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Spielname:
Sonic: Lost World

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Sega

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
18.10.2013 (erschienen)

Multiplayer:
nicht bekannt

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Review: Sonic: Lost World

Tjark Michael Wewetzer, 18.10.2013

5289°

3

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Wir haben sie gefunden! Die Welt, aus der die ganzen alten (und auch einige neue) Hexfeld-Strategiespiele kommen! Blöd nur, dass dort sechs mächtige Wesen aus einer fremden Welt für Unruhe sorgen – und ein gewisser teuflischer Wissenschaftler führt die Meute an. Da muss Segas Turboigel Sonic ran, der sich im Sauseschritt der mechanischen Bedrohung entledigt. Dieses Mal wetzt er sogar auf dem Nintendo-Handheld in 3D los. Ob Sonic: Lost World uns nun zeigt, dass das alte Rush-Korsett besser gepasst hat? Oder verhilft diese Frischzellenkur der Jump-'n'-Run-Ikone der 90er zu neuem Glanze? Schnallt euch an, wir begeben uns auf die Spuren des Igels!

Schreckliche Aussichten
Serientypisch ist die Handlung mal wieder äußerst flach gehalten: Dr. Ivo „Eggman“ Robotnik unterdrückt eine Gruppe von fremden Wesen, die kollektiv als die Schrecklichen Sechs bekannt sind, und sperrt Kleintiere in Roboter ein, damit sie als Ersatzbatterie dienen. Sonic und Tails nehmen natürlich sofort die Verfolgung auf und landen kurzerhand auf dem von Hexagonalflächen übersäten Hexaglobus – und genau hier muss das Duo den bösen Wissenschaftler und sein Gespann aufhalten.

Dazu hüpfen wir durch abermals in sieben Welten aufgeteilte Level, die euch in farbenfrohe 3D-Areale entführen. Wer eine Erfahrung im Stile vergangener Heimkonsolen-Sonics sucht, muss sich allerdings umstellen. Der Standard-Lauf des Igels ist nämlich verhältnismäßig langsam. Erst wenn wir eine der Schultertasten betätigen, wetzt er merklich schneller durch die Gegend. Auch lässt sich der Rollspurt nicht mehr für einen Schnellstart verwenden, da Sonic nach dem Sprint wieder abbremst, und der Zielsuchangriff kann nun nach einem Ersttreffer mehrere Gegner gleichzeitig anvisieren. All das sorgt für ein spürbar anderes und schon ein klein wenig langsameres Spielgefühl, als man es sonst vom Turbo-Igel kennt. Den durchdachten Sprungpassagen kommt dies allerdings deutlich zugute.

Kopfüber alles im Überblick
War die Gegnerplatzierung bei den Spielen im Rush-Stil immer wieder ein Kritikpunkt, da man bei den hohen Geschwindigkeiten nur sehr schwer auf plötzlich auftauchende Feinde reagieren konnte, kommen solche Probleme in Lost World praktisch überhaupt nicht mehr vor. Zumindest nicht, wenn wir uns geradeaus auf einem weitestgehend vorgegeben Pfad bewegen. Lediglich bei den hin und wieder auftretenden Abschnitten, in denen wir mit einer frei beweglichen Kamera kämpfen müssen (mehr dazu im Abschnitt Steuerung), werden wir auch mal aus unerwarteter Richtung aufs Korn genommen.

Natürlich wird auch für allerhand Abwechslung gesorgt. So bieten einige Level alternative Pfade an, die etwas mehr Geschick voraussetzen, und auch bei den Bossen hat sich Sega einiges einfallen lassen. Als wäre das noch nicht genug, lassen sich über freischaltbare Sonderlevel abermals die bekannten sieben Chaos Emeralds sammeln. Es erweist sich allerdings nicht als einfach, die Klunker einzukassieren: Dazu müsst ihr nämlich frei schwebend im All Ballons einsammeln – und dabei wird der Igel über die Bewegungssensoren des 3DS gelenkt. So cool die Idee ist, benötigt sie leider einiges an Freiraum, Ausdauer und Schwindelfreiheit. Ein alternatives Kontrollschema gibt es hier leider nicht. Was uns zum nächsten Punkt bringt…

Steuerung:
Wir haben es schon angesprochen: Sonics Handhabung fällt in Lost World spürbar anders aus. Neben den üblichen Tasten zum Springen oder Sprinten – Letzteres funktioniert übrigens auch im Wandlauf – haben wir nun eine, welche den Igel zu seinem gewöhnlichen Lauftempo verhilft. In einigen 2D-Abschnitten erlebten wir wenige hakelige Momente, generell funktioniert das Schema jedoch äußerst gut. In den angesprochenen Abschnitten mit freier Kameraführung versagt diese dennoch, da sich die Blickposition lediglich mit der L-Taste hinter Sonic positionieren lässt, was in schnellen Momenten äußerst unpraktisch ist.

