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Spielname:
LEGO Marvel Super Heroes

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Warner Bros. Interactive

Developer:
TT Fusion

Genre:
Action Adventure

Release:
15.11.2013 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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LEGO Marvel Super Heroes

Review: LEGO Marvel Super Heroes

Sebastian Mauch, 19.12.2013

4061°

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Was kommt dabei raus, wenn man ein beliebtes Kinderspielzeug mit einem ebenfalls sehr beliebten Film oder Comic kombiniert? Genau, ein neues LEGO-Spiel. Aber wie das so ist mit Lizenzspielen, lässt die Qualität leider fast immer zu wünschen übrig. Dazu kommt die große Erwartungshaltung vieler Spieler, weil die Vorlagen der Umsetzungen oftmals sehr großen Anklang im Publikum fanden, wie etwa Der Herr der Ringe. Natürlich gab es auch dieser Spielegattung die ein oder andere Perle und vor allem die PC-Version waren teils sehr gut umgesetzt – die Portierungen auf Mobilkonsolen allerdings wieder eher weniger. Ihr seht schon, Lizenzspiele wie das kürzlich getestete Beyblade Evolution oder die LEGO-Reihe haben mit vielen Klischees zu kämpfen. Und ob sich LEGO Marvel Super Heroes: Universum in Gefahr dagegen behaupten kann, erfahrt ihr nun im folgenden Test.

Und täglich grüßt das Murmeltier
Der Bedarf an LEGO-Spielen scheint wohl nie abzubrechen. Vor allem in der jüngeren Zielgruppe kommen die kleinen Bausteine nach wie vor hervorragend an. Auch die Themen für neue Videospiel-Ableger findet kein Ende, denn immer wieder schießen neue Marken aus dem Boden. Sollte einmal keine Vorlage existieren, dann thematisiert Warner Bros. Games eben eine LEGO-Eigenmarke aus dem Spielzeugbereich, wie zum Beispiel LEGO City. Aber wie schon erwähnt, muss das nicht zwingend auf Eintönigkeit hinauslaufen. Denn bei diesem Titel geht es erstaunlich abwechslungsreich zu.

Startet man zum ersten Mal das Spiel und scrollt kurzerhand erst einmal wild durch die Levels, so könnte es vorkommen, dass man sich auf den ersten Blick dezent erschlagen fühlt. Hier findet man nämlich eine ordentliche Auswahl an an Levels vor. Und wer an dieser Stelle denkt, dass hier alles auf Dauer total eintönig wird, der hat nur bedingt recht. Es ist zwar so, dass sich die Abschnitte ähneln, aber dennoch haben es die Jungs und Mädels von TT Fusion geschafft, die Levels sehr abwechslungsreich zu gestalten. Diese sind jeweils in Dreierblöcken in einer Welt untergebracht. So spielt man zum Beispiel in der fünften Welt im Stark Tower aus Iron Man, wo ihr euch dann durch drei Levels vom Parkdeck, über das Labor bis hin zum Penthouse schnetzelt. Je nach Welt wird jeweils ein Comicheld in seiner Heimat zum Kampf gerufen, einer bestimmten Story folgt man dabei nicht. Nachdem ein Level beendet wurde, könnt ihr diese bereits erkundeten Gebiete allerdings mit anderen freigespielten Charakteren spielen, um beispielsweise mit dem Hulk eine solide Wand zu zerdeppern, wo ein Wolverine sich nur die Klauen gestutzt hätte.

Von diesen Verstecken gibt es teilweise mehrere in einem Level, was den Spieler wiederum dazu zwingt, sie mehrmals durchzuspielen. Und hat man erstmal eines der teils sehr frustigerzeugenden Abschnitte hinter sich gelassen, kann es auch schon mal auf Kosten des Spielspaßes gehen, diese der Vollständigkeit halber wieder und wieder zu besuchen. Aber auch wenn das manchmal ganz schön gestört hat, erhöht das Ganze natürlich trotzdem enorm den Wiederspielwert. Außer den Geheimnissen warten in jedem Abschnitt zehn goldene Steine darauf, durch das Bestehen von verschiedensten Herausforderungen ergattert zu werden. So müsst ihr hier und da mal den Urvater der Comichelden Stan Lee aufstöbern und dadurch retten, an anderer Stelle alle Schergen verprügeln oder viele Studs, die Währung des Spiels, sammeln. Und warum eigentlich nicht auch alles zugleich? Nahezu jedes Level hat auch eine sogenannte Mehrfach-Herausforderung, in der ihr drei der zehn Aufgaben in einem Lauf erfüllen müsst.

