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Spielname:
SteamWorld Heist

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
19,99 €

Publisher:
Image & Form

Developer:
Image & Form

Genre:
Strategie

Release:
10.12.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: SteamWorld Heist

Nicola Hahn, 10.12.2015

5904°

12

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Da ist es nun: SteamWorld Heist! Nach dem überaus gelungenen Vorgänger hat sich Image & Form, beinahe schon traditionell, mit dem neuen Titel ein komplett neues Genre ausgesucht, nämlich die rundenbasierte Strategie wie XCOM gepaart mit einem 2D-Abenteuer. Ob der Wechsel tatsächlich gutgegangen oder ein intergalaktisches Desaster geworden ist, sehen wir im Test.

In einer weit entfernten, dampfbetriebenen Galaxis…
Durch Wasserdampf betriebene Maschinen bevölkern die SteamWorld, die nach jahrelanger Ausbeutung zerstört wird und den Steambots ihre Heimat nimmt. Doch dank der fortgeschrittenen Technologie können die Bewohner mit dem Untergang ihrer Welt in das unbekannte All aufbrechen. An Bord des Schiffes Déjà Vu versuchen wir, uns mit Captain Piper Faraday und ihrerer Crew als Weltraum-Piraten durch das neue Zeitalter zu schlagen und treffen dabei auf die Königlichen Weltraumwaffe, die unter der Führung der Königin des Galaktischen Kerns egoistisch die Welten ausbeutet. Doch bevor wir uns der königlichen Streitmacht stellen, kämpfen wir am äußeren Rand der Galaxie gegen die lästigen Scrapper, die die örtlichen Bewohner bedrohen. Dabei bauen wir unsere Crew auf und erfahren ganz nebenbei einiges über unsere neuen Gefährten und die Geschichte um die Scrapper sowie der Rest der Galaxie. Auf unserer Reise machen wir Rast bei verschiedenen Shops und Bars, die für uns neue Aufgaben, potentielle Crewmitglieder und bessere Ausrüstung bereithalten. Entsprechendes Entgelt für Anwerbungen und Material erhalten wir auf feindlichen Schiffen, die bei jedem Mal neu zufällig generiert werden. Sobald wir bestimmte Missionsziele erreichen, werden auf der Karte Fluchtpunkte markiert, die das Level dann beenden und auf dem Auswertungsbildschirm unsere erfüllten Missionsziele zeigen, die anschließend mit Sternen belohnt werden. Diese können wir wiederum für neue Wege auf der Sternenkarte einsetzen und so Bonuslevel freischalten oder weiter in der Story voranzuschreiten.

Wagemutige Abenteurer können allerdings noch das restliche Schiff erforschen und so mehr Beute aus dem Level schlagen, gehen aber auch das Risiko ein einem unaufhörlichen Strom von Gegnern in die Arme zu laufen und zu sterben. Hier kommen wir auch auf ein ganz interessantes Thema zu sprechen: Verlieren wir nur ein Crewmitglied in einem Level, dann nehmen wir dessen Einzelteile mit zurück auf unser Schiff und bauen ihn dort wieder zusammen. Dessen kurzzeitige Ausschaltung bezahlen wir aber mit einer niedrigeren Levelbewertung. Verlieren wir alle unsere Freibeuter, dann wird das Level beendet und wir verlieren je nach Schwierigkeitsgrad einen Anteil unserer Wasservorräte. Wasser ist übrigens die Top-Ressource: Es finanziert neue Ausrüstung und stärkt unsere Crew. Kommen wir an dieser Stelle auch gleich zum Erfahrungssystem zu sprechen: Ein Levelaufstieg bedeutet den Erlang einer neuen Fähigkeit, wobei diese in aktive und passive aufgeteilt sind. Aktive Kommandos kosten Bewegungspunkte und können nur begrenzt oft eingesetzt werden. Passive Fähigkeiten wirken immer, beispielsweise mehr Trefferpunkte oder eine größere Chance auf kritische Treffer.

