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Spielname:
Transformers 3: Stealth Force Edition

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Activision

Developer:
Behaviour Interactive

Genre:
Sonstiges

Release:
24.06.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Transformers 3: Stealth Force Edition

Review: Transformers 3: Stealth Force Edition

Kevin Jensen, 03.07.2011

10k°

14

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Die 80er. Eine mythische Zeit voller seltsamer Frisuren, Stirnbänder, Karottenhosen und neonfarbenen Leggins. Trends und Kuriositäten, die Gott sei Dank heute ausgestorben sind, obgleich manche hippe Gestalten heute noch rumlaufen wie John Ross Ewing Jr. zu seinen besten Zeiten. Eine Epoche fernab von Mobiltelefonen und Internet. Eine Zeit als der Vokuhila noch als Volksfrisur galt und in der die berüchtigte Klamotten-Kombo aus Lila-Leggins, Streifentop und Stirnband keine Angstzustände auslösten.

Doch die 80er hatten auch ihre guten Seiten, denn es war die Geburtsstunde von mobilen Geräten wie dem Walkman oder dem ersten Game Boy. Und alte TV- und Serienfans haben heute noch Tränen in den Augen, wenn sie ihre Lieblingshelden von damals in den heutigen Lichtspielhäusern sehen: Da werden alte Heroen auf die Kinoleinwand gebannt und Kindheitserinnerungen wach. Angefangen bei dem Schattenkrieger-Schildkröten-Quartett, den Teenage Mutant Ninja Turtles über die Rückkehr von Miami Vice, bis hin zur Wiedergeburt der technophilen Transformers.

Mein Auto, es hat sich geklaut, okay?
Activision kümmert sich seit jeher um die Versoftung der übergroßen Verwandlungs-Bots. Und wenn man den Kampf um Cybertron auf den Konsolen gespielt hat, wurde man sogar positiv überrascht. Klar, es ist kein „Arkham Asylum“, aber es war auf der Lizenzspielebene ein kleiner Hit für Fans. Selbst die vergangen Nintendo DS-Umsetzungen der Transformers waren keine wirklich schlechten Spiele per se, es fehlte bloß die gewisse Würze. Neuer Handheld, neues Glück? Wie schaut es auf dem Nintendo 3DS aus? Riesenhafte Kampf-Roboter, die sich in Windeseile in pfeilschnelle Fahrzeuge verwandeln können. Das birgt doch sicherlich Potential für ein spannendes 3D-Spiel. Wie sagte der Franz so gerne: „Schau'n wir mal!“

Das Leben eines Spieletesters ist doch soooo schön! Tagein und tagaus schaut man nur in den Briefkasten und pflückt sich ein Highlight nach dem nächsten aus der postalischen Einwurfbox. Das denkt ihr! Denn es gibt auch die Spiele, die wirklich besser als Ladenhüter die Regalwände schmücken sollten. Heute vom Briefträger abgegeben worden ist die Lizenzentwicklung „Transformers 3 - Stealth Force-Edition“. Es ist wieder mal einer dieser Tage...

„Nutze im Nahkampf unglaublich mächtige Tarnwaffen!“, „Kämpf dich durch 18 einzigartige Tarnmissionen!“ und „Spüre die Intensität der Kämpfe Reifen an Reifen!“. So steht es in großen Lettern auf der Rückseite des Spiels geschrieben. WOW. Kampfroboter in 3D! Das muss sich auch Michael Bay auch gedacht haben, als er zum dritten Mal Optimus Prime ins Kino schickte. Doch das was man auf dem Nintendo 3DS geboten bekommt, ist alles andere als spektakulär.

Ruf die Stadtwerke an. Wir haben einen kaputten Transformator.
Wir reden von 18 Levels, die laut Verpackung einzigartig sind! Aber so was von einzig und nicht artig, das schon in den ersten vier Levels gleich zwei doppelt vorkommen. Da wird sich Greenpeace über das Recycling von Activision sicher freuen und in der nächsten Green IT-Wertung mit ein paar Pünktchen versehen. Und wovon sprach man noch? Einzigartige Tarnmissionen? Activisions Textern ist wohl kein Synonym für einzigartig eingefallen... Tarnmissionen... Tarnmissionen? Ok, so etwas wie Splinter Cell? Riesige Roboter-Autos schleichen sich um Ecken, um lautlos wie Ninjas zu zerstören? Nein, auch hier weit gefehlt. Denn die Verpackung ist ungefähr so ehrlich, wie Pinocchio bei ausgestreckter Nase. Tarnen nennt man in diesem Spiel die Verwandlung. In einen Roboter verwandeln heißt ab sofort 'Tarnen'?

Ach ja, bestimmt wieder Jugendsprache. Sich unter der Decke vergnügen heißt ja auch „sich zum Lernen verabreden“, oder etwa nicht? Aber wer dachte er könnte sich bei „Transformers 3 - Stealth Force-Edition“ in einen Roboter verwandeln, auch der irrt. Pustekuchen. Fällt aus wegen 'is nich'! Wie jetzt? Ich kann mich nicht in einen Roboter verwandeln, in einem Transformers-Spiel? Ja. Richtig gehört. Was sagen wir dazu? „Activision... 6, setzen! Thema verfehlt!“ Und worin verwandelt man sich, wenn es kein mächtiger Kampfroboter ist? Das ist der Clou! Von einem Auto in ein... *Trommelwirbel*... Schwebeauto! Ist das nicht was? Nicht? Schade... Quasi von einem fahrenden schwerfälligen Rennboliden transformieren wir uns in einen De Lorean auf Drogen. Denn im Waffenmodus, dem sogenannten Tarnmodus, der so gar nichts mit Tarnen zu tun hat, lässt sich das Spiel noch schlechter steuern, als es so schon möglich ist.