Geiz ist (nicht) geil
Während man die Herausforderungen angeht, sammelt man natürlich haufenweise Studs ein. Doch was macht man damit eigentlich? Nicht viel, denn der einzige Zweck der kleinen Steckelemente ist das Erkaufen von neuen Helden oder auch Nicht-Helden sowie deren jeweilige zweite Superfähigkeit. Da man aber stets zu viel von dem Zeug hat, geht der „Juhuu, ich kann mir was leisten“-Effekt leider flöten. Ist man dann erst einmal dahinter gestiegen, was man eigentlich gerade gekauft hat, so kann man mit den neu erworbenen Spezialfähigkeiten ordentlich aufmischen. Davon habt ihr übrigens zu Beginn jeweils eine pro Charakter. Bleibt man in einem Level trotzdem mal stecken, weil etwa ein Bossgegner hinter euch her ist und zu allem Überfluss auch noch seine Untertanen auf euch hetzt, so kann man einen Teamkameraden zu Hilfe rufen. Dieser ist je nach Gebiet vorgegeben, kann einem jedoch hin und wieder in Notsituationen die Haut retten.

Hä? Wie kann denn ein LEGO-Spiel so schwierig sein, dass man in Notsituationen gerät? Ist doch schließlich ein Kinderspiel! Nichts da, was zunächst nach einem Titel für ABC-Schützen klingt, ist in Wirklichkeit vom Anspruch her eher ein Titel für die Jugend ab 12 Jahren. Motorisch wird der Spieler hier nämlich mitunter ziemlich gefordert. So kann es auch vorkommen, dass hier und da mal Frust aufkommt. Aber genau das macht ja den Reiz des Spiels aus, die Herausforderung. Apropos Herausforderung, wer im Spiel versteckte Items findet, kann dadurch Sammelkarten der Helden freischalten. Diese könnt ihr dann per StreetPass gegen die Karten anderer Leute antreten lassen. Die Karte mit dem schlechteren Mix aus Angriff und Verteidigung zieht dabei den Kürzeren. Einen spielerischen Mehrwert bringt dieses Feature leider nicht mit sich.

Oh Port, nicht schon wieder. Gute Technik, renn' doch nicht weg!
Portierung, Portierung, Portierung. Allein schon der Klang dieses Wortes lässt den Autor dieses Textes erzittern - und nicht nur den. Die häufigsten Aufreger entstehen, wenn ein Titel von einer Konsole, mitsamt der Controller-optimierten Steuerung, für den PC portiert wird. Neben der Steuerung machen auch die meist fehlenden Grafikeinstellung zu schaffen. Doch noch viel schlimmer als diese Art von Ports sind Umsetzungen vom großen Plattform auf Mobilkonsolen. Hierbei geht nicht nur die Grafik kaputt, was unter anderem der schwächeren Hardware geschuldet ist, sondern auch der spielerische Umfang und die Qualität. Vor allem in letzterer Kategorie weist LEGO Marvel Super Heroes: Universum in Gefahr die größten Schwächen auf.

Steuerung:
Die Bedienbarkeit gehört dabei nicht unbedingt auf die Liste der großen Patzer. Diese funktioniert nämlich die größte Zeit über vollkommen reibungslos. Lediglich bei Charakteren wie der Fackel von den Fantastic Four kommt es gelegentlich zu Ungenauigkeiten. Als Fackel hat man nämlich die Fähigkeit zu fliegen. Einen simplen Fingerstreich nach oben, und schon saust der Held durch die Lüfte. Das hört ich zunächst einmal simpel an, jedoch reagiert das nicht immer einwandfrei. Ähnlich läuft es auch bei der Aktivierung der Super-Moves. Per Schultertasten könnt ihr entweder die Fähigkeiten eures Helden oder die eures Kollegen loslassen. Da man aber im späteren Spielverlauf zwei Fähigkeit zur Auswahl hat, muss man nochmals auf den Touchscreen tatschen. Und hier stoßen wir wieder auf genau dasselbe Problem. Der Rest der Steuerung geht allerdings zügig von der Hand und macht die Kämpfe sehr dynamisch, auch wenn das Menü des Spiels mitunter etwas hakelig zu bedienen ist. Doch im Menü treibt man sich ja bekanntlich nur die wenigste Zeit über herum.