Grafik:
Serientypisch erstrahlen die Welten von Sonic: Lost World in prachtvollen Farben und bieten in ihrer abwechslungsreichen Optik einiges für's Auge. Die Action läuft dabei sogar weitestgehend flüssig, selbst mit aktivem 3D. Einige heftige Ruckler haben sich aber dennoch reingeschlichen. Das fällt vor allem dann auf, wenn ihr getroffen werdet und eure gesammelten Ringe verliert. Ebenfalls unschön: Die Zwischensequenzen. Die wurden zwar allesamt von der Wii U übernommen und mit 3D-Tiefe versehen, erscheinen im Austausch dafür aber komplett verwaschen und verpixelt. Schade um die eigentlich recht witzigen Szenen.

Sound:
Wenn euch die Hintergrund-Melodie von Windy Hill nach dem Marsch durch besagte erste Welt nicht im Gedächtnis stecken bleibt, habt ihr vergessen, die Musik vorher einzuschalten. In Sachen Soundtrack fährt der neue Serienableger nämlich wieder schwere Geschütze auf und bietet wunderbar mitreißende Stücke, die stets zu ihrem jeweiligen Areal passen. Sogar die deutsche Sprachausgabe kann sich hören lassen, auch wenn sie gelegentlich die ein oder andere Schwäche zeigt.

Features:
Sonic-typisch ist das Abenteuer für reine Durchspieler mit etwa fünf Stunden Spielzeit wieder kurz geraten, obwohl ein höherer Schwierigkeitsgrad – bei dem allerdings lediglich einige Gegner ausgetauscht, ein Großteil der rettenden Ringe entfernt und kurioserweise die Farbgebung der Level verändert wurde – Profis zu einem weiteren Durchgang einlädt. Das Spiel motiviert allerdings auch anderweitig zu neuen Anläufen - etwa mit Online-Ranglisten für eure Time-Attack-Rekorde, und einem Standard-Versus-Modus, der online gegen die Welt oder gar lokal im Download-Spiel funktioniert. Außerdem könnt ihr per StreetPass Profilkarten mit anderen Spielern oder mit der Wii-U-Version hilfreiche Fernlenk-Gegenstände austauschen.

Fazit:
Nach der nicht ganz so überragenden 3DS-Umsetzung von Sonic Generations waren wir im Hinblick auf Segas Igel schon besorgt, doch Sonic: Lost World zeigt, dass jegliche Sorgen unbegründet waren. Das 3D-Abenteuer funktioniert auch unterwegs hervorragend und fesselt mit seinem gewohnt flotten Gameplay – auch wenn die Dinge in dieser Runde ein klein wenig langsamer angegangen werden. Natürlich hätte das Spiel etwas länger ausfallen können, einige andere Fehler und Wehwehchen hätten ebenfalls nicht sein müssen. Aber wer eine Abwechslung vom von Nintendo geprägten Jump-'n'-Run-Kosmos sucht und eine ordentliche 3D-Sonic-Erfahrung erleben möchte, macht mit der Handheld-Version des neuesten Abenteuers wenig verkehrt.

Jäger der verlorenen Welt: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Der Igel rast wieder: Ein gelungener Hüpfspaß, der auch unterwegs in 3D überzeugt.

Wertung

LEVELDESIGN:

8.0

ABWECHSLUNG:

8.0

GRAFIK:

8.0
8
von 10

Kurzweiliges Gameplay

Durchdachtes, neues Steuerungskonzept

Vielfältige Level

Großartiger Soundtrack

Gute deutsche Sprachausgabe

Kameraführung teils hakelig…

…und die Steuerung ebenso

Unschöne (aber seltene) Ruckler

Videoqualität der Cutscenes unterirdisch

Schnell durchgespielt

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3 Kommentare