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Spielname:
Brave Dungeon

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
4,99 €

Publisher:
Inside System

Developer:
Inside System

Genre:
Rollenspiel

Release:
02.03.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Brave Dungeon

Tjark Michael Wewetzer, 16.03.2017

1273°

0

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Wo mächtige Artefakte versteckt sind, lassen tapfere Abenteurer nicht lange auf sich warten – selbst wenn diese so furchtbar unvorbereitet sind wie die Heldin von Brave Dungeon. Trotz ihrer furchteinflößenden Reputation als Todesgott – die sie mehr ihrer Sense verdankt als ihren tatsächlichen Fähigkeiten – zerlegt es die leichtsinnige Al glatt beim ersten Eintritt in einen kniffligen Dungeon. Da hilft nur eines: Die Zähne zusammenbeißen, eine Gruppe zusammenstellen und im Level aufsteigen! Ob der Aufwand sich aber auch lohnt, klären wir im Kurztest.

Schatzsuche nach Plan
Interessanterweise haben wir direkt von Spielbeginn an Zugriff auf die fünf großen Kerker von Brave Dungeon. Wer jedoch beim Intro aufgepasst hat, der weiß, dass wir uns trotzdem in vorgegebener Reihenfolge durch die verwinkelten Gebiete zu wagen haben. Jede Ebene eines Dungeons besteht dabei aus mal mehr, mal weniger kreativ arrangierten Korridoren mit praktisch keinen Gimmicks oder Rätseln. Lediglich Schalter zur Freischaltung von Abkürzungen und Ebenenbosse, die den Schlüssel zum nächsten Stockwerk bewachen, bieten sich als Ergänzung für den Dungeon-Crawler-Alltag an. Da zudem sämtliche Kämpfe an per Icon vorgegebenen Stellen geschehen und auch die bei jedem Kerker-Eintritt wieder aufgefüllten Beute-Beutel nie ihre Position ändern, wirken alle Ebenen extrem statisch und unterm Strich ziemlich eintönig.

Können denn wenigstens die Kämpfe selbst etwas rausreißen? Leider nicht. Zwar dürft ihr eure dreiköpfige Truppe aus fünf Charakteren mit unterschiedlichen Schwerpunkten feststellen, taktische Optionen entfalten sich jedoch nur sehr langsam – und zwar alle zehn Charakterlevel, wenn ihr eine neue Fähigkeit erlernt. Doch selbst dann wirken die Fights ziemlich unausgegoren. Ihr könnt auf einer Ebene problemlos alle Normalogegner in einem Zug wegpusten, nur um dann am Boss mit seinen unverhältnismäßig starken Angriffen zu scheitern oder euch an den riesigen Trefferpunktvorräten die Zähne auszubeißen. Immerhin gibt es für die Chefgegner in der Regel eine Strategie auf die die Entwickler hinauswollten, aber selbst dann müsst ihr euch auf heftige Ausdauerkämpfe einstellen.

Als wäre das noch nicht genug, leidet der Spielfluss unter einer ziemlich komischen Idee vom Entwickler: Jede neue Ebene eines Dungeons ist nämlich deutlich schwieriger als die vorherige. Der Plan dahinter ist, dass ihr euch erst durch die ersten Stockwerke aller Dungeons schlagt, dann mit den zweiten weitermacht und so weiter. Tatsächlich sorgt es jedoch dafür, dass ihr stetig längere Wegstrecken zurückzulegen habt, um überhaupt euren alten Fortschritt erreichen zu können. Trotz Hilfsitems und Abkürzungen ein sehr mühseliges Unterfangen!

Fazit:
Brave Dungeon ist die Art Spiel, dem man das beschränkte Budget der Entwickler an beinahe jeder Ecke anmerkt. Es wirkt einfach wie ein billig produziertes Rollenspiel mit einer Hand voll netter Ansätze und verspielten Charakter-Sprites, bei dem es jedoch an Tiefgang oder einem anständigen Spielfluss mangelt. Der stockende Marsch durch die statischen Dungeons wird mit der Zeit schlichtweg nervig und öde – und da ihr einen Großteil der Spielzeit damit verbringt, die verwinkelten Korridore des Spiels zu erkunden, ist das ein ziemlich heftiges Manko! Auch die Kämpfe reißen es nicht raus, obwohl die Macher zumindest versucht haben, so etwas wie Taktik beizumischen. Das bringt nur leider nichts, wenn Normalo-Gegner keine Herausforderung darstellen und Bosse mehr durch ihre absurd hohe Zahl an Trefferpunkte auffallen. Unterm Strich bleibt also ein Dungeon Crawler von der Stange, den man sich trotz einiger netter Ideen getrost sparen kann.

Bleibt lieber draußen: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Einschlafhilfe Kerkerabenteuer: Ein anspruchsloses Billig-RPG, dessen Ideen einfach nicht fruchten.

Wertung

Verspielte Charakter-Designs

Simples Spielkonzept für Einsteiger

Eintönig gestaltete Dungeons

Anspruchslose Kämpfe

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