PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Monster Hunter 3 Ultimate

Typ:
3DS-Spiel

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Action Adventure

Release:
22.03.2013 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:

Hands-On: Monster Hunter 3 Ultimate

Tjark Michael Wewetzer, 10.03.2013

5526°

19

Test mögen: Weitersagen:

Monster Hunter ist ein seltsames Biest. In Japan konnte es eigenhändig den 3DS zum Weihnachtsgeschäft 2011 retten und erfreut sich schon seit dem ersten PS2-Teil an einer regen Fangemeinde. Hier? Hier mussten erst die PSP-Umsetzungen für Wirbel sorgen, bis sich etliche Spieler nach den aktuellen Teilen sehnten. Umso gespannter waren wir nun auf die Demo von Monster Hunter 3 Ultimate, nicht wenige wollten schließlich wissen, was das ganze Brimborium um die Monsterhatz soll. Leider gibt es da so ein kleines Problem: Monster Hunter-Demos sind notorisch schwer zugänglich.

Ein Mann, zwei Monster und viele Tote
Bevor wir darauf zurückkommen, schauen wir aber erstmal, was uns hier geboten wird. Der 1615 Block schwere Download kommt mit zwei Quests daher, bei denen ihr ein vergleichsweise einfaches und ein schweres Monster innerhalb von 20 Minuten zur Strecke bringen müsst. So wartet in einer verschneiten Berglandschaft der recht putzige Lagombi auf euch, der an eine Mischung aus Bären und Hasen erinnert – Import-Zocker kennen das Biest aus Monster Hunter Portable 3rd für die PSP. Monster Nummer 2 ist der fischartige Plesioth und wer sich zu den Serien-Veteranen zählt, verbindet mit aller Wahrscheinlichkeit unschöne Erinnerungen mit dem Biest. Warum? Auch dazu später mehr.

Erfreulich: Die Demo bietet euch Zugriff auf alle 12 in der Vollversion enthaltenen Waffentypen, auch wenn ihr bei euren Werkzeugen jeweils nur ein vorgefertigtes Set (Rüstung inklusive) nutzen könnt. Die Crafting-Komponente, also das eigene Zusammenstellen von Ausrüstung und Bewaffnung, sucht ihr in der Probefassung vergebens. Nicht weiter schlimm, dreht sich doch bei einem Spiel namens Monster Hunter alles um die zu erschlagenen Bestien! Also stürzen wir uns doch gleich ins Getümmel.

Hilfen? Fehlanzeige!
Vorher sei aber noch ein Blick in die über das Home-Menü verfügbare Anleitung empfohlen. Hinweise zur Steuerung findet ihr im Spiel selbst nämlich keine – und da sich die Waffen teils signifikant anders spielen, sind Neulinge ohne Anweisungen mehr oder minder auf verlorenem Posten. Nachdem das erledigt ist, macht man sich erstmal mit seiner Umgebung vertraut, wirft einen Blick auf die Touchscreen-Karte und wandert zum freundlicherweise bereits markierten Monster. Ein Zugeständnis für die Demo, an das ihr euch für die Vollversion besser nicht gewöhnen solltet!

Und hier wird es dann für den neuen Spieler zur Tortur. Gerade weil Monster Hunter in dieser Testpackung wenig erklärt, sieht er mehr oder minder einfach nur das Zielmonster und fängt an, drauf einzuhacken wie ein wilder. Veteranen wissen: Das ist die schnellste Methode, um seine drei K.O.s bis zum Questversagen auszureizen. Wer nicht bedacht vorgeht, riskiert heftige Gegenwehr – vor allem da ihr, je nach Schwere der Bewaffnung, schon mal schnell während einer Angriffskette schutzlos darstehen könnt. Beim Lagombi ist das Problem unter Umständen noch nicht so ersichtlich, beim Plesioth trennt sich aber spätestens die Spreu vom Weizen. Denn wenn Capcom hier von „Schwer“ spricht, dann meinen die „richtig verdammt und verflixt schwer“!

