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Spielname:
Fossil Fighters: Frontier

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Red Entertainment

Genre:
Rollenspiel

Release:
29.05.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-6 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Fossil Fighters: Frontier

Hands-On: Fossil Fighters: Frontier

Alexander Schneider, 14.05.2015

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Lange war es still um Fossil Fighters: Frontier. Erst zur E3 im letzten Jahr wurde bekanntgegeben, dass das Spiel überhaupt bei uns erscheinen wird. Seit einigen Wochen kennen wir nun endlich auch den exakten Release-Termin und wissen, dass das Vivosaurier-Spektakel am 29. Mai in hiesigen Gefilden veröffentlicht wird. Das monatelange Gezeter um den Veröffentlichungstermin verwundert nicht, immerhin ist die Fossil Fighters-Serie in Europa ein völlig unbekannter Emporkömmling. Da die deutschen Spieler bereits in wenigen Tagen Hand anlegen können, haben wir uns schon ein paar Stunden mit der deutschen Verkaufsversion vergnügt, um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Was genau verbirgt sich hinter der virtuellen Fossiliensuche? Hat das für uns absolut neue Franchise überhaupt Potenzial?

Eine Reise ins Ungewisse
Direkt zu Spielbeginn werden wir in eine mehr oder weniger episch inszenierte Schlacht zwischen der lebenden Legende Stryker und dem Bösewicht Dr. Blackraven geworfen - vorerst als Beobachter. Die Vivosaurier der Kontrahenten bekämpfen sich mit aller Kraft, doch letztlich siegt das Licht über die Finsternis und Blackravens tückischer Plan, eine Vivosaurier-Armee zusammenzustellen, um die Welt zu erobern, wird vorerst auf Eis gelegt. Nach einem eher peinlichen, englischsprachigen Intro mit musikalischer Begleitung sind wir dann endlich auch mal an der Reihe: Wir wählen uns zwischen zwei vorgefertigen Charakteren unseren Protagonisten aus und geben ihm - oder wahlweise auch ihr - einen Namen. Zum Start in unser Abenteuer finden wir uns im Fossilienpark Asien wieder, wo wir kurz davor sind, zu einem Wächter ausgebildet zu werden. Die Wächter sind eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Frieden in den Fossilienparks zu wahren. Praktisch: Von der ersten Sekunde an wird uns deutlich gemacht, was künftig unsere Aufgaben sein werden. So müssen wir mit den sogenannten Vivomobilen aufbrechen, um die Gegend zu erkunden, Grabungen durchzuführen und mit unseren eigenen Vivosauriern an sogenannten Fossilkämpfen teilnehmen. Na, das kann ja ein Spaß werden…

Alle acht Anwärter auf den Beruf des Wächters müssen sich sogleich im Büro von Captain Stryker - ja, der Typ schon wieder! - einfinden. Darunter sind illustre Gestalten wie der rothaarige Wildfang Dahlia, der etwas egozentrische Leon und der tollpatschige Nate, der gleich beim ersten Mal zu spät kommt. Recht schnell merken wir, dass die Dialoge mit unseren neuen Freunden nicht nur humorvoll sind - nein, manchmal haben wir auch die Wahl zwischen unterschiedlichen Antworten, was den Unterhaltungswert der simplen Konversationen zumindest ein wenig steigert.

Pokémon im Dino-Gewand?
Und dann steht auch schon unsere erste Unterrichtsstunde an. Unser Ausbilder befördert uns prompt in den Erkundungsmodus, in welchem wir die Traumbucht befahren dürfen. Mit dem Schiebepad oder Steuerkreuz navigieren wir durch das so sonnige wie eintönige Areal, sammeln auf der Strecke Blasen ein, um die Leistung unseres Vehikels zu steigern, und gelangen schon nach wenigen Minuten in ein Fossiliengebiet. Mit Hilfe des Fossilsonars stoßen wir schnell auf die ersten uralten Dinoreste. Die Ausgrabung an sich erweist sich als kinderleicht: Unter Zeitdruck müssen wir auf dem Touchscreen rumhämmern, um uns durch die dort befindlichen Gesteinsschichten zu arbeiten. Als Werkzeug stehen uns dabei ein Hammer für größere Gesteinsmengen und ein Bohrer für die Feinarbeit zur Verfügung. Der sehr repetitive Vorgang wird dem Kindesalter entwachsene Spieler schnell langweilen, sodass wir zumindest von dieser Komponente des Titels nicht gerade begeistert sind.

Nachdem wir die Wiederbelebung der ersten Vivosaurier eingeleitet haben, bestaunen wir unsere lebendigen Exemplare: Zwei Pflanzenfresser namens Lopho MN und Proto sowie ein fleischfressender Flugsaurier begrüßen uns und helfen uns im nahenden Kampf gegen einen wilden Vivosaurier. Die rundenbasierten Gefechte ähneln dabei durchaus jenen aus den Pokémon-RPGs, wenngleich sie deutlich unspektakulärer aufgemacht sind. Jeder Saurier setzt in seiner Runde einen Angriff wie zum Beispiel die Attacke „Rammbock“ ein, um die Lebenspunkte des Gegenübers auf Null zu senken. In alter Tradition der meisten Rollenspiele erhalten wir nach unserem Sieg Erfahrungspunkte und steigern damit den Rang unseres Dinos. Für heute haben wir erstmal genug - wir begeben uns zurück in die sicheren Gefilde des Stützpunktes.

Prognose:
Wir wollen ehrlich sein: Fossil Fighters: Frontier wirkt in den ersten Spielstunden wir ein Titel, der seinem Plan nach Großes erreichen will, an dieser Hürde aber recht deutlich scheitert. Soll dieser Plan etwa sein, konzeptionell ähnliche Spiele wie Pokémon zu kopieren und in ein anderes Gewand zu pressen? Wenn ja, dann scheint genau das zu Beginn nicht gelungen zu sein. Das Gameplay erweist sich schnell als monoton und viel zu simpel, die Story samt ihrer Charaktere ist als kindisch bis lachhaft zu bezeichnen und die Technik macht einen veralteten sowie lieblosen Eindruck. Schade, denn es ist reichlich Potenzial vorhanden - würden hier nicht ein paar Qualitätsschübe fehlen. Klar, unser endgültiges Urteil steht noch aus, doch wir wollen euch knapp zwei Wochen vor dem Release auch keine allzu großen Hoffnungen machen. Das, was der Titel verspricht, kann er allem Anschein nach nicht halten, was uns durchaus traurig stimmt. Wie sich die Vivosaurierjagd insgesamt schlägt, verraten wir euch zu gegebener Zeit in unserem ausführlichen Test.

Nachwuchs-Ranger: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Previewcodes.

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Virtuelles Jurassic Park für Kinder - der fehlende Anspruch und die schwache Technik kratzen schon jetzt an der Motivation.

Prognose
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