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Spielname:
Kirby Battle Royale

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
HAL Laboratories

Genre:
Fighting

Release:
03.11.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Kirby Battle Royale

Tjark Michael Wewetzer, 15.11.2017

689°

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Der wandlungsfähige Sternenkrieger Kirby versucht sich wieder einmal an einer neuen Disziplin, um die diesjährigen Festivitäten rund um sein 25-jähriges Jubiläum zu einem wonnigen Abschluss zu bringen! Wobei der Titel Kirby Battle Royale vom Klang her dezent an Kirby Fighters Deluxe und Team Kirby Clash Deluxe erinnert. Tatsächlich weiß das als Vollpreisprodukt (!) verkaufte Spiel sich jedoch gut von seinen ähnlich betitelten eShop-Minigames abzusetzen. Warum die Keilerei zumindest für ein paar gepflegte Multiplayer-Partien eine Überlegung wert ist, das verraten wir euch in unserem Test.

Ring frei für den kugelrunden Helden!
Das Basiskonzept von Battle Royale ist dem von Fighters Deluxe nicht unähnlich: Auch hier wagen sich vier verschiedenfarbige Kirbys mit vorher ausgewählten Kopierfähigkeiten in den Ring, um sich im Kampf zu beweisen. Wie genau dieser Kampf jedoch aussieht, macht den Unterschied aus. So gibt es zwar die ganz klassische Arenakampf-Disziplin, bei der es alle gegnerischen Spieler zeitgleich auszuschalten gilt, doch sie macht nur eine von zehn Attraktionen aus, die reichlich Abwechslung mitbringen. So müssen an anderer Stelle etwa Äpfel in das Lager eures Teams verfrachtet, Erze auf einen vorbeirasenden Frachtzug geschmissen oder auch mal riesige Robo-Affen erlegt werden. Die Wettbewerbskategorien lassen sich in festen Sets oder frei arrangiert miteinander verketten, um für spannende Gefechte zu sorgen. Und weil vor jeder Disziplin alle Spieler ihre Fähigkeiten neu auswählen dürfen, kann man sich für jede Situation optimal wappnen. Nur leider zünden schlussendlich nicht alle Minispiele gleichermaßen. Die Apfelsammelei zum Beispiel wirkt eher unspannend und auch das Quasi-Volleyball-Spiel, bei dem ihr einen Ball auf die gegnerische Flagge zu werfen habt, macht beispielsweise vergleichsweise wenig her. Aber genau für sowas lässt sich die Turnierliste ja anpassen!

Entsprechend des Konzepts kommt die größte Freude natürlich im Multiplayer-Modus auf, der zumindest weitestgehend alle wichtigen Features bietet. So könnt ihr euch ganz klassisch mit bis zu vier Spielern im lokalen Drahtlosspiel duellieren und offene Plätze von KI-Kontrahenten ausfüllen lassen. Auch die Download-Play-Option wird unterstützt, hier lassen sich dann aber nur Sets aus jeweils fünf Disziplinen gleichzeitig nutzen und alle Spieler ohne eigenes Exemplar sind in der Auswahl ihrer Kirby-Fähigkeiten auf etwa die Hälfte aller Möglichkeiten reduziert. Für kurzweilige Partien zwischendurch reicht dies dennoch locker. Ein wenig Sorgen bereitet uns jedoch der Online-Modus. Zwar bietet Kirby Battle Royale Ranglisten-Matches, aber leider eben auch nur diese. Ihr wollt einfach mal mit Freunden eine lockere Online-Partie zocken? Das könnt ihr vergessen. Ferner müssen hier zwangsweise vier Spieler an Bord sein, bevor die Runde überhaupt losgeht – Partien mit computergesteuerten Gegenspielern sind nicht möglich. Zwar tummelten sich zu unserem Testzeitpunkt noch genügend Mitstreiter auf den Servern, doch wer weiß, wie lange das so bleiben wird.

Kampf um den Kuchen
Einen reinen Solo-Modus bietet Kirby Battle Royale übrigens ebenfalls, dieser versteht sich jedoch mehr als schmückendes Beiwerk und längere Einführung in den Spielablauf. Dreh- und Angelpunkt der Handlung hier ist ein von König Dedede geführtes Turnier, an dessen Ende Kuchen auf den Sieger wartet. Da lässt sich der pinke Allesfresser natürlich nicht zweimal bitten und spannt unterwegs auch noch einen nicht minder hungrigen Waddle Dee als Teampartner mit ein! Von da an kämpft ihr euch durch die Ligen, indem ihr durch gewonnene Gefechte Rangpunkte erlangt und irgendwann das Recht zu einer Qualifikationsrunde erspielt. Der Schwierigkeitsgrad hält sich dabei bis zur Platin-Liga in Grenzen und selbst da wird das Spiel eigentlich nur fordernd, weil alle Runden mit Sonderbedingungen ausgestattet werden – etwa, dass ihr bei einem Minispiel-Set keine einzige Runde verlieren dürft. Ein stetiger Fluss an freischaltbaren Kopierfähigkeiten und anderen Extras sorgt immerhin für reichlich Antrieb, um euch durch den insgesamt relativ kurzen Liga-Modus zu jagen.