Auch die Treffsicherheit muss erlernt werden
Für den Kampf ist aber tatsächlich unsere Ausrüstung ausschlaggebend, denn sowohl der Schaden unserer Waffe und unsere Treffsicherheit entscheiden jedes Schussduell – wobei ersteres noch mit neuen Waffen verbessert werden kann, letzteres müsst ihr euch antrainieren. Ihr zielt jeden Schuss manuell, nur Waffen mit Zielfernrohr besitzen einen Laser, der das Zielen sehr vereinfacht. Viele Wände im Level reflektieren die Schüsse unserer Waffen, was zu Trickschüssen einlädt um den Gegner etwa von hinten oder am Kopf zu treffen. Aber nicht nur Waffen sind für einen Kampf wichtig, auch Reparaturkits, Rüstung und Sekundärwaffen helfen beim Überleben im feindlichen Gebiet. Einige der Items wie die Heilungsgegenstände können im Kampf dann als Fähigkeiten eingesetzt werden. Manche seltene Objekte können kostenfrei eingesetzt werden, andere auf Kosten der Bewegungspunkte. Hier erkennt man auch Ähnlichkeiten mit XCOM oder ähnlichen Ablegern: Zu Beginn der eigenen Runde können wir uns entscheiden ein paar Meter weit zu gehen und gleich mit der Waffe zu feuern oder lieber ein ganzes Stück weiter zu sprinten. Dadurch werden sämtliche Aktions- bzw Bewegungspunkte verbraucht und man kann sich nicht mehr bis zum Ende des gegnerischen Zuges zur Wehr setzen. Ganz klassische rundenbasierte Strategie also.

Ganz und gar nicht klassisch ist das Frauenbild in der SteamWorld-Galaxie: Fast die Mehrheit der Charaktere, die wir unterwegs treffen, sind weibliche Roboter. Eine willkommene Abwechslung, der sich auch andere Spiele gerne annehmen dürfen. Die Charaktere mögen anfangs noch ein bisschen stereotypisch wirken, aber da wir uns zwischen den Missionen auf unserem Raumschiff mit den Crewmitgliedern unterhalten können und so mehr über ihre Geschichten und Gedanken erfahren, baut man doch bald eine Bindung zu den Figuren auf. Die Atmosphäre des Spiels wird neben dem Storytelling und den Charakteren durch passendes Art- und Sound-Design ergänzt: Der Comic-Stil fügt sich perfekt in das leicht verdaubare Weltraum-Strategieabenteuer ein, das immer wieder zu Ausflügen in unbekannte Gebiete einlädt und die Tracks der Band Steam Powered Giraffe sind übrigens sehr hörenswert!

Fazit:
Mit SteamWorld Heist betritt der Entwickler für ihn komplett unbekanntes Gebiet, doch dank dem richtigen Vorbild und einer ganz persönlichen Note kann sich jeder Fan der SteamWorld-Reihe sicher sein, dass der Titel sein Geld wert ist. In diesem Fall funktioniert das XCOM-Gameplay gepaart mit dem selbstständigen Zielen in einer 2D-Umgebung wunderbar und begleitet uns durch die Abenteuer von Captain Piper und ihrer Crew durch die Galaxie. Bemerkenswert ist, wie liebevoll die Entwickler von Image & Form das neue Universum ausschmücken: So können wir für einen Schaffner seine Weltraum-Eisenbahn zurückerobern oder in „Der Tankstelle“ über die Parodien auf die deutsche Geschichte schmunzeln. Und was in alles in der Welt hat es eigentlich mit diesen Hüten auf sich? Der Titel hält, was er an Rundenstrategie mit Fokus auf Skill verspricht. Der Aufbau macht es zur leichten Kost für zwischendurch – da kann man schon mal eben ein Raumschiff kapern um Wasser abzustauben. Für längere Sessions am Stück eignet sich der Raubzug aber gleichermaßen. Bei einer Spieldauer von 15 Stunden ist das wohl kein Problem. Absolute Kaufempfehlung für alle Hobby-Piraten und Teilzeit-Strategen!

Geht jetzt wieder auf Kaperfahrt im Weltraum: Nicola Hahn [501.legion] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Image & Form für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Kaufen! Kaufen! Kaufen! Der neuste Genie-Streich aus dem Hause Image & Form.

Wertung

Jederzeit anpassbarer Schwierigkeitsgrad

Reichlich Umfang und Abwechslung

Skill und Trickshots sind gefragt

Crew-Geschichten könnten umfassender sein

(Noch) Keine deutschen Texte

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