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Spielname:
Phoenix Wright: Ace Attorney - Dual Destinies

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
24,99 €

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Adventure

Release:
24.10.2013 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Phoenix Wright: Ace Attorney - Dual Destinies

Preview: Phoenix Wright: Ace Attorney - Dual Destinies

Alexander Schneider, 24.06.2013

3125°

5

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Satte fünf Jahre ist es nun her, dass die Fans des schlagkräftigen Anwalts Phoenix Wright letztmalig Hand anlegen durften, doch im Herbst ist es endlich wieder soweit: Nach Trials and Tribulations wird Phoenix Wright: Ace Attorney - Dual Destinies pünktlich zur grauen Jahreszeit im europäischen Raum erscheinen. Und was eignet sich bei nasskaltem Wetter auch besser, als Capcoms kriminell gute Gerichtssimulation mit bestimmendem Visual-Novel-Anteil in den Modulschacht - ähm, auf die SD-Karte - seines 3DS zu stopfen? Okay, man könnte dabei einen warmen Tee genießen, doch derartig erwärmende Angelegenheiten sollen in diesem heißen Sommer noch gar kein Thema sein. Erwärmen wir uns lieber für den neuesten Ableger der Ace Attorney-Serie und für die vielen Neuerungen, die dieser gegenüber den vielgerühmten Vorgängern mit sich bringt!

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings: Bevor wir uns in den folgenden Vorschaubericht stürzen, in dem es um wortgewaltige Schlachten vor Gericht, ja gar um Mord und Totschlag gehen wird, erwähnen wir ein letztes Mal, was ohnehin schon jeder Zeuge dieser vorausschauenden Ermittlung weiß: Dual Destinies wird hierzulande einzig und allein als digitale Version im eShop und in englischer Sprache verfügbar sein. Einspruch! Leider nicht möglich. Das hohe Gericht hat bereits entschieden, eine Revision ist in Sachen Modul-Release nur bei entsprechender Nachfrage seitens der Fans möglich. Konzentrieren wir uns also auf das, was wir schon jetzt wissen - also auf ein packendes Adventure voller unerwarteter Wendungen, voller DLC und mit der gleißenden Aussicht auf ein weiteres 3DS-Must-Have im Spieleherbst 2013! Die Sitzung beginnt, das Corpus Delicti darf sich auf den kritischen Blick unserer wachsamen Augen freuen.

Die Rückkehr des Phoenix Wright
Nach dem - zumindest, wenn man rein nach dem Storyverlauf geht - letzten Ableger der Reihe, in welchem unser schmucker Lieblingsanwalt Phoenix Wright erstmals nicht in der Hauptrolle steckte, kehrt der erfolgreiche Staranwalt nun zurück - und wie! In Apollo Justice: Ace Attorney noch seiner Hauptrolle beraubt, ist er nun wieder im Mittelpunkt des Geschehens anzutreffen. Ein ganzes Jahr nach den Geschehnissen im eben genannten Ableger darf sich der gute Herr nun endlich wieder mit Recht und Gesetz auseinandersetzen, nachdem sein Ruf vom kongenialen Apollo Justice gerettet wurde. Dabei steht ihm ein neuer Azubi zur Seite: Im kommenden Ableger fungiert die hübsche Athena Cykes als Helferin in der Not, ihr Spezialgebiet ist die analytische Psychologie. Als rivalisierender Staatsanwalt tritt nun übrigens der etwas düstere Simon Blackquill, unterstützt vom heißblütigen Detektiv Gouzou Ban, auf den Plan. Blackquill ist in der Kunst der Manipulation geübt. Ein gefiedertes Haustier namens Gin führt er obendrein noch auf seiner Schulter mit sich. Der altbekannte Staatsanwalt Miles Edgeworth, ein wenig gealtert und nun mit Brille, bleibt den Spielern in einigen Auftritten allerdings dennoch erhalten. Selbst Apollo Justice kommt mitsamt seines magischen Armbands als spielbarer Charakter vor, wenn auch nur für kurze Zeit.

Doch ganz gleich, wer sich Wright nun auch anschließen mag oder auch nicht, der erste Fall hat es bereits in sich: Seine erste Mandantin, ein High School-Mädchen namens Juniper Woods, wird beschuldigt, einen Gerichtssaal in die Luft gejagt zu haben. Klingt ein wenig surreal, doch der Humor der Serie kommt auch in den einzelnen Kriminalfällen zur Geltung. Unser allerliebster Anwalt muss nun natürlich die Unschuld der Göre beweisen, indem er den wahren Täter ausfindig macht - immerhin wurde sein Kollege Apollo im Zuge dieser Schandtat verletzt. Sollte für so eine Spürnase doch kein Problem sein, oder? Zumal eure neue Partnerin Athena auch noch eine Gerätschaft mit sich führt, welche die Stimmung aller Zeugen erfassen kann - so wird ein jedes Verfahren doch gleich zur Lapalie. Denkste! Alle Fälle und Ermittlungen scheinen sich auch hier ebenso knifflig zu gestalten wie in den vorherigen Episoden, und gerade das sollte langjährige Fans der textreichen Spiele immens freuen. Wer dem etwas eigentümlichen Verlauf der Gerichtsverhandlungen, dem obskuren Rechtssystem der Serie und den liebenswürdigen Protagonisten etwas abgewinnen kann, wird ohnehin auf seine Kosten kommen. Einen Hang zum Übernatürlichen sollten man allerdings auch weiterhin haben - wer auf realistische Kost hofft und die Reihe nicht kennt, sei also gewarnt.

