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Spielname:
Gardening Mama: Forest Friends

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Office Create

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
06.03.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Gardening Mama: Forest Friends

Review: Gardening Mama: Forest Friends

Tjark Michael Wewetzer, 04.03.2015

2541°

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Die Welt der digitalen Küchenfee expandiert schon seit geraumer Zeit. Gardening Mama ist die allererste Erweiterung des Cooking Mama-Kosmos' und fing damals auf dem guten alten DS an, uns auch die Pflanzenzucht näherzubringen. Versteht sich ja eigentlich von selbst, irgendwo müssen die Zutaten, die wir in der Küche wortwörtlich verbraten, schließlich herkommen. Eine ganze Spinoff-Staffel später geht es nun auf dem 3DS wieder zurück in den Garten, wo hoffentlich etwas mehr Abwechslung und ein frischerer Wind auf uns wartet, als es in Cooking Mama: Bon Appétit der Fall war. Versuchen kann man es ja mal!

Vom Kleingärtner zum Großlieferanten
Unser eigener, kleiner Garten… Dann wollen wir mal ran, schließlich wollen wir das Land zu einem hübschen Fleckchen Erde machen! Ein deutliches Ziel gibt euch Gardening Mama da eigentlich nicht vor. Ihr könnt im Prinzip also nach eigenem Gutdünken Bäume, Feldfrüchte und Blumen pflanzen und die Grünfläche so nach euren Vorstellungen gestalten – zumindest innerhalb gewisser Grenzen, denn wo die bebaubaren Felder sind, schreibt euch das Spiel leider vor. Die Pflanzenpflege fällt dabei leicht: Über ein Menü suchen wir zunächst das Saatgut heraus, pflanzen dieses durch Antippen der geeigneten Fleckchen Erde ein und gießen den Spross schlussendlich mit der Gießkanne. Dabei ist zu beachten, dass wir nicht zu viel und nicht zu wenig Wasser auf die Pflanze kippen sollten – etwas, das man bereits nach den ersten zwei Anläufen praktisch im Blut hat. Auf diese Weise züchtet ihr nämlich hochqualitative Erzeugnisse heran, die ihr an anderer Stelle wiederum gut gebrauchen könnt.

Nach der kleinen Einführung in die Gartenarbeit macht ihr nämlich mit einem Häschen bekanntschaft, das im angrenzenden Wald gerne einen Blumenladen eröffnen würde. Nur wird das ohne Ware leider nichts, weswegen es euch um Hilfe bittet. Diese Lieferaufträge, die später noch um weitere Waldbewohner wie den Eis zubereitenden Pinguin oder das Eichhörnchen aus dem Café der Bäckerei erweitert werden, sind euer Hauptantrieb zur Pflanzenzucht. Jeden Ingame-Tag gibt es einen neuen Auftrag, den ihr theoretisch schnell erledigen sollt - ihr könnt euch praktisch aber so viel Zeit dafür lassen, wie ihr möchtet. Tut ihr dies, verdient ihr allerdings weniger Einkaufstickets – und damit könnt ihr euch keine Deko-Objekte kaufen, mit denen sich der Garten verschönern ließe. Oh Graus!

Raus aus dem Garten!
Schnell werden die Tiere von euch Dinge fordern, die ihr in eurem Gärtnerei-Starterset gar nicht erhalten habt. Wie kommt ihr also an diese zusätzlichen Pflanzen heran? Ihr helft anderen Leuten aus! Ebenfalls einmal pro Spieltag gibt es nämlich einen Brief, der euch zu einer Außenmission einlädt. Was wir hier so spannend klingen lassen, ist nichts weiter als ein simples Aushilfs-Minispiel. Hier muss Obst und Gemüse sortiert werden, da hängen wir die Wäsche zum Trocknen auf, an anderer Stelle sollen wir den Rasen mähen und dabei Rasensprengern ausweichen… Die Minigames sind bei weitem nicht so unspannend, wie sie hier klingen mögen, zumal sie eine gelungene Abwechslung zum Gärtnerei-Alltag darstellen. Alle fünfzig von ihnen sind allerdings etwas kurz geraten und um die Belohnungen wie eingangs neues Saatgut und später weitere Einkaufstickets zu kassieren, müsst ihr das Spielchen entweder auf Anhieb perfekt schaffen oder es so lange angehen, bis eure kombinierten Einzelleistungen für die Belohnung reichen – in der Regel also maximal zweimal, denn der Schwierigkeitsgrad dieser Beschäftigungen ist kindgerecht niedrig gehalten.

