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Spielname:
Willkommen in Gravity Falls: Das Geheimnis der Zwergenjuwulette

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
05.11.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Willkommen in Gravity Falls: Das Geheimnis der Zwergenjuwulette

Review: Willkommen in Gravity Falls: Das Geheimnis der Zwergenjuwulette

Tjark Michael Wewetzer, 14.12.2015

3961°

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Es gab mal eine Zeit, da waren Disney-Lizenzspiele der Hit. Damals war aber auch unter anderem Capcom am Entwicklerhebel und hat sich entsprechend Mühe gegeben, heute als Klassiker gefeierte Titel wie Disney's Magical Quest oder Aladdin zu programmieren. Der Lizenzspielfluch aber holt alle ein und jetzt hat er es auf die Trickserie Gravity Falls abgesehen. Niemand Geringeres als Ubisoft bringt die Show rund um das Geschwisterpaar Dipper und Mabel Pine auf den 3DS – aber warum landet das Werk gleich zum Release auf der Software-Pyramide? Hat Willkommen in Gravity Falls: Das Geheimnis der Zwergenjuwulette denn keine bessere Behandlung verdient, gerade wo es auf dem Gerüst der modernen Rayman-Spiele aufbaut? Ergründen wir dieses Geheimnis!

Besser als ein Amuwel, schlechter als ein Jamulett
Es beginnt mit einem ganz normalen Tag in der titelgebenden Gegend. Gronkel Stan will mit seinen Schützlingen einen Spaßtag veranstalten, die beiden Kids erkunden eine nahegelegene Höhle, treffen dort auf Jeff den Zwerg und werden von ihm damit beauftragt, geheimnisvolle Zwegenjuwulette der vier Elemente zu sammeln, welche ihm gestohlen wurden. Als Belohnung winkt ein Topf Zwergengold, auf den Stan natürlich direkt scharf ist – und auf der Erkundungstour können Dipper und Mabel auch gleich aufgelesenen Krimskrams wertvolle Artefakte für das als Mystery Shack titulierte Museum der Familie einsacken. Eine klassische Win-Win-Situation.

Oberflächlich betrachtet ist Das Geheimnis der Zwergenjuwulette ein ganz normaler 2D-Hüpfer: Ihr steuert das Duo von links nach rechts, bewältigt allerlei Hindernisse und wechselt gelegentlich zwischen den beiden, um auf ihre speziellen Fähigkeiten zurückzugreifen. Mit seinen Kampfmanschetten ist Dipper beispielsweise im Nahkampf Gold wert und von dunklem Nebel verhüllte Bereiche lassen sich mit seiner Taschenlampe ausleuchten. Mabel wiederum kann mit den Ärmeln ihres magischen Zwergenpullis Zauberschilde durchbrechen oder ihren Greifhaken dazu benutzen, sich an Ankerpunkten festzuhalten. Hin und wieder bedient sich das Spiel sogar direkt bei den Mechaniken aus Rayman Origins und lässt euch beispielsweise kleinere Abschnitte in geschrumpfter Form bewältigen oder Pilze als Sprungfeder nutzen, die euch eine Bildschirmebene tiefer schleudern.

Wie, das war es schon?
Leider ist bei alldem irgendwie der Spielspaß abhanden gekommen. Die vier Level – ja, es gibt wirklich dermaßen wenige, auch wenn einer davon gen Ende noch einmal erweitert wird und noch ein reiner Boss-Level dazukommt – sind absolut uninspiriert und bieten lediglich sporadische Knobelpassagen, die sich auf Wunsch über einen jederzeit aufrufbaren Tipp vorkauen lassen. Selbst die Endgegner sind ein Witz, denn eigentlich gibt es nur einen davon, der mit minimalen Anpassungen im Design und Angriffsmuster fünfmal bekämpft werden muss. Kreative Wachmacher sind rar, man rennt beinahe im Autopiloten durch die Abschnitte.

