PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Inazuma Eleven GO

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Level-5

Genre:
Rollenspiel

Release:
13.06.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:

Review: Inazuma Eleven GO

Alexander Schneider, 04.06.2014

4657°

0

Test mögen: Weitersagen:

In wenigen Tagen ist es endlich soweit: Die Weltmeisterschaft 2014 beginnt mit dem Eröffnungsspiel Brasilien-Kroatien und auch die deutsche Fußballnationalmannschaft um Stars wie Marco Reus und Mesut Özil ist wieder mit von der Partie. Was sollte sich in der Zeit eines sportlichen Großereignisses besser für eine Veröffentlichung eignen als ein fußballerisches 3DS-Spektakel wie Inazuma Eleven GO? Richtig, nichts. Einmal mehr erscheint der neue Ableger in verschiedenen Versionen, diesmal setzt man auf ein Kontrastprogramm in Form von Licht und Schatten. Doch kann das neue Abenteuer rund um den neuen Protagonisten Arion Sherwind überzeugen wie seine erfolgreichen Vorgänger? Ist nun, da es sich erstmals um ein speziell für den 3DS entwickeltes Spiel handelt, endlich technischer Fortschritt zu erkennen? Wir haben uns für euch an die Schatten-Version des farbenfrohen Fußball-Epos begeben, um diese und weitere Fragen zu klären.

Kleiner Mann ganz groß!
Knapp zehn Jahre nach den Ereignissen von Inazuma Eleven 3 spielt der neue Ableger, doch der Ort des Geschehens ist derselbe. Damals noch wurde Inazuma Japan Weltmeister, der Hauptcharakter aus Inazuma Eleven GO will solche Höhen erst noch erklimmen. Im Mittelpunkt steht Arion Sherwind, der dem Fußballclub an der Raimon Jr. High beitreten möchte. Leider wird der Sport von einer finsteren Organisation namens Fifth Sector bestimmt, die nicht so ganz ins Weltbild des Fußballromantikers Arion passt. Selbst Trainer Travis möchte sich nicht mit den beklemmenden Umständen abfinden, erntet dafür aber erbitterten Widerstand. Jede Person, die sich gegen Fifth Sector stellt, muss mit einer Bestrafung rechnen.

Im Gegensatz zum leidenschaftlichen Fußball, der in den Vorgängern gespielt wurde, ist das eine besorgniserregende Entwicklung. Schon an Arions erstem Tag wird er Zeuge davon, wie ein unbekannter Fiesling namens Victor die gesamte zweite Mannschaft von Raimon plättet. Sein Ziel: Die Auflösung des gesamten Clubs. Nur unser Protagonist setzt sich gegen den Fremden, der von Fifth Sector geschickt wurde, wirklich zur Wehr. Zu Beginn chancenlos, schafft es unser Held letztlich mit all seiner Willensstärke, an den Ball zu kommen. Leider reicht der Mut des Jungen nicht aus, denn Victor verlangt trotzdem ein Match zwischen der ersten Raimon-Elf und seinem Orden der Schwarzen Templer. Die erste Halbzeit, in der Arion noch nicht mitwirken darf, endet für das Raimon-Team mit einem Fiasko - 0:10. Doch als er schließlich ins Spiel kommt, soll sich das Blatt wenden… Es folgt eine mitunter durchaus düstere, wenn auch immer kindgerechte Story, in der es um nicht weniger als die Zukunft des Fußballs geht!

Hybrid aus RPG und Sportspiel: Alles wie immer!
Wenn es um das grundsätzliche Spielprinzip geht, setzt Inazuma Eleven GO auf das altbewährte Konzept der Vorgänger. In großen Teilen des Spiels geht es schlicht darum, euren Heimatort oder bestimmte Gebäude wie eure Schule zu erkunden und dabei mit diversen Personen zu reden. Die Handlung entfaltet dabei auch einige spannende Momente, kann aber auch unnötig und langatmig erscheinen, wenn ihr vor einem Match erst fünf Leute anquatschen müsst, um das eigentliche Spiel zu beginnen.

