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Spielname:
Zero Time Dilemma

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
39,99 €

Publisher:
Aksys Games

Developer:
Spike Chunsoft

Genre:
Adventure

Release:
28.06.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre

Screenshots:
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Hands-On: Zero Time Dilemma

Tjark Michael Wewetzer, 29.06.2016

2427°

3

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Ist es wirklich schon über drei Jahre her, dass uns Virtue's Last Reward auf dem 3DS in den Bann zog und schlussendlich mit einigen offenen Fragen auf einen Nachfolger vertröstete? Dabei ist es kaum zu glauben, dass wir den dritten Teil der Zero Escape-Reihe beinahe nicht bekommen hätten, da ihn einfach niemand finanzieren wollte. Glücklicherweise wendete sich das Blatt und so können wir seit gestern endlich die – hoffentlich – letzten Geheimnisse um Zeros tödliche Spiele aufdecken. Wie vielversprechend die ersten Spielstunden ausfallen und was Zero Time Dilemma alles anders macht, erfahrt ihr in unserem Hands-on.

Neues Spiel, neues (Un)Glück
Zunächst einmal eine kleine Warnung für diejenigen, die sich noch die beiden Vorgänger 999: Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors und Virtue's Last Reward vornehmen wollen: Zero Time Dilemma hält sich nicht mit Hinweisen auf besagte Spiele und ihre Plot-Twists zurück. Daher an dieser Stelle eine Spoiler-Warnung. Zero Time Dilemma spielt zeitlich zwischen den anderen Zero Escape-Teilen und versetzt uns in eine Forschungseinrichtung in Nevada. Friedlich läuft es da leider nicht ab, denn abermals tritt ein maskierter Mann namens Zero auf, der neun Personen in dem Komplex festhält und zu einem tödlichen Spiel zwingt. Wollen sie raus, brauchen sie insgesamt sechs Passwörter für das Tor zur Freiheit. Die werden jedoch erst ausgehändigt, wenn jemand stirbt – ein Passwort pro Leichnam. Nun fordert Zero die in drei Teams mit je drei Teilnehmern aufgeteilte Truppe zu Einzelwettkämpfen heraus, bei denen sie nicht selten auch auf das Schicksal der anderen Mannschaften Einfluss nehmen können.

Die erste Auffälligkeit hierbei ist, dass ihr dieses Mal nicht nur einen Charakter spielt. Bereits in der Einstiegssektion müssen wir erst die Blickpunkte aller drei Teams erleben, bevor es mit der Handlung weitergeht. Danach dürfen wir nach Abschluss eines jeden Kapitels oder alternativ auch jederzeit aus dem Spielmenü heraus zu anderen Charakteren rüberspringen. Inwieweit dies Auswirkungen auf den Spielfortschritt hat, muss sich noch in unserem Langzeittest zeigen. Für unseren Kurzeindruck haben wir uns lediglich auf ein paar erste Ereignisse mit Team C beschränkt, das aus 999-Veteranen Junpei und Akane sowie Neuzugang und Spielercharakter Carlos besteht. Leider macht sich durch die ständige Rückkehr zur Team- und Kapitelauswahl schnell ein Schwachpunkt der Erzählweise bemerkbar: Sie wirkt furchtbar fragmentiert. Das normale Auswahlmenü ist ein wild durcheinandergewürfelter Mix aus Vorschau-Bildern und die Zeitleiste, die das Spiel zur Orientierung automatisch anlegt, ist auch nicht unbedingt übersichtlich. Da fallt es beizeiten schwer, die Chronologie der Ereignisse und bei welchen es sich jetzt um alternative Routen handelt, im Blickpunkt zu behalten. Da sich die Charaktere genauso verwirrt geben wie der Spieler, wird dieser Effekt aber wohl gewollt sein. Trotzdem definitiv ungewohnt.

Romanverfilmung
Das gilt übrigens auch für die Erzählweise an sich. Wer hier nämlich – ganz wie bei den Vorgängern – eine normale Visual Novel erwartet, wird entweder enttäuscht oder angenehm überrascht. Die Handlungssequenzen laufen nämlich komplett in wahlweise englisch oder japanisch vertonten Zwischensequenzen ab. Das bedeutet leider auch, dass ihr euch nicht durch die Dialoge klicken könnt und somit ans Tempo des Spiels gebunden seid. So wirklich einmalig animiert sehen die Sequenzen zudem bislang auch nicht aus. Manche Bewegungen wirken eher steif und die Gesichtszüge der 3D-Modelle haben den Hang zur unfreiwilligen Komik – gerade beim ständig erschöpft dreinblickenden Junpei ist uns das aufgefallen. Wenigstens bei den Puzzles ist alles mehr oder minder beim alten geblieben: Hin und wieder landet ihr in einem geschlossenen Raum und habt eine Aufgabe zu erfüllen, die euch Zero zu Beginn direkt oder indirekt stellt. Danach stellen wir die Umgebung nach bester Point-and-Click-Manier per Stylus auf den Kopf, suchen nach Hinweisen und arbeiten und schrittweise voran. So suchen wir beispielsweise in der Speisekammer nach Zutaten für Gelatine, um einen Mechanismus auszulösen. Der Schwierigkeitsgrad der Puzzles, die wir bislang gesehen haben, ist dabei recht moderat, erfordert teils aber ein verflixt gutes Auge. Pinke Schrift auf weißem Untergrund ist echt nicht leicht zu erkennen!

Prognose:
Nun ist er also da, der dritte Teil der Zero Escape-Saga. Hat sich das Warten auf Zero Time Dilemma gelohnt? Vollends beantworten können wir die Frage natürlich erst, wenn wir das Adventure durchgespielt haben, der Einstieg vermittelt aber zumindest schon mal einen positiven Ersteindruck – mit Schönheitsflecken. Als Serienkenner fühlt man sich praktisch sofort wie Zuhause, zumal unter den neun Teilnehmern des tödlichen Spiels gleich vier bekannte Gesichter verweilen, die fleißig auf die bisherigen Ereignisse anspielen. Neulinge bekommen schnell zumindest die groben Eckpunkte der vorangegangenen Serienableger mit – was natürlich auch die Vorwegnahme einiger Wendungen nach sich zieht. Die Rätsel wirken soweit solide und die Handlung interessant, nicht zuletzt versprechen die verschiedenen Blickpunkte der Geschichte einiges an Tiefgang. Dieser Wechsel zwischen den Charakteren macht uns aber auch Sorgen. Statt sich in einer langen Handlung zu verlieren und erst einmal alles auf sich einwirken zu lassen, bevor man alternative Pfade erkundet, wird man in gesunder Regelmäßigkeit zur Kapitelwahl katapultiert und so aus dem Fluss gerissen – das stört! Auch vermissen wir die Option, den Text ganz nach alter Visual Novel-Manier in unserem eigenen Lesetempo zu verarbeiten. Stattdessen verfolgen wir animierte Zwischensequenzen, die zwar mit dynamischeren Kamerawinkeln und ausgefeilteren 3D-Modellen aufwarten, aber noch immer ziemlich steif wirken. Doch trotz dieser kleinen Wehwehchen fesselt uns Zero Time Dilemma schon jetzt an den 3DS – immerhin wollen wir unbedingt herausfinden, was Zero dieses Mal für Fallen vorbereitet hat und wie wir alle Teilnehmer des tödlichen Spiels möglichst lebend befreien können!

Hat noch einige schlaflose Nächte vor sich: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Mehr Film als Visual Novel und gewohnt spannend. Nur ein paar Kleinigkeiten bereiten uns Sorgen.

Prognose
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