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Spielname:
Xeodrifter

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
8,99 €

Publisher:
Renegade Kid

Developer:
Renegade Kid

Genre:
Action Adventure

Release:
18.06.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Xeodrifter

Alexander Schneider, 24.07.2015

2272°

1

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Pseudo-Retro-Titel haben im Jahre 2015 einen waghalsigen Spagat zu meistern - auf der einen Seite müssen sie auch modernen Ansprüchen genügen, um für viele Spieler attraktiv zu sein, auf der anderen Seite müssen sie trotz alledem das Tor zu einer nostalgischen Zeitreise sein. Xeodrifter aus dem Hause Renegade Kid ist so ein Titel: Der launige 2D-Sidescroller verleugnet seine überdeutlichen Metroid-Anleihen gar nicht erst, fügt aber auch eigene Elemente hinzu. Doch wie unterhaltsam ist das futuristische Pixel-Erlebnis wirklich? Ist der Titel eine Herausforderung oder eher ein wortwörtliches Kinderspiel? Und wieviel Umfang bringt das Action-Spiel, das durchaus aus einer anderen Ära stammen könnte, mit? All das und noch viel mehr beantworten wir euch in unserem knackigen Kurztest zum vorliegenden Download-Titel.

Notlandung im Raumschiff
Ein Spiel, das derart vom intuitiven Gameplay lebt, braucht keine allzu komplexe Story. Das dachten sich wohl auch die Macher - die übrigens auch für Mutant Mudds verantwortlich sind - und kredenzen uns hier eine Geschichte, die keiner besonderen Erwähnung bedarf. So schlüpfen wir in die Rolle eines Weltraumpiloten, der im Universum festhängt, weil sein Raumschiff von einem Meteoriten beschädigt wurde. Nun hat er ein klitzekleines Problem: Er kann lediglich vier Planeten bereisen, die er augenblicklich erkunden muss, um Teile zu finden, die sein Raumschiff wieder auf Vordermann bringen. Und so nimmt das fordernde Abenteuer im 8-Bit-Stil seinen Lauf...

Wie eingangs bereits erwähnt kommt Xeodrifter um den Vergleich mit den klassischen Metroid-Titeln nicht herum. Ihr bewegt euer kleines Männchen durch finstere Höhlen und unterirdische Gewässer, immer in der Hoffnung, etwaige Upgrades zu finden. So könnt ihr von Zeit zu Zeit eure Leben aufstocken, an eine U-Boot-Funktion gelangen, die es euch erst ermöglicht, unter Wasser zu tauchen oder sogar Stiefel erhalten, die euch über Lava laufen lassen. Auch eure Waffen könnt ihr aufbessern - so etwa die Streuung der Waffe oder auch ihre Stärke. Daraus ergeben sich unweigerlich verschiedenste Herangehensweisen, mit denen ihr die folgenden Kämpfe bestreiten könnt. Natürlich lauft ihr nicht nur unnütz herum oder schwimmt durch die Gegend, bei eurer Erkundungstour machen euch einige Ungeheuer das Leben schwer. Das können wie in den normalen Spielabschnitten kleinere Monster sein, aber auch riesige Endbosse, die nicht selten äußerst tückisch ausfallen und euch gerne mal an die Grenze eures Könnens treiben, ohne direkt unfair zu werden. Immerhin wartet vor diesen Gefechten ein Frust mildernder Checkpoint - ganz im Gegensatz zu den eigentlichen Arealen davor, die ihr ohne Kontrollpunkte bewältigen müsst. Überdies können bereits abgeschlossene Gebiete zu einem späteren Zeitpunkt abermals besucht werden, was dem Spieler nicht selten versteckte Upgrades beschert und gut getarnte Geheimnisse entlarvt. Manchmal ist genau das allerdings wie verhext: Man erforscht ein Level zahllose Male, und stößt doch nicht auf sein Mysterium - bis es einem irgendwann endlich gelingt. Das dürfte einige schnell zu frustrierende Spieler abschrecken, die Motivation wird aufgrund des eingängigen Spielprinzips dennoch immer hoch gehalten.

Charme durch Technik
Obgleich die Handhabung zumeist einigermaßen gut funktioniert, gibt es doch Momente, in denen sie uns unpräzise erschienen ist. So bewegt sich unser Held teils noch ein Stück weiter, selbst wenn man das Schiebepad bereits losgelassen hat - und trifft so mitten in einen Gegner, was den ärgerlichen Verlust eines Lebens zur Folge hat. Die etwas eigenwillige Physik ist aber auch die einzige Gewöhnungssache in Sachen Steuerung. Optisch setzt Xeodrifter wie eingangs erwähnt auf einen retroinspirierten 8-Bit-Look. Diesen Stil verfolgt das Spiel aber in wirklich vorbildlicher Manier, gerade weil der 3D-Effekt mehr als hübsch anzusehen ist. Zwar wirken die begehbaren Planeten recht monoton und wirklich viel ist auf ihnen auch nicht los, allerdings gibt es ein Feature, das all diese Schwächen wieder aufwiegt: Nach einiger Zeit ist es euch möglich, in den Hintergrund der Spielwelt zu springen, was nicht nur eindrucksvoll aussieht, sondern sich auch noch vortrefflich ins Spielgeschehen einfügt. Insgesamt reißt der Download-Titel optisch keine Bäume aus, er genügt den Ansprüchen aber völlig. Und auch musikalisch wird einiges geboten: Wer eine Vorliebe für futuristisch angehauchte 8-Bit-Soundtracks hat, der wird hier garantiert fündig. Das manchmal monotone, oft aber sehr melodiöse Gedudel könnte auch aus alten GameBoy-Zeiten stammen und trägt in hohem Maße zum Charme von Xeodrifter bei. Darüber hinaus passt es sich dem Spielgeschehen bestens an und sorgt so für die passende Untermalung. Chapeau!

Fazit:
Xeodrifter ist ganz einfach das, was es sein will - nicht mehr und nicht weniger. Spieler, die schnell gefrustet sind oder fordernden Spielen lieber aus dem Weg gehen, kann man die futuristische 2D-Ballerei sicherlich nicht ans Herz legen. Alle anderen - vor allem jene, die eine Vorliebe für absolutes Retro-Feeling haben - können beherzt zugreifen, denn das Science-Fiction-Abenteuer begeistert mit dem ebenso simplen wie anspruchsvollen Gameplay, den vielen Erkundungsmöglichkeiten und einem absolut passenden Soundtrack. Diesen positiven Aspekten stehen nur wenige Kritikpunkte entgegen: So erweisen sich sowohl die kleinen Gegner als auch die Bosse als wenig abwechslungsreich, die Spielwelt wirkt nicht immer lebendig und auch die Steuerung bringt ein paar Frustmomente mit sich, doch im Großen und Ganzen haben die Entwickler von Renegade Kid ihren Auftrag mehr als erfüllt und einen Titel präsentiert, mit dem nicht wenige Spieler viel Freude haben werden. Auch, wenn das Spiel nur einige Stunden Spielzeit umfasst, können wir euch den Kauf empfehlen, und das beileibe nicht nur wegen der Metroidvania-Anleihen.

Ballert sich durchs Universum: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
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-
Futuristische 2D-Ballerei nach dem Vorbild von Metroid - für die Zielgruppe ein Heidenspaß!

Wertung

Viele Erkundungsmöglichkeiten

Fordernd, aber nie unfair

Passender Soundtrack

Teils eintönige Level

Gelegentlich unpräzise Steuerung

Gegner gleichen sich zu oft

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1 Kommentar