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Spielname:
Mario Golf: World Tour

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Cameloft

Genre:
Sport

Release:
02.05.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Mario Golf: World Tour

Review: Mario Golf: World Tour

Tjark Michael Wewetzer, 06.05.2014

7613°

10

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Der Rennsport ist abgedeckt, Tennis geht auch schon bereits, was also könnte man noch mobil ausgraben? Ach ja, richtig! Mario ist ja auch noch dafür bekannt, den Altherren- und Manager-Sport Golf für Videospieler salonfähig zu machen! Daher bringt uns das Team von Camelot nach Mario Tennis Open aus dem Jahre 2012 nun Mario Golf: World Tour. Kann sich die Fantasy-Golferei auch heute behaupten? Wie schmerzlich vermissen wir den Rollenspiel-Modus der Handheld-Vorgänger? Und viel wichtiger: Ist die Online-Komponente wirklich so groß geworden, dass sie einen Platz im Untertitel verdient hat? Lest weiter und findet es heraus!

Drei Pokale suchen ein Zuhause
Ein Karrieremodus im RPG-Stil fehlt World Tour, wie bereits oben angemerkt, zwar, doch der sogenannte Palastclub-Modus soll als Ersatz einspringen. Hier schlüpft ihr in die Rolle eures zu Spielbeginn ausgewählten Miis und versucht, an die Spitze der drei großen Turniere zu gelangen. Klingt jetzt nicht nach sonderlich viel Umfang? Ist es eigentlich auch wirklich nicht. Nach ein paar Übungsrunden, die zur Ermittlung eures Handicaps dienen sollen (und letztenendes doch immer mit einem Startwert von 9,0 enden), könnt ihr euch direkt den drei Turnieren stellen und sie in einem Abwasch gewinnen – ausreichend (Mario) Golf-Erfahrung vorausgesetzt. Die Enttäuschung wird jedoch dadurch gemildert, dass es abseits davon noch eine Hand voll Herausforderungen gibt. So warten etwa Putt- und Annäherungsaufgaben darauf, von euch bewältigt zu werden, während Profis auf einem besonderen Kurs ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen dürfen. Auf der Wolkeninsel muss der Ball nämlich mit dem ersten Schlag auf dem Grün landen und mit dem zweiten eingelocht werden – neun bzw. 18 Löcher in Folge!

Mangelt es deswegen jetzt World Tour an Content? Mitnichten! Es gibt nämlich einen schlichtweg Mario Golf getauften zweiten Spielmodus, bei dem ihr euch ganz klassisch und ohne Mii-Herumgelaufe austoben dürft. Hier erwarten euch auch alle typische Fungolf-Beschäftigungen, vom Punktspiel über Golfduell und Tempogolf bis hin zu zahlreichen Kursherausforderungen und Minispielen. Gerade letztere solltet ihr angehen, da ihr so an zusätzliche Kurse und andere Nettigkeiten herankommt. Das alles sorgt dafür, dass ihr als Einzelspieler auch nach Absolvieren des Kronen-Tripels im Palastclub noch reichlich zu tun habt.

Das kleine Golf-Einmaleins
Womit wir uns vielleicht mal darüber unterhalten sollten, was hier eigentlich genau gespielt wird bzw. wie Golf abläuft. Für die Neulinge des Sports: Euer Ziel ist es, den Golfball vom als Tee bekannten Startpunkt mit möglichst wenig Schlägen zum Loch des Abschnitts zu bugsieren. Für jede Sektion der neun oder 18 Löcher umfassenden Kurse gibt es dabei eine durchschnittliche Schlagzahl, Par genannt, anhand derer eure Punktzahl bestimmt wird. Locht ihr den Ball mit genauso viele Schlägen ein, wie der Par-Wert hoch ist, bleibt euer Punktestand unverändert. Weicht eure Leistung davon ab, wird die Differenz entweder eurem Konto abgezogen oder gutgeschrieben – je nachdem, in welche Richtung die Abweichung stattfindet. Dabei gilt: Je weniger Punkte desto besser!

