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Spielname:
Inazuma Eleven 3

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
Level-5

Genre:
Rollenspiel

Release:
27.09.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Inazuma Eleven 3

Tjark Michael Wewetzer, 24.09.2013

5237°

2

Test mögen: Weitersagen:

Jede Trilogie muss irgendwann einmal ihr Ende finden. So auch die auf dem DS begonnene Geschichte um den heißblütigen Torwart Mark Evans, der uns vor zwei Jahren nach einer gefühlten Ewigkeit des Wartens begeistern durfte. Jetzt, wo der DS Platz für seinen Nachfolger freiräumt, wandert pünktlich zum Finale auch die Raimon-Elf auf den 3DS. Ist dieser Transfer von Inazuma Eleven 3 von Vorteil? Wie spielt es sich auf dem überarbeiteten Bolzplatz? Und noch viel wichtiger: Findet die Saga um Mark Evans mit dem dritten Teil einen würdigen Abschluss, bevor er den Staffel-Stab an seinen Nachfolger abgibt? Rauf auf den Rasen, wir finden es heraus!

Einmal Weltmeister sein
Das dürfte der Traum nicht weniger Fußball-Spieler sein – so natürlich auch der unseres Protagonisten Mark. Nun bekommt er endlich die Chance: Es wurden nämlich einige der besten Spieler Japans zusammengetragen, die zusammen um den Weltmeisterschafts-Pokal kämpfen sollen, und der aufgedrehte Torwart soll dieses Team sogar als Kapitän leiten. Nach der Alien-Invasion in Inazuma Eleven 2 eine willkommene Abwechslung! Allerdings lernt der Trupp schnell, dass man die internationale Elite nicht unterschätzen darf - und auch ihr neuer Trainer Travis hinterlässt einen eher zwielichtigen Eindruck.

Diesen Ereignissen sowie einigen weiteren Wendungen und Mysterien geht ihr in der rund 20 Stunden umfassenden Story auf den Grund, die euch von Punkt zu Punkt scheucht. Euch werden zwischenzeitlich aber auch reichlich Gelegenheiten gegeben, bei denen ihr das Raimon-Team trainieren könnt. Außerdem lassen sich durch Ingame-Bekanntenkreise, Zufallsbegegnungen oder – ganz kurios – einen Kapselautomaten neue Spieler anwerben. Da ihr für die Story allerdings stets bestimmte Spieler im Trupp haben müsst, kommen die über 2000 auf diese Weise zusätzlich rekrutierbaren Charaktere primär bei den freien Turnieren zum Einsatz, die ihr parallel zum Handlungsverlauf freischaltet.

Das Training eures Teams kann über vielerlei Optionen vollzogen werden. Gerade zu Beginn wird eure häufigste Anlaufstelle das Ausfechten von Zufallsbegegnungen sein. Richtig gelesen: Bei eurem Marsch durch Marks Heimatort oder den Austragungsplatz der Weltmeisterschaft könnt ihr immer mal wieder von zufällig auftauchenden Fußballern zu einer spontanen 4-gegen-4-Partie herausgefordert werden. Trotz vier möglicher Siegesbedingungen – vom ersten Torschuss bis zur Ballabnahme – werden diese kurzen Partien jedoch schnell öde. Abseits davon lassen sich an bestimmten Punkten in der Welt oder im Trainingszentrum, welches euch in zufallsgenerierte Dungeons schickt, gezielt bestimmte Werte wie Ballkontrolle, Schusskraft und Co. verbessern. Allerdings sorgt auch das auf Dauer nicht gerade für viel Abwechslung.