Grafik:
In Puncto Aussehen ist dieses Spiel ein ziemlich zweischneidiges Schwert. Beginnt man ein Level, wird man direkt von den wohl schlechtesten Videosequenzen überhaupt begrüßt. Habt ihr schonmal ein HD-Video für einen MP3-Player in ein speicherärmeres Format umgewandelt? Genauso sieht das aus. Zwar kann man alles erkennen, doch die grobe Artefaktbildung und das Rauschen stört schon sehr stark und hindert den Spieler daran, sich auf das, was an Story vorhanden ist, einzulassen. Immerhin bekommt man im Gegensatz dazu nett anzusehende Ingame-Grafik, die auch im 3D-Modus des 3DS weitestgehend flüssig über den Bildschirm zischt - spätestens Pokémon X/Y zeigten, dass das nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Sound:
Und auch in der dritten Technikrubrik zeigt sich LEGO Marvel nicht von der besten Seite. Hier fallen die Mankos sogar so schwer ins Gewicht, das man das Spiel größtenteils komplett ohne Sound spielen will. Der ist nämlich schlichtweg schlecht. Das Problem ist dabei nicht mal die Musik an sich, sondern viel eher die Qualität. Ähnlich wie bei den Videos ging wohl auch hier das ein oder andere Bit bei der Portierung verloren. Mal abgesehen von einem ständigen Knistern der Boxen, hört sich alles einfach sehr dumpf und blechern an. Da kann einem schon mal die Frage aufkommen, ob die Lautsprecher des 3DS vielleicht ein Sprung haben. Und auch die Synchronisation der LEGO-Figuren ist nicht wirklich das gelbe vom Ei. Weder gibt es die Original-Stimmen der Charaktere zu hören, noch irgendeinen akzeptablen Ersatz. Schlimm ist das aber nicht besonders, weil der Ton in den Zwischensequenzen ohnehin so leise ist, dass man eh nichts hört.

Fazit:
Auch trotz der anfänglichen Bedenken hinsichtlich der Lizenz-Tragödie bei Spielen, wusste LEGO Marvel Super Heroes: Universum in Gefahr doch, wie man den Spieler stundenlang an den Bildschirm fesselt. Will man alles im Spiel erreichen, kommt man schon mal auf gute 30 bis 40 Spielstunden, und das kann sich bei einem Handheld-Game schon sehen lassen. Hier haben die Entwickler mit den verschiedenen Themenabschnitten und den jeweils zehn Herausforderungen pro Level ordentlich Futter rausgehauen. Allerdings enttäuscht der Titel bei der Technik auf ganzer Linie. Der schlechte Sound und die mäßige Synchronisation machen schon mal die akustische Seite kaputt, was den Konsumenten quasi zum Ausschalten der Musik zwingt, insofern dieser nicht nach jeder Spielsitzung zum HNO-Arzt rennen möchte. Doch auch auf visueller Ebene hat sich der Rettungsschirm nur teilweise geöffnet. So erfreut man sich während des eigentlichen Spielens an der akzeptablen Spielgrafik, wird dann aber anschließend von der nächsten Cutscene sprichwörtlich umgehauen – im negativen Sinne. Aber ohne Sound und mit zugekniffenen Augen können Fans bei diesem Titel wenig falsch machen. Denn Trotz einiger markanter Mängel macht alles definitiv sehr viel Spaß und füllt auch gerne mal einen ganzen Abend.

Hört auch noch Nachts den knisternden Sound: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Warner Bros. Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Fesselndes Action-Spiel mit markanten Ecken und Kanten.

Wertung

SPIELWELT:

6.0

ABWECHSLUNG:

7.0

TECHNIK:

4.0
6
von 10

Viele Charaktere…

Abwechslungsreiche Levels

Großer Umfang

Gehobener Schwierigkeitsgrad

…mit schlechter Synchronisation

Lange Ladezeiten

Miese Technik

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