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Spielname:
Monster Hunter 4 Ultimate

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Action Adventure

Release:
13.02.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Monster Hunter 4 Ultimate

Hands-On: Monster Hunter 4 Ultimate

Tjark Michael Wewetzer, 15.01.2015

5207°

9

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Für das Frühjahr 2015 hat Nintendo in diesem Jahr wieder reichlich vorgesorgt. Nicht nur Zelda: Majora's Mask 3D steht groß auf dem Terminplan, auch der nächste Teil der Monster Hunter-Saga feiert am 13. Februar seine Europa-Premiere. Und Zeit wird’s auch, haben die hiesigen Jägergesellen den Kreaturenpark von Monster Hunter 3 Ultimate in den letzten zwei Jahren doch schon längst gehörig aufgemischt und sich die bestaussehendsten Rüstungen geschmiedet! Was steht dem neuen Jagdvergnügen also noch großartig im Wege? Nicht viel, wie wir herausgefunden haben - wir haben nämlich bereits die Gelegenheit, einen ausführlichen Blick auf die finale deutsche Version von Monster Hunter 4 Ultimate werfen zu können. Und um euch die Wartezeit zu versüßen (oder – was viel wahrscheinlicher sein dürfte – sie unendlich qualvoller zu machen), präsentieren wir euch in diesem Vorschau-Bericht unsere ersten Eindrücke aus dem fertigen Spiel.

Die Karawane zieht weiter…
Obwohl die Reihe doch eigentlich eher für ihre eher gemächlichen Einstiegsphasen bekannt ist, beginnt unser Abenteuer in der Welt von Monster Hunter 4 mit etwas mehr Action. Gleich in der Eröffnungssequenz bekommen wir es nämlich mit einem Dah'ren Mohran zu tun – ein waschechter Drachenältester! Zum Glück behält unser Reisebegleiter, ein namenloser Karawanenführer, einen kühlen Kopf und weiß, wie wir das Biest verscheuchen können. In einem kurzen Tutorial werden wir mit einfachen Umgebungsaktionen bekanntgemacht, laden Kanonen und feuern das Ungetüm wieder zurück in die Wüste. Und das keine Sekunde zu spät, denn um ein Haar hätte der Angriff ein nahegelegenes Dorf in Mitleidenschaft gezogen! Schon von Beginn an wird uns hier klargemacht: Wer in der Welt von Monster Hunter überleben möchte, muss einiges auf dem Kasten haben.

Warum wir hier so ausführlich auf die Hintergrundgeschichte eingehen? Nun, sie ist in Monster Hunter 4 ein gutes Stück präsenter als in den bisherigen Serienablegern. Statt euch einfach ins Blaue jagen und an eurem Jägerrang feilen zu lassen, wird euch im Solo-Modus eine kleine Story geboten, in deren Verlauf ihr euch mit dem erwähnten Karawanenführer anfreundet und gemeinsam mit ihm versucht, berühmt zu werden und nebenbei vielleicht auch die Geheimnisse eines mysteriösen Artefakts zu entschlüsseln. Wer sich einen feuchten Kehricht um die Story schert, muss jetzt aber nicht zurückschrecken: Trotz der weiterführenden Dialoge und kleinen Spannungsbögen, die aufgebaut werden, liegt das Hauptaugenmerk natürlich nach wie vor auf der Jagd.

Zweikampf an der Felswand
Und da hat sich seit Monster Hunter 3 einiges getan. Wichtigste Neuerung: Anstelle von Badeausflügen im kühlen Nass stehen hier luftige Kletterpartien auf dem Programm. Die neuen Areale strotzen nämlich geradezu vor erklimmbaren Wänden, die euch neue Pfade offenbaren oder eben auch alternative Möglichkeiten bieten, um eurer Beute ein Schnippchen zu schlagen. Nehmen wir beispielsweise das insektenartige Einsteiger-Großmonster Seltas. Dieses surrt die ganze Zeit durch die Luft und klammert sich auch gerne mal an Wänden fest. In den bisherigen Spielen wärt ihr hier ohne Bogen oder Armbrust aufgeschmissen gewesen. In Monster Hunter 4 jedoch klemmt ihr euch an die Wand und holt es aus nächster Nähe wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Idealerweise springt ihr dann noch hinterher und klammert euch direkt an den Rücken des Biests. So könnt ihr es nämlich von dort aus malträtieren, bis ihr es entweder kurzzeitig ausgeknockt habt oder es euch abwirft. Dies ist zumindest die Theorie, in der Praxis ist die Kletterei allerdings – wie so einige Dinge in Monster Hunter – leider etwas gewöhnungsbedürftig.

