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Spielname:
Tenkai Knights: Brave Battle

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Bandai Namco

Developer:
Delta-Arts

Genre:
Action

Release:
26.09.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Tenkai Knights: Brave Battle

Review: Tenkai Knights: Brave Battle

Alexander Schneider, 18.10.2014

2718°

2

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Eingefleischte Anime-Fans werden sie bereits kennen, alle anderen machen spätestens jetzt Bekanntschaft mit ihnen: Die Tenkai Knights machen sich schon seit längerer Zeit auf, um auf dem TV-Bildschirm die Welt zu retten, nun schaffen sie es dank Bandai Namco Games auch auf den Nintendo 3DS. Wer hier einfach gestrickte Anime-Unterhaltung mit Sci-Fi-Einschlag erwartet, die sich maßgeblich an die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen richtet, der hat voll ins Schwarze getroffen. Wir jedenfalls fühlten uns bei der Auseinandersetzung mit dem Spiel und der dazugehörigen Serie arg an die etwas populäreren Power Rangers erinnert - und deren letzter 3DS-Ausflug in Form von Power Rangers Megaforce: Die Retter der Welt scheiterte gnadenlos. Ob sich Tenkai Knights: Brave Battle besser schlägt oder ebenfalls in der Belanglosigkeit versinkt, erfahrt ihr in unserem folgenden Testbericht.

Die vier Helden und der Bösewicht
Wie es für ein Lizenzspiel üblich ist, hangelt sich die Handlung an den entsprechenden Ereignissen aus der Serie entlang. Eingefleischte Fans werden sich also sofort heimisch fühlen, während Neueinsteiger Fragezeichen in den Augen haben werden, nachdem sie recht unvermittelt in die heroische Welt der vier Helden Bravenwolf, Tributon, Valorn und Lydendor geworfen werden. Recht öde aufgemachte Textfragmente erläutern uns die Haupthandlung: Im Zentrum der Geschichte befindet sich die Tenkai-Energie, welche für die Fehde zwischen den vier Tenkai Knights und ihrem erbitterten Feind, Vilius, verantwortlich ist. Um mehr Macht zu erlangen, versucht der vorbezeichnete Bösewicht gemeinsam mit seinen Roboter-Formwandlern nämlich, an die Energie zu gelangen. Dass unsere Helden etwas dagegen haben, sollte sich von selbst erklären. Doch eine List hat Vilius noch in petto: Er ruft den Tenkai-Drachen und lässt ihn auf die Tenkai Knights los. Nach einem langen Kampf können sie das Ungetüm endlich in die Knie zwingen, doch sie verschwinden nach der gewonnenen Schlacht urplötzlich. Die Abwesenheit seiner Gegner nutzt Vilius natürlich dazu, an Kraft und Einfluss zu gewinnen. Recht zufällig stoßen nun allerdings die Hauptcharaktere Guren, Ceylan, Chooki und Toxsa auf Roboter, durch welche sie auf den fernen Planeten Quarton entsendet werden und die Rolle der damaligen Tenkai Knights einnehmen. Auf ihrer Mission, Vilius ein für alle Male zu bezwingen und damit sowohl die Erde als auch Quarton zu retten, werden sie zahlreiche Gefechte austragen müssen. Doch wie gestalten sich diese eigentlich?

Roboter in Raserei
Besagte Schlachten werden im Missionsmodus ausgetragen, der auch für die Erzählung der Story verantwortlich ist. Vor jedem Gefecht führen leider sehr zähe Textbausteine in die jeweilige Aufgabe ein, bis sich schließlich das jeweilige Kampffeld in Form eines 2D-Areals eröffnet. In den besagten Arenen gilt es, die feindlichen Schergen als einer der Tenkai Knights zu besiegen und dabei hilfreiche Rohstoffe einzusammeln. Vor dem Kampf könnt ihr euch übrigens einen Tenkai Knight aussuchen, mit dem ihr euch aufmachen wollt. Dabei ist es sinnvoll, seine Werte im Auge zu behalten - vom Angriffswert über die Sprintfähigkeit bis hin zur Reichweite ist hier alles vorhanden, was man sich von einem Werteinventar erwartet. Durch andere Bauteile könnt ihr euren Krieger allerdings ganz nach euren Vorstellungen formen, sodass dieser nicht auf vorgegebene Werte beschränkt ist.

