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Spielname:
LEGO Pirates of the Caribbean - Das Videospiel

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Disney Interactive Studios

Developer:
TT Games

Genre:
Action Adventure

Release:
13.05.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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LEGO Pirates of the Caribbean - Das Videospiel

Review: LEGO Pirates of the Caribbean - Das Videospiel

Marcel Gelhar, 29.05.2011

8211°

14

Test mögen: Weitersagen:

Die LEGO-Serie hat es in relativ kurzer Zeit zu einer beachtlichen Anzahl an Umsetzungen auf dem Markt gebracht. Alles begann mit Bauklotz-Varianten von Star Wars, doch bald schon folgte jedes erfolgreiche Franchise, welches im Kino die Kassen klingeln ließ. Passend zum Start des 4. Teils von Fluch der Karibik („Fremde Gezeiten“) bekommt nun auch das Piratenabenteuer rund um Jack Sparrow (Verzeihung: Captain Jack Sparrow), eine 'Legofizierung' verpasst: „LEGO Pirates of the Caribbean - Das Videospiel“. Dabei gibt’s nicht nur den aktuellen, sondern gleich alle vier Kinofilme in spielbarer Form vorgesetzt. Lohnt sich der Lego-Ausflug auf hoher See, ausgerüstet mit Schwert und Kompass, oder kann man als Landratte das Spiel getrost an sich vorbeiziehen lassen?

You are a Pirate
Wer schon einmal einen Teil der Serie gespielt hat, sollte sich sofort heimisch fühlen, denn auch „LEGO Pirates of the Caribbean - Das Videospiel“ folgt dem wohlbekannten Schema seiner Vorgänger. Für Neulinge der Klötzchenspiele eine kompakte Zusammenfassung: Ihr spielt euch durch die Schlüsselszenen aller (hier vier) Filme, wobei jeder Streifen in einzelne Kapitel aufgeteilt ist. Der Fokus wird auf das Erkunden der Schauplätze und dem Entdecken von versteckten Extras gelegt. Hin und wieder blockieren euch kleine Rätsel oder einige schwertschwingende Widersacher den Weg.

Als Highlight können die Cutscenes beschrieben werden, welche freudigerweise sehr zahlreich vertreten sind. Diese kleinen Videoschnipsel schaffen einen Übergang zur nächsten Location im Film und sind wieder gefüllt mit vielen legotypischen Parodien. Allerdings sollte man die Filme noch relativ gut im Gedächtnis haben, ansonsten zündet nicht jeder Gag. Wer noch nie einen „Fluch der Karibik“ gesehen hat, dürfte außerdem recht wenig von der eigentlichen Geschichte verstehen, da diese nur sehr frei und mit Lücken erzählt wird. Außerdem bekommt man weder Sprachausgabe noch Texte vorgesetzt, wodurch man als Neuling der Piratenreihe etwas auf der Strecke bleibt.

Seichtes Wasser statt raue See
Wie für die LEGO-Serie üblich, hat man den Schwierigkeitsgrad auf ein Minimum heruntergeschraubt. Die Rätsel beschränken sich auf das Einsetzen der verschiedenen Fähigkeiten einzelner Charaktere. So kann Jack mit seinem Kompass geheime Schatztruhen finden, Will Turner hangelt sich dank seiner zwei Schwerter an bestimmten Wänden hoch und Elizabeth Swann überwindet mit dem Enterhaken große Abhänge. Während im Story-Modus die spielbaren Figuren vorgeschrieben sind, könnt ihr bei Bestehen eines Kapitels dieses ein weiteres Mal durchspielen und habt nun die Wahl, eine eigene Mannschaft aus über 70 freischaltbaren Charakteren zu erstellen. Auch diese kommen mit eigenen Fähigkeiten wie enormer Stärke oder einer verfluchten Seele daher. So können neue Bereiche erkundet werden, die im Story-Modus vorher noch verschlossen waren.

Die Kämpfe verlaufen nach einem ziemlich einfachen Muster. Ihr müsst lediglich auf die Schlagtaste hämmern und besiegt so fast jeden Gegner. Lediglich einige stärkere Widersacher wie Davy Jones oder Captain Barbossa bringen ein wenig Abwechslung ins ansonsten recht eintönige Kampfgeschehen. Hier müsst ihr nämlich nicht direkt kämpfen, sondern in Quick-Time-Manier die vorgegebenen Tasten so schnell wie möglich treffen. Doch auch dabei fehlt jegliche Form von Anspruch. Man hat enorm viel Zeit, die Tasten zu drücken und darüber hinaus auch noch mehr Leben als der Gegner.

Steuerung:
Um den stets schwankenden Jack oder einen seiner Komparsen zu steuern, ist das Slidepad erste Wahl. Das Steuerkreuz wird zwar alternativ auch angeboten, wirkt im direkten Vergleich aber eher unkomfortabel. Das Touchpad beschränkt sich auf die Auswahl der einzelnen Charaktere, wobei diese auch mit den Schultertasten gewechselt werden können. Alle weiteren Aktionen wurden sinnvoll auf die restlichen Tasten aufgeteilt - insgesamt gibt es also an der Steuerung wenig auszusetzen.

