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Spielname:
Mario Sports Superstars

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Camelot Software Planning

Genre:
Sport

Release:
10.03.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Mario Sports Superstars

Review: Mario Sports Superstars

Nicola Hahn, 09.03.2017

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Wer sich schon immer mal als sportlichen Superstar feiern lassen wollte, der braucht dafür weder eine Sportart können noch, das Haus verlassen. Mit Mario Sports Superstars bringt Nintendo in Zusammenarbeit mit Bandai Namco und Camelot Software Planning ein neues Spiel der Mario Sports-Reihe auf den Markt und fordert die Bewohner des Pilzkönigreichs sowie die Untertanen Bowsers zu sportlichen Höchstleistungen auf! In den Disziplinen Fußball, Baseball, Golf, Tennis und Reiten gilt es sich dieses Mal in spannenden Wettkämpfen zu beweisen - werfen wir also gleich einen Blick in die Stadien!

Der Nationalsport der Deutschen im Pilzkönigreich
Von Big N hörte man bisweilen eher wenig zum Thema Fußball. Natürlich gab es Partyableger wie Mario Strikers Charged Football, die hielten sich aber eher marginal an ihr Vorbild. In Mario Sports Superstars treten wir erstmals zu elft gegen gegnerische Mannschaften an. Dabei wählen wir zuerst aus 18 bekannten Figuren aus dem Mario-Universum unseren Captain und Co-Captain aus, darunter beispielsweise Bowser, Yoshi, Mario, Peach und Wario sowie zwei freischaltbare Charaktere. Als Torwart lässt sich entweder Bumm Bumm oder Pom Pom bestimmen und die restlichen acht Spieler werden aus bekannten Gegner und Verbündete wie Gumbas, Kameks und Toads gebildet.

Jeder dieser Spieler besitzt dabei unterschiedliche Werte und hat somit individuelle Einsatzgebiete. Während Bowser die runde Kugel mit viel Wumms zwischen die Latten haut, dribbelt ein Baby Luigi mühelos die Gegner aus. Die Captains verfügen jeweils über einen eigenen Spezialangriff, der erst verfügbar wird, wenn eine Zeit lang kein Tor fällt und der Ball zu leuchten beginnt. Dieses Manöver lässt sich auch während eines Passes ausführen, um dem Torschützen einen guten Ball vorzulegen, der kaum gehalten werden kann. Ansonsten hat Nintendo ordentlich bei taktischen Mitteln aufgestockt: Jeder Spieler besitzt eine Ausdaueranzeige für Sprints und Torschüsse können abhängig von der Tastendrucklänge verschieden stark ausgeführt werden. Hinzu kommen Finessen wie das Pressing, das den Gegner durch mehrere angreifende Spieler unter Druck setzt, und laufende Grätschen, die auch mal zu einem Freistoß führen können. Eine gelbe sowie rote Karte gibt es allerdings nicht, genauso wenig wie Abseits. Dafür wurde an die Möglichkeit den Torwart für einen Angriff aus dem Tor zu holen gedacht. Bravo, Nintendo!

Heiße Matches im Baseball
Bei Baseball wählen wir wieder zwei Captains und die Feldspieler aus. Letztere lassen sich dieses Mal aber einzeln auswählen, sodass hier noch ein wenig mehr taktischer Teamaufbau möglich ist. Das Spiel selbst in zwei Phasen eingeteilt: Das angreifende Team, das den Baseball mithilfe des Schlägers möglichst weit ins Feld schlagen muss, daraufhin die Basen abläuft und Punkte kassiert. Das verteidigende Team kann durch trickreiche Würfe des Baseballs und einer flotten Annahme und Rückgabe des geschlagenen Balls den Punktgewinn der Gegner eindämmen.

Durch perfektes Timing und die richtige Schlagrichtung variiert der Schlag des Baseballs, beim Werfen können wir die Flugrichtung und einen möglichen Trick bestimmen. Verpassen wir allerdings hier das Timing, so erkennt der Gegenspieler unsere Bewegung frühzeitig und kann sich besser auf den Wurf einstellen. Eigentlich laufen die Feldspieler automatisch von Base zu Base, wer mag, kann aber ein Abbruch oder das Laufen zur nächsten Base forcieren, was allerdings mit Bedacht gewählt werden sollte! An sich bietet Baseball eine der größten strategischen Möglichkeiten in Mario Sports Superstars, ohne dabei eure Fertigkeiten zu vernachlässigen.