Der Fokus des Titels liegt aber sowieso eindeutig auf der sportlichen Komponente. Diese überzeugt zum Beispiel mit den 11-vs.-11-Matches, aber auch kleinere Zufallspartien, bei denen je fünf Spieler auf dem Platz stehen. Während die obligatorischen 11-gegen-11-Spiele nötig sind, um den Lauf der Geschichte voranzutreiben, handelt es sich bei den kleineren Matches um spezielle Herausforderungen, die von euch gewisse Ballbesitzzeiten oder das erste Tor des Spiels verlangen. Was ihr nach einem Sieg bekommt? Nicht nur Erfahrungspunkte satt, sondern manchmal auch die Möglichkeit, einen Spieler des besiegten Teams in eure Mannschaft zu übernehmen.

In spielerischer Hinsicht gestalten sich die Fußball-Auseinandersetzungen wie immer simpel. Der Touchpen steht wie immer im Mittelpunkt, wenn es darum geht, eure Spieler zu navigieren. Es genügt, einen Spieler anzutippen, um einen Pass zu diesem zu spielen. In welche Richtung ein bestimmter Spieler laufen soll, wird ebenso per Touchscreen bestimmt - zeichnet die Richtung vor, um über den Platz zu sprinten! Torjäger kommen auf ihre Kosten, indem sie kurz vor dem Gehäuse das Tor antippen, dann die Stärke ihres kommenden Schusses bestimmen, und letztlich draufhalten. Ob der Torwart da noch rankommt? Auch die Defensive erfordert nicht viel Fachwissen, denn eine Grätsche wird mit einer einfachen Berührung des Gegenspielers ausgeführt.

Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive habt ihr verschiedene Optionen. Vor dem Tor etwa dürft ihr entscheiden, ob ihr den Torhüter lieber per Schuss oder mit einem Heber überwinden wollt. Wollt ihr einen gegnerischen Spieler aufhalten, müsst ihr zwischen Grätsche und schlichtem Abblocken wählen. Aber auch in der Offensivbewegung gibt es Spielraum, da ihr euch gegen attackierende Kontrahenten durchsetzen, ihnen allerdings auch ausweichen könnt. Aufgepasst: Achtet immer auf eure Kraftpunkte! Diese erschöpfen sich schnell, solltet ihr einmal zu viele Schüsse benötigen. Pässe dagegen wirken sich nicht negativ auf die Kraftpunkte aus. Die sogenannten Technikpunkte werden für die Spezialtechniken gebraucht. Sollte man vor Spielende zu viele von ihnen verbrauchen, können keine Spezialtechniken mehr eingesetzt werden. Man sieht also: Hier ist strategisches Vorgehen gefragt! Zug um Zug müsst ihr das Beste für euer Team rausholen, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.

You want something special? Here you go!
Im letzten Abschnitt ging es um die Basics des Spielprinzips, dessen Tradition wie gehabt weitergeführt wird. Trotz alledem weht auch ein wenig frischer Wind durch den Kicker-Kosmos - vor allem die vielen Spezialfähigkeiten (insgesamt über 200) tragen einen bedeutenden Teil dazu bei. Erwähnenswert ist an dieser Stelle das Feature mit dem illustren Namen „Kampfgeist“, welches eure Hauptcharaktere dazu befähigt, besondere Spielzüge auszuführen. In Einzelfällen führt die Beschwörung eines Kampfgeistes sogar zu deutlichen Leistungssteigerungen bei den betreffenden Kickern. Ein neues Spielelement, dessen Einsatz sich lohnt!

Aller Heiterkeit entgegen muss man aber auch betonen, dass der Verlauf der Matches vor allem zu Beginn nicht von den eigenen Fähigkeiten abhängt und daher eingangs ein wenig Frust aufkommen kann. Im weiteren Spielverlauf setzen die Entwickler zum Glück ein wenig öfter auf euer Geschick. Beachtet dabei allerdings den Element-Kreislauf, der dem Spiel zugrunde liegt. Jeder Spieler, den ihr im Spielverlauf antreffen werdet, hat ein eigenes Element inne - Luft, Holz, Erde oder Feuer. Sollte das Element eines Spielers gegen das des anderen im Vorteil sein, so wird dieser die Zweikämpfe zwischen diesen beiden Spielern eher gewinnen. Wie in „Stein, Schere, Papier“ schlägt ein Element das andere. Luft zum Beispiel ist gegen Erde im Vorteil, während Feuer gegen Holz wahrscheinlich gewinnen wird.

