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Spielname:
Severed

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
14,99 €

Publisher:
Drinkbox Studios

Developer:
Drinkbox Studios

Genre:
Action

Release:
22.09.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Hands-On: Severed

Tjark Michael Wewetzer, 24.06.2016

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Anmerkung: Die hier gezeigten Screenshots stammen aus der Wii U-Version des Spiels, da uns zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels kein Bildmaterial aus der 3DS-Fassung vorlag.

Mit dem abwechslungsreichen und durchgestylten Guacamelee schuf das Indie-Studio Drinkbox bereits vor einigen Jahren eine waschechte Indie-Perle. Das Nachfolgeprojekt Severed sollte dem in nichts nachstehen und wurde zunächst Vita-exklusiv angekündigt. Nachdem besagte Version ebenfalls Ruhm einheimsen konnte, steht nun die Veröffentlichung für Nintendos Plattformen an. Ergibt auch Sinn: Immerhin ist der etwas andere Dungeon Crawler auf eine Touch-Steuerung ausgelegt und mit eben solchen Konzepten rühmt sich Nintendo seit dem guten, alten DS. Auf Nintendos Post E3 Event durften wir zwar keinen Blick auf die mobile Version werfen, dafür war immerhin eine Demo für Wii U am Start – und die sollte bei dem inhaltsgleichen Spiel zumindest für ein paar brauchbare Ersteindrücke herhalten dürfen.

Lieber arm dran als…
Unsere Reise durch dieses bizarre Labyrinth beginnt mit dem Erwachen der Protagonistin Sasha. So wirklich Ahnung davon, wo sie sich befindet, hat die Kriegerin noch nicht. Ein paar erste zaghafte Schritte später können wir aber zumindest eine Vermutung anstellen: Ein Blick in den Spiegel zeigt, dass wir augenscheinlich einen Arm verloren haben, eine mysteriöse Gestalt überreicht uns daraufhin ein Schwert und fordert uns auf, unsere Familie zu finden. Die dämonischen Gebilde und die nicht minder gruselige Klinge in unserer verbleibenden Hand lassen zumindest erahnen, dass wir nicht mehr auf dem Pfad der Lebenden wandeln. Wie tief dieser Trip in die untote Domäne geht, vermögen wir jedoch noch nicht einzuschätzen.

Severed besticht durch zwei ganz besondere Eigenschaften. Die erste davon ist das schon in der Demo äußerst unterhaltsame Kampfsystem. Mit dem Touchpen zeichnen wir unsere Schwerthiebe und setzen unseren Kontrahenten so zielsicher zu. Einige schwächliche Gesellen lassen sich dabei noch mit wildem Gewische vom Bildschirm putzen, schon die nächsten Gegner erfordern jedoch mehr Raffinesse und die geschickte Ausnutzung von Schwachpunkten. Ein seltsames einäugiges Baumkonstrukt lässt uns nur bei geöffnetem Auge zuschlagen, Kombo-Angriffe sind zudem lediglich dann möglich, wenn wir das Schwert in Blickrichtung des Gegners schwingen. Diese Kombos sind übrigens nicht nur für das eigene Überleben von Bedeutung: Auf diese Weise ladet ihr eine Spezialleiste auf und ist diese gefüllt, dürft ihr einen besiegten Gegner wortwörtlich in seine Einzelteile zerlegen. So gelangt man an Materialien, durch die Sasha ihre Kampfwerte verbessern kann.

Das zweite Hauptaugenmerk ist der Grafikstil. Die Welt von Severed wirkt bizarr und trotz des Farbspektakels auf ihre eigene Art düster. Der insgesamt unheimliche Unterton unterstützt das. Bei unseren Rundblicken in den Räumen bemerken wir zudem, dass die eigentlich fast schon zweidimensional aussehende Umgebung eine spürbare Räumlichkeit besitzt. Gerade diesen Effekt könnte der 3DS stärken, sofern der Mobilport über einen 3D-Tiefeneffekt verfügen und dieser gut umgesetzt wird.

Prognose:
Das Konzept, mit Toucheingaben ein Schwert zu führen, ist beileibe nicht neu. Severed garniert dieses Spielprinzip allerdings bereits in dieser kurzen Demo gekonnt mit einer ganz persönlichen Note. Die actionreichen Gefechte verlangen auch etwas taktisches Feingefühl, Bewegungsmuster müssen einstudiert werden und wenn ihr alles richtig macht, winkt als Belohnung Beute in Form eines ganzen Beutels voller Ersatzteile, mit denen ihr Sasha aufrüsten könnt. Die merkwürdige Welt weckt zudem unsere Entdeckerlust: Wir wollen unbedingt herausfinden, wie abgefahren es noch werden kann. Sorgen machen uns hingegen noch zwei Punkte. Da wäre einerseits die Langzeitmotivation – genauer gesagt die Frage, ob die Kämpfe auf Dauer nicht in langgezogener Fleißarbeit enden. Zweitens haben wir natürlich nur die Wii U-Version gesehen und das Spiel ist zumindest teilweise auf die Breitbildansicht angewiesen. Davon haben wir auf dem 3DS-Touchscreen allerdings nichts. Wenn der Port jedoch gelingt, dürfte uns eine weitere kleine Indie-Perle erwarten, die man sich unbedingt auf seine SD-Karte holen sollte.

Begeht moralisch fragwürdige Taten: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

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Die bizarre Schnetzelei macht auf der Wii U bereits eine gute Figur. Jetzt muss der 3DS-Port stimmen!

Prognose
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