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Spielname:
Spongebob Schwammkopf: Verflixt und Zugemalt 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
THQ

Developer:
WayForward

Genre:
Sonstiges

Release:
27.05.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Spongebob Schwammkopf: Verflixt und Zugemalt 3D

Review: Spongebob Schwammkopf: Verflixt und Zugemalt 3D

Robert Grötenherdt, 31.05.2011

5418°

10

Test mögen: Weitersagen:

Hallo und herzlich willkommen in der faszinierenden Welt von Bikini Bottom, in der unser kleiner gelber Freund Spongebob haust. Wer ihm im Fernsehen begegnet, schaltet entweder sofort weg oder ergötzt sich an der eigenwilligen Art des Humors. Spongebob Schwammkopf lebt in einer Ananas - und sein bester Freund und Nachbar Patrick Star unter einem Stein. Alleine diese Umstände beweisen die skurrile Ader der Comic-Welt und von den stupiden Witzen möchte man gar nicht erst anfangen, geschweige denn von den einzigartigen, wenn nicht sogar nervigen Synchronstimmen. Doch für viele macht genau das die Zeichentrick-Serie aus. Hier wollen wir aber jetzt nicht weiter auf das Spongebob-Universum eingehen, sondern auf das Spiel „Spongebob Schwammkopf: Verflixt und Zugemalt 3D“, welches eine andere Richtung einschlägt als die Wii-Version...

Man of Steal
Wer schon einmal WarioWare gespielt hat, der weiß auch was ihn in der 3DS-Umsetzung erwartet. Wie in Nintendos Microgame-Marathon ist es eure Aufgabe, ein Mini- beziehungsweise Mikro-Spiel nach dem anderen in kürzester Zeit zu absolvieren. Wer das Ganze zum ersten Mal in seinen Händen hält kommt schnell ins Wanken, denn noch man hat eigentlich keine Ahnung, was zu tun ist. Schon beim zweiten und/oder dritten Mal gestaltet sich das allerdings leichter. Nun gilt es vor allem, Highscores zu knacken. Damit das ganze nicht streng monoton bleibt, wird der Spielablauf Stück für Stück schneller und schneller - das Konzept ist natürlich höchst simpel gehalten, doch auch ähnlich süchtig machend. Hat man jedoch erst einmal einen dreistelligen Highscore geknackt, ist man zwar erst einmal baff, dass man es überhaupt so weit geschafft hat, verliert jedoch schnell das Interesse am Weiterspielen.

Im kleinen Häuschen von Patchy dem Piraten zeigt uns dieser ganz stolz seine Galerie, welche wir uns Stück für Stück ansehen dürfen, solange wir beweisen was für ein treuer Spongebob-Fan wir sind. Beim erstmaligen Spielen eines Gemäldes muss man gerade mal 20 Runden überstehen. Bei der Wiederholung eines Gemäldes kann man sich schließlich eine Medaille verdienen: Bronze (15 Runden), Silber (25 Runden) oder Gold (35 Runden). Doch nicht nur in diesen Haupt-Gemälden lassen sich Mikro-Spiele absolvieren. Nach dem Einsammeln verschiedener Medaillen schaltet man separate, alleinstehende Minispiele frei, die Just-for-Fun gespielt werden können, ohne jeglichen Druck einer Wertung. Das sorgt für ein wenig Abwechslung mit Spongebob und seinen Freunden. In über 100 Spielchen kann man sich also austoben und schauen, ob man der Rekord-Sucht verfällt. Wer auch einfach mal abschalten möchte, darf derweil ein Spongebob-Bild malen, bei dem man sich mit verschiedenen Farben und Stempeln vergnügen kann - besonders für die Jüngeren unter uns geeignet.

Natürlich in 3D … oder auch nicht
Obwohl vorne auf der Verpackung groß „in 3D“ steht, ist dieser Effekt nicht einmal komplett implementiert. Die Videosequenzen, welche derart schlecht synchronisiert sind dass man meinen möchte es wäre Absicht, kommen ohne 3D-Effekt daher und die Spiele sind mitunter in einer 2D-Welt dargestellt, sodass ein 3D-Effekt eher überflüssig ist. Ein paar Level gibt es dann zwar, in denen der 3D-Effekt gut ausschaut und auch spürbar ist, doch hier hätte man wesentlich konsequenter sein können. Was jedoch dem 3DS zugunsten kommt, sind die neuen Steuerungselemente. Durch den Gyro-Sensor muss man den Nintendo 3DS auch mal schütteln oder in alle Himmelsrichtungen kippen, um die Punkte in die Höhe zu treiben. Doch genau das ist auch schon wieder ein altbekanntes Manko des 3D-Effektes: Schüttelt man den kleinen Doppelbildschirmer, verliert man ruck-zuck den SweetSpot.

