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Spielname:
Kirby: Triple Deluxe

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
HAL Laboratory

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
16.05.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Kirby: Triple Deluxe

Tjark Michael Wewetzer, 28.04.2014

9862°

4

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Das Jahr hat nun bereits ein paar Monate auf dem Buckel, doch für den Frühjahrsputz ist immer noch genug Zeit! Wo haben wir nur unseren kräftigen neuen Staubsauger untergebracht... Ihr wisst schon, diese knuffig dreinschauende rosa Kugel, die entweder laufend Lebensmittel verschlingt, friedlich unter dem Sternenzelt schläft oder in fremden Welten Klempner und Taschenmonster vertrimmt. Ah, da ist er ja. In Kirby: Triple Deluxe hat sich der kleine Schlingel herumgetrieben und wieder ein brandneues Abenteuer erlebt. Wo wir schon mal dabei sind, können wir uns dieses doch gleich auch anschauen. Immerhin waren die bisherigen Kirby-Spiele recht gute Spielspaßgaranten... oder etwa nicht?

Kirby und die Bohnenranke
Wie so oft beginnt das Abenteuer des pinken Sternenwesens mit einer guten Mütze Schlaf. Während Kirby vor sich hindöst, schießt eine seltsame Ranke aus dem Boden und entführt ihn sowie das Schloss von Pinguin-König Dedede in luftige Höhen. Letzterer wird dann auch noch von einem fremden Wesen wortlos abgeschleppt, was Kirby natürlich nicht so einfach durchgehen lässt – auch wenn die beiden sich manchmal in den Haaren liegen, auf eine gewisse Weise sind sie ja doch noch Freunde! Und so startet die kunterbunte Reise, die euch durch sechs Welten führt und mit kurzen, wortlosen Zwischensequenzen beim Übergang zwischen den Welten erzählt wird.

Der eigentliche Spielablauf gibt sich dabei ganz klassisch: Ihr lenkt die rosa Kugel von links nach rechts, überwindet mit beherzten Hüpfern oder Kirbys Schwebefähigkeit Abgründe und saugt gelegentlich Feinde ein bzw. beseitigt störende Hindernisse. Damit das nicht allzu langweilig wird, könnt ihr über das Schlucken bestimmter Feinde Spezialfähigkeiten erhalten. Saugt ihr etwa einen schlagkräftigen Knuckle Joe ein, wird aus dem Knödel der flinke Kämpfer-Kirby, beim Genuss eines Schwerkämpfers setzt sich der Held wiederum eine grüne Mütze auf und schnetzelt sich als Schwert-Kirby durch Feindhorden. Neben zahlreichen alten Favoriten erwartet euch hier auch eine Hand voll neuer Fähigkeiten, etwa der laute Glocken-Kirby oder der ziemlich mächtige Käfer-Kirby.

Das große Aushängeschild von Triple Deluxe ist jedoch ohne Frage die Meganova. An bestimmten Stellen des Spiels stößt Kirby auf einen seltsamen Baum, der ihm eine leckere, leuchtende Frucht anbietet. Sobald er die verschlingt, mutiert der kleine Allesfresser zum Super-Staubsauger: Egal ob Gegnerhorden, hinderliche Blöcke oder gar Bäume – alles, was nicht ausreichend festgenagelt ist, verschwindet auf Knopfdruck im Schlund des unscheinbaren Rackers. Um diese Fähigkeit sind auch eine Hand voll netter Rätsel gestrickt. So gilt es beispielsweise, Abrissbirnen in Position zu saugen und dann loszulassen oder Schneebälle auf die Körper von Schneemännern zu setzen. Leider täuscht das nicht darüber hinweg, dass die verstärkte Saugkraft an sich auf Dauer recht öde wird. Klar ist sie für den ein oder anderen Lacher oder ein Gefühl der Macht gut, spielerisch bietet sie allerdings wenig – vor allem im Vergleich zu den regulären Kopierfähigkeiten, auf die ihr im Meganova-Modus, der immerhin bis zum Ende des entsprechenden Levels anhält, nicht zugreifen könnt. Die anderen Kirby-Formen kommen nämlich mit einer ganzen Palette von nutzbaren Moves daher und sorgen durch ihre Vielfalt für reichlich Abwechslung.

Recycling im Traumland
Apropos Abwechslung: Die wird euch auch in den Spielabschnitten häufig geboten. So schlagen wir uns zu Beginn noch durch typische Wald- und Wiesenumgebungen, während später Spielzeugburgen, Geisterschlösser und Winterlandschaften auf euch warten, alle mit ihren eigenen Gegnertypen und kleinen Geheimnissen. Trotz alledem fällt das allgemeine Leveldesign relativ simpel aus und vor Recycling macht auch Triple Deluxe nicht Halt. Gerade die Minibosse, die sich dem rosa Knödel zuweilen in den Weg stellen, wiederholen sich schnell – auch, wenn sie später in minimal stärkeren Formen auftreten. Das kann schon mal nerven, wenn man abermals dem Hammeraffen Bonkers gegenüber steht, den Kirby-Fans wahrscheinlich schon in Vorgängerspielen zuhauf vertrimmt haben.

