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Spielname:
LEGO City: Undercover - The Chase Begins

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Nintendo

Developer:
TT Fusion

Genre:
Action Adventure

Release:
26.04.2013 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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LEGO City: Undercover - The Chase Begins

Review: LEGO City: Undercover - The Chase Begins

Alexander Schneider, 25.04.2013

8826°

9

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Bereits auf der Wii U hat es sich angedeutet - LEGO City Undercover punktete trotz kleiner Schwächen bei Presse und Publikum. Dass eine Umsetzung für den Nintendo 3DS da nicht fehlen darf, sollte klar sein. Immerhin haben die Spiele rund um die bunten Bauklötzchen eine große Anhängerschaft, auch wenn die virtuellen Umsetzungen bisher nicht immer voll ins Schwarze getroffen haben. Wie der Titel schon vermuten lässt, ist Chase McCain auch in LEGO City Undercover: The Chase Begins der Protagonist, der im Rampenlicht steht - obwohl er in dieser Vorgeschichte zur großen Version klein anfangen muss. Von der untersten Ebene der Hierarchie macht sich unser Held auf, um die Karriereleiter in Blitzgeschwindigkeit zu erklimmen. Wird den Verbrechern nicht gefallen, uns aber schon - denn nur dadurch gibt es in The Chase Begins richtig was zu erleben. Open World oder nicht? Grafisch altbacken oder technisch auf gutem Niveau? Umfangreich oder nur in abgespeckter Variante? All das und noch viel mehr wollen wir in unseren Ermittlungen feststellen - jedes Detail der Tat, die von den Entwicklern von TT Fusion verübt wurde, will beleuchtet werden.

Aller Anfang ist schwer - oder auch nicht?
Zwei Jahre vor den Ereignissen in der Konsolenversion beendet unser unerfahrener Held seine Ausbildung in der örtlichen Polizeiakademie. Nun will er natürlich auch Geld verdienen, und so beginnt der müßige Arbeitsalltag in der Polizeistation. Als Rookie wird ihm auch noch nicht allzu viel zugetraut - seine erste Mission verlangt ihm lediglich ab, Donuts zu besorgen. Leider kann man Chase keine von diesen Leckereien aushändigen, weil der Lieferwagen einen Totalschaden hatte. Welch Schande! Für einen fähigen Cop wie ihn ist das allerdings kein Problem, und so macht er sich augenblicklich auf, um das gute Stück zu reparieren. Endlich: Die Donuts können dem Laden wider aller Erwartungen doch noch übergeben werden, sodass der gefräßige Deputy Dunby doch noch sein Maul gestopft bekommt. Hoffentlich schmeckt's!

Natürlich bleibt es aber nicht bei einfachen Lieferaufträgen: Wir gehen dem Fall eines verschwundenen Hündchens nach, müssen zu diesem Zweck eine Villa infiltrieren und kommen über kurz oder lang demjenigen auf die Spur, der bei all diese vermeintlich unbedeutenden Taten den Strippenzieher zu spielen scheint. Und weil sich der Protagonist doch nicht so dilettantisch anstellt, wie es ein mürrischer Dunby wohl erwartet hat, müssen wir uns alsdann auch um diesen Fall kümmern.

Wer will ein paar Gauner dingfest machen?
Das Spielprinzip ist leicht erklärt. Immer wieder tauchen Bösewichte, Gauner und Verbrecher auf, die die Stadt unsicher machen. Kein Ort scheint verschont zu bleiben, viele der Missionen richten sich auf die Verbrecherjagd und Handgemenge aus. Selbstredend werden die verschiedenen Aufgaben immer ein wenig anders ausgeschmückt - zwischendurch müssen eben auch mal Hubschrauberlandeplätze intakt gemacht, Verbrecher belauscht und Vehikel zu ihrem rechtmäßigen Platz zurückbefördert werden.

Bedauerlicherweise hört sich die Verbrecherhatz schwieriger an, als sie es letztlich ist. Die grimmigen Gesellen lassen sich mehr als leicht verprügeln und in der Konsequenz auch festnehmen, sodass es nicht allzu viel Konzentration bedarf, um die Typen dingfest zu machen. Widerstand? Fehlanzeige! In beinahe belustigender Manier laufen die Kriminellen umher und warten auf ihre nächste Tracht Prügel. Okay, wenn man zwischendurch mal aufs Klo will, kann es schon sein, dass man ein paar Kratzer abbekommt, ansonsten würden die Feindbilder aber auch hübsche Schaufensterpuppen abgeben.

Bandenkriege in der City
Jeder Teil der Stadt beheimatet eine Gang, die es zu beseitigen gilt. In den verschiedenen Missionen müsst ihr dafür sorgen, dass immer wieder vereinzelte Mitglieder kampfunfähig und unschädlich gemacht werden. Dies dauert in den meisten Fällen nur wenige Minuten, was den Umfang der großen Version gegenüber schon enorm zusammenschrumpfen lässt. Nichtsdestotrotz gebietet eine Handheld-Version, die ja auch für Zwischendurch geeignet sein soll, genug Anlässe, um immer wieder einen schnellen Ein- und Ausstieg aus Lego City zu ermöglichen. Demgemäß wird das Spiel auch nach jedem erfolgreichen Abschluss einer Mission automatisch gespeichert.

