PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 - Record Breaker

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
NIS America

Developer:
Atlus

Genre:
Rollenspiel

Release:
30.10.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:


Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 - Record Breaker

Review: Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 - Record Breaker

Tjark Michael Wewetzer, 29.10.2015

3919°

4

Test mögen: Weitersagen:

Was würdet ihr tun, wenn ihr den Tod eines anderen Menschen sehen könntet, bevor er überhaupt eintritt? Besonders, wenn euch besagter Mensch nahe steht. Dann wollt ihr das doch mit aller Gewalt verhindern, nicht wahr? Dass der Sensenmann äußerst hartnäckig sein kann, zeigen bereits diverse Horror-Medien und auch die Shin Megami Tensei-Spiele haben sich mit Devil Survivor bereits an dieses Szenario gewagt. Nach dem beinahe heimlichen Europa-Release des DS-Originals schafft es nun Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 – Record Breaker für den 3DS im größeren Stil nach Europa. Kann der Titel an den gelungenen Vorgänger anknüpfen? Und welchen Mehrwert bietet die 3DS-Umsetzung? Macht euch auf jeden Fall schon mal bereit, denn dieser Überlebenskampf wird wild!

Die Todgeweihten grüßen euch
Es beginnt mit einer scheinbar harmlosen Website. Während eurer Aufnahmeprüfungen für die weiterführenden Schulen zeigt euch euer Kumpel Daichi einen Dienst namens Nicaea, der Videos nahender Tode von Freunden zeigt. Zu Beginn tut ihr das noch als einen schlechten Scherz ab, doch als ihr, Daichi und die Kommilitonin Io einen Clip ihres gegenseitigen Ablebens an einer U-Bahn-Station sehen und dem Unglück nur um Haaresbreite entrinnen können, wird schnell Ernst aus der Angelegenheit. Schlimmer noch: Plötzlich befindet sich Japan im Ausnahmezustand. Dämonen streifen durch die Straßen und seltsame Invasoren aus einer anderen Welt rauben unzähligen Menschen das Leben. Kurzum: Es wird nicht leicht, die Misere unbeschadet zu überstehen.

Damit das gelingt, müsst ihr in den rundenbasierten Taktik-Gefechten des Spiels auf die Hilfe von Dämonen bauen, die euer Trupp seit dem U-Bahn-Vorfall über eine Smartphone-App beschwören kann. Eure Seite besteht dabei aus bis zu vier Teams, die aus jeweils einem menschlichen Charakter und zwei Dämonen bestehen. Schon vor Beginn des Gefechts ist es ratsam, möglichst für die Situation geeignete Gruppen zusammenzustellen. Notfalls könnt ihr zwar gefallene oder ungeeignete Kämpfer auch auf dem Schlachtfeld austauschen, allerdings verbaut ihr euch damit für den aktuellen Zug andere Feld-Aktionen, die euch anderweitig helfen könnten. Frisch eingewechselte Dämonen können den Bewegungsradius erweiternde Fähigkeiten wie Devil Speed oder den Gegner einschränkende Skills wie Bind dann nämlich erst im nächsten Zug einsetzen. Die Rekrutierung neuer Gefährten aus der Unterwelt erfolgt übrigens wie gehabt über ein Ingame-Auktionssystem, auf das ihr zwischen den Gefechten zurückgreift. Außerdem könnt ihr eure dämonischen Kameraden natürlich auch wieder zu neuen Kreaturen verschmelzen lassen – sofern der Level eures Protagonisten mindestens auf demselben Niveau wie das der gewünschten Schöpfung ist.

Von Angesicht zu Angesicht
Habt ihr euch zu einer Feindgruppe auf dem Raster voranbewegt und den Angriffsbefehl erteilt, schaltet Devil Survivor 2 in eine klassische JRPG-Rundenkampfansicht um. Dann gebt ihr für jedes Mitglied eures Teams Attacken vor und fechtet eine komplette Runde mit der angepeilten Gegnerschar. Diese wissen sich in der Regel auch recht gut zur Wehr zu setzen, weswegen ihr gezielt auf die Schwachpunkte der Feinde eindreschen solltet. Auf diese Weise erhaltet ihr nicht nur einen kleinen Geldbonus am Ende des Scharmützels, sondern könnt mit etwas Glück in einer so ergatterten Extrarunde ein weiteres Mal im selben Zug auf die Opposition eindreschen. Umgekehrt ist dies natürlich auch möglich, weswegen ihr eure eigenen Schwachpunkte nach Möglichkeit gut decken müsst.

Eure menschlichen Anführer sind aber nicht allein auf die Hilfe der dämonischen Schar angewiesen, sondern kann selbst auf einige Kampffertigkeiten und Zauber zurückgreifen. Zu Beginn stehen euch hier jedoch nur eine Hand voll Basismoves zur Verfügung, weitere müssen über das aus dem ersten Devil Survivor bekannte Skill-Crack-System freigeschaltet werden. Soll heißen: Vor Kampfbeginn markiert ihr bestimmte Gegner für eure Teams, die ihr dann so gezielt niederstrecken müsst, um den gewünschten Skill zu eurem Repertoire hinzuzufügen. Freundlicherweise erlaubt euch Devil Survivor 2 hierbei ein wenig mehr Freiheit: Habt ihr euch mit bestimmten Gruppenmitgliedern angefreundet, teilen sich die beiden ihre markierten Gegner – so könnt ihr dann beispielsweise Fähigkeiten erbeuten, die ihr eigentlich für Io markiert hattet. Das macht die teils doch etwas frustig ausfallende Skill-Crack-Mechanik deutlich angenehmer.