Steuerung:
Es könnte kaum einfacher sein, den Traumländer durch die Gegend zu scheuchen: Mit dem Circle Pad oder dem Steuerkreuz marschiert Kirby los, mit A wird gehüpft und über die B-Taste der Staubsauger angeschmissen. Unliebsame Fähigkeiten können mit der Y-Taste abgeworfen werden, per X greift ihr auf zuvor eingesammelte Lager-Gegenstände zu, die eure Lebensenergie bei Bedarf regenerieren. All das habt ihr binnen Sekunden inne und es funktioniert anstandslos. An wenigen Stellen – etwa beim Bedienen von Kanonen – greift das Spiel auch auf den Bewegungssensor des 3DS zurück. Die Einlagen fühlen sich zwar etwas unnötig an, sind dafür aber auch angenehm kurz und nicht allzu störend.

Grafik:
Schon vom ersten Level an fällt die unglaublich knuffige Präsentation von Kirby: Triple Deluxe ins Auge. Während er auf seinem ersten Transportstern umherschwebt, winkt euch der kleine pinkfarbene Held freudestrahlend zu, bevor er sich in den Hintergrund zu seinem großen Abenteuer aufmacht. Diese grundsätzliche Niedlichkeit zieht sich durch das gesamte Spiel und sorgt für ein rundum kinderfreundliches und liebevolles Spielerlebnis. Ebenfalls positiv fällt auf, wie der 3D-Tiefeneffekt genutzt wird. Größtenteils liefert er rudimentäre Tiefenspielereien, manche Hindernisse wie zum Beispiel eine Ansammlung von Fallen, die auf unterschiedlichen Ebenen liegen, lassen sich mit aktivem 3D jedoch deutlich besser ausmachen und unterstützen das Spielerlebnis.

Sound:
Ebenso fröhlich wie die Optik gibt sich auch die Hintergrundbeschallung. Auf Kirbys Marsch durchs Traumland erwarten euch zahlreiche verspielte Melodien, die euch weiter antreiben und das Tempo aufrecht erhalten – ein paar zünftige Ohrwürmer inklusive. Die putzigen Soundeffekte und Kirbys gewohnt niedliche Ausrufe tun ihr übriges, um jüngere und im Herzen jung gebliebene Zocker zu begeistern. Ein vortrefflicher Zuckerschock!

Features:
Ihr zählt euch zu den reinen Durchspielern? Dann habt ihr nicht sonderlich lang Freude mit Kirby: Triple Deluxe. Etwa sieben Stunden reichen aus, um den Abspann zu sehen. Zwar regen verborgene Sonnensteine und Extra-Level zu erneuten Anläufen an, vieles davon lässt sich aber bereits beim ersten Durchmarsch problemlos freischalten und erledigen – allzu verborgen ist hier nichts, der Schwierigkeitsgrad ist serientypisch recht niedrig gehalten. Immerhin locken noch ein paar Bonus-Modi für weitere vergnügliche Stunden an den 3DS. Das Rhythmusspiel Dededes Tommellauf ist dabei ganz nett, leidet aber ein wenig am geringen Umfang. Kirbys Recken hingegen ist ein possierliches kleines Beat 'em Up im Smash Bros.-Stil, bei dem sich verschiedenfarbige Kirbys mit vorher ausgewählten Fähigkeiten prügeln. Dies lässt sich sogar mit nur einem Modul zu viert spielen, allerdings lediglich lokal. Immerhin: Für ein paar kurzweilige Runden im Freundeskreis kein schlechter Bonus.

Fazit:
Nintendos kleiner Kirby ist ein flexibles Multitalent, wie er bereits in zahlreichen Spielen bewiesen hat. Doch es sind die Jump 'n' Runs, für die wir ihn besonders schätzen – selbst wenn sie sich nicht sonderlich weiterentwickeln. Kirby: Triple Deluxe erinnert vom Design her dezent an das letzte Hüpfabenteuer Kirby's Adventure Wii, nur eben ohne Multiplayer-Modus und mit der Meganova-Fähigkeit anstelle der übergroßen Verwandlungstricks. Leider entpuppt sich der Überstaubsauger als vergleichsweise langweiliges Extra, da Kirby auf diese Weise seine weitaus interessanteren Tricks verwehrt bleiben. Auch sonst bietet der 3DS-Ausflug wenig Neues oder anständige Herausforderungen für Veteranen. Das ändert jedoch nichts daran, dass auch dieser Hüpfer gewohnt gute Kost bietet und Jump-'n'-Run-Einsteigern wie auch Freunden der rosa Knutschkugel viel Vergnügen bereitet – sei es beim Experimentieren mit den neuen und bekannten Kopierfähigkeiten oder dem Absolvieren der kleinen, aber netten Minispiele.

Langschläfer im Traumland: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein rundum rundes Abenteuer um Nintendos knuffigen Kirby, auch wenn nicht alle Ideen optimal zünden.

Wertung

LEVELDESIGN:

7.0

ABWECHSLUNG:

8.0

SCHWIERIGKEIT:

7.0
8
von 10

Vielfältige Kirby-Fähigkeiten

Zahlreiche nette Details

Perfektes Einsteiger-Jump-'n'-Run…

Farbenfroher Grafikstil

Sinnvolle 3D-Nutzung

Kurzweilige Minispiele

Langweilige Meganova-Mechanik

Schnell durchgespielt

…ohne große Herausforderungen

Minibosse wiederholen sich häufig

„Nur“ Standard-Kirby-Kost

Wie werten wir?

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4 Kommentare