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Spielname:
Puzzle Bobble Universe

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Square Enix

Developer:
Taito

Genre:
Action

Release:
21.04.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Puzzle Bobble Universe

Review: Puzzle Bobble Universe

Marcel Gelhar, 23.04.2011

4031°

8

Test mögen: Weitersagen:

Das Lineup des 3DS ist momentan noch recht überschaubar. Es mangelt etwas an hochkarätigen Titeln, doch zumindest blieb man bisher auch vor der großen Casual-Welle verschont. Auch wenn allein schon das Wort „Casual“ sehr negativ bei vielen Spielern aufgenommen wird, hat man es nicht zwangsläufig mit einem schlechten Produkt zu tun. Gerade Entwickler Popcap beweist dies eindrucksvoll in seinen mit Awards überschüttenden Gelegenheitsspielchen. Auch Puzzle Bobble (auch als Bust-a-Move bekannt) hat eine recht erfolgreiche Vergangenheit und bekommt nun eine eigene Version für den 3DS spendiert. Ob Taito und Square Enix mit „Puzzle Bobble Universe“ einen gelungenen Start in die dritte Dimension schafft, könnt ihr anhand unseres Testberichtes erfahren.

Business as usual
Das Spielprinzip von „Puzzle Bobble Universe“ ist schnell erklärt und sicherlich vielen bekannt. Ihr steuert mit einem kleinen Dinosaurier eine Apparatur, die verschiedenfarbige Blasen vom unteren Bildschirmrand verschießt. Berühren sich drei gleichfarbige Blasen, lösen sie sich mit einem Plopp-Geräusch auf und verschwinden. Mit der Zeit kommt die Decke immer weiter runter und sobald eine Blase den Boden berührt, heißt es „Game Over“. Dieser Tradition bleibt auch Universe treu - wer also bereits einen Teil der Serie gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden.

Abwechslung? Fehlanzeige!
Insgesamt haben es gerade Mal zwei verschiedene Spielmodi aufs Modul geschafft. Der Puzzle Modus besteht aus acht Welten mit jeweils zehn Levels und einem Endgegner. Eure Hauptaufgabe besteht darin, das komplette Spielfeld von den Blasen zu befreien. Habt ihr das geschafft, geht es direkt zum nächsten Level weiter.

In manchen Abschnitten ist ein kleiner Schlüssel in einer Blase gefangen. Dieser muss mit gezielten Schüssen getroffen werden, um in euren Besitz zu kommen. Schafft ihr es alle Schlüssel in einer Welt zu sammeln, befreit ihr einen eurer kleinen Dino-Freunde. Zur Belohnung habt ihr nun eine höhere Feuerkraft beim Endgegner. Diese Kämpfe laufen immer nach dem gleichen Schema ab: Ein Gegner schwebt in einer großen Blase über das Spielfeld und ihr müsst ihn abschießen. Hier reicht es meistens aus, stumpf die Feuertaste so schnell wie möglich zu drücken. Überhaupt stellt der ganze Modus keine wirkliche Herausforderung dar, vor allem weil die Hilfslinie immer präsent ist und so jeder Schuss sitzt. Zusätzlich kann man Spezialblasen aktivieren, wenn man genug normale Blasen zerstört hat. Diese erleichtern einem zusätzlich das Leben und lassen so manches Level in drei Sekunden (!) abschließen. So hat man in knapp zwei Stunden bereits alle 88 Stages durchgespielt.

Zum Glück gibt es ja noch den Herausforderungsmodus, ein „brandneuer Spielmodus“, wie auf der Verpackung vollmundig geworben wird. So verheißungsvoll der Name auch klingt, dahinter verbirgt sich ein ziemlich ernüchterndes Spielprinzip. Genau genommen gibt es kaum Unterschiede zum Puzzle Modus. Ihr habt zu Beginn die Wahl, ein 100 Sekunden, 300 Sekunden oder Endlosspiel zu starten. Nun müsst ihr in gewohnter Manier Blasen vernichten. Diesmal fällt euch nach einiger Zeit nicht die Decke auf den Kopf, sondern von oben rücken neue Blasen an. Zusätzlich gibt es ein paar exklusive Spezialblasen, die aber auch nicht viel am Spielprinzip ändern. Überraschenderweise kann man im Herausforderungsmodus den Schwierigkeitsgrad einstellen. Während sich Leicht wie der Puzzle Modus spielt, habt ihr auf Mittel nur ein paar Sekunden Zeit eure Blase zu verschießen und auf Schwer verschwindet auch endlich die Hilfslinie. Dadurch entsteht eine völlig neue Form der Herausforderung. Warum man diese Option nicht auch im Puzzle Modus implementiert hat, ist mehr als verwunderlich.

Steuerung:
Ihr könnt eure Blasenschussmaschine entweder mit dem Circle Pad oder dem Digitalkreuz steuern, das Touchpad wird nicht unterstützt. Genau genommen lenkt ihr nur einen kleinen Pfeil, der grob in die Richtung zeigt, wohin die Blase abgefeuert wird. Dieser bewegt sich ziemlich schnell, selbst bei kleineren Berührungen mit dem Circle Pad rauscht die Hilfslinie nur so über den Bildschirm. Dadurch entsteht ein guter Spielfluss, allerdings ist es fast unmöglich einen perfekt platzierten Schuss zu vollführen. Hier kommen die Schultertasten ins Spiel. Mit ihnen könnt ihr millimetergenau die Hilfslinie positionieren und so auch die kniffligsten Schüsse über Bande schaffen. Dadurch habt ihr die (fast schon zu) perfekte Kontrolle.

