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Spielname:
Rabbids 3D

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
31.03.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: Rabbids 3D

Tjark Michael Wewetzer, 06.04.2011

10k°

3

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Sie sind wieder DAAAAAAAAAAAH! Oder vielleicht doch eher BWAAAAAH? Wie auch immer, die Chaos-Karnickel aus dem Ubisoft-Stall machen mal wieder Raum und Zeit unsicher, in dieser Runde erstmals auf dem 3DS. Das scheint wohl auch der Grund dafür zu sein, dass man „Die verrückte Zeitreise“ auf dem alten DS unterlassen hat - angesichts der eher zweifelhaften Qualität der Wii-Version möchte man sogar fast schon glücklich darüber sein. Doch die Handheld-Version, die in Europa schlicht und ergreifend „Rabbids 3D“ heißt, will gar nicht das Heimkonsolen-Spiel auf den 3D-Bildschirm bringen. Nein, anstelle eines halbgaren Ports erwartet uns hier ein völlig neues Spiel. Ob's auch gut ist? Haben wir uns ebenfalls gefragt und sind den lautstarken Hasen auf ihrem Trip durch die Weltgeschichte gefolgt.

Im Feinwaschgang in die Vergangenheit!
Die Geschichte gibt sich extrem simpel: Eine Horde Rabbids macht gerade ein Museum unsicher, als sich plötzlich eine Waschmaschine materialisiert. Aus ihr steigt ein weiterer Hase und flugs entbrennt ein kleiner Kampf um das Reinigungsgerät. Einer der Mümmelmänner landet dabei versehentlich in der Maschine und wird flugs in die Vergangenheit befördert - und von dort aus müsst ihr euch dann durch vier Epochen mit je 16 Levels kämpfen, um wieder in die Gegenwart zu gelangen. Sofern das überhaupt das Ziel des Zeittouristen ist. Da es bis auf den Vor- und Abspann keine weiteren Andeutungen einer Rahmenhandlung gibt, darf man über die wahren Motive des Rabbids vielleicht noch Zweifel anstellen. Vielleicht will er ja auch, ebenso wie der Spieler, einfach nur Spaß haben?

Bloß gut, dass genau dies sowohl eurem energiegeladenen Protagonisten als auch euch gewährt wird. Hinter dem Spiel verbirgt sich nämlich ein simples 2D-Jump-'n'-Run der alten Schule. Gruben mit tödlichem Gas, mal mehr, mal weniger knifflige Geschicklichkeitsabschnitte und hin und wieder auch unfreundliche Rabbids müssen überwunden werden, damit ihr am Levelende die rettende Zeitwaschmaschine erreicht. Euer langohriger Geselle kann zu diesem Zweck auf Knopfdruck rennen, wild um sich schlagen und -natürlich- hopsen.

Sammeln, sammeln, sammeln!
Unterwegs solltet ihr auch immer die Augen nach Münzen, Quietsche-Enten und Schwimmringen offen halten. Diese bringen nämlich Punkte ein, mit denen ihr einerseits recht belanglose 3D-Figuren zum Anschauen, andererseits aber auch eine Hand voll Bonus-Level freischalten könnt. Manche Gegenden beinhalten auch ein so genanntes „Besonderdings“, welches für wieder andere Zusatzlevel gebraucht wird. Gerade diese sind vom Design her interessant, da die zeitmanipulativen Eigenschaften dieser komischen „Besonderdinger“ für Verschmelzungen zweier Epochen sorgen. Gameplay-technisch hat dies jedoch keinerlei Auswirkungen: Das klassische Jump-'n'-Run-Muster wird nie gebrochen.

Schade ist jedoch, dass „Rabbids 3D“ über praktisch gar keine Bosskämpfe verfügt. Stattdessen erwartet euch am Ende jeder Welt ein Arena-Kampf mit mehreren normalen Rabbids, die ihr zuvor sowieso schon im Dutzend vom Bildschirm gefegt habt. Nur zu gerne hätten wir dem Dino, der uns in einem Abschnitt der urgeschichtlichen Epoche verfolgt hat, Auge in Auge gegenübergestanden!