Wer hat ein Faible fürs Management?
Beim Sieg gegen eine gegnerische Mannschaft erhaltet ihr nicht nur Erfahrungspunkte, die euch dabei helfen, die Werte eurer Spieler zu steigern, sondern auch Teamgeistpunkte. Mit eben diesen kann der geneigte Manager weitere Spieler für seine Mannschaft gewinnen. Aus insgesamt über 1000 Spielern formt man sich so sein Team, wobei jeder Kicker unterschiedliche Vorzüge und Werte hat. Die Teamgeistpunkte behaltet ihr natürlich nicht lange bei euch, ihr müsst sie nämlich für Kicker-Kärtchen hergeben. Auf diesen Karten befindet sich der Name eines bestimmten Spielers, genauso wie seine Werte. Darüber hinaus gibt euch die Karte eine Anweisung, wie genau ihr an den Spieler gelangen könnt. Leider gibt es in eurem Team nur 110 Plätze zu vergeben, sodass ihr all eure Entscheidungen ausgiebig durchdenken solltet. Fussball Manager 14 mal anders! Darüber hinaus sollten auch die Elanpunkte erwähnt werden. Diese könnt ihr etwa gegen Kraftpunkte oder Technikpunkte für eure Mannschaft einzutauschen, denn diese gehen in den Spielen ja bekanntlich zur Neige.

Steuerung:
In Sachen Handhabung haben die Entwickler von Level-5 prinzipiell alles richtig gemacht. So spielt sich das Geschehen während der Fußball-Matches ohnehin ausschließlich auf dem Touchscreen ab, sodass dieser mit all seinen Vorzügen ausgiebigst genutzt wird. Bereits im Mittelteil dieses Testberichts sind wir ja schon darauf eingegangen, wie gut das aus den Vorgängern bekannte Prinzip noch funktioniert: Zeichnet Bewegungslinien, um euren Spielern die Richtung vorzugeben, oder tippt auf Gegenspieler, um ihnen den Ball zu entreißen - einfacher geht es nicht! Auch im RPG-Anteil des Titels kann der Touchscreen verwendet werden, um Arion durch Heimatstadt und Schule zu bugsieren. Dies funktioniert zwar ganz gut, ist aber wesentlich unkomfortabler als die übliche Steuerung via Schiebepad oder Steuerkreuz.

Grafik:
Rein optisch geht es zumindest ebenso farbenfroh zu wie in den direkten Vorgängern, doch merkt man dem Spiel durchaus an, dass es der erste Teil der Reihe ist, der speziell für den 3DS entwickelt wurde. So wirkt die Spielwelt insgesamt weitaus stimmiger und auch die Texturen sind von etwas höherer Qualität als in den DS-Pendants. Auch der 3D-Tiefeneffekt macht einen ordentlichen Job, wenngleich er nicht immer Sinn macht. All das täuscht natürlich nicht darüber hinweg, dass es sich noch immer nicht um ein optisches Highlight handelt, denn von den Referenzen im 3DS-Sektor ist Inazuma Eleven GO weiterhin deutlich entfernt. Zugutehalten muss man dem Titel aber die hervorragenden Zwischensequenzen im Anime-Stil, welche voll vertont und lokalisiert wurden, und den durchaus sichtbaren Sprung vom DS auf den dreidimensionalen Handheld.

