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Spielname:
Breath of Fire

Typ:
Virtual Console Spiel

Original-System:
SNES

eShop Preis:
7,99 €

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Rollenspiel

Release:
06.10.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Breath of Fire

Tjark Michael Wewetzer, 17.10.2016

1785°

0

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Eine renommierte Spieleschmiede wie Capcom kann auf viele Klassiker zurückblicken – manche groß wie die Mega Man-Reihe, andere eher klein und weitaus weniger präsent. Zu letzterer Sparte kann man zweifelsfrei Breath of Fire rechnen, dessen SNES-Wurzeln sich nun auch auf dem New 3DS ergründen lassen. Wie sehr der Zahn der Zeit an dem Rollenspiel japanischer Machart genagt hat, zeigen wir euch in unserem Kurztest.

Ein Drachenjunge in der großen, weiten Welt
Allein die Story bedient sich vieler Standard-Fantasy-Klischees. Der Clan der Dunkeldrachen begibt sich auf einen großen Eroberungsfeldzug und stolpert dabei auch über das Dorf der Lichtdrachen, deren Vorfahren vor langer Zeit eine mächtige Göttin versiegelten. Das Dorf wird niedergebrannt, dank der mächtigen Magierin Sara bleiben aber zumindest die Bewohner am Leben – darunter unser Protagonist Ryu, der fortan loszieht, um die verschleppte Sara zu retten und den Dunkeldrachen das Handwerk zu legen. Auf seiner Reise trifft er dabei natürlich weitere Weggefährten und erfährt, was die Finsterlinge noch für Chaos angerichtet haben. Da wäre zum Beispiel die Stadt Romero, die aufgrund eines Zauberers aus Karma nun unter einem Zombie-Problem leidet.

Für die ersten paar Stunden zieht ihr allerdings alleine mit Ryu durch die Welt und das kann ziemlich schlauchen – gerade weil er nur über ein normales Angriffskommando verfügt und ihr die rundenbasierten Zufallskämpfe daher hauptsächlich über die Automatikfunktion erledigt. Sobald neue Gefährten ins Spiel kommen, eröffnen sich euch zwar neue Möglichkeiten im Kampf, doch selbst dann ist in vielen Fällen wenig Taktik gefragt – auch bei Bossgegnern. Darüber hinaus zeigen sich schnell ein paar Eigenheiten dieses Erstlingswerks: So verursachen Zauber stets dieselbe Menge an Schaden, was zum Beispiel mit Ryus später freigeschalteten Drachen-Verwandlungsformen schamlos ausgenutzt werden kann. Je nach Situation kann das manche Kämpfe lächerlich simpel machen. Apropos spezielle Fähigkeiten: Eine Besonderheit der Breath of Fire-Reihe sind die Feldaktionen, die eure Kameraden beisteuern. So ist der Wolfsmensch Bo beispielsweise dazu in der Lage, umherziehende Wildtiere für hilfreiche Items abzuschießen und durch sonst unpassierbare Waldflächen zu laufen.

Der Wechsel zwischen den Fähigkeiten ist jedoch etwas ungemütlich, was dem hoffnungslos veralteten Interface verschuldet ist. Über gefühlt zu viele Klicks müsst ihr euch bis zum Gruppenmenü wühlen und dort den Anführer auswechseln. Überhaupt kommt uns das Feldmenü unnötig verschachtelt vor – wollen wir etwa herausfinden, was ein bestimmter Gegenstand bewirkt, müssen wir erst umständlich eine Untersuchen-Option auswählen. Das wurde von den Nachfolgern deutlich besser gelöst! Immerhin: Da das Spiel standardmäßig nur auf vier Tasten zurückgreift, könnt ihr die übrigen mit diversen Menü-Shortcuts belegen und euch so beispielsweise den Charakterwechsel vereinfachen. Immerhin etwas.

Fazit:
Keine Frage, die Breath of Fire-Reihe gehört zu den Kultklassikern der Capcom-Spielebibliothek. Die Fantasy-Welt mit Wesen, die halb Mensch, halb Bestie sind, hat durchaus ihren Reiz und um die Feld-Fähigkeiten stricken sich einige interessante Ideen. Im Erstlingswerk der Reihe sieht man davon aber hauptsächlich nur zaghafte erste Ansätze. Das SNES-Original spielt sich nach heutigen Standards einfach ungemütlich und dümpelt über weite Strecken vor sich hin – gerade der Solo-Trip mit Ryu ganz zu Beginn dauerte uns schlichtweg zu lang. Die seltsam verschachtelte Menüführung macht auch die Kämpfe und den Inventarhaushalt ungemütlich, wobei die löbliche Shortcut-Funktion zumindest außerhalb von Gefechten einige Kopfschmerzen verhindert. Und doch: Trotz aller Kritik können wir nicht sagen, dass wir keinen Spaß mit dem Spiel hatten, denn es versprüht obgleich der unübersehbaren Schwächen einen simplen Charme. Wer sich die Wurzeln der Rollenspielreihe näher anschauen möchte und eine hohe Toleranz für veraltetes Gamedesign hat, kann daher ruhig trotzdem einen Blick riskieren – seid nur gewarnt, dass ihr wirklich Durchhaltevermögen braucht.

Klicker-König: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Charmant, aber hoffnungslos veraltet: Ein Rollenspielklassiker für Hardcore-Fans.

Wertung

Auf simple Weise unterhaltsam

So klassisch, klassischer geht’s kaum

Hilfreiche Menü-Shortcuts

Zieht sich ziemlich

Veraltete, ungemütliche Menüführung

Keine deutschen Texte

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