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Spielname:
Steel Empire

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
15,99 €

Publisher:
Teyon

Developer:
Mebius

Genre:
Shoot em up

Release:
17.12.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Steel Empire

Tjark Michael Wewetzer, 30.12.2015

2041°

0

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Nicht immer müssen Fans dafür sorgen, bestimmte Retro-Marken am Leben zu erhalten. Manchmal reicht auf einfach nur ein passioniertes Team. So auch im Falle des Shoot 'em Ups Steel Empire, das in Europa unter dem Titel Empire of Steel auf dem Mega Drive seine Premiere feierte und nach einem Zwischenstopp auf dem GBA nun auf dem 3DS erneut abhebt. Freilich hat sich aber selbst innerhalb des nischigen Genres in der Zwischenzeit einiges getan. Ob das Spiel aus dem Hause Hot-B heutzutage noch mithalten und begeistern kann, klären wir in unserem Kurztest.

Stahl gehört auf den Boden
Die Situation: Das Motorhead-Imperium zettelt Kriege an. Eure Mission: Als Teil der Flugstaffel der Silberkopf-Republik müsst ihr den imperialen Widerlingen das Handwerk legen. In dieser Steampunk-Welt bedeutet dies: Ihr klemmt euch ans Steuer eines von zweien Fluggeräten und ballert alles über den Haufen, was euch auch nur ansatzweise schief anschaut. Wer dabei allerdings die reinste Bullet Hell erwartet, wird entweder enttäuscht oder angenehm überrascht: Statt euch gnadenlos im Kugelhagel untergehen zu lassen, setzt Steel Empire auf kluge Gegnerformationen, an denen ihr euch vorbeischlängeln müsst. Höchstens die Bosse der sieben Stages lassen Unmengen tödlicher Geschosse auf euch niederprasseln, aber selbst dann vertragt ihr einige Treffer, bevor euer Flieger abstürzt und ihr eines eurer wertvollen Extraleben verbraucht. Interessant hierbei: Ihr könnt sowohl nach vorne als auch nach hinten schießen und euch so beidseitig decken – bei den Endkämpfen wird von euch nicht selten ein geschickter Wechsel zwischen Front- und Rückfeuer gefordert.

Leider fühlt sich der Action-Ausflug einfach nicht allzu besonders an. Größtenteils segelt ihr durch umgebungsmäßig leere Gebiete, die von gegnerischen Maschinen gesäumt sind – lediglich die Hintergründe variieren. Interessante Abschnitte wie die Flucht durch einen Tunnel gibt es selten. Auch wiederholen sich einige Bosse. Beim ersten Mal mag es ja noch eindrucksvoll sein, ein riesiges Schlachtschiff langsam auseinanderzunehmen und schlussendlich den Kern unter Beschuss zu nehmen. Nur verliert dieser Bombast seine Wirkung, wenn ihr wenig später zwei davon hintereinander in einem weiteren Bosskampf beseitigen müsst. Der Schwierigkeitsgrad wirkt auch etwas unausgegoren. Die Startphase ist aufgrund eures etwas schwachen Start-Fliegers leicht kniffliger als der Mittelteil, wenn ihr durch reichlich Power-Ups euren Maschinenlevel erhöht habt. So haben wir beispielsweise zu Beginn erst einmal fast unsere gesamten Extraleben verbraten, nur um dann bis zum finalen Endkampf nicht mehr draufzugehen. Immerhin: Ihr könnt den Härtegrad in vier Stufen regeln und sogar die Anzahl eurer Leben und Continues einstellen, wodurch Einsteiger nie überfordert werden und Profis ihre Herausforderung kriegen.

Bleibt noch das optische Upgrade, das die 3DS-Umsetzung im Vergleich zum Mega-Drive-Original erfahren hat. Die Grafik wurde gekonnt aufgehübscht und weiß durch Detailreichtum zu gefallen. Selbst der 3D-Effekt bei den Hintergründen ist gelungen und hilft in einigen vertrackten Abschnitten gen Ende, tödliche Hindernisse von Dekoration aus dem Off zu unterscheiden. Auf der anderen Seite ist der Grafikeffekt für Treffer an feindlichen Maschinen etwas zu subtil geraten. Statt deutlichen Blinkeffekten flackert der Gegner an der Trefferzone lediglich leicht rot auf. Nicht selten fragt man sich da bei längeren Bosskämpfen, ob die abgefeuerten Schüsse überhaupt Wirkung zeigen – das sollte so nicht sein!

Fazit:
Steel Empire macht eigentlich nichts furchtbar verkehrt, aber einiges auch nicht so wirklich richtig. Die sieben Missionen, die sich genretypisch in einer knappen Stunde erledigen lassen und auf Highscore-Verbesserungen ausgelegt sind, lassen leider etwas an Variantenreichtum vermissen und bestehen zumeist aus leeren Abschnitten mit einer Hand voll feindlicher Flieger. Dank des grafischen Upgrades ist zudem nicht immer klar, ob eure Schüsse auch wirklich landen und Schaden verursachen. Auf der anderen Seite bietet das Shoot 'em Up einige richtig gelungene Bosskämpfe, einen gelungenen Soundtrack und nicht zuletzt die Möglichkeit, sowohl nach vorne als auch nach hinten zu feuern – dadurch erlauben sich die Macher spannende Situationen, in denen ihr von zwei Seiten aufs Korn genommen werdet und versuchen müsst, den Überblick zu behalten. Genrefans, die mit dem Spiel noch nicht bekannt sind, und Kenner des Originals können ruhig einen Blick riskieren – und sei es erst bei einem Sonderangebot. Ein wirkliches Muss für Action-Freunde ist Steel Empire allerdings nicht mehr.

Hat eigentlich tierische Flugangst: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Nettes Shoot 'em Up mit einigen interessanten Ansätzen, aber ohne nennenswerte Highlights.

Wertung

Interessante Schuss-Mechanik

Coole Bosskämpfe

Belangloses Leveldesign

Treffereffekt zu subtil

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