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Spielname:
The Binding of Isaac: Rebirth

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
14,99 €

Publisher:
Nicalis, Inc.

Developer:
Nicalis, Inc.

Genre:
Action

Release:
29.10.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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The Binding of Isaac: Rebirth

Kurztest: The Binding of Isaac: Rebirth

Alexander Schneider, 26.11.2015

2855°

2

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The Binding of Isaac: Rebirth ist eines der Spiele, die es wahrlich nicht leicht haben. So verweigerte Nintendo in hartnäckiger Manier die Veröffentlichung des Download-Titels im hauseigenen eShop, und selbst nach dem Release wollen die kontroversen Diskussionen rund um den possierlichen Dungeon Crawler einfach nicht verstummen. Manch einer fühlt sich vom Spiel in seinen religiösen Gefühlen verletzt, andere wiederum feiern die deutliche Religionskritik des Titels als Offenbarung. Das, was diese actionreiche Nicalis-Entwicklung letztlich ausmacht, also das spielerische Konzept und die von den zahlreichen Dungeons ausgehenden Herausforderungen, ist viel zu selten Gegenstand der Debatte, die sich einzig und allein um die Frage dreht: Darf man so ein Spiel veröffentlichen? Wir finden: Man muss es sogar tun! Zwar läuft The Binding of Isaac: Rebirth ausschließlich auf dem New 3DS, doch das soll uns nicht am Spielvergnügen hindern.

Zum Weinen geht man in den Keller!
Isaac und seine Mutter führen ein einfaches, aber glückliches Leben. Während sich der kleine Bub vornehmlich mit seinen Spielsachen beschäftigt, schaut sich seine beseelte Mama mit Hingabe christliche TV-Sendungen an – Bis der Glaube ihr eines Tages zu Kopf steigt! Bald schon nämlich hört sie Gottes Stimme, und diese befiehlt ihr unnachgiebig, ihren Sohn von den Sünden seines jungen Lebens zu befreien. Im dunkelsten Moment der Einleitung zückt sie ein Messer und eilt in Richtung des Raumes, in dem sie den Sprössling eingesperrt hat. Dieser aber sieht sie durch einen Türspalt nahen und springt durch eine Falltür, die sich ganz plötzlich im Boden auftut, ins Unbekannte, ehe er den Fängen seiner eigenen Mutter zum Opfer fallen kann. Was ihn dort wohl erwartet?

Im Herzen der finsteren Katakomben
Zwar läuft das eben beschriebene Intro wie auch das gesamte Spiel in englischer Sprache ab, die Message dahinter ist aber eindeutig und auch mit geringen Englischkenntnissen zu verstehen. Bevor wir aber sehen dürfen, wie es Isaac im Kellergewölbe ergeht, müssen wir uns für einen von zwei Schwierigkeitsgraden entscheiden. Eure Aufgabe im Spiel klingt viel simpler, als sie es in der Wirklichkeit ist, denn in puncto Härtegrad und Anspruch hält sich der Titel keinesfalls zurück. Solltet ihr also emotional oder spielerisch zartbesaitet sein, lasst lieber die Finger von The Binding of Isaac: Rebirth. Jene, die sich davon nicht abschrecken lassen, bekommen einen urtypischen Dungeon Crawler im 2D-Zelda-Stil geliefert. Ihr müsst euch in für viele sicherlich gewohnter Manier durch die Ebenen und Räume des Kellers kämpfen und dabei die Gegner, die sich euch in den Weg stellen, aus eben diesem räumen. Solltet ihr die teils wirklich furchterregend gestalteten Monster in einem Raum allesamt vernichtet haben, so öffnen sich die Türen zu den angrenzenden Räumlichkeiten.

Dabei habt ihr natürlich zu jeder Zeit die volle Kontrolle über Isaac, da man die Handhabung doch recht intuitiv gestaltet hat. Mit dem Schiebepad oder Steuerkreuz navigiert ihr den Burschen durch die Dungeons, während ihr mit den Aktionstasten oder dem C-Stick die Tränen von Isaac abfeuern könnt. Ja, richtig gehört! Man verwendet die Tränen des Jungen als Waffe, wenngleich man nur in vier Richtungen schießen kann. Bomben lassen sich ebenfalls finden und kreativ verwenden. Und was wäre ein Dungeon Crawler ohne Schlüssel? Zudem empfiehlt es sich auch in The Binding of Isaac: Rebirth, Münzen zu sammeln, da man mit diesen weitere Items erstehen kann.

