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Spielname:
Beyblade Evolution

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Rising Star Games

Developer:
Intergrow

Genre:
Action

Release:
25.10.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Beyblade Evolution

Sebastian Mauch, 12.11.2013

3796°

5

Test mögen: Weitersagen:

Seit die Beyblades zum ersten Mal über die TV-Bildschirme flimmerten, sind nun schon einige Jahre ins Land gegangen. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Hype um die kämpfenden Kreisel schon längst vorbei ist. Nichtsdestotrotz hat sich die Serie bis heute sowohl im Fernsehen, als auch im Videospielbereich gehalten. Mit Beyblade Evolution wagt die Reihe nun den Sprung auf den 3DS. Dank einer mitgelieferten AR-Karte macht das Spiel auch Gebrauch von den neuen Möglichkeiten der mobilen Konsole. In der etwas teuren Version kommt das Spiel sogar mit einem echtem Beyblade daher. Ob Entwickler Intergrow und Publisher Rising Star Games der Sprung geglückt ist, erfahrt in in unserem Test.

In das eiskalte Wasser geworfen!
Das Spiel beginnt, naja, sagen wir mal abrupt. Vorab sei gesagt, dass es so etwas wie eine Handlung überhaupt nicht gibt. Der Kern des Spiels besteht darin, der beste Blader zu werden und den ultimativen Beyblade zu bauen. Zu Beginn des Spiels begrüßt euch ein Turnierleiter und stellt sich kurz vor. Und schon seid ihr in der Stadt ohne Namen. Dort habt ihr unter Anderem die Möglichkeit, einen von fünf Orten auszuwählen. Im Park, auf dem Plaza oder einem leeren Grundstück, könnt ihr nach Lust und Laune zahlreiche Kämpfe bestreiten.

Haben die Protagonisten des Spiels mal keine Lust auf einen Bey-Fight, bieten sie euch eines der im Spiel enthaltenen Minipspiele anstatt eines Kampfes an – zum Beispiel das „Ballonplatzen“. Hier ist es die Aufgabe, aufsteigende Ballons mit eurem Beyblade abzuschießen und so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Dabei wird das Fadenkreuz bewegt, indem ihr ähnlich wie in Face Raiders euren Handheld durch die Luft schwingt. Das klappt in der Praxis sehr gut und bietet den Highscore-Jägern unter euch eine kurzweilige Herausforderung. In einem anderem Minispiel namens „Aufbau“ müssen vorbeiziehende Beyblade-Bauteile den unten angezeigten Silhouetten zugeordnet werden. Auch hier findet man wieder eine ansprechende Abwechslung. Natürlich gibt es noch mehr Minispiele zu entdecken.

Nachdem ihr einige Kämpfe und Minispiele bestritten habt, erscheint im Bey-Kolosseum ein Event, bei dem ihr an einem Beyblade-Turnier teilnehmen könnt. Dort warten im Optimalfall drei Gegner darauf, geschlagen zu werden. Wer hier erfolgreich ist, wird natürlich mit massig Bey Points, oder kurz BP, belohnt. So geht es dann bedauerlicherweise immer weiter. Zwar werden im Laufe des Spiels noch weitere Schauplätze geöffnet, jedoch bieten auch diese nur die genannten Möglichkeiten. Auf die Dauer ein eher eintöniger Spielablauf. Aber was kann ich nun mit den verdienten Punkten anstellen?

Darf es etwas mehr sein?
Erspielte Bey Points wollen natürlich ausgegeben werden. Dafür gibt es das B-Pit. Hier warten zahlreiche Komponenten für die Kampfkreisel. Und in diesem Punkt macht das Spiel dank einer ständig erweiternden Auswahl an Bauteilen einen guten Eindruck. Zwar ähneln sich diese Teile sehr oft, dennoch kommt es auf das Zusammenspiel aller Komponenten an. Ein Beyblade besteht nämlich aus fünf Einzelteilen und gerade bei den Außenringen ist der Einfluss auf das spätere Kampfverhalten sehr groß. Ein defensiver Ring ist zum Beispiel sehr glatt und reagiert nicht sehr stark auf die eher zackig geformten Angriffsringe. Dinge wie der Systembolzen oder der Rotationskern und die Spitze beeinflussen wiederum die Ausdauer eures Beys. Unter diesen Aspekten gilt es, die perfekte Mischung zu finden, sodass ihr in den Bey-Fights ordentlich absahnen könnt. Damit der Überblick nicht verloren geht, steht euch im Bey-Werk-Modus ein Lexikon mit allen bisher freigespielten Komponenten zur Verfügung.

