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Spielname:
Pac-Man und die Geisterabenteuer

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Namco Bandai

Developer:
Namco

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
06.03.2014 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Pac-Man und die Geisterabenteuer

Review: Pac-Man und die Geisterabenteuer

Tjark Michael Wewetzer, 22.10.2014

3844°

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Nein, ihr habt euch nicht verlesen: Auch, wenn seit kurzem Teil 2 im deutschen eShop zu haben ist, behandeln wir hier noch das erste Pac-Man und die Geisterabenteuer. Warum? Weil A) die zugrunde liegende Serie im November ihren TV-Start in Deutschland feiert und B) damit einhergehend auch die Retail-Version des Spiels im Handel aufgetaucht ist. Da ein gewisser Redakteur von seinen ersten Anzock-Versuchen noch ein schlechtes Gefühl in der Magengegend hatte, wagte er sich abermals an den 3DS-Hüpfer heran, um zu schauen, ob das vielleicht nur die anfängliche Enttäuschung war. Vielleicht taugt die Neuerfindung Pac-Mans ja doch etwas und wir haben hier einen Geheimtipp, den wir euch empfehlen können. Vielleicht versucht hier aber auch nur jemand, die Albträume zu verarbeiten, die dieses Machwerk verursacht hat. Naja, wenn ihr die Wertung auf der Startseite bereits gesehen habt, wisst ihr schon, worauf es hinauslaufen wird…

Die Geister mit dem grünen Daumen
Oh Graus! Der Finsterling Betrayus – ja, der heißt wirklich so – hat den Baum des Lebens ins Jenseits verlagert und nun tummeln sich zahlreiche garstige Geister in der einst friedlichen Metropole Pacopolis, in welcher unser gelber Held beheimatet ist! Es liegt nun also an unserem runden Allesfresser, der Geisterplage Herr zu werden. Ob dies gelingt, hängt allerdings von der Motivation des Spielers ab – und die kann bereits angesichts der ersten unbeholfenen Schritte sehr schnell in den Keller rutschen.

Eure Reise führt euch durch insgesamt acht verschiedene 2D-Sidescroller-Level, jedes davon mit einem eigenen Thema. Von der futuristischen Stadt über einen Irrgarten bis hin zu klassischen Lava- und Eis-Gegenden ist alles aus der Klischeekiste am Start. Sogar einen Trip in die Abwasserkanäle gibt es! Leider gibt sich das eigentliche Design der Level alles andere als abwechslungsreich: Simpelste Plattform-Hüpfereien mit lieblos aufgebauten Hindernissen wollen bewältigt werden. Ein Funken Kreativität kommt höchstens dann mal auf, wenn ihr über eine Kette von Geistern einen größeren Abgrund überwinden müsst – Pac-Man kann seinen Mampf-Move nämlich mehrfach einsetzen, wenn er bei jedem Einsatz etwas zwischen die Zähne kriegt – oder ihr kleinere Schalterrätsel löst, um eines der versteckten Sammelobjekte zu erhalten.

Ich habe Hunger…
Damit ihr dabei nicht komplett wegschnarcht, kann Pac-Man per Touchscreendruck eine Power-Pille Beere einwerfen, die ihm zeitweise besondere Kräfte verleiht. Mit der Chamäleon-Beere kann er beispielsweise weit entfernte Geister schlucken und seine Zunge als Bungee-Seil verwenden. Die Eis-Beere erlaubt es ihm, Eis-Geister gefahrlos zu verspeisen und Feuer-Geister sowie andere Brandherde abzukühlen. Euer Vorrat an Helfer-Beeren ist pro Level jedoch begrenzt, weswegen ihr theoretisch gut darüber nachdenken müsst, wann ihr welche einsetzt. Praktisch werden euch für den Levelabschluss benötigte Power-Ups regelmäßig nachgereicht und die anderen sind höchstens für ein paar wenige versteckte Puzzle-Teile notwendig – da die Dinger lediglich Fotos aus der CGI-Serie und Charakter-Modelle in der Galerie freischalten, ist das höchstens für 100%-Zocker interessant.

