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Spielname:
The Legend of Zelda: Tri Force Heroes

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Action Adventure

Release:
23.10.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-3 Spieler, online und Download Play

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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The Legend of Zelda: Tri Force Heroes

Hands-On: The Legend of Zelda: Tri Force Heroes

Tjark Michael Wewetzer, 24.06.2015

2427°

2

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Noch ein Multiplayer-Zelda? Hat denn Four Swords nicht gereicht? Ist das jetzt die große Markenausschlachtung bis zum Release des nächsten Heimkonsolenablegers? Fragen über Fragen, die sich manch griesgrämiger Fan angesichts der E3-Ankündigung von The Legend of Zelda: Tri Force Heroes gestellt haben könnte. Auf der anderen Seite verspricht der kooperative Dungeon-Exkurs zumindest Online-Multiplayer und eine mit drei Spielern deutlich überschaubarere Gruppe. Dass der Titel aber ein gutes Stück komplexer ist als es seine Four Swords-Wurzeln erahnen lassen, konnten wir bei Nintendo in Frankfurt herausfinden.

„Mein Kleid brennt!“
Die E3-Demo war mit insgesamt vier Leveln ausgestattet, unter denen alle Teilnehmer abstimmen konnten – dazu noch eine „Ich kann mich nicht entscheiden!“-Zufallsoption. Schon gleich im ersten von uns angegangenen – ein Tempel – wurde uns jedoch schnell klar, dass Kooperation hier wahrlich groß geschrieben wird. Jeder Spielabschnitt beginnt zunächst mit der Item-Verteilung, wobei jeder der drei Links sich einen der vorgelegten Gegenstände schnappen kann. Diese gilt es daraufhin, in teils recht knackigen und unterhaltsamen Rätseln richtig zu verwenden. Beispielsweise sprengt unser interner Bomberman störende Blöcke weg, wodurch wiederum Feuerpfeile eine Fackel anzünden, mit der unser Bogenschütze weitere Feuer entfachen kann. Ganz kurios wird es, wenn das Gameplay in die Vertikale geht. Dann stapelt wir unsere Links zu einem Totempfahl und schmeißen uns entweder gegenseitig auf höhere Plattformen oder in den nächstbesten Abgrund. Zudem wählen wir vor Beginn eines jeden Ausflugs, was für Klamotten unser Link trägt und welche besondere Fähigkeit er damit beiträgt. Der Samurai-Aufzug verstärkt etwa seine Wirbelattacke, während uns Zeldas Kleid – ja, der Dress einer Prinzessin! - mehr Herzen finden lässt.

Natürlich gilt auch hier: Wenn Kooperation gefragt ist, neigen die werten Spieler gerne mal zur Rumalberei und anderem Schabernack. Den solltet ihr euch aber hier weitestgehend verkneifen. denn die gesamte Gruppe teilt sich eine Energieleiste – ist diese geleert, verliert ihr eine von drei Feen und müsst zudem den aktuellen Abschnitt von vorn beginnen. Überhaupt zwingt euch Tri Force Heroes zu erstaunlich viel und recht komplexer Zusammenarbeit. Gerade die Bosse erwiesen sich für uns als überraschend knifflig und erfordern gute Koordination und Absprachen. Das geht im lokalen Multiplayer natürlich wunderbar, im Online-Modus müsst ihr allerdings ohne Voice- oder andere Chat-Möglichkeiten auskommen. Stattdessen wurden acht Emotes auf dem Touchscreen geparkt, mit denen ihr die Aufmerksamkeit eurer Truppe auf euch lenken könnt. Immerhin sind diese charmant gemacht.