Rasenschach mit Feuerbällen
Glanzstück des Spiels sind aber selbstverständlich die großen Fußball-Runden, bei denen zweimal elf Spieler auf dem Feld stehen und um den Sieg kämpfen. Diese erinnern in ihrem Aufbau stark an ein Echtzeitstrategiespiel: Ihr überblickt das gesamte Feld und gebt euren Leuten per Stylus Anweisungen. Interessant wird es jedoch, wenn es zu Konfrontationen oder einem Torschuss kommt. Dann dürft ihr nämlich – je nachdem, welche Seite im Ballbesitz ist – aus diversen Aktionen wählen. Zu den normalen Optionen gehört dabei noch die aggressive Grätsche oder der Volley-Schuss.

Jeder Charakter erlernt im Laufe des Spiels aber auch eine ganze Palette von Spezialfähigkeiten, die hier eingesetzt werden können. Ihr wollt den gegnerischen Stürmer aufhalten? Zieht einfach eine gewaltige Mauer aus dem Erdreich! Der Torwart hält jeden eurer Schüsse? Schauen wir doch, ob er das noch kann, wenn der Ball in Flammen steht! Natürlich könnt ihr diese Techniken nicht dauerhaft abfeuern. Jeder Einsatz verbraucht nämlich TP, die sich während eines Spiels nur eingeschränkt regenerieren lassen. Wer aber taktisch klug spielt und seine Tricks im richtigen Moment einsetzt, kann das Blatt ganz schnell zu seinen Gunsten wenden.

Ebenfalls hilfreich dabei ist ein neues Element von Inazuma Eleven 3: Ihr könnt nun auch diverse Mannschaftstaktiken lernen, die euch ebenfalls zu Vorteilen verhelfen. Sofern eure Team-Technikpunkte – eine separat von den Spieler-TP aufgeführte Ressource – ausreichen und die Aktivierungsbedingungen erfüllt sind, könnt ihr über eine spezielle Schaltfläche jederzeit Sonderaktionen auslösen, mit denen ihr etwa den Ball erobern oder ungestört in den gegnerischen Strafraum dribbeln könnt. Gerade bei den schwereren Spielen, die euch primär nach Story-Abschluss erwarten, entscheiden diese Taktiken über Sieg oder Niederlage.

Steuerung:
Wie bereits angemerkt hat die Handhabung des Spiels etwas von Echtzeitstrategie-Titeln. Auf dem Bolzplatz bewegt ihr mit dem Steuer- bzw. Tastenkreuz euer Blickfeld und zeichnet mit dem Touchpen Bewegungslinien für eure Spieler ein. Die eigentlichen Spezialaktionen werden über unkomplizierte Menüs ausgeführt – einfacher geht es kaum. Auch auf der Oberwelt könnt ihr euch mit dem Touchscreen fortbewegen. Aufgrund des recht ungewöhnlichen Drag-and-Drop-Systems des Schemas fällt die ebenfalls vorhandene klassische Tastensteuerung hier allerdings wesentlich einfacher.

Grafik:
Einer der großen Schwachpunkte von Inazuma Eleven 3: Es kann seine DS-Herkunft nicht verleugnen. Die Umgebungen wirken teils extrem kantig, die Texturen verwaschen und auch die nun auf den Topscreen verfrachteten und mit einem routinierten 3D-Tiefeneffekt ausgestatteten Special-Move-Animationen erinnern noch sehr stark an das DS-Spiel, welches dieses hier ursprünglich mal war. Gleiches gilt für die zehnseitigen Würfel, die in Teilen der Oberwelt augenscheinlich Fußbälle darstellen sollen. Immerhin läuft das Spiel dafür praktisch durchgehend flüssig und die zahlreichen eingestreuten Anime-Sequenzen wurden für die 3DS-Umsetzung qualitativ angepasst. Nichtsdestotrotz wäre schlichtweg mehr drin gewesen.