Auch wenn ihr deutlich mobiler seid als in den Vorgängern, fallen die Bewegungen eures Charakters für ein Action-Spiel ungewöhnlich träge aus. Dabei handelt es sich allerdings um eine bewusste Design-Entscheidung: Jede Aktion von euch muss wohlüberlegt sein, egal ob ihr zum Angriff ausholt oder einen Heiltrank einwerft – jede Bewegung offenbart eine potentielle Blöße, die sich eure Jagdziele zunutze machen können. Deswegen ist es umso wichtiger, dass ihr die Bewegungsmuster eurer Gegner durchschaut und eure Waffen kennt. Zwei davon sind übrigens neu: Die Energieklinge und die Insektenglefe. Erstere erinnert frappierend an die Morph-Axt, kann also zwischen zwei verschiedenen Modi wechseln – einer Axt-Variante und einem klassischen Schwert-Schild-Set. Der Clou dabei: Mit dem Schwert-und-Schild-Modus sammelt ihr Energie, die ihr auf Knopfdruck in euren Axt-Modus pumpen könnt. Tut ihr dies, erhaltet ihr Zugriff auf noch mächtigere Kombo-Angriffe, die je nach genauem Typ eurer Energieklinge zum Beispiel gewaltige Explosionen nach sich ziehen können. Die Insektengelefe wiederum spielt sich höchst ungewöhnlich, passt dafür jedoch umso besser zu dem neuen Fokus auf Mobilität. Mit dem Kampfstab seid ihr nämlich extrem flink unterwegs und könnt euch auf Befehl sogar in die Luft katapultieren. Außerdem stellt euch das Werkzeug einen Kinsekten-Begleiter zur Verfügung – ein äußerst hilfreicher Verbündeter. Den krabbeligen Partner könnt ihr auf eure Gegner hetzen, woraufhin er nützliche Sekrete sammelt. Diese nutzt ihr dann, um etwa eure Angriffsstärke oder -geschwindigkeit zu erhöhen. Da das Anivisieren allerdings über die Kamera-Steuerung geschieht und beim Standard-3DS ohne Extras und somit per Real- oder Touchscreen-Steuerkreuz abgewickelt werden muss, fällt die Gesamthandhabung der Glefe ohne Circle Pad Pro ein klein wenig unkomfortabel aus.

Jetzt mögen die Details zur Waffenhandhabung für Anfänger ein wenig abschreckend wirken, allerdings hat Capcom auch an alle Neueinsteiger und Lernbegierigen gedacht. Es gibt nämlich ausführliche Tutorials und Hilfstexte, die euch an die Kunst der Jagd heranführen, und die Funktionsweisen sämtlicher Waffen werden euch in kleinen Trainingsmissionen erklärt. All diese Hilfen sind übrigens komplett freiwillig: Wer bereits weiß, wie der Hase läuft, kann sich beim Spielstart als erfahrener Jäger melden und somit die Tutorials eindämmen – das hätten wir gerne auch in manch anderem Spiel!

Mit Freunden aus ganz Europa
Eine der wichtigsten Neuerungen von Monster Hunter 4 ist allerdings ohne Frage die Online-Funktionalität. Endlich müsst ihr euch auch auf der Mobilkonsole nicht mehr auf euren näheren Bekanntenkreis beschränken, sondern könnt euch Kameraden aus ganz Europa suchen. Zu unserem Preview-Zeitpunkt waren die Server sogar schon bespielbar, was wir im Zusammenspiel mit ein paar weiteren jagdfreudigen Spielejournalisten gleich fleißig ausnutzten. Im Multiplayer-Modus geht es gleich von Beginn an mächtig zur Sache und statt eines langsamen Einstiegs mit reichlich Story drumherum erwarten euch direkt in der ersten Quest-Stufe einige Großmonster, die es zu erlegen oder gar zu fangen gilt. Das funktioniert so weit auch sehr gut, großartige Lags haben wir nicht verzeichnen können. Etwas ungemütlich fällt hingegen die Kommunikation aus: In der Lobby unterhaltet ihr euch per Touchscreen-Tastatur mit euren Kameraden, wobei die Zeichenzahl pro Zeile leider arg beschränkt ist. Auf der eigentlichen Jagd fällt diese Art der Unterhaltung komplett flach, hier könnt ihr nämlich nur mit vorher eingestellten Phrasen miteinander kommunizieren. Das ist in den hektischen Kampfsituationen zugegebenermaßen durchaus von Vorteil, genauere Absprachen lassen sich während einer Quest so aber eher schwer tätigen. Auch vermissen wir eine Voice-Chat-Option, die es leider weder in der Lobby noch auf der Pirsch gibt.

Prognose:
Es hat nicht lang gedauert, bis es wieder um uns geschehen war und wir unseren Jagdtrieb nicht mehr unterdrücken konnten. Wie kaum ein anderes Spiel versteht es Monster Hunter 4 Ultimate genau, unseren Ehrgeiz zu packen und unser Durchhaltevermögen zu fordern. Schon der Einstieg nach der Charaktererstellung bietet uns einen Vorgeschmack auf die großen Schlachten, die noch auf uns zukommen werden, von denen wir mit unseren bisherigen 20 Stunden Spielzeit aber natürlich noch nicht viele sehen konnten. Und nachdem wir uns erst durch ein paar kleinere Ziele gearbeitet haben, entfaltete sich gleich beim ersten regulären Großmonster, das es zu erjagen gilt, der gewohnte Reiz der Reihe: Das zen-artige Gefühl, das beim Kampf mit den Bestien aufkommt. Dass jede Bewegung und jede Aktion genau aufeinander abgestimmt sein muss, wenn man seine Quest erfolgreich abschließen möchte. Und wenn das Monster endlich fällt, entfaltet sich bei uns ein Gefühl innerer Zufriedenheit. Wir hoffen, dass dies auch im Langzeittest anhält und wir sowohl offline als auch online noch einige wunderbare Glücksmomente erleben können. Mehr dazu erfahrt ihr demnächst in unserem ausführlichen Test!

Mit der Karawane unterwegs: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Preview-Codes.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Der geschmeidige Anfang unserer Jäger-Karriere: Wenn der Rest auf dem hohen Niveau bleibt, haben wir einen Hit vor uns!

Prognose
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