Ist das alles?
Theoretisch hätte man damit das gesamte Konzept von „SpongeBob Schwammkopf: Verflixt und Zugemalt 3D“ abgedeckt, denn es ist halt genau wie WarioWare ein Sammelsurium an Mikro-Spielen. Zum einen zwar sehr schnell durchgespielt, zum anderen packt einen aber schon sehr bald der Wille einen Rekord nach dem anderen zu brechen. Ideal wäre es hier gewesen, seine Rekorde mit anderen Spielern oder Freunden im Internet austauschen zu können, doch leider wurde auch bei diesem Spiel wieder auf eine Internet-Unterstützung verzichtet, genau wie auf StreetPass- und SpotPass-Optionen. Dabei wären doch neue, herunterzuladende Spielchen im Nachhinein gar nicht mal so verkehrt.

Steuerung:
Irgendwann ist es zwar nervig dieses Spiel mit WarioWare zu vergleichen, doch das Original ist hier leider nicht zu übersehen. Wie schon erwähnt, wurde in Sachen Steuerung der Gyro-Sensor des Nintendo 3DS genutzt und das mit Erfolg. Das Kippen des 3DS und auch die Touchscreenbedienung funktionieren einwandfrei und machen mit ausgeschaltetem 3D-Effekt viel Spaß, auch wenn man zu Beginn arg gestresst ist.

Grafik:
DS-Grafik trifft auf den 3DS könnte man hier wohl sagen. Die Videosequenzen mit Patchy dem Piraten sind zwar ganz nett und erzielen auch das ein oder andere Schmunzeln, doch wirklich schön anzusehen ist das nicht. Die Videos sind verpixelt und die restlichen Spielchen bestehen aus einfachen 2D-Grafiken. Dass die Grafik im Retro-Level pixelig ist, wirkt als stilistisches Element, doch schön ist einfach etwas anderes. Ansonsten passt der Stil eigentlich ganz gut zum Spiel. Schrille Farben päppeln das Ganze ein wenig auf, doch mehr als die Qualität vom Handheld-Vorgänger wurde hier keineswegs übertroffen.

Sound:
Hier kommen wir zu einem sehr wichtigen Element bei diesen Minispiel-Sammlungen, denn mit steigendem Runden-Zähler steigt auch das Tempo der Musik und je nach ausgewähltem Gemälde ändert sich auch die Musik-Richtung. So sind im Horror-Gemälde gruselige Klänge und im Punk-Gemälde rockige Melodien zu vernehmen. Einfach passend, aber auch nicht wirklich so gut, dass man die Songs nicht mehr aus dem Kopf bekäme.

Den Titel-Song von Spongebob Schwammkopf hört man kein einziges Mal und auch sonst wirken die Geräusche eher untypisch für Spongebob, jedoch typisch für das -nennen wir es einfach mal- WarioWare-Genre.



Fazit:
Beim erstmaligen Zocken von „Spongebob Schwammkopf: Verflixt und Zugemalt 3D“ trifft man auf überwiegend negative Aspekte: Gewollt (?) grausige Videosequenzen, stressige Mini-Spiele und die Hauptgemälde sind schon innerhalb einer Stunde durchgespielt. Doch dann geht es eigentlich erst richtig los. Man möchte bei jedem der Level Goldmedaillen ergattern, jedes Mikro-Spiel mindestens einmal erblickt haben und einfach alle Vorhänge von den Gemälden befreien. Das 3DS-Spiel ist aber ganz klar ein Abklatsch von Nintendos WarioWare-Reihe mit wenigen Veränderungen. Wer also riesiger Fan von Spongebob ist und das Konzept von WarioWare mag, kann zugreifen und bekommt ein klasse Spiel für zwischendurch geboten, bei dem die Highscore-Jagd alles ist. Wer jedoch nichts mit dem gelben Quatschkopf anfangen kann, sollte besser beim Nintendo-Original bleiben und sich da austoben, denn die Mikro-Spiele sind nahezu identisch und bieten abgesehen von den Steuerungselementen nichts Neues - so werden vielleicht vier Stunden Spielzeit gefüllt. Ansonsten stellt auch dieser Titel einfach ein grundsolides Spiel dar, welches mit ein bisschen mehr Liebe zur Lizenz und eigenen Ideen wesentlich besser dagestanden hätte.

Singt weiterhin den F.U.N.-Song, während er seine Rekorde in die Höhe spielt: Robert Grötenherdt [Zyrando] für Planet3DS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Ok
Deine Wertung:

-
WarioWare im Spongebob-Format. Für Fans gelungen, alle anderen greifen besser zum Original.

Wertung

INNOVATION:

2.0

SUCHTFAKTOR:

6.0

EXTRAS:

4.0
5
von 10

Mini-Spiele im Schnelldurchlauf...

Gut für Zwischendurch

...die gewöhnungsbedürftig sind

Kaum Neuerungen gegenüber WarioWare

Wenig Features

Wie werten wir?

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10 Kommentare