Von Zeit zu Zeit will auch der Anführer einer jeden Gang ein paar Hiebe auf die Schnauze abbekommen, weswegen ein jeder Zocker natürlich auch vor Bosskämpfen nicht verschont bleibt. Eben jene sind im Vergleich zu den normalen Fights überraschend abwechslungsreich und darüber hinaus sogar fordernd, sodass man für diese durchaus in Übung sein muss, um nicht das Zeitliche zu segnen. Ob fleischfressende Pflanzen, denen man Wasser zuführen muss, rasante Verfolgungsjagden oder Kletterpartien auf den Dächern der Stadt - hier ist für jeden etwas dabei. Nach einem Sieg - und was sollte bei Chase McCain auch anderes herauskommen - werden die nächsten Bezirke in der Stadt freigeschaltet. Dort beginnt der ganze Spaß dann wieder von vorn - Missionen, Missionen, Missionen...

Undercover? Aber sicher doch!
Auch im Handheld-Ableger stehen wieder zahlreiche Kostüme zur Verfügung - „undercover“ bedeutet eben auch „undercover“. So kann sich Chase unter anderem als Astronaut, Verbrecher, Bauarbeiter und Bauer aufmachen, um gewichtige Dinge zu erledigen. Im Stile eines Verbrechers könnt ihr auf diesem Wege Tresore knacken, als Farmer macht ihr dank vollem Hühner-Einsatz einen Ausflug in die Lüfte. Die 3DS-Version bietet ein und dieselben Kostüme wie das Pendant auf den Konsolen, was für so manchen Spieler, der eben dieses bereits kennt, etwas enttäuschend sein dürfte. Dennoch bieten die verschiedenen Rollen viel Abwechslung - während man in Gestalt des Polizeibeamten eine Wurfhakenkanone verwendet, um an höher gelegene Stellen zu gelangen, entdeckt man als Bauarbeiter mittels eines als Sprunghilfe missbrauchten Presslufthammers luftige Höhen. Nebenaufgaben gibt es ansonsten leider keine - so manches Mal kann man allerdings als Retter fungieren und vereinzelte Zivilisten vor Schlägern bewahren. Der Umfang der Hauptstory, welche knapp 10 Stunden einnimmt, tröstet darüber nur geringfügig hinweg.

Auf Erkundungstour: Lego City im Detail
Schon im Vorfeld wurde groß getönt: LEGO City Undercover: The Chase Begins sei das erste Open World-Game für den 3DS. Ob sich dieses Versprechen einlösen lässt? Leider nur eingeschränkt. Klar: Lego City bietet unsagbar viele Entdeckungsmöglichkeiten - und doch verbleibt es unter seinen Möglichkeiten und erst recht unter dem Niveau des Konsolenablegers. Chase kann sich jedes Auto schnappen, um damit die City unsicher zu machen - und auch zu Fuß ist ein vergnüglicher Spaziergang möglich. So einige Sehenswürdigkeiten wie eine an die Golden Gate Bridge angelehnte Brücke sollten Spielern der Konsolenversion bekannt sein, aber auch Stadtteile wie Downtown und der Lego-City-Nationalpark tauchen abermals auf. Andere Parts wiederum fehlen - angeblich seien sie noch im Bau, da der große Ableger ja deutlich später spielt.

Und damit noch nicht genug, denn weitere Grenzen folgen auf dem Fuße. Die meisten Stadtteile werden wie erwähnt erst nach und nach freigeschaltet, sodass gerade zu Spielbeginn nicht im Ansatz von einer allzu großen, freien Welt gesprochen werden kann. Zudem enervieren störende Ladezeiten beim Übertritt in ein anderes Gebiet - bei einer Wartezeit von bis zu einer Minute ist reichlich Geduld gefragt. Ferner werden aktive Missionen abgebrochen, sobald man sich aus dem Gebiet entfernt, in dem man sich zur Zeit der Mission befindet - selbsterklärend, dass man so gerade innerhalb einer gewissen Aufgabe wenig Freiraum hat. Darüber hinaus sollte erwähnt werden, dass es gerade innerhalb eines Bezirks nicht gerade abwechslungsreich zugeht, da viele Gebäude gleichförmig, bieder und mitunter auch monoton wirken.