Sound:
Hier kann der Port ein wenig punkten! Dank des Systemwechsels erklingen die Melodien des Spiels nämlich noch ein gutes Stück klarer aus den Lautsprechern. Auf diese Weise nisten sich immerhin gut klingende Ohrwürmer in euren Kopf ein. Ebenfalls lobenswert – zumindest in der Idee – ist die zuhauf vorhandene deutsche Sprachausgabe des Spiels. Leider schwankt die Qualität dieser jedoch stark. Einige Szenen wurden treffend vertont, während andere wiederum einfach nur unnatürlich herüberkommen. Aber hey, es ist der Gedanke, der zählt!

Features:
Wie bereits angemerkt, könnt ihr den Abspann von Inazuma Eleven 3 bereits nach gut 20 Stunden erreichen. Alles gesehen habt ihr dann aber noch lange nicht: Nach Spielabschluss warten nämlich noch schwerere Rematches und Bonusteams auf euch, die euch allesamt noch eine ganze Schippe mehr Können abverlangen. Außerdem könnt ihr eure aufgebaute Truppe im Multiplayer-Modus gegen andere Spieler antreten lassen – dies jedoch nach wie vor leider nur offline. Über das Nintendo Network könnt ihr lediglich zusätzliche Charaktere herunterladen. Immerhin: Per StreetPass lassen sich Herausforderungen mit anderen Anime-Fußballern nun auch unterwegs austauschen.

Bleibt nur noch eine entscheidende Frage: Welche Version soll es sein? Immerhin erscheint das Spiel in den Editionen Kettenblitz und Explosion. Die Unterschiede zwischen diesen sind aber eher marginal. Neben einem exklusiven Team, den dazugehörigen rekrutierbaren Spielern und einer Hand voll Spezialtechniken hat eure Entscheidung nur auf eine Nebenhandlung Einfluss. Bei Kettenblitz erfahrt ihr in kurzen Zwischensequenzen mehr über die Geschichte des italienischen Stürmers Paolo Bianchi, Explosion wiederum dreht sich um den afrikanischen Torwart Hector Helio. Als Hintergrundwissen nett, die wichtigsten Handlungsstränge werden euch allerdings in beiden Versionen erklärt.

Fazit:
Mit Inazuma Eleven 3 bringt Entwickler Level-5 die Geschichte von Mark Evans zu einem würdigen Abschluss. Zwar finden sich in der Handlung nur wenige wirklich überraschende Wendungen – gerade die größten Twists sieht man aus 20 Kilometern Entfernung kommen – doch ist sie charmant aufgezogen und motiviert mit einem gut abgewickelten Finale. Auch spielerisch kann das Fußball-RPG durch sein taktisches Gameplay und neue Spielzüge überzeugen. Leider merkt man dem Titel an allen Ecken und Kanten an, dass es sich lediglich um ein auf den 3DS gehievtes DS-Spiel handelt. Auch fallen die eintönigen Zufallsbegegnungen auf Dauer negativ auf, ebenso wie die teils recht kleinschrittigen Trainings-Methoden für das eigene Team, für die sich nur die leidenschaftlichsten Fußball-Freunde begeistern können. Trotz aller Mängel lohnt sich aber auch der Griff zum dritten Inazuma Eleven-Teil – auch in der Hoffnung, dass wir demnächst auch mit der speziell für den 3DS gemachten, neuen Generation loslegen dürfen.

Lehrling der Himmelshand: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kein Kantersieg, aber noch immer ein spaßiger Mix aus Fußball und Rollenspiel, der für spannende Partien sorgt.

Wertung

STORY:

7.0

SPIELWELT:

7.0

MULTIPLAYER:

7.0
7
von 10

Solide Story…

Angenehme Lernkurve

Spannende 11-vs-11-Spiele…

Reichlich Nebenbeschäftigungen

Vielfältige Special Moves

Hübsche Anime-Cutscenes

…die jedoch streckenweise vorhersehbar ist

…und nervige 4-vs-4-Zufallskämpfe

Technisch deutlich ein DS-Spiel

Sprecherqualität schwankt stark

Eintöniges Mannschaftstraining

Wie werten wir?

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2 Kommentare