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Spielname:
Punch Club

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
9,99 €

Publisher:
tinyBuild Games

Developer:
Lazy Bear Games

Genre:
Simulation

Release:
02.02.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Punch Club

Sebastian Mauch, 19.02.2017

1253°

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Es wird mal wieder Zeit für anspruchsvolle Unterhaltung. Punch Club ist keines dieser Indiespiele, die weder halb noch ganz wirken. Jedoch ist der Muskelaufbau-Simulator auch gewiss nicht perfekt. Nicht ohne Grund pendelten sich beispielsweise die Reviews der Steam-Version bei circa 75 Prozent positiven Bewertungen ein. Warum dem so ist, was uns gefiel und eher weniger zusagte, das versuchen wir im folgenden Kurztest für euch zu erläutern. Viel Spaß im Alltag eines Boxeinsteigers!

Never skip leg day!!1
Punch Club ist definitiv eines dieser Spiele, in das man sich vertiefen muss. Zum Erstlaunch zeigte die frische Idee dieses Titels aber sehr gut, wie man auch abseits der Sims den Alltag eines Menschen gut abbilden kann. Nur ist dieser Mensch aber kein Normalo, sondern ein angehender Boxprofi mit einer sehr traurigen Vergangenheit. Schon der Vater unseres Protagonisten war ein durchtrainierter Boxer, allerdings sorgte eine Gangsterbande dafür, dass eben dieser vor unseren Augen das Zeitliche segnet. Nun ist es an uns, in die Fußstapfen unseres Vaters zu steigen und die Machenschaften dieser düsteren Organisation aufzudecken.

Zu Beginn starten wir quasi bei Null: Keine Arbeit, keine Freunde, keine Kampferfahrung, nichts. Dies gilt es zu ändern. Zum Glück treffen wir zu Beginn auf allerlei hilfsbereite Personen. Ein etwas betagterer Boxtrainer hilft unserem Protagonisten beispielsweise mit etwas Essbarem aus, sollten wir mal knapp bei Kasse sein. Das trifft aber so gut wie immer zu, weshalb wir die Hilfe auch dankend annehmen. Nebenbei gilt es als Boxer natürlich auch, den eigenen Körper zu stählen, also schnell ab ins Gym. 10 Dollar eintritt bezahlt und schon sind wir drin. Allerlei Sportgeräte warten dort darauf benutzt zu werden. Je nach „Disziplin“ steigern wir auf diese Art eines oder gleich mehrere von den insgesamt drei Hauptattributen: Kraft, Geschick, Ausdauer.

Das Training ist allerdings auch anstrengend, daher sinkt schnell die Energie unseres Helden relativ schnell und Hunger bekommt man noch dazu. Also flugs etwas Essen schnorren, eine Runde heiern und weiter geht es zur Arbeit. Auch dort schaut man nur zu, wie sich ein Balken füllt und die Werte sinken. Bei vollendeter Arbeit winkt aber ein ganzer Batzen Geld. Gehen wir mit 50 Dollar in der Tasche zu unserem mitfühlenden Helfer, so verweigert uns dieser die Hilfe, stattdessen gilt es also seine Lebensmittel im Supermarkt zu kaufen. All diese Tätigkeiten kosten aber auch Zeit, weshalb ein Ingame-Tag schneller rum ist als man „Round 2“ sagen kann. Startet ein neuer Tag, verliert man etwas an Fitness - das heißt alle drei Attribute sinken wieder ein wenig. Und genau an diesem Punkt setzt die quälende Routine eines Leistungssportlers ein, die der Spieler knallhart zu spüren bekommt.

