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Spielname:
Castlevania Dracula X

Typ:
Virtual Console Spiel

Original-System:
SNES

eShop Preis:
7,99 €

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
26.01.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Castlevania Dracula X

Kurztest: Castlevania Dracula X

Alexander Schneider, 02.03.2017

1519°

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Castlevania ist ohne Frage eine der prestigeträchtigsten Reihen der Videospielhistorie. Die populärsten unter den Retro-Perlen dürften Titel wie Castlevania: Symphony of the Night oder Super Castlevania IV sein, ein anderer Teil der Reihe hat sich aber ebenso gemausert. Die Rede ist von Castlevania Dracula X, das in Japan ursprünglich als Castlevania: Rondo of Blood veröffentlicht und daraufhin mitsamt deutlicher Veränderungen auf das Super Nintendo Entertainment System portiert wurde. Im Jahre 1993 trat das vampiristische Spielvergnügen erstmals aus den Schatten ins Mondlicht und sorgte dabei nicht nur für Begeisterung, sondern durchaus auch für Kritik. Nichtsdestotrotz hat sich das Spiel seine Zeitlosigkeit bis heute bewahrt und so gelang es ihm nun, für die Virtual Console des 3DS zu erscheinen. Doch bietet Castlevania Dracula X auch heute noch Licht und Schatten? Wie spielt sich der Titel im Jahre 2017? Und lohnt sich ein Kauf angesichts des Preises von knapp 8 Euro?

Dunkle Rachegelüste und ein unfreiwilliges Abenteuer
Eingefleischte Castlevania-Veteranen wird das sinistre Szenario der Story bekannt vorkommen: Wir befinden uns im mittelalterlichen Transsilvanien, und dieses versinkt in scheinbar ewiger Verdammnis und Dunkelheit. Wie sollte es im Land der Blutsauger auch anders sein? Das Leben aller rechtschaffenen Bürger ist bedroht, Misstrauen und Angst plagen die einst friedlichen Dörfer wie eine Krankheit. Simon Belmont dachte eigentlich, den unheilbringenden Dracula und somit auch den Spuk besiegt zu haben, doch weit gefehlt: Ein teuflisches Ritual verrückt gewordener Dorfbewohner ruft Dracula zurück ins Leben und Richter Belmont alsbald auf den Plan. Der Vampirfürst beobachtet Richter nämlich mit Argusaugen und ihm bleibt nicht verborgen, dass ihm seine Freundin Anette sehr am Herzen liegt. Natürlich verwundert es nicht, dass Dracula den Plan schmiedet, Anette zu entführen - und mit ihr ihre Schwester Maria. Richter Belmont bleibt somit nichts anderes übrig, als sich auf die gefährliche Reise in Richtung Vampirschloss zu machen und alle monströsen Widerstände, die sich ihm in den Weg stellen, zu beseitigen.

Aus einfach mach schwer
Ebenso leicht verständlich wie die Erzählung von Castlevania Dracula X ist das Gameplay des schaurig-schönen Spielespektakels. Mit der üblichen Peitsche lauft ihr durch die zweidimensionalen Level, räumt die entgegenkommenden Monster aus dem Weg und arbeitet euch bis zum Ende des jeweiligen Spielabschnittes vor. Dabei könnt ihr gelegentlich von gewissen Items profitieren, da sich diese durchaus als Waffe verwenden lassen. Bedenkt bei eurer wagemutigen Unternehmung allerdings, dass ihr stets auf eure Herzen achten müsst - diese gehen euch nämlich nicht nur durch gegnerische Angriffe, sondern auch durch den Einsatz der gefundenen Items als Waffe verloren. Nun mag sich der geneigte Spieler fragen, warum in der Überschrift von Schwierigkeiten die Rede ist, zumal auch die Steuerung absolut intuitiv erscheint: Mit der B-Taste setzt ihr zum Sprung an, mit dem Steuerkreuz oder dem Schiebepad bewegt ihr euch durch die düsteren Welten und mit Y löst ihr den altbekannten Peitschenhieb aus. Die Probleme entstehen allerdings dadurch, dass selbst die eingängigste Handhabung keinen Wert hat, wenn sie unpräzise und fehlerhaft ist. Vor allem die lebensgefährlichen Sprünge des Helden gehen dem Spieler dabei an die Nerven. Und als wäre die schwammige Steuerung beim Hüpfen nicht schon schlimm genug, die Peitschenhiebe sorgen ebenfalls nicht für vollständige Zufriedenheit. Diese können nämlich ausschließlich in die horizontale Richtung abgefeuert werden, was selbst in den antiken Zeiten des SNES wie ein Relikt aus einem früheren Jahrhundert wirkte und dafür sorgt, dass ihr viele Gegner mitnichten beim ersten Mal trefft. Andere Castlevania-Ableger sorgten da schon für wesentlich mehr Bewegungsfreiheit! Noch dazu werden eure Aktionen nicht augenblicklich ausgeführt, eine kurze Verzögerung nach dem Tastendruck solltet ihr also durchaus einplanen. Castlevania Dracula X birgt somit beträchtliches Frustpotenzial - das Ärgerliche daran ist jedoch, dass eben diese Schattenseiten vermeidbar gewesen wären.