Steuerung:
In Sachen Handhabung bietet der Titel keinerlei Anlass zur Kritik. Man läuft per Schiebepad gemütlich durch die weite Welt, und einfaches Knöpfchendrücken führt schnell dazu, dass die Gangster perfekte Sicht auf den Boden unter ihren Füßen bekommen. Dies mag im Kampf dazu führen, dass man sich schnell unterfordert fühlt, ermöglicht aber eine einprägsame und simple Bedienung, die das Spiel nicht unnötig verkompliziert. Des Weiteren wird auch Gebrauch von 3DS-eigenen Features gemacht, die das Spiel durchaus bereichern. So können Verbrecher hinter verschlossenen Türen belauscht werden, indem der 3DS für ein bestmögliches Audiosignal geneigt wird - die holde Technik der Ermittler. Auch Tresortüren können per Touchscreen geöffnet werden. Natürlich stellt all das keine bahnbrechende Neuerung dar - dennoch wirken sich eben diese Elemente positiv auf das Spielerlebnis aus. Lediglich die Fahrzeuge lassen sich extrem unpräzise steuern, sodass die Fahrphysik teils beschämend ausfällt.

Grafik:
Wohl das größte Manko des Spiels. Die technische Seite weist die meisten Unzulänglichkeiten auf - gegenüber der Wii U-Version mussten hier deutliche Zugeständnisse gemacht werden, um das Open World-Feeling zu ermöglichen. Ein lahmer, deutlich sichtbarer Grafikaufbau ist an der Tagesordnung, sobald ihr in einen PKW steigt. Zivilisten, andere PKWs und Gebäude tauchen ganz plötzlich auf, auch wenn sie vorher gar nicht an Ort und Stelle waren. Unfälle sind also vorprogrammiert. Auch essentielle Orte und Personen können aus diesem Grunde schnell übersehen werden, was zusätzlichen Frust freisetzt. Hinzu kommen Texturen in teils extrem geringer Auflösung - das N64 lässt grüßen. All das nimmt dem Spiel jede Lebendigkeit und lässt den Spieler verdutzt vor dem Bildschirm zurück. Ein Retro-Titel aus früheren Zeiten? Leider nicht. Die bereits erwähnten Ladezeiten an den Grenzen zwischen den Bezirken und auch zwischen anderen Ereignissen zerstören das Gesamtbild ebenso sehr wie die gelegentlichen Ruckler oder Objekte, die schlichtweg nicht geladen werden und daher unsichtbar bleiben.

Sound:
Leider ist auch soundtechnisch nicht viel zu erwarten. Gerade in Fahrzeugen bekommt man zwischendurch schmissige Tunes zu hören, ansonsten jedoch gibt es nicht viel zu erwähnen. Ein paar - manchmal gar undefinierbare - Geräusche tauchen im Hintergrund auf, ansonsten herrscht oft tödliche Stille. Eine Großstadt hört sich jedenfalls anders an. Passanten geben ohnehin kaum etwas von sich, während eine Sprachausgabe nur in den Zwischensequenzen vorhanden ist. Dass diese gelegentlich durchaus Humor haben, sollte man dem Spiel lassen. Mehr aber auch nicht...

Fazit:
LEGO City Undercover: The Chase Begins hätte auch auf dem 3DS durchaus Potenzial haben können - die grauenhafte Technik stampft dieses aber prompt wieder ein. Dilettantische Grafikfehler, schwache Texturen, ein beschämender Grafikaufbau und viel zu lange Ladezeiten verhindern, dass jeglicher Spielspaß dauerhaft aufkommen kann. Ob man da nur die eher mäßige Hardware des 3DS nennen kann, um eine Erklärung zu finden? Eher nicht. Sicherlich hätte man andere Optionen gehabt, als eine fast tote Stadt zu präsentieren, die kaum ein Geräusch von sich gibt und viel zu wenige Details aufweisen kann. Darüber hinaus ist der Schwierigkeitsgrad - wie bei LEGO-Titeln üblich - viel zu niedrig ausgefallen, sodass kein Widersacher Kopfschmerzen bereiten kann. Positiv können lediglich die manchmal unterhaltsamen Missionen und Bosskämpfe, die humorvollen, aber selten auftauchenden Zwischensequenzen und die großteilig akzeptable Steuerung angemerkt werden - ansonsten verbleibt eher der Frust. Insgesamt hat man es hier mit einem mäßigen Spiel zu tun, welches zwischendurch zwar ein paar Glanzpunkte setzt, diese aber durch die angemerkten Schwächen wieder zunichte macht. Hinter dem gelungenen Pendant auf den Heimkonsolen bleibt diese Version definitiv zurück - zugreifen sollten am besten nur extreme LEGO-Fans und diejenigen, die unbedingt die Vorgeschichte zum großen Abenteuer kennen möchten.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Technisch schwache Umsetzung, die trotz guter Missionen weit hinter den Erwartungen zurückbleibt

Wertung

SPIELWELT:

5.0

ABWECHSLUNG:

5.0

TECHNIK:

3.0
5
von 10

Teils nette Missionen...

Einprägsame Steuerung

Innovative Steuerungselemente

Viel zu entdecken

Offene Spielwelt...

Humorvolle Zwischensequenzen...

...die viel zu einfach sind

Nervige Ladezeiten

Grauenhafte Grafikfehler

Sound fast nicht vorhanden

Nur wenig Sprachausgabe

...die dennoch Grenzen setzt

...die viel zu selten vorkommen

Wie werten wir?

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9 Kommentare