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Spielname:
Fire Emblem Fates

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Intelligent Systems

Genre:
Strategie

Release:
20.05.2016 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Hands-On: Fire Emblem Fates

Tjark Michael Wewetzer, 14.04.2016

2585°

3

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Fire Emblem ist zurück und das dieses Mal sogar im Doppelpack! Zwar ist es beileibe nicht das erste Mal, dass die Strategie-RPG-Reihe mehrere Kampagnen anbietet, die strikte Aufteilung von Fire Emblem Fates in zwei unterschiedliche Spiele (und einer dritten DLC-Story) ist hingegen neu – und wirft natürlich auch Zweifel auf. Auf diese können wir in unserer ersten Anspielrunde freilich noch nicht eingehen, das heben wir uns für unseren großen Test auf. Aber wir wollen euch zumindest schon mal verraten, was wir auf unseren ersten Schritten des gemeinsamen Einstiegs der deutschen Version von Fire Emblem Fates: Vermächtnis und Herrschaft erlebt haben.

Zwischen zwei Nationen
Als Nohr-Prinz bzw. -Prinzessin Corrin – der Name und die grobe Gestalt eures Protagonisten lassen sich anpassen – erwacht ihr in euren Gemächern und werdet sogleich von der lieben Familie zum täglichen Kampftraining begrüßt, bevor es zur Audienz mit König Garon geht. Der strenge Herrscher will euer Können auf die Probe stellen und lässt euch gegen Gefangene aus Hoshido antreten, deren Leben ihr nehmen sollt. Leider hat Garon es nicht so gerne, wenn man Gnade mit seinem Gegner zeigt, weswegen Corrin nach der Verweigerung des Tötungsaktes mit der Eroberung einer angeblich unbewohnten Festung im Grenzland zwischen Nohr und Hoshido beauftragt wird. Und nach einigen turbulenten Ereignissen dort gelangt Corrin in die Fänge der Hoshido-Herrscherfamilie, die ihn zu seiner Überraschung für ihr lang verlorengeglaubtes Kind hält und ihn daher herzlich empfängt. Aber auch hier währt der Frieden nicht lange: Garon hat nämlich ein Ass im Ärmel und zettelt durch eure unbewusste Hilfe einen Krieg zwischen Hoshido und Nohr an. Nun liegt die Entscheidung bei euch: Schließt ihr euch den Rittern von Nohr an, die von Kindertagen an Teil eures Lebens waren? Oder schenkt ihr dem Hoshido-Clan glauben und verteidigt euer angebliches Heimatland vor den Invasoren des Königs Garon? Die Entscheidung trefft ihr trotz eines Auswahlmenüs leider bereits an der Kasse in Form eures Einkaufes, die jeweils anderen Optionen lassen sich immerhin als DLC vergünstigt nachkaufen und drei zusätzliche Speicherplätze gibt es pro erworbener Zusatzkampagne ebenfalls.

Auf gameplaytechnischer Ebene merken wir schnell, dass Intelligent Systems fleißig am Spiel geschraubt hat und sich nicht auf den Lorbeeren von Fire Emblem: Awakening ausruht. Zwar bleibt das Grundprinzip gleich – Runde für Runde schickt ihr eure Einheiten über das Spielfeld und versucht, die Missionsvorgabe wie „Besiege alle Gegner“ oder „Schalte den Boss aus“ zu erfüllen – doch Kenner werden sofort einige Detailunterschiede bemerken. So gibt es beispielsweise das klassische Lanzen-Schwerter-Äxte-Waffendreieck nicht mehr – oder zumindest nicht mehr unter dieser Bezeichnung. Stattdessen sind alle Waffen nun Farbattributen zugeordnet, über die ihr Schwächen und Stärken festmachen könnt. Letztere sind dabei freundlicherweise direkt im Icon der Waffe integriert, damit ihr das nicht ständig in Tutorial-Menü nachlesen müsst, bis ihr alles auswendig kennt. Der Grund für die Umstellung: Fire Emblem Fates bietet gemäß der zwei streitenden Länder mit ihren unterschiedlichen Kulturen ganz unterschiedliche Waffensets. Was für den Nohr-Söldner ein Schwert ist, ist in Hoshido der Samurai-Katana. Die hoshidischen Schriftrollen entsprechen wiederum Zauberbüchern aus Nohr. Klingt zunächst ungewohnt, man fuchst sich aber erstaunlich schnell in das neue System rein.

