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Spielname:
Harvest Moon: Das verlorene Tal

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Rising Star Games

Developer:
TABOT Inc.

Genre:
Simulation

Release:
19.06.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Harvest Moon: Das verlorene Tal

Hands-On: Harvest Moon: Das verlorene Tal

Tjark Michael Wewetzer, 02.06.2015

2474°

0

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Jetzt ist es also geschehen. Harvest Moon heißt nicht mehr Harvest Moon, sondern stattdessen Story of Season, während die Markeninhaber von Harvest Moon ihr eigenes Harvest Moon machen. Komplizierte Sache! Aber fairerweise muss man ja gestehen, dass selbst die Schöpfer der Farmsimulation sich einige Fehltritte erlaubt haben und ein anderer Ansatz von einem anderen Studio dem Namen zu neuer Frische verhelfen könnte. Bei Rune Factory hat's schließlich auch geklappt! Wir haben uns daher hochmotiviert in die fertige deutsche Version von Harvest Moon: Das verlorene Tal gestürzt und berichten euch von unseren Erlebnissen auf dem ersten Frühling des Spiels.

Ziemlich viel Schnee für Frühling…
Es ist Neujahr, das Wetter kalt, ja es tobt sogar ein gewaltiger Schneesturm. Perfekte Bedingungen für eine Bergwanderschaft! Ein Erntewichtel, den wir inmitten des weißen Unwetters getroffen haben, stimmt dem allerdings nicht so ganz zu und rät uns zur Rast in einer nahegelegenen Hütte. Am Folgetag erfahren wir dann, wo wir eigentlich hineingeraten sind: Das hiesige Tal wird nämlich vom ewigen Winter heimgesucht und der kleine Gnom erhofft sich jetzt von uns, dass wir alles wieder geraderücken. Optimalerweise, indem wir weitere Erntewichtel erwecken und der Erntegöttin ihre alten Kräfte wiederbeschaffen. Das zumindest verrät uns der kurze Kamerad, nachdem wir zum ersten Mal die Farmwerkzeuge geschwungen und unsere ersten Felder angelegt haben.

Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, läuft die Rettungsaktion ganz nach klassischem Harvest Moon-Schema ab. Soll heißen: Wir bebauen Ackerland, ziehen Tiere in den Ställen hoch und freunden uns mit den Bewohnern des benachbarten Dorfes an. Die Farmerei wurde dabei in einigen Punkten deutlich angenehmer gemacht. Statt nun ständig zwischen all euren Werkzeugen jonglieren zu müssen, reicht ein beherzter Druck auf die A-Taste und schon führt euer Bauer die für das vorliegende Feld passende Aktion aus – vom Bewässern der Pflanzen bis hin zum Angeln am Fluss. Nervig wird das allerdings, wenn wir beispielsweise neues Saatgut ausstreuen und mehr als eine Gattung in der Tasche haben. Eigentlich müssen wir nur zunächst die Samen wählen und schon geht es mit dem Einpflanzen los – per Steuerkreuz wechseln wir bei bedarf unsere Ziehpflanzen aus. Verklicken wir uns jedoch und gießen beispielsweise danach direkt die Kerne, müssen wir danach den ganzen Auswahlvorgang erneut durchgehen. In solchen Situationen wünschen wir uns das alte Ausrüstungssystem zurück.

Mit der Schaufel in der Hand
Früh stoßen wir auch auf ein weiteres Problem: Das Tal ist vollkommen menschenleer. Selbst der Händler Sam, welcher uns früh in der neuen Heimat begrüßt, ist darüber verwundert, auf diesem Fleckchen Erde jemanden vorzufinden. Immerhin verspricht er uns, täglich vorbeizuschauen, seine Waren feilzubieten und unsere Erzeugnisse einzukaufen. Schnell locken wir auch weitere Leute in die Berglandschaft, wie etwa die Floristin Iris samt Töchterlein Sonja oder den schrulligen Wissenschaftler Doc. Damit es im verlorenen Tal wieder so richtig schön aussieht, müssen wir schlussendlich aber selbst zum Spaten greifen und umbauen.

Das Alleinstellungsmerkmal dieses Harvest Moon-Spiels ist nämlich die Landschaftsgestaltung. Mit der Y-Taste schalten wir in den Buddel-Modus und können die in Quadrate aufgeteilte Landschaft entweder senken oder – etwas Erde in der Tasche vorausgesetzt – erhöhen. Ganz zu Beginn schaffen wir uns etwa auf diese Weise einen Weg zur Quelle der Erntegöttin, die am höchsten Punkt der Karte gelegen ist. Später dürfen wir aber auch Wasserwege graben, mit der Hilfe des bereits erwähnten Docs neue Gebäude aufstellen und noch andere Detailveränderungen vornehmen. Man kann das Tal also zu seinem ganz persönlichen Ort machen – viel Geduld und Wille zum Durchbeißen vorausgesetzt, denn bevor wir alle dafür notwendigen Werkzeuge in der Hand haben, müssen wir erst einmal ausreichend in der Handlung voranschreiten.

Prognose:
Wir unterlassen an dieser Stelle mal die Diskussion darüber, ob Harvest Moon: Das verlorene Tal nun ein „echter“ Teil der Reihe ist, und widmen uns dem Westenlichen: Wie wirkt es? Seriengemäß ist der Einstieg natürlich noch sehr behäbig, im ersten Ingame-Monat haben wir es nicht einmal geschafft, die erste verlorene Jahreszeit zurückzubringen. Das könnte ziemlich auf die Motivation drücken, denn die stets gleiche Schneelandschaft wird doch irgendwann eintönig. Da es handlungsbedingt kein richtiges Dorf, sondern lediglich Besucher gibt, wirkt die Umgebung zudem ziemlich leblos. Dafür macht das neue Bausystem schon jetzt einen vielversprechenden Eindruck und auch wenn die Farmerei in der Ausführung etwas vereinfacht wurde, an Komplexität hat sie soweit nicht eingebüßt. Neue Details wie das Finden der idealen Anpflanzhöhe oder mögliche Mutationen des Ernteguts deuten auf reichlich Stoff für experimentierfreudige Naturen hin. Ob Das verlorene Tal die Schwächen damit aber überwinden kann, muss sich erst in unserem Langzeittest zeigen.

Pflegt seine neue Erdbeer-Plantage: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Preview-Codes.

Leserwertung:

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-
Es wirkt ungeschliffen und der Einstieg fällt etwas langatmig aus, doch hier schlummert definitiv Potential.

Prognose
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