Als wäre das lahme Leveldesign nicht schon Folter genug, können die Bosskämpfe zum Abschluss dieser Torturen ebenfalls nicht überzeugen. Zunächst einmal wird euch vor jedem Kampf über einen optionalen Tutorial-Text genau erklärt, was ihr zu tun habt – man möchte ja nicht, dass jüngere Zocker, also die bis sechs Jahre, vor Verzweiflung ihren 3DS zerdeppern. Die Gefechte selbst laufen in der Regel aber dermaßen langsam und zäh ab, dass sie eher eure Ausdauer als eure Fertigkeiten auf die Probe stellen. Dem Zyklopengeist beispielsweise müsst ihr mehrfach die Rübe abkauen. Da der Bursche aber recht groß ist, hat eine Reihe von kleineren Geistern als improvisierte Mampf-Treppe zu dienen. Simpel und schnell erledigt. Dazwischen erfolgt jedoch immer wieder eine elendig lange Angriffs-Phase, in der ihr nur ausweichen und nicht zurückschlagen könnt. Haben wir erwähnt, dass man aufgrund der etwas suboptimalen Zielerfassung auch mal gerne den Kopf des Bosses verfehlen kann? Oder dass er – wie ein paar andere Chefgegner ebenfalls – schamlos recycelt wird? Das macht die Sache wirklich nicht angenehmer.

Steuerung:
Wir haben es vorhin schon ein klein wenig angedeutet: Das Gefühl, Pac-Man ständig unter voller Kontrolle zu haben, kommt hier nicht so häufig vor. Die Navigation mit dem Circle Pad fühlt sich etwas schwammig an, die Sprünge unsicher und die Zielerfassung der Schnapp-Attacke ein klein wenig zu selektiv. Warum kann Pac-Man sich beispielsweise an einer vertikalen Kette von Geistern hochfressen, dann aber nicht aus dem Stand einen einfachen Schnapper nach oben machen, obwohl da ein weiterer Gegner in Reichweite wäre? Wahrscheinlich hat der kleine Nimmersatt schlussendlich doch nicht so viel Hunger…

Grafik:
Auch wenn die Level an sich thematisch abwechslungsreich sind, so wirklich schön gestaltet ist keines davon. Simple Plattformkonstruktionen, Umgebungsobjekte, Gegnervarianten – Letztere sind größtenteils schlicht bunte Geister mit Standard-Design. Es wirkt alles irgendwie lieblos zusammengeschustert. Sogar der Zeittunnel, der von den Farben her an das alte Spielhallen-Pac-Man erinnern soll, wirkt ernüchternd. Da fügt es sich nur zu gut ein, dass der 3D-Effekt ebenfalls für die Tonne ist und getrost abgeschaltet werden kann.

Sound:
Je weniger wir darüber sagen, desto besser.

Fazit:
Es ist beileibe nicht das erste Mal, dass sich Pac-Man am Jump-'n'-Run-Genre versucht, aber die 3DS-Version von Pac-Man und die Geisterabenteuer wirkt so, als wäre es der erste unbeholfene Anlauf. Man kann von dem (mittlerweile nicht mehr ganz so) neuen Design der Crew halten was man möchte, das Spiel ist nichts weiter als ein seelenlos dahingeschludertes Hüpfspiel aus dem Genrebaukasten. Die Level sind uninteressant gestaltet, die Bosskämpfe unnötig gestreckt, die Steuerung suboptimal, nach gerade mal drei Stunden hat man bereits den Abspann erreicht und wenn man erst einmal soweit ist, möchte man gar nicht erst sämtliche Stufen noch einmal nach verpassten Extras absuchen, die sowieso nur ein paar Bildchen freischalten. Tut euch einen Gefallen und meidet dieses Spiel. Es ist besser so. Wirklich.

Während des sechsten Levels eingenickt: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

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-
Das verdirbt auch Pac-Man den Appetit: Lieblose Hüpfspielkost zum Wegrennen.

Wertung

LEVELDESIGN:

2.0

ABWECHSLUNG:

3.0

LANGEWEILE:

9.0
2
von 10

Es ist bunt

Es ist schnell vorbei

Waka Waka

Schwaches Leveldesign

Unnötig langgezogen (Bosse)…

…und TROTZDEM kurz

Schwammige Steuerung

Zweckmäßige Optik…

…und die Musik ist nicht besser

Wie werten wir?

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