Während die Missionen an sich eher langweilig sind und nicht wirklich motivieren, sich dauerhaft mit ihnen zu beschäftigen, sorgt das interessante Wertesystem wenigstens für einen Hauch von Abwechslung. Auch die individuellen Spezialangriffe der einzelnen Tenkai Knights können den Kämpfen ein wenig mehr Glanz verleihen. Würde es die besagte Anpassungsmöglichkeit der Werte und der Fähigkeiten Waffen, Schilde sowie Rückeneinheit nicht geben, wäre das Spiel aufgrund der allgegenwärtigen Monotonie eine absolute Katastrophe. Das Schema jedenfalls bleibt durchweg gleich und das Gameplay scheint einer Schablone entsprungen zu sein - man töte ein paar feindliche Einheiten und räume vereinzelte Bossgegner aus dem Weg. Dieses ewig gleiche Spielprinzip sollte selbst Fans nicht hinter dem Ofen hervorlocken können. Wenigstens kann man den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen…

Steuerung:
Wäre die Handhabung nicht so unpräzise und hakelig, könnte man hier vielleicht noch die positivste Facette von Tenkai Knights: Brave Battle ausmachen. Es ist in den Optionen nämlich möglich, die Tastenbelegung selbst zu bestimmen und somit den eigenen Gewohnheiten und Bedürfnissen anzupassen. Leider hören die Roboter selbst nicht immer aufs Wort, was dann und wann durchaus für Frustmomente sorgen kann. Insgesamt jedoch läuft die Steuerung ordentlich, wenngleich sie bei weitem keine Begeisterungsstürme auslöst.

Grafik:
Wie bitte? Spielen wir hier ein GBA-Spiel? Die optische Darstellung ist uns ein absolutes Rätsel und ein weiterer Indikator dafür, dass dieser Titel schnell zusammengeschustert wurde. Langweilige Stages treffen auf detailarme Charaktermodelle - die Tristesse ist hier der ewige Begleiter. Wie man im Jahre 2014 so etwas abliefern kann, wird auch 2045 noch ein Mysterium sein. Zwar ist der 3D-Effekt nett anzuschauen, qualitativ kann er aber nichts mehr beschönigen.

Sound:
Die Klangkulisse ist etwas hochwertiger als ihr visuelles Pendant, doch sind hier beileibe keine großen Kompositionen zu erwarten. Ein paar auf episch getrimmte Melodien wechseln sich mit fetzigen Beats ab, um die jeweilige Szenerie zu unterstreichen. Das war es dann aber auch schon. Kein Soundtrack, den man sich gesondert kaufen würde, und auch keiner, der die Bewertung des Games in irgendeiner Weise verbessern könnte. Wie sagt man noch so schön? Einheitsbrei lässt grüßen. So wie die Tenkai Knights selbst aussehen wie aus Bauklötzen gefertigt, so entspringt auch die technische Umsetzung dem (veralteten) Baukasten.

Multiplayer:
Immerhin, man kann das Leid mit Freunden teilen. Der Missionsmodus beispielsweise lässt sich mit einem Freund bestreiten, was ihn allerdings nicht unterhaltsamer macht. Im Zuge dessen ist es auch möglich, den eigenen Roboter mit dem des Freundes fusionieren zu lassen. Der Versus-Modus dagegen bietet euch Rumble-Kämpfe und Versus-Kämpfe - während die Rumble-Kämpfe im lokalen Multiplayer mit bis zu drei weiteren Freunden spielbar sind, stehen sich im Versus-Kampf zwei der Protagonisten gegenüber. Sieger der Rumble-Kämpfe wird derjenige, der zu guter Letzt am Leben bleibt, das sollte sich aber fast von selbst erklären. Im Laufe der Zeit können zusätzliche Charaktere freigeschaltet werden.

Fazit:
Wir haben Tenkai Knights: Brave Battle zu Beginn ja mit Power Rangers Megaforce verglichen - und so leid es uns auch tut, das sagen zu müssen: Der Vergleich hinkt sehr selten. Zwar haben die Tenkai Knights durch den Multiplayer ein wenig mehr zu bieten als ihre Kollegen, doch stürzen sie in den wirklich relevanten Komponenten genauso ab. Monotones Gameplay gepaart mit altertümlicher Grafik und einem billigen Soundtrack kann zwangsläufig nicht zu einem empfehlenswerten Titel führen, das müssten auch die Entwickler wissen. Was bleibt, ist ein unausgegorenes, belangloses Produkt, welches in überaus seltenen Momenten höchstens die beinharten Fans erfreuen dürfte. Alle anderen machen lieber einen gehörigen Bogen drum...

Interessiert sich nach dem Spiel noch viel weniger für den dazugehörigen Anime: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Bandai Namco Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Zum Davonlaufen - das Abenteuer der Roboter versinkt in Monotonie.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

5.0

TECHNIK:

2.0

MULTIPLAYER:

3.0
2
von 10

Multiplayer-Modi vorhanden

Für Fans in Teilen geeignet

Ewig gleiches Spielprinzip

Schlecht erzählte Story

Veraltete Grafik

Belangloser Soundtrack

Teils unpräzise Steuerung

Wie werten wir?

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2 Kommentare