Taugt der 3DS als Ermittlungsgerät?
Natürlich wurden die positiven Seiten der vielen Vorgängerspiele nicht gänzlich über den Haufen geworfen, und doch wird Dual Destinies in einem erneuerten Gewand daherkommen. Das Spielprinzip bleibt dasselbe: Eure Aufgabe wird es sein, Widersprüche in den verschiedenen Zeugenaussagen aufzudecken und Beweismittel vorzulegen. Ferner gilt es in einem anderen Gameplay-Part neben den bloßen Gerichtsverhandlungen auch eigene Ermittlungen durchzuführen, um auf diesem Wege erst einmal an Beweise zu gelangen und um Zeugen zu befragen. Diese können nach erfolgreichen Ermittlungen im späteren Verfahren entlarvt werden, sofern sie bei einer etwaigen Falschaussage bleiben.

So weit, so bekannt. Es gibt allerdings auch Innovationen, so bewährt das alte System auch sein mag: Phoenix' neue Partnerin Athena führt nun die sogenannte „Mood Matrix“ mit sich, welche die Stimmungslage der Zeugen ersichtlich machen kann. Dies macht die Befragung der Zeugen um ein Vielfaches intensiver, da im neuesten Teil auch die Gedanken und Gefühle der betreffenden Personen beachtet werden müssen, um widersprüchliche Aussagen letztlich aufdecken zu können.
Ein Beispiel: Eine Zeugin redet von etwas Erfreulichem, gibt so eine positive Aussage zu Protokoll. An dieser Stelle müsste nun eigentlich ein lachender Smiley aufkommen, der die Aussage bestätigt. Wird im Zuge dessen allerdings ein traurig dreinblickender Smiley eingeblendet, stimmt mit der Aussage etwas nicht.

Ein weiteres, neues Feature namens „Thought Route“ wird mit Dual Destinies ebenfalls eingeführt. Eben dieses ist mit dem „Logic“-Feature aus der Ace Attorney Investigations-Serie vergleichbar. Super, immerhin erleichtert es die Arbeit um ein Vielfaches: Der Spieler ist nun dazu in der Lage, essentielle Fakten aus dem Verfahren neu zu bewerten und Zusammenhänge zwischen Beweismitteln zu erkennen, um daraus neue Schlussfolgerungen zu ziehen. Außerdem können bereits gelesene Dialoge per Text-Log endlich auch in dieser Spielereihe noch einmal aufgerufen werden. Sinnvoll, um wichtige Details nicht außer Acht zu lassen! Gerade für ein solch textlastiges Spiel ist dieses neue Element ein extremer Gewinn.

Freispruch: Kein technisches Versagen in der Welt der Paragraphen
Auch in technischer Hinsicht ist Weiterentwicklung erkennbar: Der Sprung in die unendlichen Weiten der Dreidimensionalität scheint Dual Destinies hervorragend gelungen zu sein. Die Charaktermodelle sehen bereits jetzt wunderbar aus, auch die Hintergründe wurden wie immer liebevoll und detailliert gestaltet, auch wenn sie natürlich - ungeachtet des tollen Tiefeneffekts - noch immer zweidimensional verbleiben. Dennoch: 3D steht auch Ace Attorney bestens zu Gesicht, optisch gibt es nichts zu kritisieren! Die Entwickler sind der farbenfrohen, anime-orientierten Gestaltung weiterhin treu geblieben, sodass ein Kulturschock nicht zu erwarten ist. Dynamischere Kameraeinstellungen verleihen dem Spiel zudem mehr Leben und Komfort. Areale können gezielt angesteuert werden, um diese heranzuzoomen. Auf den ersten Blick nicht erkennbare Hinweise können so gekonnt erhascht werden, die Ansicht kann allerdings ebenso schnell gewechselt werden, um auch immer die Person im Blick zu haben, die gerade von Belang ist.

Prognose:
Als ob das Jahr 2013 nicht schon genug 3DS-Highlights auf uns abgefeuert hat! Aber wenn wir ehrlich sind, kann es je genug Hits geben? Mit Capcoms Phoenix Wright: Ace Attorney - Dual Destinies erwartet uns ein weiteres Handheld-Highlight der Extraklasse. Fans der Serie können beruhigt sein und getrost zugreifen: Ihr Lieblingsanwalt bringt auch im neuen Ableger die Qualität auf den Bildschirm, die man von ihm erwartet. Zwar wird die Story um einiges düsterer ausfallen als in den früheren Episoden, doch behält die Reihe ihren für sie typischen Humor bei, der natürlich nicht jedermanns Sache ist. Sinnvolle Neuerungen wie die „Mood Matrix“ komplettieren den Spaß - und auch optisch wird ein wenig mehr geboten als noch zu früheren Zeiten, obgleich der Sprung hier nicht so groß ist, wie ihn einige vielleicht erwartet hätten. Nichtsdestotrotz ist die Messlatte schon so hoch genug, und qualitativ wird auch dieser Titel in der höchsten Liga mitspielen können. Kenner dürfen sich in diesem Sinne ohne Bedenken freuen, Neulinge werden sich - hoffentlich - ebenso anstecken lassen. Das Urteil ist gesprochen. Im Namen des Volkes: Kaufen!

Erteilt die einstweilige Anordnung zum juristischen Vergnügen: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Noch mehr Humor, doch düsterer als je zuvor: Packende Prozesse und ausgeklügelte Neuerungen hieven die Serie auf ein neues Level.

Prognose
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