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Spielname:
Metal Gear Solid: Snake Eater 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Konami

Developer:
Kojima Productions

Genre:
Action Adventure

Release:
08.03.2012 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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Metal Gear Solid: Snake Eater 3D

Hands-On: Metal Gear Solid: Snake Eater 3D

Robert Grötenherdt, 08.07.2011

4270°

13

Test mögen: Weitersagen:

Ob Zone of the Enders oder Metal Gear Solid. Kojima hat mit seinen Spielen immer sein eigenes Ding durch- und damit tausende von Fans angezogen. Warum auch nicht? Für viele sind sie mehr als nur ein Spiele. Sie sind beste Unterhaltung, wie sie nicht mal viele Filme bieten können. Und jeder Charakter, ob böse oder gut, wird so in Szene gesetzt, dass man eine Beziehung zu ihm/ihr aufbauen muss. Allerdings ist Metal Gear Solid auch für seine komplexe und verwirrende Handlung bekannt und Snake Eater auch gleich der dritte Teil der MGS-Saga – der allerdings ganz am Anfang der Timeline sitzt. Selbst wenn man mit den anderen Titeln vertraut ist, kann schon mal leicht der Überblick flöten gehen und man fragt sich: „Was zum Teufel ist denn passiert?“. Also ungefähr so wie bei Kingdom Hearts, nur dass man sich das da auch fragt, obwohl man die vorherigen Teile gespielt hat.

Es sei an dieser Stelle gesagt, dass Metal Gear Solid: Snake Eater 3D ein Remake ist und aufpoliert mit einem 3D-Effekt verfeinert und an die neuen Steuerungsmöglichkeiten des 3DS angepasst wurde. Wer also noch im Besitz einer PS2 ist, muss nicht zwingend zur 3DS-Variante greifen. Warum, das erfahrt ihr im Hands-on.

Snake? Nie gehört.
Wer von Snake noch nichts gehört hat und sich Gamer nennt, der sollte mal ganz schnell über seine Erfahrung als solcher nachdenken. Konamis Schleicher ist eines der Aushängeschilder für Sonys hauseigene Konsole. Umso verblüffender, dass Solid Snake nun nach seiner Karriere auf dem NES und Gameboy mit Zwischenstop im GameCube-Lager zurück zu Nintendos neuestem Handheld findet – oder zumindest sein genetischer Papa, der hier unter dem Codenamen Naked Snake durch den Dschungel schleicht. Die Geschichte der Serie ist lang, groß, wenn nicht sogar gigantisch und kann einen eigenen Artikel füllen, doch wir stürzen uns jetzt auf ein einzelnes Spiel der Serie, wovon wir auf dem diesjährigen Post E3-Event in Frankfurt eine "echte" Demo anzocken durften.

Wer Sam Fisher mag, der sollte Naked Snake wohl eine Chance geben, denn auch er ist dafür berühmt, sich an den gegnerischen Truppen unbemerkt vorbei zu manövrieren und dabei ganze Armeen auszuschalten. Anders würde es ja auch langweilig werden! Das ganze wird nicht nur stark in Szene gesetzt, sondern auch mit charakteristisch innovativen Spielideen gefüllt, auf die manch anderer Entwickler nicht mal kommen würde, oder es gar nicht erst wagen würde diesen Schritt zu riskieren. Ob Snake Eater ebenso mit derartigen Neuerungen aufwarten wird, ist allerdings noch ungewiss. Immerhin war nur eine Demo spielbar und auch wenn es sich nur um ein Remake handelt, kann es ja sein, dass Kojima mit der Steuerung noch die ein oder andere Überraschung im Sinne hat.

Was für ein charismatischer und gut aussehender Protagonist wurde uns da spendiert! Snake ist kein Typ der klein beigibt oder Süßholz raspelt. Das ganze sieht erstaunlich gut für 3DS-Verhälntnisse aus. Wohl zu gut, denn Metal Gear Solid: Snake Eater 3D läuft nicht flüssig. Nahezu in jeder Sequenz hat man mit starken Framerate-Einbrüchen zu kämpfen, was aber hoffentlich noch am Demo-Zustand des Titels liegt. Denn sobald man Snake interaktiv steuern kann, sieht alles nach wie vor schön aus, läuft flüssig und auch der 3D-Effekt lässt einem manches Blatt ins Gesicht streifen.

Grafik ist eben doch nicht alles..
Direkt zu Beginn der Demo machen sich also verschiedenste Komplikationen breit. Starke Ruckler bei den Sequenzen, viele lange Ladesequenzen und eine Steuerung, die mit größter Geduld schwer als gewöhnungsbedürftig bezeichnet werden darf. Das Problem ist hier ganz klar: Im Original (PlayStation 2) wird Snake Eater mit zwei Analog-Sticks gesteuert, doch auf dem 3DS mit einem Schiebepad (das auch bestens funktioniert) und vier Knöpfen (A,B,X,Y), die einen 360°-Stick ersetzen sollen, was aber schlichtweg nicht funktionieren kann. Immer wieder möchte man beim Zielen mit L auf den Touchscreen tippen, um das Fadenkreuz zu steuern, doch auf die Idee kamen die Entwickler bisher nicht. Und nicht nur dies nervt, denn die Taste zum Kriechen liegt auf Steuerkreuz-Unten, was den Spielfluss noch mehr stört und einen richtigen Controller herbeisehnen lässt. Auch hier wird die Hoffnung ausgesprochen, dass dieser Zustand nicht final bleibt, denn die Steuerung macht dieses groß erwartete Spiel bisher ungenießbar.

Doch nicht in jeder Hinsicht hat die Demo verschreckt, denn auch trotz langer Ladesequenzen wird einem nach wie vor ein guter Sound geboten. Ein theatralischer Soundtrack, der die Stimmung immer bei actiongeladenen Szenen gut einfängt und ansonsten authentische Dschungel-Sounds ausgibt und zusätzlich eine komplette Vertonung der Dialoge, die sich allemal hören lassen kann – anders als die berühmt-berüchtigte deutsche Synchro des ersten Metal Gear Solid, doch lassen wir die Nostalgie mal beiseite.




Prognose:
Wer diese erschreckend niedrige Wertung sieht, wird mich sicherlich direkt verurteilen, wie ich es denn wagen könnte ein Spiel des großen Meisters Kojima schlecht zu reden, doch das ist und war nie meine Absicht. Die Demo hatte Macken. Nicht mehr und nicht weniger. Und Macken können bekannterweise behoben werden. Wenn man hier und da noch was rumfeilt, dann wird auch dieses Remake gelungen. Doch bisher macht ein solider 3D-Effekt mit einer schön aufpolierten Grafik allein Metal Gear Solid: Snake Eater 3D nicht zu einer Empfehlung. Eine angenehme und intuitive Steuerung ist eben genauso wichtig wie alles andere. Auch wenn die Demo recht lang war, oder auf Grund der langen und vielen Ladesequenzen nur so schien, wurde man mit viel eintönigen Spielszenen abgespeist.

Das Gesamtpaket macht es nun mal aus und die Hoffnung für solch ein vollendetes Gesamtpaket ist groß, da man ja als Metal Gear Solid-Fan ein weiteres Abenteuer seinesgleichen miterleben möchte, doch wäre angesichts der Steuerung ein Remake von Metal Gear Solid 2 nicht sinnvoller gewesen?


Hofft auf Ausmerzung der bisherigen Probleme: Robert Grötenherdt [Zyrando] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Hitkandidat
Deine Wertung:

-
Naked Snake hat noch mit erheblichen Macken auf dem 3DS zu kämpfen.

Prognose
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