Schwungvoll zum Tennis-Sieg
Durch die Erfahrung vorheriger Mario Tennis-Spiele wurde auch hier wieder an ein paar Stellschrauben gedreht: Bekannt aus den Vorgängern sind die Power-Felder, über die ihr den Ball im eigenen Feld auf eine bestimmte Weise zurückschlagen könnt. Diese Felder müssen allerdings rechtzeitig durch Anwesenheit der Spielfigur sowie der richtigen Tastenkombination aktiviert werden, um am Ende einen ordentlichen Schmetterball oder den Ball hinterhältig ganz kurz hinter das Netz zu schlagen.

Haben wir eigentlich schon die Spielmodi erwähnt? Es gibt in Fußball, Baseball und Tennis den sogenannten Turniermodus, bei dem der Spieler gegen KI-Gegner antritt und sich durch Viertelfinale, Halbfinale und Finale kämpft. Speziell in Tennis steht auch ein Doppel bereit. Bei Gewinn werden dadurch neue Arenen freigeschaltet. Ferner gibt es auch eine Art freies Spiel, bei dem nur eine Runde gespielt wird und das Gegnerteam anpassbar ist. Dieses Mal ist auch wieder ein Multiplayer-Modus mit von der Partie: Aufgeteilt in einen lokalen und in einen Online-Modus lässt sich wahlweise mit Freunden oder über ein Matchmaking-System spielen. Da leider trotz mehrmaligen Versuchen zum Testzeitpunkt kein Mitspieler gefunden wurde, können wir diesen Modus leider nicht bewerten.

Präzision ist das Stichwort beim Golf
Da Mario schon dank mehrerer Golfableger seine Platzreife hat, geht’s auf dem Golfplatz sehr professionell zu: Insgesamt gibt es vier Golfplätze mit je neun Löchern, was im Rückblick auf Mario Golf: World Tour ein bisschen mager ist. Im Turnier wird abwechselnd im Best of 3 (wer zwei Löcher gewinnt, gewinnt das Match) gespielt; wer selbst die Strecken erkunden will, der kann dies ohne Druck im freien Spiel tun und alle neun Löcher pro Platz spielen. Allgemein ist Golf ein sehr ruhiges Spiel. Vor dem eigentlichen Schlag lässt sich nach Belieben die Kamera justieren und die Schläger einstellen. Jetzt ist Timing gefragt: Je nachdem, wann ihr die Abschlag-Taste drückt, bekommt der Ball die richtige Geschwindigkeit und Stärke, damit er das zuvor definierte Ziel möglichst gut erreicht. Wie in Golf üblich bestimmen nun der Wind und die Lage des Spielfelds ab. Ach ja, Profis können pro Loch einen starken Schlag verwenden und den halbwegs automatisierten Schlag auf manuelle Kontrolle schalten, um noch mehr rauszuholen und Tricks beim Abschlag anzuwenden!

Unglaubliche Inhalte im Pferde-Rennen
Dass Mario Pferde mag, wusste wohl keiner. Dass Nintendo Pferde noch viel lieber mag und dem Pferderennsport fast ein komplett eigenständiges Spiel spendiert, hätte erst recht keiner gedacht. Aber die Entwickler haben sich wirklich nicht lumpen lassen und bieten neben dem eigentlichen Rennen einen eigenen Stall samt Pferdepflege und Ausritt. Die sogenannte Rennserie besteht aus drei Rundkursen mit je drei Runden. Diese Rundkurse sind an idyllischen Ecken des Pilzkönigreichs gelegen, richtig ausgefallen wie in Mario Kart werden sie aber nie, stattdessen bleiben sie sehr realistisch. Auf jeder Strecke sind zwei verschiedene Arten von aufsammelbaren Gegenständen verteilt: Möhren regenerieren die Ausdauer der Pferde und Sterne füllen die Powerleiste auf. Ab fünf gesammelten Sternen düst das Pferd kurz rasant nach vorne und verliert dabei keine Energie. Die Energie wird in einer Leiste darunter angezeigt und kann durch Drücken von B in einen Spurt umgewandelt werden. Je nachdem, mit welcher Platzierung wir einen Kurs beenden, bekommen wir Punkte gutgeschrieben, genau wie bei Mario Kart. Der Spieler mit den meisten Punkten nach drei Kursen ist dann der Gewinner.

Je mehr Turniere wir gewinnen, desto mehr Gastpferde schalten wir frei. Im Stall können wir uns ein eigenes Pferd anlegen und haben da die Auswahl zwischen einem Hengst und einer Stute, der wir dann ein Attribut wie „schnell“, „kraftvoll“ und „ausgewogen“ zuweisen können. Darunter lässt sich dann eins von zehn Pferden dieser Art auswählen (insgesamt gibt es 40 verschiedene Pferde), das unterschiedliche Werte hat. Abschließend geben wir unserem neuen Weggefährten einen Namen und können ihn streicheln, füttern, frisieren und säubern. Das verbessert die Bindung und die Stimmung des Pferdes, was uns später im Wettkampf hilfreich ist. Außerdem können wir unser Pferd in Egoperspektive auf unserem Grundstück ausreiten und allerhand Items finden, die im Gras versteckt sind. So ganz konnte sich Nintendo wohl nie von Nintendogs lösen. Wer sich gut genug um sein Pferd kümmert, der kann sein Geheimnis entdecken, was wiederum im Turnier den Sieg bringen kann.

