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Spielname:
The Battle Cats Pop!

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
9,99 €

Publisher:
Ponos

Developer:
Ponos

Genre:
Strategie

Release:
27.06.2016 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: The Battle Cats Pop!

Michael Grönert, 10.07.2016

1690°

0

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Nicht nur im alten Ägypten spielten Katzen eine wichtige Rolle, sondern auch in anderen Kulturen und Religionen. Heute haben wir uns schon daran gewöhnt, dass sie das Internet erobert haben - aber sind sie denn nicht auch süß? Doch jetzt kann sie keiner mehr aufhalten! Ihr nächstes Ziel ist nichts weniger als die Eroberung der ganzen Welt, so zumindest in dem neuen Action-Strategie Spiel The Battle Cats Pop! für den 3DS von dem Entwickler Ponos. Bereits seit 2012 verfolgen die simpel gezeichneten Kätzchen, unter dem Titel The Battle Cats, ihren bösartigen Plan auf Android- und iOS-Geräten und das nicht ohne Erfolg. Es liegt also nahe, mit einem Kurztest in Erfahrung zu bringen, ob man sich auf die Seite der süßen Kleinen schlagen, oder doch lieber vor ihnen erzittern sollte.

Dann mal auf, an die Weltherrschaft!
Das Prinzip dürfte einigen aus Spielen wie Swords & Soldiers 3D bereits bekannt sein. Wir haben einen 2D-Sidescroller mit jeweils einer Basis links und rechts, von denen die rechte dem Spieler gehört und die linke vom Computer gesteuert wird. Nun gilt es mittels virtueller Währung, welche wir kontinuierlich bekommen, Einheiten zu produzieren, die darauf hin selbstständig ihren Weg zum Gegenüber finden und diesen angreifen. Während wir zu Beginn taktisch vorgehen können, indem wir entweder länger warten und gehäuft Einheiten losschicken, oder alle einzeln losschicken, wächst die Anzahl an Möglichkeiten mit dem Fortschritt schnell an. Neue Einheiten mit verschiedenen Stärken und Schwächen werden freigeschaltet, angefangen bei der Bewegungsgeschwindigkeit, über die Schlag-Frequenz, bis hin zu höherem Schaden bei Gegnern bestimmter Farbe. Ein Cooldown in der Einheitenproduktion, der sich bei allen Einheiten unterscheidet, wirkt einer schnellen Produktionskette entgegen.

Für bezwungene Level, welche übrigens verschiedene Länder bzw. Gebiete der ganzen Welt repräsentieren, bekommen wir wertvolle Erfahrungspunkte, die wir wiederum dafür nutzen können unsere Einheiten dauerhaft zu stärken oder um andere Dinge zu verbessern. Dazu gehören zum Beispiel die Produktionsgeschwindigkeit neuen Geldes, oder das Ausbauen der Kanone, die unsere Basis von Anfang an besitzt. Bei Abschluss eines Levels gibt es auserdem die zufallsbasierte Chance, einen Schatz zu erhalten. Dieser ist pro Level zwar festgelegt, kann aber in verschiedenen Qualitäten auftreten, von Bronze bis Gold. Hat man gewisse Sets dieser Schätze angesammelt, werden ebenso unsere Fähigkeiten - in Abhängigkeit ihrer Qualität - dauerhaft verbessert. Dies und das Erlangen von mehr Erfahrungspunkten erhöht den Wiederholungstrieb. Allerdings bekommt man nach jedem erneuten Spielen eines Levels etwas weniger Erfahrung, um die Sache etwas zu erschweren. Es gibt noch Einiges zu entdecken und auch die verschiedenen Gegner, in Form von unterschiedlichsten Tieren, tragen zur Abwechslung bei.

Wie lässt man ein Spiel richtig versagen?
Bisher klingt alles richtig gut, doch leider bleibt es nicht dabei. Wie bereits erwähnt gab es einen Smartphone-Vorgänger. Dieser ist zwar kostenlos, bietet dafür aber In-App-Käufe an - die 3DS-Variante hingegen schlägt mit satten 9,99 Euro im eShop zu Buche. Doch ein funktionierendes Schema möchte man nicht zu stark abändern, also wurde das Katzenfutter, welches der ehemaligen Echtgeldwährung entspricht, beibehalten. Zwar wurde dafür gesorgt, dass man nicht beliebig viel davon kaufen kann, aber dennoch erhält man hiervon viel zu leicht und zu schnell genügend, um sich den Spaß am Spiel zu verderben. Sobald man den Item-Shop freigespielt hat, bedarf es nicht viel Rechenkunst um zu merken, dass man ab jetzt das Spiel mit Leichtigkeit im Schnelldurchlauf abschließen kann. Diese schlechte Balancierung sorgte dafür, dass man bereits am ersten Tag den Ende-Bildschirm zu Gesicht bekommen kann. Und das trotz erzwungener Wartezeiten, wenn auch zugegebenermaßen relativ geringe - jedes Starten eines Levels konsumiert Energie, welche sich mit der Zeit regeneriert.

Fazit:
Dieses Spiel ist ein Musterexemplar dafür, wie man etwas Gutes mit einer kleinen Tat enorm abwerten kann. Ich muss zugeben, dass es selbst trotz der Fehlkalkulation im Erfahrung-für-Geld-Handel relativ viel Spaß macht. Doch wer für seine 9,99 Euro eine Herausforderung erhofft, wird vielleicht erst sehr spät sein Glück finden, oder gar nicht. Es sei aber gesagt, dass es nach dem Ende-Bildschirm nicht vorbei ist! Ohne zu viel verraten zu wollen, der Forderungsgrad steigt nochmal stark an. Wer aber ein Fan der Handyversion ist, sollte sich fragen - „wie wäre es wohl, wenn ich mir all das leisten könnte?“ - und dürfte sich dann daran erfreuen können.

Fragt sich, wie man sich so verrechnen kann: Michael Grönert [BadToxic] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Simples, aber unterhaltsames Spielprinzip mit solider Grundlage, doch leider stark fehlbalanciert.

Wertung

Spielprinzip mit Suchtfaktor…

Vielzahl an Upgrade-Möglichkeiten

Multiplayer…

…der leider durch schlechte Balancierung beeinträchtigt wird

Misslungener Versuch, In-App-Käufe aus Smartphone-Spiel zu übernehmen

…aber leider nur lokal

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