Das Freundschaftssystem ist, zumindest in dieser Ausführung, übrigens ebenfalls neu in Devil Survivor 2: Zwischen den Gefechten habt ihr die Möglichkeit, mehrere Kurzepisoden aus dem Leben der Charaktere zu sehen und dabei mehr über ihre Gedanken und Hintergründe zu erfahren. Wisst ihr genug, steigt ihr eine Freundschaftsstufe auf und schaltet so hilfreiche kleine Boni frei. Jedes Event verschlingt jedoch eine der begrenzt verfügbaren Zeiteinheiten pro Tag. Je nachdem, wie ihr die nutzt, steuert ihr auf eines von sechs verschiedenen Enden zu. Da versteht es sich von selbst, dass ihr bei einem Spieldurchgang bei weitem nicht alles zu Gesicht kriegt. Das motiviert zu erneuten Spieldurchläufen.

Das kenne ich doch alles schon!
So weit dürfte alles für Kenner des DS-Originals bekannt sein. Record Breaker ergänzt für eben diese Leute aber natürlich noch ein paar Nettigkeiten. Neben neuen Dämonen und einem zweiten, einfacheren Schwierigkeitsgrad für Einsteiger, der dennoch eine angenehme Herausforderung bietet, kommt die 3DS-Neuauflage mit einem umfangreichen Epilog-Szenario daher, das sich um eine neue Bedrohung namens Triangulum dreht. Die neue Story kommt sogar mit vier eigenen Enden daher und lässt sich direkt vom ersten Spielstart an aufrufen – anders als bei Overclocked müsst ihr euch also nicht zunächst durch das Hauptszenario kämpfen. Löblich! Trotzdem kann es sich lohnen, die altbekannte Geschichte erneut zu spielen, denn Atlus hat in der neuen (und leider noch immer lediglich in englischer Sprache verfügbaren) Lokalisierung einen nennenswerten Teil der Texte umgeschrieben.

Steuerung:
Ihr habt gerade frisch Devil Survivor Overclocked gespielt? Spitze, dann braucht ihr euch praktisch nicht umzugewöhnen! Die Menüführung erfolgt so intuitiv wie eh und je, in wenigen Klicks habt ihr das gesamte Spielgeschehen im Griff. Aber obwohl viele Dinge auf dem Touchscreen dargestellt werden – inklusive praktisch aller Menüs – werden Berührungseingaben so gut wie gar nicht unterstützt. Das ist jedoch mehr merkwürdig als unbedingt schlecht.

Grafik:
Record Breaker mag von der höheren Auflösung des 3DS profitieren und damit ein deutlich größeres Blickfeld in der Strategie-Ansicht bieten, davon abgesehen haben wir es aber immer noch eindeutig mit einem DS-Spiel zu tun. Die 2D-Umgebungen und -Charaktere bringen die Atmosphäre gut rüber, zumindest die Figuren sind dennoch äußerst simpel gestaltet. Auch findet das Spielgeschehen, wie zuvor erwähnt, fast durchgängig auf dem Touchscreen statt, nur ganz wenige Zwischensequenzen werden auf den 3D-Bildschirm verlagert, wo der 3D-Tiefeneffekt schlussendlich aber auch eher mäßig umgesetzt ist. In den vielen Dialogsequenzen bleibt der obere Screen sogar komplett schwarz.

Sound:
Ähnlich wie Overclocked zuvor hat Record Breaker hier ein kleines Problem: Die musikalische Untermalung ist vergleichsweise leise. Das ist schade, denn der Soundtrack kann sich definitiv wieder hören lassen. Immerhin könnt ihr dieses Mal die (größtenteils gelungene) englische Sprachausgabe, die außerhalb von Kämpfen jede Textbox begleitet, in ihrer Lautstärke separat regulieren, Soundeffekte fallen allerdings nach wie vor deutlich lauter aus als die Hintergrundmukke.

Fazit:
So muss ein Nachfolger aussehen! Shin Megami Tensei: Devil Survivor 2 – Record Breaker nimmt sich die zugrunde liegenden Mechaniken des ersten Teils zur Brust und verfeinert diese genau an den richtigen Stellen. Das Erbeuten neuer Fähigkeiten fällt nun deutlich angenehmer aus, die Story ist gewohnt spannend sowie ein gutes Stück ernster und der neue, einfachere Schwierigkeitsgrad des Remakes erfuhr ein anständiges Balancing, sodass er trotzdem noch herausfordernd ausfällt. Für Kenner des DS-Originals bietet die 3DS-Umsetzung ebenfalls reichlich Neues, allem voran eine Zusatzsstory, die zeitlich nach den Ereignissen des Hauptspiels angesiedelt ist und sich auf Wunsch bereits zu Beginn direkt ansteuern lässt. In technischer Hinsicht wäre natürlich mehr drin gewesen – man merkt Devil Survivor 2 an, dass es zuerst für den DS erschien – und das Spieltempo könnte beizeiten etwas höher ausfallen, wer jedoch auf spannende Taktik-RPGs mit vielfältigen Charakteren steht, sollte sich Record Breaker unbedingt ins Regal stellen.

Ist dem Tod von der Schippe gesprungen: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an NIS America für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Spannender, taktischer Übelebenskampf, der sein DS-Original inhaltlich in den Schatten stellt.

Wertung

STORY:

9.0

SPIELWELT:

8.0

ANSPRUCH:

8.0
8
von 10

Spannende Handlung

Mehrere Enden reizen zu erneuten Anläufen

Umfangreiches Zusatzszenario

Sympathische Charaktere

Durchdachtes Kampfsystem

Kampftempo könnte höher sein

Musik ungewöhnlich leise

Optisch auf DS-Niveau

Komplett in Englisch

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

4 Kommentare