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Spielname:
Metroid Prime: Federation Force

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Shooter

Release:
02.09.2016 (erschienen)

Multiplayer:
1-6 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Metroid Prime: Federation Force

Hands-On: Metroid Prime: Federation Force

Sebastian Mauch, 30.07.2016

2879°

1

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Wie jedes Jahr hielt Nintendo auch 2016 im Zuge der in Los Angeles stattfindenden E3 ein Post-E3-Event ab. Wir waren da natürlich auch vor Ort, doch über das neue Metroid Prime: Federation Force konnten wir leider nichts berichten, da es schlichtweg nicht gezeigt wurde. Dafür hatten wir aber im Vorjahr die Möglichkeit, zumindest das enthaltene Minispiel Blast Ball anzuzocken, das entfernt an das PC- und Konsolenphänomen Rocket League erinnert. Zwei Jahre hörte man also recht wenig zu dem Titel und auch unsere Lieblingskopfgeldjägerin Samus wird nicht persönlich anwesend sein – lediglich einen Camo-Auftritt als Köderitem sprach man ihr zu. Doch plötzlich – und nur kurze Zeit nach dem E3-Event – lud Nintendo erneut zu sich nach Frankfurt am Main ein. Dieses Mal stand alles ganz im Zeichen des neuen Metroid Prime-Spiels und endlich können wir euch die ersten Einblicke in das Hauptspiel liefern.

Wie Tri Force Heroes, nur anders
Man konnte es schon ahnen: Der Fokus bei Federation Force wird definitiv das kooperative Spielen sein. Statt des üblichen, großen Vorführraums wurde dieses Mal ein simpler Besprechungsraum eingerichtet und mit allerlei Equipment und Köstlichkeiten versehen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde sind dann auch alle geladenen Gäste eingetrudelt und der Multiplayerspaß konnte beginnen. Dazu teilten wir uns in mehrere Gruppen à vier Spielern ein - dies ist zumindest in der Hauptkampagne die maximale Spielerzahl. Im Blast Ball-Minigame hingegen sind es sogar sechs, also drei pro Team. Wichtig ist natürlich zu erwähnen, dass das komplette Spiel auch im Alleingang gespielt werden kann. Holt man sich jedoch Spieler dazu, macht es nicht nur mehr Laune, sondern vereinfacht auch das Erkunden der abwechslungsreichen Level sowie das Eleminieren der Gegnermassen und Erreichen von Missionszielen. Über einen Zeitraum von etwa vier Stunden durften wir zusammen mit einigen netten Nintendo-Mitarbeitern ganze vier komplette Missionen spielen. Dabei stellte sich uns schnell der Gedanke ein: Mensch, das fühlt sich fast an wie bei The Legend of Zelda: Tri Force Heroes damals – zumindest was das kooperative Vorgehen innerhalb der Kampagnenabschnitte angeht. Das verdeutlichen wir später nochmal in den detaillierten Abschnitten zu den einzelnen Missionen. So, das war nun ganz schön viel Beiwerk, worum geht es aber nun eigentlich in dem Spiel?

Ein Chibi-Marine im Mech-Anzug
So genau können wir das selbst nach dem Event nicht sagen, da es in den spielbaren Missionen vor allem um die komplexen Gameplaymechaniken ging. Auch können wir nicht sagen, ob es eine richtige Rahmenhandlung geben wird, doch vor und nach jeder Mission erhält man ein kurzen Briefing und Debriefing. Einige Elemente in der Umgebung können sogar aktiviert werden und zeigen so etwas Hintergrundgeschichte zur aktuellen Mission auf. Die Aufträge beginnen übrigens immer mit einem Raumschiff, das die Spieler über dem Zielgebiet abwirft. Unsere Helden sind die aus den vorherigen Prime-Teilen bekannten Marines der Galaktischen Föderation, nur eben als verkindlichte Chibi-Versionen. Damit die aber trotzdem ordentlich Feuerkraft haben, steigen sie in mächtige Mech-artige Kampfanzüge, ähnlich dem von Samus Aran. Dementsprechend können wir auch auf allerlei Gadgets wie Freeze Beam, Missiles und den Charge Beam zurückgreifen. Um den jeweiligen Bedingungen in den Spielgebieten gerecht zu werden, hat man aber noch allerlei neue Elemente hinzugefügt. Enorm wichtig: die verschießbaren Heilkapseln. Diese kann man zwar ins Leere schießen und selbst aufsammeln, jedoch lässt der Heileffekt so zu wünschen übrig. Viel wirksamer ist es, den Heilcontainer eines Mitspielers aufzusammeln, was sich indirekt ziemlich teamspielfördernd auswirkt.

