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Spielname:
LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Warner Bros. Interactive Entertainment

Developer:
TT Games

Genre:
Action Adventure

Release:
28.06.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht

Review: LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht

Nicola Hahn, 19.07.2016

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Endlich ist es wieder so weit: LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht ist als neuster Ableger der LEGO Star Wars-Reihe erschienen. Der erste Teil leitete 2005 die Erfolgsserie der LEGO-Videospiele für den Entwickler Traveller's Tales ein und steht seitdem für gemütliche Abende am Fernseher für Jung und Alt, die dank simplen Humor und einfachen Koop-Einlagen glänzen. Auf dem 3DS ist dieses LEGO-Prinzip schwer umsetzbar und hat sich bisher von den PC- und Konsolen-Versionen stark unterschieden. Lassen wir uns deshalb vom Test überraschen, wie sich das Spiel im Vergleich zu den anderen Versionen schlägt und ob das Star Wars-Feeling vom Film auch auf dem kleinen 3DS-Bildschirm funktioniert.

Die Macht erwacht!
Während in der PC- und Konsolen-Version noch ein Rückblick in die Schlacht um Endor aus dem chronologisch vorhergehendem Film gezeigt wird und die Familie Skywalker den Imperator bekämpft, stürzen wir uns in der 3DS-Fassung als Pilot Poe Dameron durch die Basis des Widerstandes, der 50 Jahre nach besagter Schlacht entstanden ist. Diese Gruppierung ist auf der Suche nach dem Standort von Luke Skywalker, der inzwischen nicht mehr auffindbar ist. Die Erste Ordnung, eine neue Gruppierung von Resten des ehemaligen Imperiums, ist ebenfalls auf die Suche nach dem Jedi und so kommt es, dass sich beide Parteien in einem kleinen Dorf auf dem Planeten Jakku treffen, in dem Poe gerade die Daten für Skywalker erhält. Während im Film der Genozid der unbewaffneten Dorfbewohner durch die Truppen der Ersten Ordnung stattfindet, rüstet Poe in den LEGO-Spielen zum Gegenangriff und hilft den Bewohnern, an ihre Waffen zu kommen. Nebenbei bringt man auch die entflohenen Bloggins zurück in ihr Gehege und zerstört Töpfe, in denen sich die Bewohner verstecken. Traditionell gilt es auch wieder Sammelgegenstände in den Leveln zu finden und genug Steinchen für den rein kosmetischen „Wahren Jedi“-Status zu sammeln.

Die Handlung in Film und Spiel führen schlussendlich dazu, dass sowohl der Sturmtruppler FN-2187 als auch dessen Befehlshaber Kylo Ren landen und Poe an seiner Flucht vom Planeten gehindert wird. Glücklicherweise kann Poe seinem Droiden BB-8 die begehrte Karte übergeben während er von FN-2187 abgeführt wird. Für die 3DS-Fassung bedeutet das nun, dass wir uns auf der Oberwelt von Jakku befinden und entweder in Ruhe den Planeten erforschen oder die Hauptstory fortsetzen können. Je nach Fortschritt in der Story stehen uns neue Wege in der Oberwelt und neue Nebenmissionen zur Verfügung. Entscheiden wir uns dann für die Fortsetzung der Geschichte, heben wir in Richtung des im Orbit fliegenden Sternenzerstörers Finalizer ab, auf dem Poe während der Folter durch Kylo den Droiden verrät. Doch FN-2187 alias Finn befreit Poe und zusammen versuchen sie sich an einem zweiten Fluchtversuch. Wir starten als LEGO-Figuren im Hangar des Zerstörers und können ein Stück weit die Tarnung als Gefangener und Bewacher aufrecht erhalten bis wir eine Explosion auslösen und die Sicherheitskräfte die Illusion aufdecken. Es kommt das erste Mal in einem LEGO-Spiel zu einer Deckungsshooter-Passage, bei der wir uns abwechselnd in Deckung oder in den Feuer-Modus begeben, um alle Gegner mit unserem Fadenkreuz auf dem Screen abzuräumen und so wenig Treffer wie möglich einzustecken. Überleben wir die Schießerei, ohne zu oft in unsere Einzelteile zu verfallen (ein Game Over gibt es in LEGO-Spielen nicht), bekommen wir sogar noch einen kleinen Bonus an LEGO-Steinchen, die wir später in neue Charaktere und sogenannte Rote Steine investieren können.

Mehr es in der Galaxie zu entdecken es gibt!
Haben wir uns den Weg zu einem TIE-Fighter freigekämpft, können wir vom Cockpit aus das Feuer auf die Bodentruppen eröffnen und in Richtung Weltraum fliehen. Wie in der Konsolen- und PC-Version dürfen wir nun frei mit dem Jäger um die Finalizer herumfliegen, was in den vorherigen Versionen der LEGO-Engine nicht möglich war. Im Weltraumkampf wird allerdings unser eigenes Schiff stark getroffen und wir trudeln wieder in Richtung Jakku. Dort treffen sich nun die beiden Hauptprotagonisten Rey und Finn, die ab jetzt zusammen das restliche Abenteuer bestreiten werden. Neben Jakku gibt es übrigens noch einige andere Orte, die wir später als Oberwelt frei begehen können und welche auch neben der Hauptstory uns kleinere Nebenmissionen beispielsweise in Form von „Lauf dort hin und besiege drei davon“ bieten.