Trotz dieser kleinen Ablenkung verkommt Gardening Mama leider schnell zu einer monotonen und unnötig umständlichen Angelegenheit. Das Bebauen der Felder dauert dank der verschachtelten Menüführung und den leicht ausschweifenden Animationen unnötig lang, was sich vor allem in Anbetracht der zunehmenden Größe eures Gartens summiert. Die Lieferaufträge sind auch alles andere als anspruchsvoll, später habt ihr praktisch unzählige Pflanzen auf Vorrat und könnt diese noch direkt am Tag der Antragsstellung abliefern. Was bleibt ist die Gartendeko, mit der ihr eure Plantage verschönern könnt, die aber sonst keinen Nutzen hat. Nach unter zehn Stunden habt ihr bereits alles gesehen, die Perfektionierung eures Spielstandes ist dann nur noch eine Frage lästiger Mehrarbeit.

Steuerung:
Stylus raus, das hier ist (beinahe) reines Touchscreen-Gebiet! Lediglich zur Verschiebung des Bildausschnitts im Gartenmodus wird das Circle Pad herangezogen – für Linkshänder leider ein wenig unkomfortabel. Für alle gleichermaßen unangenehm ist die bereits erwähnte Menüführung. So braucht ihr zum Rauskramen von Saatgut, dem Betrachten von Aufträgen und anderen Aktionen gefühlt zu viele Klicks, von denen einige sogar kleine Ladepausen nach sich ziehen. Mehr als nervig, wenn man sich mal verklickt hat. Immerhin: Bei der eigentlichen Gartenarbeit und der Bewältigung der Minispiele geht alles intuitiv und sauber von der Hand - eben so, wie es auch sein sollte.

Grafik:
Lasst euch von den 2D-Sprites von Mama und ihren Freunden nicht täuschen: In technischer Hinsicht ist durchaus ersichtlich, dass wir uns nicht mehr auf einem DS, sondern auf einem 3DS bewegen! Das allerdings primär in den Aushilfs-Minigames, die bunte und runde 3D-Cel-Shading-Grafik mitbringen und dabei auch butterweich laufen. Euer Garten erstrahlt hingegen in reiner 2D-Pracht, gleiches gilt für die Läden der Tiere, von denen ihr eh nur den Haupteingang erblickt. Insgesamt bietet Gardening Mama ein äußerst stimmiges Gesamtbild, ohne die Hardware großartig zu fordern – und manchmal reicht das auch völlig aus.

Sound:
Ach, was haben wir die gute alte englische Stimme der virtuellen Küchenfee doch vermisst! Die Sprachausgabe von Forest Friends ist allerdings nicht ganz so durchgängig amüsant, sondern eher katastrophal. Die kurzen Phrasen wirken extrem gekünstelt und zudem auch noch mies komprimiert. Das trifft übrigens auch auf den Soundtrack im Allgemeinen zu, da dieser irgendwie gedämpft aus den Lautsprechern des 3DS erklingt. Dies ist uns vor allem dann aufgefallen, als wir das Spiel nach einer Runde Cooking Mama: Bon Appétit einlegten. Auf Qualität legte man hier wohl nicht gerade viel Wert.

Fazit:
Während die Hauptreihe sich der Stagnation hingibt, hätte es im Bereich der Spinoffs ja eigentlich etwas Hoffnung geben können. Und tatsächlich wirkt Gardening Mama: Forest Friends auf den ersten Blick deutlich abwechslungsreicher. Die Gartenarbeit wirkt zunächst noch niedlich sowie spaßig und die Minispiele, mit denen man neues Saatgut freischaltet, sind glücklicherweise nicht an ein kleines Thema gebunden und bieten so einiges an thematischer Abwechslung. Leider stellt sich schnell heraus, dass keine der 50 Nebenaufgaben wirklich tiefgründig ist und sie sich schnell perfektionieren lassen. Mit zunehmender Gartengröße wird die Pflanzenpflege zudem zur Fleißarbeit und schlichtweg eintönig. Auch die Lieferaufträge lockern das nicht mehr großartig auf, zumal ihr auch hier schnell an die Belohnungsgrenzen stoßt. Was bleibt, ist ein durchaus netter Zeitvertreib, der jüngere Semester und im Herzen jung Gebliebene ohne Frage unterhalten kann, aber schlussendlich doch unter seinem seinem viel zu simpel gehaltenen Gesamtpaket leidet. Irgendwie schade drum.

Findet, dass Gartenarbeit schlaucht: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Wirkt anfangs abwechslungsreicher als die Hauptreihe, zeigt aber schnell sein eher eintöniges Innenleben.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

6.0

STEUERUNG:

7.0

ABWECHSLUNG:

4.0
5
von 10

Reichlich verschiedene Pflanzen

50 Minispiele…

Viele Deko-Objekte

Niedliche Aufmachung

Langatmige Gartenpflege

…denen es an Tiefgang mangelt

Sehr repetitiver Spielablauf

Soundqualität lässt zu wünschen übrig

Kein Multiplayer

Wie werten wir?

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