Ein Fest für Aug' und Ohren
Auf technischer Ebene bewegt sich Tri Force Heroes auf gewohnt großartigem Niveau. Der Soundtrack geht schon jetzt direkt ins Ohr und gerade die Endkämpfe der Dungeons sind mit wunderbaren Melodien untermalt. Grafisch orientiert sich der Titel an A Link Between Worlds und wirkt entsprechend äußerst rund. Zudem läuft das Spielgeschehen selbst bei aktivem 3D-Tiefeneffekt wunderbar flüssig. In Sachen Steuerung haben wir jedoch ein paar Detailmacken zu verzeichnen. Dass wir Bomben beispielsweise nur werfen und nicht legen können, erschwert einige Abschnitte auf durchschaubar künstliche Weise – vor allem, weil es in anderen Zelda-Spielen ja ohne weiteres möglich ist. Auch das Ausrichten der Würfe ist beizeiten alles andere als einfach und endete nicht selten mit Fehlwürfen oder gar einer ganzen Schar Links im Abgrund. Das kann mit der richtigen Gruppe natürlich ganz witzig sein, aber auch frusten.

Prognose:
Tjark Michael Wewetzer [Alanar]: The Legend of Zelda: Tri Force Heroes ist meine große Überraschung des Post-E3-Events. Ich hatte das Spiel gar nicht groß auf dem Schirm, immerhin ist es ja lediglich ein Multiplayer-Spinoff zu einer traditionellen Action-Adventure-Reihe für Solo-Zocker. Als ich dann aber Hand anlegte und den ersten Dungeon in geselliger Runde anging, gab es für mich kein Halten mehr: Die Puzzles sind erstaunlich einfallsreich und lassen euch klassische Zelda-Muster aus einer neuen Perspektive sehen. Die Bossgefechte machen tierisch viel Laune und fordern euch ebenfalls recht gut. Nicht zuletzt ist Zusammenarbeit das A und O hier, noch viel mehr als bei Four Swords. Und wenn man eine gute Gruppe beisammen hat, möchte man am liebsten gar nicht wieder aufhören. Warum ich das Spiel jetzt aber trotzdem noch nicht zum absolut sicheren Hitkandidaten erklären möchte? Nun, ich mache mir einfach noch um das Gesamtpaket Sorgen. Klar ist das, was wir gesehen haben, unheimlich spaßig, doch wie sieht's im Solo-Modus aus? Wieviel ist an dem Spiel letztenendes dran? Zumal die von uns gespielten Level allesamt recht kompakt waren. Ich bin aber zumindest nach dem verhaltenen E3-Showeindruck jetzt extrem gespannt auf das Spiel und kann es kaum erwarten, im Dreiergespann Dungeons zu erobern!

Sebastian Mauch [Paneka]: Wenn ich ehrlich bin, war ich bei Tri Force Heroes ähnlich enttäuscht wie bei Metroid Prime: Federation Force, nur bei weitem nicht so stark. Das mag unter anderem daran liegen, dass mir A Link Between Worlds extrem gut gefallen hat und zu 100% absolviert wurde. Nun wurde auch im Zelda-Franchise kein „richtiges“ Spiel angekündigt, sondern wieder nur solch Koop-Gedöns. Aber Gedöns ist es eben nicht, denn dieser kleine aber feine Titel war quasi das Highlight unseres Frankfurt-Trips. An drei Demo-Stationen mit drei anwesenden Leuten haben die Koop-Dungeons extrem viel Spaß gemacht. Auch wenn es nicht so scheinen mag, ist Absprache unter den Spielern extrem wichtig für das Überleben der Gruppe, denn ansonsten ist die gemeinsame Herzleiste schneller leer als man „HYAAA“ schreien kann! Etwas Negatives ist mir schlichtweg nicht aufgefallen. Es sieht genauso hübsch aus wie sein Vorgänger, bietet gutes, altes Zelda-Gameplay, und die Dungeons sind endlich mal wieder einen Ticken kniffliger. An manchen Stellen mussten drei erwachsene Leute echt mal einen Augenblick innehalten, um auf die Lösung zu kommen. Das Gleiche kann man auch über die Bosse sagen. Nach diesem Hands-On kann ich den Titel echt nicht mehr abwarten und bin vor allem gespannt, was der Umfang des fertigen Spiels sagt. Für mich persönlich eine 5 von 5!


Ritter der Runterschmeißer: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] und Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Einladung zum Post-E3-Event.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Äußerst einfallsreicher Koop-Spaß mit überraschend viel Tiefgang. Hoffentlich stimmt das Gesamtpaket!

Prognose
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