Balance ist alles
Nächste Auffälligkeit: Abgesehen von Items und Zauberstäben verfügt keine Waffe mehr über ein Haltbarkeitslimit. Damit erübrigt sich immerhin das ständige Nachkaufen von Ausrüstung, Upgrades können aber natürlich trotzdem im Waffenshop eurer im Spielverlauf freigeschalteten Festung erworben werden – zumal viele der Schmerzspender nun mit Zusatzeffekten daherkommen, die den Schlachtenverlauf gehörig ändern können. Apropos Ändern: Mitglieder der Königsfamilien können ihr Drachenblut nutzen, um an sogenannten Drachenadern die Natur zu beeinflussen. Das kann das Ebnen eines Berges sein oder auch die Platzierung eines heilenden Brunnens – je nachdem, wo sich die Ader befindet. Und wenn wir schon beim Ändern von Dingen sind, reißen wir auch die veränderte Kombi-Funktion kurz an. Ganz wie in Awakening könnt ihr zwei Einheiten zu einer verbinden und sie so stärken. Tut ihr dies, kann die Einheit im Hintergrund allerdings nicht für einen Doppelschlag eingreifen – stattdessen beschützt sie euch nur vor gegnerischen Doppelschlägen und negiert bei gefüllter Schild-Leiste einen feindlichen Angriff. Wollt ihr selbst mit zwei Einheiten im selben Befehl agieren, muss euer Kumpan schon neben euch auf dem Schlachtfeld stehen. Diese Aufteilung mag simpel klingen, nimmt den Kombis aber ihre in Awakening doch aufgefallene Übermächtigkeit.

Prognose:
Der Einstieg von Fire Emblem Fates allein lässt den Vorgänger schon wie einen Kindergeburtstag aussehen. Statt eher leichtherzigen Unterhaltungen inmitten einer Quasi-Zombie-Apokalypse geht es direkt um Fragen über Loyalität, Moral und Familienbande. Nohr-König Garon ist zweifelsohne wahnsinnig, seine Kinder allerdings zeigen Anstand und Ehre. Die Hoshido-Königsfamilie wirkt freundlich und einladend, doch vielleicht ist das alles ein Täuschungsmanöver und es verbirgt sich mehr hinter ihrem Lächeln. Egal für welche Version man sich entscheidet, genug spannenden Story-Stoff gibt es auf jeden Fall. Auch gefallen uns schon jetzt die vielen Anpassungen am Balancing, auch wenn dadurch einige Dinge wie das neue Waffendreieck zunächst etwas ungewohnt herüberkommen. Jetzt bleibt natürlich nur noch die Frage, ob das Strategie-Rollenspiel auch auf Dauer das hohe Niveau halten kann, das es mit dem Intro vorlegt. Und noch viel wichtiger: Ob sich die Vermächtnis- und Herrschaft-Edition wirklich wie zwei vollwertige Vollpreisspiele anfühlen und nicht einfach minimal angepasste Gegenstücke mit anderen Einheiten sind. Darauf werden wir in unserem großen Test noch einmal zurückkommen.

Kämpft zunächst für Hoshido: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Previewcodes.

Leserwertung:

Hitkandidat
Deine Wertung:

-
Inmitten der Intrigen zweier Nationen: Starker Einstieg in das düstere Doppelspiel.

Prognose
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