Jeden Tag dieselbe Leier
Nach diesem Schema läuft es immer und immer wieder. Wir gehen zum Training, verdienen Geld, kaufen Essen, schlafen. Klingt erstmal langweilig und nervtötend, macht aber gerade den Reiz aus. Denn so kurz der Tag auch sein mag, mit etwas Grips bekommt man notgedrungen immer täglich einen kleinen Fortschritt und baut seinen Kämpfer so nach und nach auf. Irgendwann ist er dann fit genug sich in Kämpfen zu beweisen. Dabei stellt uns Punch Club nach und nach einige Wahlmöglichkeiten. Zum Beispiel können wir uns ganz offiziell für saubere Ringkämpfe anmelden, hinter einer Bar Straßenkämpfe ausführen oder in einer illegalen No-Rules-Fight-League teilnehmen, denn hey, Narben machen sexy oder nicht? Apropos sexy, auch die Liebe seines Lebens kann man in diesem Spiel finden. Zu viel wollen wir darüber aber an dieser Stelle nicht verraten, da die Geschichte immer mal wieder mit netten Veränderung aufwartet und so frischen Schwung in den sonst so schnöden Ablauf bringt. Trotzdem wird es auch für den Spieler trotz Twists und Neuigkeiten immer mehr zur Qual. Will man zum Beispiel etwas Geld für eigene Sportgeräte sparen, muss man ackern, ackern und noch mehr ackern. Dabei baut unser Körper jedoch auch schnell wieder ab. Das lässt sich allerdings durch gewissen Perks im recht umfangreichen Skilltree einigermaßen einschränken. Sind wir gerade auf dem Weg zum Sportladen, kann es sogar mal vorkommen, dass uns ein Gauner unser hart verdientes Geld abknöpfen will und wir ihn bekämpfen müssen. Ist man dann in schlechter Kondition, kann das übel enden.

Die Kämpfe, eines der Hauptbestandteile von Punch Club, sind übrigens eher mit einer TV-Übertragung vergleichbar. Wir schauen nämlich nur passiv zu, wie unser Held seine Kampftalente einsetzt. Dabei spielen vor allem Werte wie die Ausdauer oder unsere generelle Ausrichtung eine Rolle. Im Test wählten wir den Fokus Kraft. Bei diesem Kampfstil bieten sich vor allem starke Attacken an, die aber auch viel Ausdauer kosten, weshalb wir trotz fast gleichem Ausdauerwert oft schnell keuchend zu Boden gingen. Dafür sitzen die Schläge, und vor allem Kombos richtig heftig, weshalb auch ein paar Siege drin waren. So steigt man dann nach und nach in der Karriereleiter auf, wobei man auf jede Menge neuer Spielelemente trifft. Noch einen Ticken umfangreicher macht das Spiel der Quasi-DLC Dark Fist, welches in der 3DS-Version schon fest integriert ist und sich nahtlos in die Story einfügt. So haben wir dadurch irgendwann einen mysteriösen Koffer in unserer Wohnung stehen, der Batman-mäßig Verbrechen auf der Karte anzeigt. Das gibt uns die Möglichkeit uns die Maske überzuziehen und nebenberuflich als Superheld einer weiteren Gruppe finsterer Gesellen mit Tiermasken (Hallo, Hotline Miami) auf die Schliche zu kommen.

Fazit:
Punch Club ist gewiss keine leichte Kost. Für den vergleichsweise geringen Preis bekommt man eines der interessantesten Spiele der letzten Jahre, welches sogar einen ordentlichen Umfang bietet. Technisch macht sich der Look auch auf dem 3DS sehr gut, einen 3D-Modus ließ man aber weg. Ebenfalls „weg“ ließ man eine entspannte Steuerung, denn man kann Punch Club weder komplett mit dem Stylus, noch mit den Tasten bedienen. So wird man stets gedrängt, mit Finger und Tasten zu zocken - das ginge definitiv besser! Im Austausch bekommt man jedoch forderndes Gameplay, eine nette Story über einen Mann mit Träumen gefangen im Alltag, sowie einen stimmigen Soundtrack der an alte Tage der Videospielindustrie erinnert. Wir können Punch Club daher trotz seiner Macken jedem ans Herz legen, der auch nur einen Hauch von Managementgeschick besitzt, denn dann bekommt man hier ordentlich Spieltiefe und Nostalgie für den schmalen Taler.

Volle Kraft voraus: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes

Leserwertung:

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Deine Wertung:

-
Tiefgehendes Trainingsmanagement, spannende Wendungen und typische Alltagstücken. Passt!

Wertung

Zeigt den knallharten Alltag…

Tiefgehendes Trainingssystem

Unzählige Möglichkeiten

…was hier und da auch sehr demotiviert

Grausige Steuerung

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