Vielfältige Finsternis
Es gibt jedoch nicht nur Schattenseiten: Neben einem gesalzenen Schwierigkeitsgrad, der durch die mangelhafte Steuerung noch weiter gesteigert wird, bietet Castlevania Dracula X nämlich vor allem ansehnlich gestaltete Level, deren Widerstände und Herausforderungen sich nur selten gleichen und euch somit vor allem darin fordern, euren Kopf anzustrengen. Mit jedem Durchlauf - und ja, es wird im Laufe der Zeit viele Durchläufe geben - lernt ihr die Spielabschnitte allerdings besser einzuschätzen und geht so manches Mal sogar strategisch vor, um nicht allzu viel Lebenskraft zu verlieren. Aber auch das ist dringend notwendig, denn nach drei Bildschirmtoden quält euch der Screen mit der traditionellen Floskel „Game Over“. Sollte es tatsächlich so weit kommen, dann müsst ihr das jeweilige Level von vorn beginnen, zuvor werdet ihr nach eurem Ableben immerhin noch im gleichen Raum reanimiert.

Abgesehen von der unpräzisen Handhabung machen auch die Bosskämpfe ordentlich Laune, denn die Endgegner unterscheiden sich in ihren Verhaltensweisen schon recht deutlich und verlangen euch jedes Mal eine erneute Anpassung an ihren Kampfstil ab. Bei den einen dürften die fordernden Bosskämpfe für unbändige Euphorie und zusätzliche Motivation sorgen, während die anderen den Titel wohl spätestens nach ein paar Niederlagen begraben werden. Insbesondere Spieler, die sich nur allzu schnell frustrieren und entnerven lassen, sollten von Castlevania Dracula X die Finger lassen! Jene, die am virtuellen Tod nichts auszusetzen haben, dürfen dennoch gerne zugreifen - auch, weil das Spiel Castlevania-typisch mit alternativen Pfaden aufwartet und so den Entdecker in euch weckt. Seid ihr dem Erkunden nach einiger Zeit überdrüssig geworden, dann könnt ihr euren Spielstand natürlich auch sichern, was über ein recht altbackenes Passwort-System vonstatten geht.

Fazit:
Keine Frage, alteingesessene Castlevania-Liebhaber dürften sich um Castlevania Dracula X reißen, nun, da es das betagte Schauermärchen in den eShop des 3DS geschafft hat. Und an sich haben sie ja auch recht: Es handelt sich fraglos um einen unterhaltsamen Titel, der alle bekannten Markenzeichen der Reihe in sich vereint, mit beklemmender Atmosphäre punkten kann und obendrein noch eine willkommene Herausforderung darstellt. Eben diese Herausforderung könnte gänzlich positiv beurteilt werden, würde sie ausschließlich durch den knackigen Schwierigkeitsgrad erschaffen werden. Wird sie aber nicht, denn es gesellen sich haarsträubende Mängel in der Handhabung hinzu - wer also gern die Kontrolle behält, der sollte sich woanders umschauen. Auch die beträchtliche Spielzeit, die im Grunde ausschließlich von den Fähigkeiten des Spielers abhängt, wird eher durch versehentliche Bildschirmtode als durch bloßen Inhalt erkauft. Das bedeutet keineswegs, dass uns der Titel keine Freude bereitet hätte, zumal er mit einem gelungenen Soundtrack und abwechslungsreichem Leveldesign punkten kann - trotz dieser Glanzpunkte gibt es aber durchaus packendere Ableger, in die sich der geneigte Vampirjäger stürzen kann.

Wünscht sich die Unsterblichkeit eines Vampirs anstelle stetiger Bildschirmtode: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Atmosphärische Vampirjagd, die vor allem durch ihre mangelhafte Steuerung zur Herausforderung wird.

Wertung

Fordernder Schwierigkeitsgrad...

Ergreifender Soundtrack

Vielfältiges Leveldesign mit packenden Bosskämpfen

...der manche Spieler frustrieren wird

Unpräzise Steuerung wirkt sich auf das Gameplay aus

Bewegungsfreiheit übermäßig eingeschränkt

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