Sound:
Apropos Sprachausgabe: Für die haben wir leider nicht nur Lob übrig. Zwar sollte man die Mühen hinter der Vertonung durchaus würdigen, doch begeistern die Stimmen bei weitem nicht immer. Einige nimmt man den Charakteren einfach nicht ab, während andere professionell und maßgeschneidert klingen. Aus musikalischer Sicht gibt es wenig zu bemängeln: Häufig mutet der orchestrale Sound sehr lebendig und beschwingt an, während das Spiel vor und in Matches unter anderem durch den Klang einer E-Gitarre sehr energetisch klingt. In einigen bedeutenden Szenen kann es auch zu einer ruhigeren, düstereren Klangkulisse kommen. Letztlich finden wir hier einen dynamischen Soundtrack vor, der sowohl den RPG-Anteil als auch den Sport-Part angemessen vertont, sich dabei aber zu oft in Wiederholungen verstrickt.

Features:
Auch an Inazuma Eleven GO werdet ihr nicht viel länger Freude haben als an den früheren Ablegern. Während erprobte Spieler schon nach 15 Spielstunden fertig sein könnten, benötigen Neulinge höchstens 25 Stunden, um den Abspann zu sehen. Nichtsdestotrotz können Fußballfans mit 3DS auch nach Spielende weiterzocken, etwa im lokalen Multiplayer-Modus. In diesem ist es möglich, gegen bis zu drei Freunde anzutreten. Wie im realen Fußballgeschäft ist auch ein Spielertausch durchführbar. Darüber hinaus werden neue Items und Spielern über das Nintendo Network von Zeit zu Zeit an alle Zocker verteilt. Spezielle StreetPass-Herausforderungen bescheren euch Mannschaftsfotos anderer Spieler und lassen euch sogar gegen sie antreten. Solltet ihr die entsprechenden Herausforderungen erfolgreich bestreiten, winken euch zusätzliche Items. Trotz allem schade: Einen wirklichen Online-Modus gibt es leider weiterhin nicht.

Fazit:
Jene 3DS-Spieler, die auf einen Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der WM hoffen, setzen sicherlich auch große Hoffnungen in das eigens für den 3DS entwickelte Inazuma Eleven GO. Wir können leider nicht in die Zukunft sehen, was das Abschneiden der Deutschen bei der WM angeht, doch können wir euch guten Gewissens zu einem Kauf der Licht- oder Schatten-Version raten, die sich übrigens eher in kosmetischen Punkten wie verfügbaren Spielern und Spezialtechniken unterscheiden. Das Gameplay überwältigt zwar nicht mit großen Innovationen, setzt aber auf die bewährten Elemente der Reihe und entwickelt sie mit einigen neuen Ideen weiter. Auch aus technischer Sicht ist ein Sprung zu erkennen, immerhin wurde die Grafik ein wenig aufgehübscht und auch der Sound überzeugt mit einigen Ohrwürmern - natürlich müssen wir auch die großartigen Zwischensequenzen und die immerhin vorhandene Sprachausgabe loben, selbst wenn diese nicht immer gelungen ist. Dem gegenüber steht die manchmal etwas langatmige Story, der noch immer nicht vorhandene Online-Modus und die weiterhin ausbaufähige Technik. Im Prinzip liegt uns hier ein Titel vor, der durchaus hohe Qualität hat und trotz der vielen neuen Protagonisten überzeugen kann, dabei aber viel zu selten wirklich überrascht. Inazuma Eleven-Liebhaber, Fußballfans und so einige RPG-Anhänger dürfen dennoch bedenkenlos zugreifen!

Hängt immer noch auf dem virtuellen Bolzplatz herum und freut sich dabei auf die WM: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kurzweiliger RPG-Kick vor der WM - nicht viel Neues, dennoch gut!

Wertung

STORY:

6.0

SPIELWELT:

7.0

MULTIPLAYER:

7.0
7
von 10

Unterhaltsames Spielprinzip…

Verbesserte Grafik…

Kurzweiliger Multiplayer…

Viele Spezialtechniken

Ansehnliche Zwischensequenzen

Dynamische Klangkulisse

…mit wenigen Neuerungen

…mit viel Potenzial nach oben

…ohne Online-Modus

Vertonung nicht immer gut

Story nicht ohne Längen

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

0 Kommentare