Warum? Weil man nicht mittels A- oder R-Knopf Gas gibt, sondern dies mit dem Circle-Pad tut. Nach oben drücken heißt auf die Tube hauen und nach hinten drücken heißt bremsen. Jetzt versucht mal einen schnellen Rückwärtsgang einzulegen. Nahezu unmöglich. Das dachte sich auch Activision und hat so die innovative 180°-Drehung per Knopfdruck eingebaut. So kann man aus brenzligen Lagen zumindest schnell noch fliehen. Und darum geht es im gesamten Spiel: Fliehen, Schießen, Energie aufsammeln, Schießen, Fliehen... Das ist nahezu alles.

Dieser Wagen ist sensibel!
Ein Gutes hat das Spiel, denn zum Glück ist das Ganze auch schnell wieder vorbei. Rund 2 Stunden braucht ein erfahrener Spieler, um „Transformers 3“ für den Nintendo 3DS auf 100% durchzuspielen. Denn zusätzliche Inhalte wie Upgrades, einsammelbare Secrets etc. sucht man vergeblich. Neulinge können noch maximal eine Stunde draufsetzen. Viel mehr gibt es nicht zu sehen. Und wären die monotonen Missionen schon allein nicht Grund genug, das Spiel zu missachten, kommt ein weiterer Fakt hinzu, das von 18 Levels in Summe mehr als die Hälfte zwei oder drei Mal genutzt wurden. Leveldesign war hier eindeutig keine Stärke...

Ok, wir wissen, dass das Spiel kurz, monoton und langweilig ist, doch wie stet's um die Atmosphäre? Kann wenigstens die Story Fans kurzweilig fesseln? Kurz zusammengefasst geht es darum, dass die bösen Decepticons den finsteren Soundwave reaktivieren wollen, um die Autobots ein für alle Mal zu besiegen. Während die eine Seite versucht dies zu verhindern, möchte die andere Seite natürlich das Gegenteilige. Hier und da wechselt man die Seiten und nähert sich dem Ende der Geschichte. Und auch optisch sorgt das Spiel für keinerlei Höhenflüge. Während die ersten drei Missionen in kargen Sandlandschaften stattfinden und man selbst mehr Spaß hätte die Körnchen einzeln zu zählen, gibt es im späteren Verlauf noch Stadt und Fabriklevel, die zumindest ein wenig anders gestaltet sind. Nicht zwingend schöner und auch nicht frei von Rucklern.

Und auch der 3D-Effekt sorgt nicht für Staunen, denn die Tiefendarstellung ist auch nicht das Gelbe vom Ei und andere Spiele zeigten, wie es besser geht. Und nicht zu vergessen: Alle Zwischensequenzen sind in 2D. Einen kleinen Pluspunkt bekommt das Spiel in Sachen Sprachausgabe, denn hier wurde in eine Lokalisierung investiert und alle Stimmen wurden in die deutsche Sprache übersetzt. Zwar verwirren die Standartsprüche des Öfteren dahingehend, auf welcher Seite man eigentlich steht - aber naja, wer ist schon perfekt...



Fazit:
Man mag es kaum glauben, aber die ersten Transformers-Spiele auf dem Nintendo DS waren gar nicht so schlecht! Nach und nach baute Activision jedoch ab und aus durchschnittlichen Titeln wurden schließlich mäßige Schnellumsetzungen. Was uns jetzt mit „Transformers 3 - Stealth Force-Edition“ für den 3DS angeboten wird, ist eindeutig der Tiefpunkt der Serie. Nochmals auf einen Punkt gebracht, handelt es sich um ein Renn-Ballerspiel, bei dem man sich nicht in einen Roboter verwandeln kann, das sich schlecht steuern lässt, nach zwei Stunden monotonen Spielgeschehens 100% erreicht hat und auch sonst keinerlei Bonusfeatures mit sich bringt. Eine lieblose Umsetzung, bei der die Entwickler wohl unter enormem Zeitdruck das Spiel noch zeitnah zum gleichnamigen Kinofilm rausbringen sollten - und das Ergebnis? Unterirdisch! Wäre das Spiel noch ein wenig trashiger, hätte es beinahe mit „Spirit - Der wilde Mustang“ für den GBA oder „Ping Pals“ für den DS mithalten können. Und dabei handelte es sich um Kultspiele des schlechten Geschmacks... Selbst Fans seien vor diesem Spiel gewarnt. Wenn ihr wirklich ein mobiles Transformers sucht, dann greift zum ersten Nintendo DS-Spiel der Gattung, ihr werdet es uns danken!

Ist entsetzt von diesem Robo-Schrott: Kevin Jensen [Iceman] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Finger weg!
Deine Wertung:

-
Ihr sucht eine inspirationslose und langweilige Schnellentwicklung für viel Geld? Hier seid ihr richtig!

Wertung

FAHRVERHALTEN:

3.0

LEVELDESIGN:

3.0

UMFANG:

2.0
2
von 10

Sprachausgabe

Nach zwei Stunden ist die Qual vorbei...

Keine Verwandlung in einen Roboter

Dröge Steuerung

Monotones Spielprinzip

Level-Recycling der üblen Sorte

Wie werten wir?

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14 Kommentare