Hinzu kommt, dass Items wie die Kapseln und Missiles pro Mission nur in einem bestimmten Umfang zur Verfügung stehen. Dieses Kontingent müssen die Teilnehmer dann vor der Mission unter sich aufteilen. Da ist vor allem eine sinnvolle Rollenverteilung sehr hilfreich, beispielsweise Heiler und Damage Dealer. Um sich von anderen Spielern abheben zu können, kann man zudem seinen Marine anpassen. Neben allerlei schicken Lackierungen für den Mech-Anzug gibt es sogenannte Mods, die jeder in der Mannschaft vor einer Mission auswählt. Sie geben beispielsweise mehr Munition für einen bestimmten Waffentyp oder steigern den Schaden bzw. die Robustheit eures Soldaten enorm. Wie sich die Kommunikation später im Onlinemodus gestaltet, bleibt aber noch abzuwarten.

Nun haben wir aber beileibe genug um den heißen Brei herumgeredet. Damit euer Hunger auf den Hauptinhalt des Spiels aber endlich gestillt wird, servieren wir nun im Folgenden ein paar Eindrücke aus den vier anspielbaren Kampagnenmissionen.

Fangespielen mit Eismonstern
Die Eiswüste von Phendrana dürfe Fans noch ein Begriff sein. Unsere erste Mission spielte sich in einer ziemlich ähnliche Gegend ab - Eis und Schnee wohin das Auge schaut. Neben kleineren zu bewältigenden Aufgaben und einigen versteckten Mods und Items steht hier aber vor allem eines im Fokus: Das Einfangen von vier Eismonstern. Durch die anzuwendende Mechanik ist hier eine sehr gute Absprache notwendig. Zunächst muss nämlich ein Spieler Schaden am Monster verursachen und so die Aufmerksamkeit auch sich ziehen. Während dieser Soldat das Ungetüm in einen riesigen Käfig lockt, sollten die anderen Spieler sich bereit machen. Erst muss per Power Beam ein Schalter über dem Käfig aktiviert werden, wodurch die dicken Metallstreben des Behälters hochfahren. Dies geschieht jedoch nur für einen bestimmten Zeitraum, was den Spielern akustisch vermittelt wird. Hat man das Monster erst einmal im Käfig platziert, ist Eile geboten. Nun kommen der Slow Beam, Heilung und Ausweichen ins Spiel. Da sich der Käfig schließt, muss natürlich auch der Locksoldat daraus entkommen. Um das Monster am Platz zu halten helfen konzentrierte Schüsse mit dem Slow Beam. Klingt einfach, ist es aber nicht, da ständig Minigegner und Attacken des Eisgiganten auf die Spieler einprasseln. Zudem werden die Torintervalle stets etwas kürzer und dann warten ja da noch weitere Eisgiganten. Für absolute Profis gibt es sogar ein Zusatzziel, für das man gleich mehrere Viecher in denselben Käfig sperren muss.

Golfen muss gelernt sein
In der zweiten Mission bewegen wir uns in einer eher wüstenartig angelegten Tempelumgebung. Nach unserem Abwurf durch das Dropship gelangen wir schon bald an der ersten Schlüsselstelle. Ein seltsames Konstrukt hält eine steinerne Kugel fest, durch einen Schuss auf ein helles Schalterfeld gibt dieses den Ball schließlich frei. Die Kugel müssen wir jedoch in eine Vertiefung befördern, die am Ende einer abschüssigen, kurvigen Rampe liegt. Rollt die Kugel am Ende zu schnell, landet sie in heißer Lava und taucht bei der Vorrichtung wieder auf. Also teilt sich das Team flugs auf: Ein Spieler schickt den Ball los, während der Rest per praktischem Sprungfeld zur Vertiefung abkürzt. Wurde gut gezielt, nimmt der Ball sogar einige auf der Rampe auftauchende Gegner mit in den Abgrund. Unten angekommen müssen die wartenden Soldaten den Ball nur noch Blast Ball-artig abbremsen und einlochen. Eine ähnliche Situation kommt dann noch mal vor, jedoch gibt es dieses Mal mehrere Bälle auf verschiedenen Verzweigungen. Je nach Weg muss man dort den Ball einige Stufen hochkatapultieren oder an anderen Hindernissen vorbeilotsen. Will man nicht den großen Zeitbonus am Ende der Mission verlieren, ist man auch hier wieder auf ein gutes Team angewiesen.