Steuerung:
Kirby-Spiele fallen generell durch ihre simple Handhabung aus und Battle Royale ist da keine Ausnahme. Alle Kopierfähigkeiten bieten eingängige Aktionen, die über zwei Angriffstasten verteilt sind und sich intuitiv erlernen lassen. Zum Repertoire gesellt sich dann noch der Sprung über die A-Taste und das Aufheben von Objekten sowie betäubten Gegnern mit R – fertig ist das Rezept für eine simple Keilerei! Insgesamt bleibt hier eigentlich kein Wunsch offen.

Grafik:
Gewohnt bunt geht es in den dreidimensional modellierten Arenen zur Sache, die zudem einiges an Abwechslung bieten. So wird bei der Münzjagd mit Geistergegnern eine passend schaurige Geisterschiff-Kulisse geschaffen, während der riesige Robo-Affe Bonkers auf einem mechanisch wirkenden Rundkurs geschlagen wird. Die Action läuft dabei zudem stets flüssig, was wohl auch der trotz einigen Effektgewitters relativ simplen Darstellungsweise verdankt sein dürfte. Leider bietet Kirby Battle Royale keinen 3D-Tiefeneffekt, denn wir können uns gut vorstellen, dass dieser richtig gut rübergekommen wäre. Schade um die verpasste Chance, aber natürlich verkraftbar.

Sound:
In musikalischer Hinsicht erwartet euch die gewohnte, fröhliche Klangkulisse, wie man sie von der pinkfarbenen Knutschkugel kennt – die aber natürlich mit einem deutlich treibenderen Unterton, immerhin geht es hier ja um Kampfdisziplinen! Um die Datenmenge zu komprimieren, haben übrigens eure Mitspieler beim Download-Play leider recht wenig von der Musik. Stattdessen müssen modullose Zocker mit einem eher mittelprächtigen Kurz-Soundtrack auskommen.

Fazit:
Auch wenn Kirby Battle Royale auf den ersten Blick nur wie ein weiteres Minispiel aussieht, das im eShop besser aufgehoben wäre, zeigt das Spielkonzept relativ schnell, warum es sich doch eine Veröffentlichung auf Modul verdient hat. Im Multiplayer-Bereich bietet die kurzweilige Klopperei auf jeden Fall reichlich Stoff für spannende Partien, auch wenn nicht alle Disziplinen gleichermaßen gelungen sind. Immerhin sind komplett unspaßige Totalausfälle unter ihnen praktisch nicht vorhanden und höchstens eine Sache des persönlichen Geschmacks. Der einzelspielergebundene Liga-Modus dient zudem als motivierende Einführung in das Spielprinzip und macht trotz der Kürze Laune. Leider fühlt sich die Online-Komponente aber ziemlich schwachbrüstig an, bietet das Spiel doch nur Ranglisten-Kämpfe und keine Möglichkeit für unbewertete Matches unter Freunden. Die Balance der Kopierfähigkeiten könnte ebenfalls dezent besser sein, denn bei manchen erschleicht uns das Gefühl, dass sie vielleicht einen Tick zu einfach oder mächtig sind. Auch ist eure Freude an dem Spiel schlussendlich davon abhängig, wie viele Mitspieler ihr ins Boot holen könnt. Ist dies jedoch gegeben, könnt ihr euch auf einige unterhaltsame Gefechte mit einem leicht erlernbaren und doch ziemlich spaßigen Spielprinzip einstellen!

Freizeit-Sternenkrieger: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Deine Wertung:

-
Kurzweilige, kampfbetonte Minispielsammlung, die zu viert erst richtig Laune macht.

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

8.0

MULTIPLAYER:

8.0

SPIELTIEFE:

7.0
7
von 10

Zehn abwechslungsreiche Disziplinen

Reichlich Kopierfähigkeiten

Einfach zu erlernen

Unterstützt Download-Play

Motivierender Liga-Modus

Fähigkeiten wirken nicht optimal ausbalanciert

Nicht alle Minigames zünden gleichermaßen

Optionsarme Online-Komponente

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