Grafik:
Auf den ersten Blick ist „Puzzle Bobble Universe“ kaum von einem DS-Spiel zu unterscheiden. Die Grafik ist serientypisch sehr bunt, hätte aber ein paar mehr Effekte spendiert bekommen können, um den Look zu unterstreichen. Bei genauerem Betrachten fallen die durchaus schönen Hintergründe auf, die gerade bei eingeschaltetem 3D-Effekt voll zur Geltung kommen. Ansonsten wird der Effekt sehr sparsam und unspektakulär eingesetzt. Die Blasen fliegen euch beim Zerplatzen etwas entgegen und die seitlichen Zahnräder ragen ebenfalls aus dem Bildschirm heraus. Auf Spielereien wie Blasen auf unterschiedlichen Ebenen zu positionieren, um vielleicht sogar einen spielerischen Nutzen einzubauen, wurde leider verzichtet. Gerade weil dieser Effekt einen der wenigen Kaufgründe darstellt, etwas enttäuschend.

Sound:
Wer die kultige Titelmelodie von Puzzle Bobble mag, darf sich freuen. In jeder Welt bekommt man einen unterschiedlichen Remix vom Original zu hören. Dieser ist meist an das jeweilige Szenario angepasst. Während manche Versionen durchaus überzeugen können und zur Atmosphäre beitragen, strapaziert so mancher Track die Nerven und veranlasst den Griff zum Lautstärkeregler. Die Soundeffekte belaufen sich auf ein Minimum und sind insgesamt sehr grell und ein wenig blechern ausgefallen. Gerade das Zerplatzen der Blasen kann für die Ohren nach einiger Zeit zur wahren Tortur werden. Vor allem, weil die Soundeffekte um einiges lauter sind als die Musik. Dass es in den Optionen keine separate Lautstärkeregelung gibt, ist da fast schon unverzeihlich.

Features:
Diesen Kasten mit genug Worten zu füllen, um seine Daseinsberechtigung zu erhalten, ist angesichts des „enormen“ Umfangs kein leichtes Unterfangen. Die beiden Spielmodi wurden weiter oben bereits näher beschrieben und ansonsten gibt es nicht mehr viel zu entdecken. Im Hauptmenü befinden sich genau drei Buttons - einer führt zum Spiel, der andere zeigt eure Rekorde und der dritte führt zu den Optionen. Dahinter verbirgt sich ebenfalls eine ziemliche Mogelpackung. Normalerweise erwartet man an dieser Stelle Dinge wie Steuerung, Sound oder den Schwierigkeitsgrad einstellen zu können. Doch hier wird als einzige Option das Löschen eurer Daten angeboten. Achja, die Anleitung und die Credits dürft ihr von hier auch noch angucken. Und damit wurde jegliche Interaktion mit dem Spiel erwähnt. Lediglich die 60 Auszeichnungen können für so manchen Perfektionisten interessant sein. Für den Erhalt müsst ihr z.B. einen Endgegner in 15 Sekunden besiegen oder eine gewisse Anzahl an Blasen auf einmal zerplatzen lassen.

Fazit:
Warum? Diese Frage habe ich mir so manches Mal beim Spielen von „Puzzle Bobble Universe“ gestellt. Warum ist das Spiel so kurz, warum hat man keinen Multiplayer eingebaut, warum gibt es keine freispielbaren Extras, warum kann ich rein gar nichts am Spiel einstellen… Die Liste könnte noch weitergehen. Abseits all der Enttäuschung bekommt man zwar ein zeitlos spaßiges Geschicklichkeitsspiel geboten, doch der mangelhafte Umfang und der einfache Schwierigkeitsgrad verwehrt eine angemessene Spielzeit. Nur Rekordjäger können im Herausforderungsmodus etwas länger bei der Stange gehalten werden. Der erste Auftritt von Bub und Bob auf dem 3DS kann also am besten als deplatzierter eShop-Anwärter bezeichnet werden. Als quasi Vollpreisspiel bekommt man definitiv zu wenig geboten und sollte sich lieber nach dem DS-Vorgänger „Puzzle Bobble Galaxy“ umsehen, welcher mehr Umfang bietet und weitaus günstiger zu erstehen ist.

Lässt sich von dreidimensional poppenden Blasen nicht beeindrucken: Marcel Gelhar [Nibbler] für Planet3DS.de

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Leserwertung:

Mäßig
Deine Wertung:

-
Extrem abgespeckte Version eines Klassikers.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

2.0

STEUERUNG:

9.0

UMFANG:

2.0
4
von 10

Zeitlos spaßiges Spielprinzip

Knuddelige Optik

Auszeichnungen für Perfektionisten

Viel zu geringer Umfang

Teils nervige Sounds

Lachhaft einfach

Wie werten wir?

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8 Kommentare