Das kann gefährlich sein, da euch das Spiel praktisch zur Erkundung zwingt. Ihr habt keine Wahl dabei, ob ihr Gronkel Stan Zeug für das Museum bringen wollt – ohne den Krimskrams ist kein Weiterkommen! Waschechte, 100% optionale Sammelaufgaben gibt es zwar auch, da diverse Bewohner von Gravity Falls gewisse Objekte vermissen, diese sind aber dermaßen überflüssig, dass ihr für die Abgabe lediglich einen kurzen Dialog als Lohn erhaltet. Der Weg ist hier wohl das Ziel.

Steuerung:
Wenigstens spielt sich Das Geheimnis der Zwergenjuwulette recht geschmeidig. Wahlweise mit dem Circle Pad oder Steuerkreuz bewegt ihr Dipper und Mabel, A dient für Angriffe, B für Sprünge, Y wird zum Rennen genutzt. Mit R zückt das Duo an bestimmten Punkten seine besonderen Werkzeuge und per L-Taste wechselt ihr euren Hauptcharakter. Die Steuerung ist griffig und weitestgehend präzise, lediglich im Zweikampf mit kleineren Gegnern kann es manchmal etwas hakelig werden, die Trefferzonen richtig einzuschätzen und so nicht endlos auf einem Feind herumzuhüpfen, sondern endlich gerade so in Schlagreichweite direkt neben ihm zu landen.

Grafik:
Auch wenn man sich beim eigentlichen Spiel augenscheinlich keine große Mühe gegeben hat, in die Optik ist Herzblut hineingeflossen. Der Stil der TV-Vorlage wurde einmalig eingefangen, das Mystery Shack erstrahlt im voll detallierten Glanze und auch die Höhlen und Wälder können sich sehen lassen. Selbst der 3D-Tiefeneffekt wurde größtenteils prima umgesetzt und verleiht der Aufmachung eine besondere Note. Großes Lob an die Grafiker, ihr habt euch deutlich mehr Mühe gegeben als der Rest eures Teams!

Sound:
Bei der musikalischen Untermalung hingegen wurde wieder auf Sparflamme produziert. Klar, die Stücke klingen schon nach Gravity Falls und haben diesen mysteriösen Charme, allerdings dudeln sie auf Dauer eher lieblos vor sich hin. Auf Sprachausgabe wurde vollständig verzichtet, was ziemlich schade ist. In reiner Textform fehlt den Dialogen nämlich irgendwie das gewisse Etwas – oder manche Gags zünden einfach nicht wirklich. Wenigstens sich sämtliche Texte in deutscher Sprache.

Fazit:
Jepp, es hat definitiv seine Gründe, dass Willkommen in Gravity Falls: Das Geheimnis der Zwergenjuwulette direkt und ohne Umweg zur Software-Pyramide verfrachtet wurde. Zwar wurde der Zeichenstil der Trickserie wunderbar auf den 3DS umgesetzt, weswegen das Spiel entsprechend großartig aussieht, doch täuscht dieses grafische Blendwerk nicht darüber hinweg, wie furchtbar durchschnittlich das Gameplay doch ist. Trotz des Rayman-Gerüsts, von dem man sogar einige Power-Ups übernommen hat, sind die Level nach Schema F gestaltet und lassen wirklich bemerkenswerte Einfälle vermissen. Es gibt praktisch nur einen Boss, der fünfmal besiegt wird, und mit einer Spielzeit von weniger als drei Stunden wirkt alles eher wie ein halbgares Tutorial für Rayman Origins. Auch der Humor, der wenigstens hin und wieder zündet, reißt das Ruder nicht rum. Wenngleich dieses Lizenzwerk nichts furchtbar falsch macht, gibt es einfach zahlreiche bessere Hüpfspiele im Teich – zu diesem hier greifen höchstens beinharte Fans, die wirklich alles zu Gravity Falls in ihrem Besitz wissen müssen.

Spielt lieber Zwergenhalma: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein optisch ansprechender Rayman-Klon, der nur leider viel von dessen Brillanz vermissen lässt.

Wertung

LEVELDESIGN:

3.0

ABWECHSLUNG:

3.0

GRAFIK:

9.0
4
von 10

Erinnert an Rayman Origins

Bildhübsche Umgebungen

Gelungene Animationen

Einfallslose Level…

…von denen es auch nur vier gibt

Ein Boss, vier Wiederholungen

Kein Lohn für Sidequests

Lieblose Dudelmusik

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