Bossgegner, Spukgestalten und andere Hindernisse
Wie eingangs bereits betont ist der Schwierigkeitsgrad des eShop-Titels keineswegs zu unterschätzen. Zwar sollten überaus fähige Zocker nicht allzu viele Probleme bekommen, Gelegenheitsspieler und jene, die mit dem Spielprinzip nicht unbedingt vertraut sind, können aber auch schon mal auf die sprichwörtliche Schnauze fallen. Dabei sind es weniger die einzelnen Räume, die ins Gewicht fallen, eher sorgt die Summe aus zahlreichen Gegnern, die euch im Laufe der Zeit unweigerlich begegnen, für die zügige Leerung eurer Herzleiste. Ärgerlich, wenn diese schließlich am Nullpunkt angelangt - dann nämlich müsst ihr wieder ganz von vorne beginnen. Zwar könnt ihr eure Energie gelegentlich wieder auffüllen, tückisch sind die nach dem Zufallsprinzip erstellten Dungeons aber allemal.

Manch einen mag die besondere Herausforderung, die der Titel ohne Frage darstellt, reizen. Solltet ihr aber zu jener Sorte von Spielern gehören, die Frustmomente lieber vermeiden, dann greift ihr lieber zu einem anderen Game. Trotz alledem liefern die gnadenlosen Bossgegner, die kreativ gestalteten Ungetüme sowie die liebevoll in Szene gesetzten Räume genug Motivation, um stets am Ball zu bleiben - in Kombination mit dem fordernden, aber immerzu kurzweiligen Gameplay entfacht The Binding of Isaac: Rebirth im wahrsten Sinne des Wortes einen Mordsspaß. Zusätzliche Charaktere und Herausforderungen, die ihr später freischalten könnt, liefern einen weiteren Grund, um die Brocken nicht vorzeitig hinzuschmeißen. Untermalt wird das Ganze von einem schaurig-schönen Soundtrack, der jedes Ohr umschmeicheln dürfte.

Fazit:
The Binding of Isaac: Rebirth wird auch weiterhin ein Titel bleiben, an dem sich die Geister scheiden. Der von der Opferung Isaaks im Alten Testament inspirierte Action-Titel geizt nicht mit Herausforderungen und weiß den Spieler mit seinen unterhaltsamen 2D-Dungeons durchaus bei Laune zu halten, andererseits dürften manche Spieler angesichts des tückischen Härtegrads zügig frustriert sein. Auch die inhaltliche Grundlage des Spiels wird immer ein Grund für Diskussionen sein, wir allerdings betrachten die Story eher als Inspiration, über die ein jeder einmal nachdenken sollte. Optisch gesehen kann die Nicalis-Entwicklung vor allem mit dem ausgeklügelten Design der Monster und Dungeons punkten, leider hat man auf einen 3D-Effekt völlig verzichtet. In der Tat spielt die New 3DS-Umsetzung grafisch in derselben Liga wie seine Pendants auf den anderen Systemen - dennoch fragen wir uns, ob die schlichte Visualisierung nicht auch auf dem normalen 3DS geglückt wäre. Insgesamt jedoch ist The Binding of Isaac: Rebirth ein kurzweiliger Download-Titel für abgehärtete Spieler, und diese sollten sich das Vergnügen auch auf jeden Fall geben. Schade nur, dass wir wahrscheinlich auf die Erweiterung Afterbirth verzichten müssen.

Freut sich über ein Spiel mit Botschaft: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

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Religionskritischer Dungeon Crawler mit Höhen und Tiefen - Unterhaltung und Frust gehen Hand in Hand!

Wertung

Kurzweiliges Spielprinzip…

Hörenswerter Soundtrack

Inhaltliche Message

…das manch einen schnell frustrieren könnte

Wäre grafisch auch auf dem Standard-3DS möglich

Verzicht auf 3D-Effekt

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2 Kommentare