Klingt nach einem simplen Konzept, kann auf den insgesamt zehn Kursen des Spiels – sechs weitere werden als kostenpflichtiger DLC angeboten – aber schon mal gerne zu einer kniffligen Aufgabe werden. Die drei Hauptareale des Palastclubs geben sich dabei noch recht gewöhnlich: die Gras-, Strand- und Gebirgskurse kommen ohne massive Schikanen aus und nur letzteres Gebiet erfordert ein paar gezielte Überlegungen. Spannender wird es hingegen auf den sechs Kursen des Pilzkönigreichs, die mit abwechslungsreichen Gimmicks daherkommen und das simple Schlagspiel entsprechend auflockern. Peachs Schlossgarten etwa bietet Beschleunigungsstreifen à la Mario Kart, die den Ball kräftig vorantreiben, während in Donkey Kongs Dschungelgebiet Fasskanonen herumstehen, mit denen ihr etwas an Weite gewinnen könnt. Schade nur, dass die sechs bunten Trick-Kurse lediglich mit je neun Löchern daherkommen anstatt der für Golf üblichen 18. Wie ihr übrigens auch ohne Levelhilfen den Ball manipulieren könnt, erklären wir euch im Kapitel Steuerung.

Die Welt ist dein Fairway
Was wir hingegen schon mal vorgreifen möchten, ist die Umsetzung des Mehrspieler-Erlebnisses. Bis zu vier begeisterte Golfer können sich online oder im lokalen Spiel zusammenfinden und ermitteln, wer von ihnen der Einloch-Experte ist. Die Variante über das World Wide Web bietet dabei recht viele interessante Features. So könnt ihr zunächst ganz klassisch gegen Leute aus eurer Freundesliste antreten. Vergleichbar mit Mario Kart 7 ist es aber auch möglich, über ein Community-System von Spielern erstellte Räume aufsuchen und so ein paar gepflegte Partien nach vom Raumersteller festgelegten Regeln austragen. Die Communitys könnt ihr euch dabei entweder von Nintendo vorschlagen, eine zufällige heraussuchen lassen oder per Community-Code gezielt einer betreten.

Viel interessanter ist jedoch die Aussicht auf Online-Turniere. Nintendo selbst veranstaltet nämlich zumindest zum Testzeitpunkt eine ganze Reihe von Wettbewerben, bei denen ihr euer Golfgeschick unter Beweis stellen und in World Tour nutzbare Accessoires für euer Mii freischalten könnt. Ihr dürft sogar eigene Wettkämpfe organisieren, die nach euren Regeln laufen, zu festgelegten Zeitpunkten enden und mit einer kurzen Siegerehrung abgerundet werden. Die Teilnahme läuft dabei entweder über eine stetig aktualisierende, wenn auch recht knappe Auswahl der aktuellsten Wettbewerbe in der Lobby oder direkt über den entsprechenden Turnier-Code ab – letzterer funktioniert genauso wie die Community-Codes, die wir oben bereits erwähnt haben.

Leider ist im Mario Golf-Land nicht alles rosig. So könnt ihr euch in keinster Weise mit euren Mitspielern unterhalten, euch stehen lediglich eine Hand voll Emotes zur Verfügung. Außerdem eine kleine Warnung an potentielle DLC-Käufer: Seid euch im Klaren, dass ihr auf die Zusatzkurse und -Charaktere in offenen Partien keinen Zugriff habt! Nur in privaten Runden könnt ihr beispielsweise mit Toadette und Rosalina auf den Toad Highlands spielen. Und so schön die Online-Features von World Tour trotz dieser kleinen Mängel auch sind, vermissen wir den Support im lokalen Spiel etwas. Es sind lediglich dann Partien möglich, wenn alle Teilnehmer über einen eigenen 3DS samt Spiel verfügen. Download Play oder die Option, auf einem einzigen System zu spielen, das unter den Spielern herumgereicht wird, fehlen hier. Letzteres ist umso ärgerlicher, da der Vorgänger Mario Golf: Advance Tour diese Möglichkeit noch bot. Ebenfalls unschön, zumindest für ein mobiles Spiel: Es gibt keine Schnellspeicher-Funktion. Wenn ihr also eine Partie anfangt, müsst ihr sie komplett in einem Rutsch bis zum bitteren Ende durchziehen oder auf halbem Weg aufgeben. Bei 18-Loch-Kursen, die schon mal etwas Zeit in Anspruch nehmen können, keine schöne Sache.

Steuerung:
Also gut, auf welche wunderschönen Arten und Weisen kann man denn nun auf den Ball eindreschen? Zunächst einmal sei gesagt, dass World Tour auf jegliche großen Touchscreen-Spielereien verzichtet und stattdessen die gute alte Dreiklick-Steuerung verwendet. Soll heißen: Nachdem ihr eure Schlagrichtung mit Steuerkreuz und Schiebepad ausgerichtet und mit den Schultertasten die ungefähr angepeilte Weite ausgetüftelt habt, müsst ihr den Schlag initiieren und dann durch zwei gut getimte Tastenbetätigungen eure Kraft und den Einschlagpunkt bestimmen. Die Klicks könnt ihr dabei optional auch mit dem Touchscreen ausführen, einfacher ist es jedoch mit der A- und B-Taste. Ferner kann dem Ball durch Richtungseingaben während der Klickerei und der richtigen Kombination aus A und B Spin verliehen werden, was für eine kurvige Flugbahn oder einen bremsenden Backspin bei der Landung sorgt. Klingt alles zu kompliziert? Habt ihr aber schnell drauf. Notfalls greift euch das Spiel im optional zuschaltbaren Automatik-Modus auch unter die Arme. Ist dieser aktiviert, müsst ihr lediglich die Schlagkraft bestimmen.