Steuerung:
Die Handhabung ist tatsächlich einer der wenigen Minuspunkte im Spiel, da aufgrund der begrenzten Tastenanzahl viele Buttons doppelt belegt sind, was ab und zu ein Graus sein kann. Wollen wir im Fußball dem Gegner den Ball abnehmen, bekommen aber ihn selbst zuvor vor die Füße, dann schießen wir den Ball weg, obwohl wir das gar nicht wollen. Oder wollen wir im Baseball präventiv eine Cutscene wegdrücken, dann rennt plötzlich unser Feldspieler eine Base weiter und fliegt aus dem Spiel, da der Ball längst beim Gegner gelandet ist. Ansonsten kann sich die Steuerung aber größtenteils behaupten und ist sinnig. Wer mag, kann in Tennis und Golf anstelle von Tastenkombinationen auch den Touchscreen verwenden.

Grafik:
An der Optik gibt es nichts zu meckern. Im Gegenteil: Die Animationen im Spiel sind so vielfältig und detailliert, wie man es eben von Nintendo gewohnt ist. Die Charaktere sind ebenfalls schön ausmodelliert und das bei zwölf Spielfiguren plus 40 Pferde sowie zahlreiche unterstützende Mitspieler wie Gumbas, Toads und so weiter.

Sound:
Auch hier gibt es wenig Raum für Kritik: Nintendo-typisch gibt es gut was auf die Ohren, sowohl bei Musik als auch bei Soundeffekten. Besonders gelungen ist wieder der Stadionsprecher, der passend die aktuellen Spielzüge kommentiert. Einen Preis gewinnt die Musik des Spiels zwar nicht, aber sehen bzw. hören lassen kann sich der Soundtrack dennoch.

Fazit:
Was Nintendo mit Mario Sports Superstars abliefert, ist unglaublich. Während die Switch ihren Release feiert, schaffen es die Entwickler ein durch und durch gelungenes Sportspiel auf die Beine zu stellen, das qualitativ mühelos mit den Vorgängern mithalten kann. Die zahlreichen detaillierten Animationen der Figuren, die sich beispielsweise entweder über einen Sieg freuen oder bei einer Niederlage ihr Gesicht in den Händen vergraben, vermitteln das typische Nintendo-Feeling. Bis auf den mageren Golf-Teil hätte man aus allen Sportarten ohne Probleme eigenständige Spiele basteln können, im Besonderen das Pferde-Rennen, das bisher eher belächelt wurde, bietet so einiges. Ganz ohne Makel kommt uns der Titel aber nicht davon: Die doppelte Tastenbelegung ist zum Beispiel oft ein Graus. Richtig nervig kann auch die KI werden, die in der höchsten Liga teils unfair genaue Züge ausführt. So kann es im Fußball vorkommen, dass die KI bei Torführung einfach auf Zeit spielt und den Ball grundlos ins Aus haut. Auch im Baseball kommt es hin und wieder vor, dass der Computer-Gegner erst die Bases befüllt und dann mit einem Home Run gleich vier Punkte einheimst. Das geschieht gern auch zwei- oder dreimal pro Runde, was einen Sieg so gut wie unmöglich macht. Da hilft nur neustarten, was aber dank gespeichertem Turnierfortschritt und Instant-Wiederholung des letzten Spiels kein Problem ist. Doch trotz dieser kleinen Wehwehchen sei die Spielsammlung jedem Fan des kunterbunten Mario-Sports wärmstens ans Herz gelegt!

Bedankt sich innerlich für so einen großartigen Sporttitel: Nicola Hahn [501.legion] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein gelungenes Sportfest für jedermann. Fast perfekt - wenn nicht die Steuerung und die KI ihre Tiefpunkte hätten.

Wertung

MULTIPLAYER:

9.0

MODIVIELFALT:

10

ANSPRUCH:

8.0
9
von 10

Fünf Sportspiele, die alle ein eigenes Spiel hätten sein können

Putzige Animationen wie man es von Nintendo gewohnt ist

Online-Multiplayer ist mit an Bord

Viel Freischaltbares

Wer wollte nicht schon immer mal gemeinsam mit Gumbas Teamsport betreiben?

Neue amiibo-Karten!

Doppelbelegte Steuerung führt hin und wieder zu Problemen

KI ist stellenweise zu stark

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