Grafik:
Schaut man sich die ebenfalls jetzt erhältliche DS-Version des Spiels an, könnte man meinen es liegen mehrere Jahre zwischen den beiden Produkten. Der 3DS-Teil kann es locker mit der Wii-Version aufnehmen. Die räumliche Tiefe sorgt zusätzlich für mehr Atmosphäre und lässt einen noch tiefer ins Piratenabenteuer eintauchen. Teilweise wird die Hardware des 3DS aber scheinbar bis aufs Maximum ausgereizt, sodass es bei zu viel Action auf dem Bildschirm zu kleinen Rucklern kommen kann. Auch die zahlreichen Zwischensequenzen wurden in die dritte Dimension gehievt, allerdings nicht ohne ein paar Abstriche zu machen. So ist eine stufenlose Einstellung des 3D-Effektes hier nicht möglich und in den meisten Szenen kommt dieser kaum zur Geltung. Darüber hinaus muss man sich mit einer sehr geringen Auflösung begnügen, bei der beispielsweise das Meer im Hintergrund zu einem ungewollten Klötzchenbrei verkommt.

Sound:
Ohrwurmalarm! Die markante Titelmelodie des Films verfolgt euch durch das gesamte Spiel - angefangen vom Auswahlbildschirm des 3DS-Menüs über den Titelbildschirm bis zur Hintergrundmusik im eigentlichen Spielverlauf. Diese Aussage ist keineswegs negativ behaftet, doch abseits dieses einprägsamen Musikstücks schwanken die Melodien von annehmbar bis zu extrem nervig. Besonders schlimm: Auf dem Piratentreffpunkt Tortuga aus dem ersten Teil sorgt ein Schifferklavier für musikalische Unterhaltung…in einer 10-Sekunden-Dauerschleife. Dieses Negativbeispiel tritt zum Glück nicht allzu häufig auf, aber wirklich herausragend ist hier nur der bereits erwähnte Jingle. Die klimpernden Geräusche der Lego-Steinchen sorgen noch für die nötige Authentizität, auch wenn manche Effekte etwas übersteuert oder einfach nur deplatziert wirken.

Features:
Sammelfreunde aufgepasst! Wie bei der LEGO-Serie an der Tagesordnung, darf auch in dieser Version das Einsammeln diverser Gegenstände für das Freischalten von Extras nicht fehlen. Neben den überall verstreuten Legosteinchen die als Währung dienen, wollen außerdem Flaschen, verfluchte Münzen und geheime Charaktere gefunden werden. Dadurch wird die normale Spielzeit von knapp 6 bis 8 Stunden im besten Fall nochmals verdoppelt. Ein exklusives Feature ist die Streetpass-Funktion, mit der ihr ein Piratenduell gegen einen weiteren Modulbesitzer ausführen könnt. Dieses verläuft nach dem altbekannten Schere-Stein-Papier Prinzip. Ihr habt drei Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten zur Auswahl. So könnt ihr zwischen einem hohen, mittleren oder tiefen Angriff wählen, das Gleiche gilt für die Abwehr. Mit Spielmünzen könnt ihr neue Piraten kaufen und mit diesen antreten. Ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht.

Fazit:
„LEGO Pirates of the Caribbean - Das Videospiel“ reiht sich nahtlos an seine Quasi-Vorgänger an. Das bedeutet, ihr bekommt auch hier sowohl die bekannten Stärken als auch die nicht zu übersehenden Schwächen der Serie zu spüren. So hat man es auch diesmal wieder geschafft, den unvergleichlichen Charme der Lego-Figürchen auf Kinoblockbuster zu übertragen, vor allem in den zahlreichen Zwischensequenzen. Auch der Umfang weiß zu überzeugen, sofern man Freude am Einsammeln diverser Gegenstände hat. Aber auch der kaum ernst zu nehmende Schwierigkeitsgrad sowie die eintönigen Kämpfe und anspruchslosen Rätsel sind wieder präsent. Fans der LEGO-Reihe und bevorzugt Kinder, die den Piratengeschichten von Jack Sparrow nicht abgeneigt sind, können also beruhigt zugreifen - alle anderen warten auf schwierigere Spiele.

Wünscht sich die Saw-Filme als Lego-Version: Marcel Gelhar [Nibbler] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Lustiges, aber anspruchsloses Piratenabenteuer mit hohem Sammelfaktor.

Wertung

SPIELWELT:

7.0

ABWECHSLUNG:

5.0

UMFANG:

8.0
6
von 10

Typischer LEGO-Humor

Ordentlicher Umfang

Schicke Grafik

Viel zu einfach

Wenig Abwechslung

Recht lange Ladezeiten

Wie werten wir?

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14 Kommentare