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Spielname:
Donkey Kong Country

Typ:
Virtual Console Spiel

Original-System:
SNES

eShop Preis:
7,99 €

Publisher:
Nintendo

Developer:
Rare

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
24.03.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Kurztest: Donkey Kong Country

Tjark Michael Wewetzer, 03.04.2016

2506°

1

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Dass der Donkey Kong aus Arcade-Tagen bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, macht schon die Eröffnung von Donkey Kong Country unmissverständlich klar. Auf der Spitze eines Baugerüsts stehend lässt der nun als Cranky Kong bekannte Primat per Plattenspieler die Titelmelodie seines Spielhallenhits erklingen, bis er dann vom hippen, modernen und rundum erneuerten Donkey Kong und seiner Boom Box von der Plattform geschubst wird und so ein Abenteuer einleitet, das damals auf dem SNES für staunende Fans sorgte. Nicht nur der für damalige Verhältnisse beeindruckenden Grafik wegen, sondern auch wegen des kniffligen Gameplays. Dass dieses gut gealtert ist und der Humor des zuständigen Entwicklers Rare hier auf ganz andere Art durchsickern kann, haben wir in unserem erneuten Blick auf den Klassiker herausgefunden.

Alles Banane?
Aber warum reist Donkey Kong denn quer über seine Heimatinsel? Na, um die Bananenvorräte der Kong-Familie aus den Klauen der finsteren Kremlinge unter der Leitung des Oberkrokos King K. Rool zurückzuerobern! Was die antropomorphen Reptilien mit dem köstlichen Gut wollen? Wen kümmert das schon! Wichtig ist, dass wir für Radau im Dschungel sorgen und uns umgehend ins Abenteuer stürzen. Das gibt sich in den ersten Abschnitten noch handzahm, dienen diese doch primär der Eingewöhnung an die generellen Spielfunktionen. Donkey Kong und sein per DK-Fass befreibare Kumpane Diddy können sich mit Roll- und Sprungattacken zur Wehr setzen, der größere der beiden ist dabei zugleich auch ein wenig stärker und kann Feinde überwältigen, an denen Klein-Diddy versagt. Die Steuerung fühlt sich dabei hin und wieder ein wenig rutschig an, schnell haben wir das Primatenduo jedoch im Griff und meistern selbst die haarigsten Hüpfherausforderungen – zumindest nach einigen Fehlschlägen und erneuten Anläufen.

Donkey Kong Country mag zwar „nur“ den Grundstein für eine brillante Serie gelegt haben, beweist aber schon in diesem ersten Abenteuer exzellentes Leveldesign. Viele Abschnitte warten mit kleinen Gimmicks auf, die mächtig Abwechslung in die kniffligen Passagen bringen. Vom berühmt-berüchtigten Lorenlevel über Fasskanonen-Parcours bis hin zu einem Tunnel voller unbesiegbarer Gegner, die sich mit Ampelfässern kurzzeitig lahmlegen lassen, wird euch einiges geboten. Nicht zuletzt beweist Rare bei der Gestaltung der Stufen reichlich Humor – zumeist auf Kosten des Spielers. Da deutet eine Bananenkette nach einer Abkürzung schon mal auf den weiteren Weg hin, nur um euch in einen Abgrund zu führen, weil er eigentlich den Weg für den regulären Pfad weist. An anderer Stelle versemmeln wir gerade so einen Kanonensprung, ergattern dabei aber eine Banane, die anders gar nicht zu kriegen wäre. Und der bereits erwähnte Lorenabschnitt hält gerade in seiner haarsträubenden zweiten Hälfte einige fiese und doch urkomische Überraschungen bereit.

Man spürt, wie sich hier die Leveldesigner auf Kosten des Spielers amüsieren – und doch lacht man mit, denn trotz allem sind die Abschnitte stets fair aufgebaut. Dabei sollte aber erwähnt sein, dass der Titel etwas sparsam mit tatsächlichen Speicherpunkten umgeht. Pro Welt gibt es davon nämlich lediglich einen und den in der Regel gegen Ende. Kassiert ihr unterwegs also ein Game Over, dürft ihr je nach Fortschritt ziemlich viel nochmal spielen. Die relativ kurzen Level mindern den Schmerz zumindest und die Bosskämpfe fallen, sowohl glücklicherweise als auch leider, extrem einfach aus, sodass sie euch bei erneuten Anläufen nicht großartig im Weg stehen werden. Außerdem dürft ihr – wie bei Virtual-Console-Titeln üblich – alternativ auch per Savestate einen Zwischenspeicherstand anlegen.

Fazit:
Es mag in der Regel der Nachfolger sein, der all die Lorbeeren erntet und seinen beiden anderen Serienkollegen aus SNES-Tagen die Show stiehlt, doch Donkey Kong Country kann defnitiv weiterhin gut für sich sprechen. Die recht kompakt gehaltenen Level sind angenehm knifflig, ohne richtig ins Unfaire abzudriften. Diverse Geheimkammern, die für die 100%-Vervollständigung notwendig sind, laden zu erneuten Durchmärschen ein. Und das durchdachte Design sorgt für ungebändigte Freude wenn man grazil über Baumwipfel hüpft, sich von Fass zu Fass schießen lässt und dann doch etwas versiebt, nur um einen kleinen Wink von Rare zu bemerken. Ein Gruß, der einen Wissen lässt: „Wir wussten, dass du hier draufgehen wirst.“ Wer den SNES-Klassiker noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt nachholen!

Jäger der verlorenen Banane: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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So sieht Jump-'n'-Run-Freude aus: Ein brillanter Klassiker mit astreinem Leveldesign, der einfach nur Laune macht.

Wertung

Brillantes Leveldesign

Reichlich Geheimnisse

Angenehmer Schwierigkeitsgrad

Limitiertes Speichern

Schwache Bosskämpfe

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1 Kommentar