Eierlauf mal anders
Monster Hunter-Spieler können davon ein Lied singen. In den leidigen (aber zum Glück meist optionalen) Sammelmissionen muss der Jäger nicht selten ein Ei tragen. Im Capcoms Monsterhatz darf man jedoch nicht getroffen werden und kann das Ei/Erz nicht ablegen - das ist in der dritten von uns gespielten Mission etwas anders. Dieses Mal brechen wir in einen Laborkomplex ein und müssen für Froschungszwecke ein kostbares Metroid-Ei bergen. Dazu schummeln wir uns an allerlei Gegnern vorbei, hin und wieder bricht sogar ein kleines Metroid aus seinem Reagenzglas aus. Einzelnen Exemplaren kann man aber mit dem Freeze Beam und einem Charge Beam gut beikommen. Beim Ei angekommen muss sich nun ein Spieler als Träger bereiterklären. Dieser saugt das Ei mit seinem Waffenarm an und kann während des Tragens nicht aktiv am Kampf teilnehmen. Freilich ist der Rückweg nicht mal ansatzweise so entspannt wie die Anreise, da uns unterwegs zum Schiff nicht nur mehr Weltraumpiraten begegnen, sondern auch etliche Metroids. Wer vorhin aufgepasst hat, der weiß, dass Items wie der Freeze Beam nur begrenzt verfügbar sind. Da bietet es sich mitunter eher an, einfach die Beine in die Hand zu nehmen und mit Sperrfeuer zum Schiff zurückzukehren.

Das Datenmodul du beschützen musst!
Da die vierte von uns gespielte Mission recht früh im Spiel kommt, ist sie vom Schwierigkeitsgrad größtenteils noch recht einfach. Erwähnenswert ist aber das Missionsziel am Ende des Levels. Dort gilt es nämlich, ein Datenterminal zu aktivieren und anschließend eine Weile zu beschützen, damit die Daten verarbeitet werden können. Dabei befinden wir uns in einer Sackgasse und selbstverständlich rücken uns dutzende Gegner auf die Pelle. Ohne Taktik sieht man da schnell kein Land mehr, daher kommen vor allem die optisch an Samus angelehnten Köderitems sehr hilfreich. Außerdem kann man im Umkreis Annäherungsminen platzieren, die bei Kontakt gehörigen Schaden verursachen. In unserer ersten Session kassierten wir dabei sogar eine Niederlage. Mit etwas mehr Spielerfahrung ließ sich das aber rekordverdächtig gut bewältigen.



Prognose:
Metroid Prime: Federation Force kann also mehr als nur den Blast Ball-Modus, der nun ohnehin kostenlos im eShop erhältlich ist. Im Hauptspiel verbirgt sich eine Kampagne mit vielen thematisch abgetrennten Missionen. Ob hier eine große Rahmengeschichte existiert, wird sich erst im Test zeigen. Fakt ist jedoch, dass hier definitiv der Fokus auf einem kooperativen Multiplayererlebnis à la Tri Force Heroes liegt, wenngleich das gesamte Spiel auch alleine spielbar sein wird. Gespannt darf man auch auf die Vielseitigkeit der anderen Missionen sein. Wenn diese sich vom Gameplay her genauso unterscheiden wie die vier vorgestellten Missionen, dann dürfte das der Langzeitmotivation nur zugutekommen, stellte sich doch beim Koop-Zelda mit der Zeit etwas Verschleiß ein. Auch ohne Samus hatten wir in der Anspielsession jede Menge Spaß, darum können wir es kaum erwarten euch unsere Eindrücke aus der finalen Version zu präsentieren.

Bereitet schon mal weitere Taktiken vor: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Einladung zum Preview-Event.

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Koop-Ballerei mit fetzigem Minispiel – Spaß geht auch ohne Samus!

Prognose
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