Besonders angenehm sind die Fortbewegungsmittel wie kleine X-Wings oder Landspeeder, die wir uns im Freien Modus jederzeit beschaffen und damit umherfahren können. Dieser Freie Modus ist auch für jede gespielte Story-Mission verfügbar, in der wir mit allen freigespielten Figuren und Fahrzeugen die Level weiter erforschen und Rätsel finden, die nur von speziellen Charaktere gelöst werden können. So lösen Astromech-Droiden verschiedene Schalt-Rätsel und laden Strom auf, Protokolldroiden übersetzen in Simon Says-Manier und die Kämpfer der Ersten Ordnung sowie des Widerstandes geben Codes ein. Haben wir neue Sammelgegenstände gefunden, schalten wir neue Minifahrzeuge frei und können uns mit gesammelten Steinchen neue Figuren und Extras erkaufen. Die Extras, die auch vorher in Form von Roten Steinen in den Leveln gefunden werden müssen, bieten beispielsweise eine dauerhafte Verdopplung von gefunden Steinchen aber auch lustige Lichtschwert-Effekte und Helium-Stimmen.

Steuerung:
Eigentlich ist die Handhabung makellos, doch eines fällt besonders für Spieler, die parallel auch auf anderen Plattformen spielen, auf: Die Tasten sind sehr eigenartig belegt. Manches ähnelt zwar den anderen Versionen doch einige Funktionen wurden auf andere Knöpfe gelegt, was besonders anfangs ein wenig für Verwirrung sorgt. Ärgerlich ist auch, dass in den Steuerungsoptionen nur die Zielhilfe ein- und ausgeschaltet werden kann. Zumindest eine Invertierung der Flugsteuerung wäre noch wünschenswert gewesen.

Grafik:
Anhand der Optik des Spiels kann man die LEGO-3DS-Engine seit LEGO Star Wars III erkennen. Die meisten Texturen sind sehr schwammig und Objekte in der Ferne werden erst sehr spät geladen, was plötzliches Auftauchen verursacht. Ganz so schlimm, wie es noch in LEGO City: Undercover war, ist es nicht mehr, erinnert aber weiter an die technischen Beschränkungen. Der 3D-Effekt ist leider in den Zwischensequenzen deaktiviert, während der Raumschiff-Abschnitte hinterlässt er jedoch einen guten Eindruck.

Sound:
Die Sprachausgabe ist auf dem 3DS leider sehr dumpf ausgefallen. Das war wohl auch der Grund für die spärlichen Monologe der Figuren während des Spiels, die in den anderen Versionen für so manchen Lacher gesorgt haben. Auch die Soundeffekte sind nur vereinzelt zu hören, zum Glück bringt die Star Wars-Musik aber noch ein wenig Atmosphäre in das Spielgeschehen.

Fazit:
Im Gegensatz zu den Vorgängern auf dem 3DS hat Entwickler TT Games mit LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht endlich größere Fortschritte im Leveldesign und im Gameplay gemacht. Die Level sind denen der Haupt-Versionen auf PC und Konsolen stark angelehnt, was für Parallelspieler sehr angenehm ist. Auch die Minispiele sind gleich und manche sogar dank dem Schiebepad einfacher zu bewältigen. Es ist leider inzwischen traurige Tradition, das keines der LEGO-Spiele trotz Koop-Modus auf PC und Konsole über keinen Online-Multiplayer verfügt. Das gilt auch wieder für den 3DS, bei dem zudem nur alleiniges Spielen möglich ist. Auch die Sprachausgabe sowie die Soundeffekte schwächeln auf dem 3DS und die Grafik hat auch keinen Sprung gemacht. Besonders hervorheben sollte man aber, dass die 3DS-Version sehr stabil läuft: Während es mit der PC-Version so manche Trigger-Fehler bei Rätseln oder Figuren gerne mal aus dem Level herausfallen, läuft die Fassung auf dem 3DS anstandslos. Außerdem wollen wir noch die in kleine Häppchen eingeteilten Leveln hervorheben, die besonders in kleinen Wartepausen sehr nützlich sind und auch die beiden Ladepausen-Minigspiele sind ein netter Service, um die technischen Mängel auszugleichen. Insgesamt kann man sich über ein deutlich besseres Ergebnis als für die alten 3DS-LEGO-Titeln freuen, denn die offeneren Umgebungen und die Orientierung an der PC- und Konsolen-Version können einige der Negativpunkte wieder gut machen, die größenteils wegen technischen Limitierung existieren. Wer also wieder ein ordentliches LEGO-Spiel auf dem 3DS zocken will und dem Star Wars-Film nicht abgeneigt ist, kann hier bedenkenlos zuschlagen.

Schwingt wieder sein Lego-Lichtschwert und teilt Sturmtruppen in ihre Einzelteile: Nicola Hahn [501.legion] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Spaßiges LEGO Star Wars, das einige Verbesserungen zu den Vorgängern mitbringt.

Wertung

SPIELWELT:

8.0

ABWECHSLUNG:

7.0

WIEDERSPIELWERT:

8.0
8
von 10

Mehrere Oberwelten mit offener Umgebung und Nebenmissionen

In kleine Happen eingeteilte Level

Ansehnliche Freiflugpassagen

Audioausgabe etwas mau

Fehlende Einstellmöglichkeiten bei der Steuerung

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