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Spielname:
Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Sega

Developer:
Sanzaru Games

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
21.11.2014 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall

Hands-On: Sonic Boom: Shattered Crystal

Tjark Michael Wewetzer, 18.06.2014

2114°

2

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Wenn man sich an das Redesign etablierter und beliebter Charaktere wagt, gleicht dieses Vorgehen immer einem Drahtseilakt. Natürlich möchte man alte Fans nicht verstoßen, aber irgendwie doch neue dazugewinnen und vielleicht auch eine andere Geschmacksrichtung austesten. Als Sega die Neugestaltung von Sonic und seinen Freunden anlässlich der kommenden TV-Serie Sonic Boom präsentierte, waren die Fan-Reaktionen erwartungsgemäß eher gemischter Natur. Und als dann noch bekannt wurde, dass sich nicht Sonic Team direkt, sondern westliche Studios an den Videospielumsetzungen auf Basis besagter Serie versuchen, nahm das Ungemach zu. Ob das zumindest im Falle von Sonic Boom: Shattered Crystal von Sanzaru Games ein berechtigt ungutes Gefühl ist, konnten wir bei Nintendo in Frankfurt in Erfahrung bringen.

Spurensuche im Dschungel
Die uns vorgelegte Demo umfasste insgesamt drei Level, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zuerst versuchten wir uns an einem Haupt-Level, in welchem wir Sonic und sein Gefolge durch eine umfangreiche 2D-Welt navigierten. Schnell wird klar, dass die Macher hier mehr den Fokus auf das Teamplay und die Erkundung der Gegend setzen. Kurze Hochgeschwindigkeitsabschnitte gibt es zwar nach wie vor, viel häufiger sind wir jedoch dabei, die Umgebungen auszuloten und verstreute Kristalle aufzuspüren. Dabei helfen uns die Fähigkeiten unserer vier Mitstreiter. Der blaue Igel Sonic höchstpersönlich kann zum Beispiel per Homing Attack Gegnerformationen gezielt angreifen und bestimmte Blöcke mit einem High-Speed-Sprint wegfegen, Techniker-Fuchs Tails schwebt mit seinem Propeller-Schweif Luftströme entlang, Muskelpaket Knuckles buddelt an bestimmten Stellen durch das Erdreich und Neuzugang Sticks kann mit ihrem Bumerang weit entfernte Schalter erreichen.

Das wäre an und für sich kein sonderlich schlechtes Spielprinzip, wenn es in unserem Demo-Level nicht so aufgesetzt wirken würde. Abgesehen von diesen kleinen Besonderheiten überschneiden sich die Fähigkeiten der Charaktere nämlich stark – sie laufen beispielsweise alle gleichermaßen schnell und die Energieleine, mit der ihr euch an gewisse Ankerpunkte heften könnt, steht ebenfalls dem gesamten Quartett zur Verfügung. Zumal uns hier noch die ständigen Tutorial-Einblendungen auf dem Touchscreen nervten, die uns zum Charakterwechsel aufforderten – eine Aktion, die ebenfalls über den berührungssensitiven Bildschirm vollzogen wird. Aber zumindest das Problem dürfte sich in der Vollversion und im späteren Spielverlauf legen.

Gotta go fast?
Neben dem großen Level, der in unserer ersten Runde übrigens knapp 10 Minuten in Anspruch nahm, warteten auch noch zwei kleinere Herausforderungen in der Demo. Da hätten wir einerseits ein Rennen zwischen Sonic und Sticks, bei dem das gute alte Sonic-Spielgefühl wieder aufkam. Eher enttäuschend hingegen war ein „Kampf“ mit einem riesigen Robo-Wurm, welcher sich als langer Tunnellauf mit gelegentlichen Sprungeinlagen erwies – ganz im Stile der Special Stages aus Sonic 2 zum Beispiel. Immerhin macht Shattered Crystal optisch soweit eine halbwegs anständige Figur, auch wenn die Framerate bis zum Release definitiv noch Feintuning nötig hat.



Prognose:
Wo Sonic draufsteht, ist Speed drin? In diesem Fall stimmt das nicht so ganz. Sonic Boom: Shattered Crystal setzt mehr auf methodische Erkundungstouren im zweidimensionalen Raum und bietet euch dafür auch – zumindest, wenn es nach dem Demo-Level geht – ausreichend Spielfläche. Leider wirkt das Leveldesign bisher eher halbgar und auch der Wechsel zwischen den Charakteren erscheint noch ein wenig aufgesetzt. Dennoch birgt die Frischzellenkur für das Sonic-Gameplay Potential, das wir dem Spiel nicht abstreiten möchten. Auch hoffen wir, dass Entwickler Sanzaru Games noch ein wenig an der Technik feilt und die Bildrate in den Griff kriegt. Unser vorläufiges Urteil auf Basis der Anspielversion ist zwar noch ein vorsichtiges „Okay“, aber wenn das Team bis zum Release im November fleißig daran tüftelt, könnte Sonic Boom ein guter, wenn auch spürbar anderer Hüpfspaß mit dem blauen Igel werden.

Verlässt sich auf die wahre Superkraft des Teamworks: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

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Deine Wertung:

-
Im jetzigen Zustand noch ziemlich ungeschliffen, mit etwas Liebe könnte es aber ein erfrischendes Sonic-Abenteuer werden.

Prognose
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