Steuerung:
Das ist ja alles schön und gut, doch was bringt der beste Beyblade, wenn das Kampfsystem nichts taugt. Dieses und dessen Bedienung ist der große Schwachpunkt dieses Titels. Ihr tretet in einer Angriffs- oder Verteidigungsarena gegen euren Kontrahenten an. Der Kampf beginnt, indem der Beyblade abgefeuert wird. Dies geschieht mit einer leichten Bewegung des Handhelds in eure Richtung. Zuvor jedoch muss per Kamera der Ort des Abschusses bestimmt werden. Jeder weiter außen der Kreisel landet, desto agiler wird er im Kampf sein. Und hier hapert es gewaltig. Das erste Gefecht bestreitet man sofort, ohne überhaupt eine hilfreiche Einleitung zu bekommen. Weder im Spiel, noch in der elektronischen Anleitung findet man eine Erklärung. Also heißt es, sich erst einmal einzuspielen. Doch auch das ist alles andere als intuitiv. Nachdem der Beyblade abgefeuert wurde, kreiselt er selbstständig durch die Arena, ohne dass der Spieler wirklichen Einfluss auf das Geschehen hat. Ihr könnt lediglich den Kampfkreisel mit der 3DS-Kamera zu fixieren und somit den Spirit des Beyblades zu stärken. Dieser Effekt kann bis zu drei Mal angesammelt werden und anschließend mit etwas Feingefühl auf den Beyblade abgefeuert werden. Trefft ihr euren eigenen Kreisel, wird dieser geboostet und stößt den Gegner mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Arena. Trefft ihr jedoch euren Gegner, füllt sich dadurch der Spirit des Widersachers. Das war im Prinzip auch alles zum Kampfgeschehen. Hier wurde definitiv das Potenzial der vielen Beyblade-Bauteile verschenkt. Hinzu kommt, das nicht gerade selten ein Kampf nach nur wenigen Sekunden endet, oft auch im Unentschieden. Hier klafft ein großer Logikkrater: Kommen nämlich beide Beys gleichzeitig zum stehen, bekommt ihr den Sieg. Nun ja, warum auch nicht?

Grafik:
Und auch hier zeigt das Spiel nicht gerade die Schokoladenseite. Die Optik bewegt sich auf dem Niveau des Nintendo DS. Bis auf die in 3D gerenderten Kreisel, Bauteile und Kämpfe, gibt es für das Auge leider nicht viel schönes. Die Stadt ist ein statischer Hintergrund mit Beschriftungen und auch die Charaktere sind nur Bilder die ihren Text erzählen. Im Hintergrund der Arenen sind Fotos von realen Schauplätzen in verpixelter Darstellung zu erkennen. Das verleiht den eigentlich dynamischen Kämpfen eine gewisse Statik. Der 3D-Effekt des Spiels ist zwar stellenweise nett anzusehen, stört aber durch die bewegungslastige Steuerung ungemein.

Sound:
Die Klangkulisse des Spiels hält sich eher im Mittelfeld auf. Je nach Szenerie kommen einige nette Melodien durch die Lautsprecher. Allerdings nerven diese nach kurzer Zeit, da man nach einigen Spielstunden jede Melodie gefühlte 1000 Mal gehört hat. Die Kämpfe allerdings sind sehr passend untermalt. Im Gefecht schallt eine rockig angehauchte Atmosphäre, was den Kampf ein wenig authentischer wirken lässt.

Multiplayer:
Neben dem oben erläuterten Bey-Story-Modus, gibt es noch den Bey-Battle-Modus. Hier könnt ihr außer gegen Computergegner auch lokal gegen eure Freunde antreten. Einen Online-Modus bietet das Spiel leider nicht an. Auch die Beyblades von Streetpass-Begegnungen können herausgefordert werden. Doch wo die Kämpfe schon solo öde genug sind, will man denn da noch seine Freunde mit reinziehen?

Fazit:
Beyblade Evolution hat einige nette Ansätze. Es beginnt mit dem großen Traum vom Sammelwahn, und platzt wie im Minispiel Ballonplatzen durch die Spitze eines Beyblades. Dieses verschenkte Potenzial macht es dem Spieler leider sehr schwierig, einen Unterhaltungswert zu finden. Bereits nach wenigen Minuten kommt eine ungesunde Monotonie auf, und nicht selten endete es nach 30 minütigem Spielen in der Abschaltung des Gerätes. Natürlich ist es für Serienveteranen mit hoher Schmerzgrenze durchaus einen Blick wert. Wer sich allerdings in der Schulzeit mit Freunden auf Tischtennisplatten und zerberstenden Beyblades gemessen hat, wird hier nicht sein Glück finden.

Sehnt sich auf den Schulhof zu den echten Beyblades zurück: Sebastian Mauch [Paneka] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Rising Star Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Wo Potenzial besteht besteht, wird auch immer welches verschenkt: Ein weiterer unrühmlicher Abkömmling der Lizenz-Spiele.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

4.0

TECHNIK:

2.0

STEUERUNG:

2.0
3
von 10

Große Auswahl an Teilen

Nette Minispiele

Guter Ansatz

Keine Story

Schwache Steuerung/Kämpfe

Allgegenwärtige Monotonie

Sinnlose Dialoge

Veraltete Grafik

Wie werten wir?

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5 Kommentare