstudio ist dabei die anspruchsvollere Aufgabe, denn hier möchten die Kundinnen ihre Wünsche auch umgesetzt sehen. Und selbst wenn sie euch freie Hand bei der Wahl des Frisurenstils und der Haarfarbe lassen, mögen sie hin und wieder Bedenken äußern, wenn es nicht zu ihrem Stil passt. Übermäßig schwer wird die Aufgabe trotzdem nie und Spielraum für Fehler ist stets gegeben. Anders sieht es beim Make-up aus, für das es keine Kriterien zu geben scheint. Selbst als unser Versuchsobjekt explizit darum bat, ein natürliches Make-up zu erhalten, folgten auf die knallbunte Clownmischung, die letztenendes in ihrem Gesicht landete, keine Beschwerden. Schade!

Übrigens feiern mit New Style Boutique 3 zwei nennenswerte Features aus den Vorgängern ihre Rückkehr. Eines davon ist die im vorherigen Teil unschön als Extra verbannte Herrenmode, die nun mit einer ganzen, eigenen Boutique wieder am Start ist – im Gameplaysinne allerdings als Nebenjob. Ihr wählt aus einem gut gefüllten Sortiment das richtige Outfit für eintreffende Männer aus und müsst euch gar nicht um Lagerhaltung oder ähnlichen Firlefanz kümmern. Einerseits ist dies eine löblichere Lösung als im ersten New Style Boutique, wo die spezielle Klamotten-Kategorie nur selten zum Einsatz kam und damit hauptsächlich euer begrenztes Lager zumüllte, doch so wirklich optimal fühlt sich die Lösung auch nicht an. Gleiches gilt für die wieder implementierte Online-Boutique, in der ihr eure gestaltete Ladenfläche und drei Outfits ausstellen dürft. Im Design-Studio erstellte Kleidungsstücke lassen sich zudem online mit anderen Spielern austauschen. Die Ausstellung bringt euch aber höchstens „Mag ich“-Bewertungen von zufälligen Spielern ein, die euch entweder in der Liste der neuesten Boutiquen erspähen oder per Nummerncode ansteuern. Einen vollständigen, spielerbetriebenen Shop wie noch zu DS-Zeiten gibt es wieder einmal nicht.

Doch das sind eher kleine Wehwehchen, die ohnehin nicht großartig negativ ins Gesamtbild fließen. Was New Style Boutique 3 deutlich stärker runterzieht, ist der quälend langsam wirkende Spielfortschritt. Da ihr selbst über kein direktes Ziel wie Modewettbewerbe oder ähnliche Dinge verfügt und stattdessen die Schicksale eurer Kundinnen verfolgt, schreitet die Handlung gefühlt zu träge voran. Die Geschichtsstränge beschränken sich dabei nicht einmal auf das eingangs angesprochene Trio, sondern birgt noch zahlreiche weitere Charaktere. Immerhin unterhalten die Storys, auch wenn sie jetzt natürlich nicht das Rad neu erfinden.

Steuerung:
Das gute, alte Touch-Schema ist wieder an Bord, das mit einfachen Klicks die komplette Menüführung ermöglicht und weitestgehend sauber funktioniert. Sogar die Möglichkeit, Inventarlisten per Drag-and-Drop zu bedienen, ist wieder dabei! Leider hat sich hier aber auch ein kleiner Makel eingeschlichen: Beim Ziehen ist es uns mehrfach vorgekommen, dass versehentlich ein Menüpunkt ausgewählt wurde. Diese ständigen Korrekturen nerven ziemlich. Das ist aber auch die einzige Kleinigkeit, die wir hier zu beanstanden haben.

Grafik:
Wem der knallig bunte Puppenhaus-Look von New Style Boutique 2 eher weniger gefallen hat, der kann aufatmen: Das neue Spiel begibt sich wieder auf bodenständigeres Territorium mit einem stylischeren Design, auch wenn es natürlich trotzdem noch einiges an vielfältig bunter und detaillierter Mode zu bestaunen gibt. Die Texturen wirken dabei zudem nicht mehr so verwaschen wie früher, was gerade bei feiner ausstaffierten Stücken zur Geltung kommt. Im Austausch dafür ist jedoch wohl der 3D-Tiefeneffekt über Bord gegangen. Schade, denn der wirkte in den vorherigen Spielen eigentlich ziemlich solide.

Sound:
Da die Karrieren der drei Hauptkundinnen sich um die Musikbranche drehen, darf man auch einiges vom Soundtrack erwarten. Die Ergebnisse sind leider etwas gemischt: Nicht alle der lokalisierten Songs funktionieren wirklich gut, was den Darbietungen so ein wenig den Wind aus den Segeln nimmt. Ansonsten bietet die Wirtschaftssimulation aber die gewohnt fröhlichen Melodien, die dem lockeren City-Szenario in der zukünftigen Mode-Metropole wunderbar stehen.

Fazit:
Da hat sich die Style Boutique-Reihe doch auch im nunmehr vierten Teil tatsächlich noch einmal weiterentwickelt! Statt die im Vorgänger eingeführten Ideen unschön über Bord zu werfen, nimmt sich New Style Boutique 3: Styling Star den Ecken und Kanten tatsächlich an und schleift sie. Die Nebenberufe wurden an den richtigen Stellen entschlackt und der Freischaltprozess für die dortigen Elemente beschleunigt. Die Modeberatung spielt sich zudem noch eingängiger als zuvor, besonders dank der neuen Wartelisten-Option. Leider fühlt sich Teil 4 insgesamt nun ein wenig ziellos an, weil ihr primär die Geschichten eurer Kundinnen verfolgt. Dementsprechend schleichen die Ereignisse insgesamt ziemlich langsam voran. Auch kann, trotz der Nebenjobs, noch immer schnell sowas wie ein eintöniger Trott aufkommen, auch weil das Kernspielprinzip nicht extrem anspruchsvoll ist. Aber das ändert nichts daran, dass New Style Boutique 3 eine herzallerliebste Mode-Wirtschaftssim geworden ist, die man immer mal wieder für ein paar Minuten zwischendurch einlegen kann, nur um ein paar Kundinnen bei ihrer Fashion-Selbstfindung auszuhelfen. Egal ob Veteranen oder Neueinsteiger, hier ist man auf jeden Fall gut beraten!

Wird auch bei Runde 4 nicht langweilig: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Gewohnt kurzweilige Wirtschaftssim mit tollem Feintuning, aber etwas langatmiger Handlung.

Wertung

SPIELTIEFE:

7.0

AUTHENTIZITÄT:

7.0

STORY:

7.0
7
von 10

Kurzweiliges Spielprinzip

Ideal für zwischendurch

Abwechslung mit Nebenjobs

Viele Verfeinerungen

Interessante Kunden-Geschichten

Immer noch recht anspruchslos

Sehr gleichförmiges Gameplay

Spielfortschritt gefühlt zu langsam

Wie werten wir?

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