Grafik:
Ein Wort: bunt. Das sollte aber wenig überraschen, immerhin ist Mario der Namenspate dieses Spiels! Während die Palastclub-Kurse allesamt mit recht gewöhnlichen Designs daherkommen, halten sich die Areale des Pilzkönigreichs nicht mit kräftigen Farbmischungen und fantasievollen Gebieten zurück. Sei es Peachs Schlossgarten, Yoshis See oder die unter Wasser befindliche Cheep-Cheep-Lagune: Hier gibt es einiges für das Auge! Die verspielten Charakteranimationen schinden ebenfalls Eindruck. Sogar der 3D-Effekt glänzt – zumindest stellenweise. Das Lesen des Grüns wird durch den Tiefeneffekt ein gutes Stück einfacher. Gut so, denn der vom Spiel vorgegebene Orientierungsraster erfordert einiges an Einspielzeit, bis ihr ihn vollends durchschaut. Beim Erkunden des Schlosses im Palastclub beispielsweise kommt Tiefeneffekt aber leider eher schwach rüber.

Sound:
Eine ganze Palette peppiger Musikstücke hat Composer Motoi Sakuraba (Golden Sun, Star Ocean) auf die Beine gestellt – und sie stehen dem knallbunten Golfspaß wunderbar! Von treffend eingespielten Remixes klassischer Mario-Melodien, wie sie euch etwa in der Cheep-Cheep-Lagune erwarten, bis hin zu den treibenden Stücken des Tempo-Golfs erwarten euch hier einige nette Musikstücke. Ein bisschen nervig können dabei jedoch die gewohnt niedlichen, teils quietschigen Soundsamples der Besatzung des Pilzkönigreichs auffallen – vor allem weil sie sich ständig wiederholen. Dennoch passen sie gut zum allgemeinen Bild des Spiels.

Fazit:
Wir wollen es nicht bestreiten: Auch wenn der Rollenspiel-Teil in den bisherigen Handheld-Ablegern der Reihe kein weltbewegendes Feature war, vermissen wir diesen etwas persönlicheren Karriere-Modus in Mario Golf: World Tour ein wenig. Der recht schwache Palastclub mit seinen Alibi-RPG-Elementen in Form von Kleidungsstücken, die zu nennenswerten Teilen über identische Werte verfügen, hilft da auch nicht gerade. Davon jedoch abgesehen können wir nicht bestreiten, dass die Handheld-Golferei auch in ihrer jetzigen Form ein ungemein großes Vergnügen ist. Die abwechslungsreichen Kurse sorgen dafür, dass euch nicht so schnell langweilig wird, außerhalb des Palastclubs warten zahlreiche weitere Herausforderungen sowie Aufgaben und wenn ihr damit durch seid, steht euch noch der gelungene Online-Teil von World Tour offen. Ob Anfänger auf dem Fairway oder Einloch-Profi, der Hole-in-Ones und Albatrosse aus dem Ärmel schütteln kann: Wenn ihr offen für eine entspannte Runde Golf im Mario-Universum seid und nach einem unkomplizierten Vergnügen abseits der bierernsten Simulationen sucht, seid ihr hier bestens aufgehoben!

Albatross-Jäger: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
Kein RPG-Teil? Kein Problem! Dank vieler Herausforderungen und spaßigem Online-Spiel auch so eine große Freude.

Wertung

MULTIPLAYER:

8.0

MODIVIELFALT:

8.0

ABWECHSLUNG:

8.0
8
von 10

Einfache Steuerung…

…mit vielen kleinen Nuancen

Viele Zusatzaufgaben

Spaßige Spielmodi

Einfallsreiche Kurse…

Gute Online-Features

Enttäuschend kurzer Palastclub-Modus

Wenig Werte-Variation bei den Klamotten

…von denen sechs nur über neu Löcher verfügen

Schnellspeichern nicht möglich

Lokaler Multiplayer nur im Multi-Card-Modus

Wie werten wir?

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