Besagtes Monster ist ohnehin schon aufgrund seiner eigenwilligen Trefferzonen gefürchtet. Was der Neuling nämlich vielleicht auch nicht sofort durchschaut: Jedes Monster ist an diversen Stellen des Körpers unterschiedlich verwundbar. Da ihr nur gelegentlich wirkliches Trefferfeedback erhaltet, merkt ihr das vielleicht nicht sofort. Andersherum kann euch euer Jagdopfer auch nur über einen festgelegten Bereich hinweg verwunden. Genau hier liegt der Hund begraben, denn beim Plesioth ist der teils ziemlich unberechenbar. „Wie hat der mich noch erwischen können?!“ ruft man bei ihm in gesunder Regelmäßigkeit.

Komfort geht anders
Hinzu kommt gerade beim Plesioth einer der Nachteile der Demo: Anders als die Vollversion ist sie dämlicherweise nicht mit dem Circle Pad Pro kompatibel. Soll heißen: Die Kamera muss per Steuerkreuz oder schwammig über den Touchscreen nachjustiert werden. Die neue Fokus-Kamera, die auf Knopfdruck den Blickwinkel auf das Zielmonster fixiert, hilft ein wenig. Da ihr beim Schwimmen aber primär über die Kamera-Ausrichtung eure Tauchrichtung bestimmt, wird die Unterwasser-Jagd, zu der die Plesioth-Quest teils verkommt, einfach nur unendlich frustig. Es ist uns ein Rätsel, warum Capcom hier auf die Unterstützung des ohnehin hilfreichen Zubehörs verzichtet hat. Aufgrund der Positionierung von Steuerkreuz und Schiebepad helfen auch alte Tricks aus PSP-Zeiten wie „die Klaue“, also das Bedienen des Steuerkreuzes per Zeigefinger, nicht weiter.

Ebenfalls fragwürdig: Der Verzicht auf einen Vorgeschmack des Mehrspieler-Teils. Und bevor ihr euch jetzt über unsere unfair hohen Standards aufregt: Der Downloadhappen von Monster Hunter Freedom Unite auf der PSP war mit bis zu vier Leuten spielbar. Stattdessen bekommt man auf dem 3DS nun zwei mehr oder minder hilfreiche KI-Begleiter zur Seite gestellt, die euch gelegentlich heilen, mit Buffs versorgen oder das Monster ablenken. Wirklich zuverlässig oder hilfreich sind sie allerdings nicht. Schade drum.

Prognose:
Es gibt gute Demos, es gibt schlechte Demos. Die von Monster Hunter gehören seit jeher zu den schlechten und die von Monster Hunter 3 Ultimate ist keine Ausnahme. Der Grund dafür liegt aber eher bei den Eigenheiten der Reihe. Denn Hand aufs Herz: Das gemeinsame Erlegen gewaltiger Bestien nach einem langen, Kräfte zehrenden Kampf ist nun mal das, was das Spiel ausmacht. Umso logischer erscheint der Schritt, dem Spieler in der kurzen Testzeit etwas halbwegs großes bieten zu wollen. Wo Kenner kein Problem haben, fühlen sich Einsteiger jedoch inständig überfordert. In den Vollversionen wird man stets behutsam an die Kunst der Jagd herangeführt. Es beginnt erst mit einfachem Kräutersammeln, dem Erlegen von Kleintieren über mittelgroße Monster und erst dann lässt einen das Spiel auf die wirklich dicken Dinger los. Und wenn's mal nicht hinhaut, schmiedet man sich bessere Ausrüstung, bereitet sich mit einer herzhaften Mahlzeit (und damit verbundenen Buffs) vor und geht es noch einmal an. Dies alles fehlt hier und sorgt bei Neulingen eher für ein abschreckendes Erlebnis und einen eher schlechten Eindruck.

Beißt sich trotzdem durch: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für Planet3DS.de

Leserwertung:

Hitkandidat
Deine Wertung:

-
Mit einem solchen Probierhäppchen macht man garantiert nicht Lust auf mehr.

Prognose
ANZEIGE:
Kommentare anzeigen

19 Kommentare