Nach Spielabschluss, der so etwa sieben bis neun Stunden in Anspruch nehmen dürfte, warten für ambitionierte Zocker allerdings noch zwei Herausforderungen: So könnt ihr alle Level noch einmal im Time-Attack-Modus erledigen und so Puzzleteile für (2D-)Bilder freischalten oder im Missions-Modus zeigen, ob ihr das Spiel wirklich beherrscht. Hier müsst ihr alle Gegner einer Stufe beseitigen, alle zerstörbaren Blöcke vernichten, alle Sammelobjekte in eure Taschen stopfen und auch noch ohne Schaden durch den Schlamassel kommen. Dafür winken allerdings lediglich Punkteboni und keine besonderen Belohnungen - außer vielleicht dem Gefühl, der Meister des Spiels zu sein.

Steuerung:
Was kann bei einem Sidescroll-Platformer schon schiefgehen? Zugegeben, eine Menge, doch „Rabbids 3D“ macht in Sachen Hasenkontrolle keine Fehler. Mit A wird gehopst, X ist zum Prügeln da und per rechter Schultertaste flitzt euer Rabbid schnell wie der Wind. Hin und wieder auftauchende Kisten können mit B getragen werden und wer sich seinen lebensfrohen Nager aus der Nähe anschauen möchte -auf Kosten der Übersicht, versteht sich- kann mit der L-Taste an das Geschehen heranzoomen. Ihr habt sogar die freie Wahl zwischen Schiebepad- und Steuerkreuz-Kontrolle, je nachdem, was euch lieber ist. Nur den Touchscreen lassen die Rabbids in dieser Runde komplett in Ruhe.

Grafik:
Der erste Eindruck kann entscheidend sein. Das wissen die Chaos-Karnickel auch und liefern mit der Urzeit einen der optisch beeindruckendsten Abschnitte gleich zu Beginn des Spiels ab. Der üppige Wuchs auf dem Screen ist vor allem mit dem stereoskopischen 3D-Effekt eine echte Augenweide. Das soll aber nicht heißen, dass der Rest des Abenteuers bedeutend schlechter aussieht. Im Gegenteil: Jede der vier Epochen kann sich sehen lassen. Nur etwa zu weit „hinten“ liegende HUD kann im Spielverlauf schon mal die Illusion räumlicher Tiefe stören, wenn es etwa über nach vorne ragenden Pflanzen liegt.

Sound:
Die Rabbids sind vor allem für ihren markanten Kampfschrei bekannt. Der findet allerdings erstaunlich wenig Verwendung, wenngleich die Mümmelmänner das ständige Gebrabbel nicht unterlassen. Das gehört aber dazu und macht sie nur noch sympathischer. Die eigentliche Musik selbst stellt lediglich gehobenen Durchschnitt dar. Die Kompositionen sind nett aufbereitet, dudeln aber eher gemächlich im Hintergrund daher.

Fazit:
Endlich mal keine Minispiel-Sammlung mehr, sondern ein richtiges Jump-'n'-Run-Abenteuer! Etwas, das sich die Rabbids eigentlich schon länger mal verdient haben. „Rabbids 3D“ ist auch gar nicht mal schlecht geworden. Es mag kein vollwertiger Ersatz für ein „Super Mario Bros.“ sein, richtige Highlights wie zum Beispiel Bossgefechte fehlen und Hüpfspielveteranen dürfte der niedrig angesetzte Schwierigkeitsgrad etwas sauer aufstoßen. Trotzdem unterhalten die 64 Level ungemein und regen mit zusätzlichen Herausforderungen zum erneuten Durchspielen an. Wer einen charmanten Platformer für unterwegs sucht, dessen 3D-Effekt optisch überzeugen kann, macht mit „Rabbids 3D“ auf jeden Fall nicht viel verkehrt.

Reist mit den Rabbids durch die Zeit: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Ein spaßiger, wenngleich etwas einfacher Trip durch die Zeit.

Wertung

LEVELDESIGN:

7.0

ABWECHSLUNG:

6.0

PRÄSENTATION:

8.0
7
von 10

Herrlich unbeschwerter Hüpfspaß

Einsteigerfreundlicher Schwierigkeitsgrad

Schöne Umgebungen

Rabbid-Charme

Keine richtigen Bossgefechte

Nie wirklich herausfordernd

Mäßige Extras

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