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Spielname:
Hydroventure: Spin Cycle

Typ:
3DSWare Spiel

eShop Preis:
9,99 €

Publisher:
Nintendo

Developer:
Curve Studios

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
13.12.2012 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht bekannt

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

Screenshots:
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Hydroventure: Spin Cycle

Kurztest: Hydroventure: Spin Cycle

Alexander Schneider, 15.02.2013

2699°

2

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Gerade in den letzten Monaten erlebt der eShop des 3DS eine wahre Renaissance – ein zugkräftiges Lineup mit lohnenswerten Schmuckstücken aus Indie-Studios wirkt Wunder. Zum Ausklang des letzten Jahres ließ sich auch Nintendo nicht nehmen, den vielversprechenden Titel Hydroventure: Spin Cycle aus der Feder der Curve Studios zu veröffentlichen. Riecht da etwa jemand den süßen Duft des Erfolgs und will daran teilhaben? Wie dem auch sei, das feucht-fröhliche Vergnügen hat es auf den 3DS geschafft und will damit für viele Freudentränen bei den Spielern sorgen. Der Plan könnte aufgehen, denn schon seit 2010 gibt es den Vorgänger der liebevoll gestalteten Wasserschlacht für WiiWare - und auch dieser konnte viele Sympathiepunkte bei der Gemeinde einheimsen. Ob das Konzept auch auf Nintendos Mobilkonsole aufgeht? Im folgenden Kurztest werdet ihr natürlich erfahren, wie es ist, den knuffigen Wassertropfen durch bunte 2D-Welten zu neigen.

Zauberei und Spuk: Kindgerechte Einleitung ins nasskalte Abenteuer
Die Story wird schnell abgehandelt – und was eignet sich besser dazu, als eine farbenfrohe Cutszene? Richtig, nichts. So erblickt der erwartungsvolle Spieler einen Magier, der ein angestaubtes Buch voller knallig-bunter Malereien aus alter Zeit durchstöbert. Da die Kunstwerke den alten Mann derart begeistern, liegt ihm natürlich nichts näher als der Wunsch, die Kritzeleien zum Leben zu erwecken. Wie es eine spannende Storyline allerdings verlangt, versagt der Gute beim anstehenden Zauberspruch und es kommt, wie es kommen muss: Der Versuch des Zauberers endet in einer Katastrophe. So nimmt ein bösartiger Schleim alle 60 im Buch befindlichen Regenbogengeister in Gefangenschaft - und wer soll sie nun befreien? In der Gestalt des letzten verbliebenen Wassergeistes Nöcki macht ihr euch auf, um die vielen Seiten des Buchs zu erkunden und um die armen Wassergeister endlich von ihrem Unglück zu erlösen. Kurz: Auf in die Rettungsmission!

Besser als jede Wasserrutsche
Die Ausgestaltung des Spielprinzips erweist sich als simpel. In insgesamt 60 Spielabschnitten müsst ihr euch beweisen, indem ihr euer Tröpfchen in flüssiger Form durch die abwechslungsreich gestalteten 2D-Ländereien navigiert. Nachdem ihr euch durch jeweils ein Level geschlagen habt, wartet zum Abschluss einer der Geister, der dann von euch gerettet werden will. Dabei vermischen die Entwickler ihren Drang zur Innovation mit einem hohen Maß an Spielspaß: Der Wassergeist Nöcki wird lediglich indirekt gesteuert, indem der Spieler den 3DS nach links oder rechts neigt und kippt und den flüssigen Freund damit in die entsprechende Richtung befördert. Durch Drücken der linken oder rechten Schultertaste setzt Nöcki zum Sprung an, und auch der Touchscreen wird optimal genutzt. Mit diesem ist es möglich, die eigene Energie zu fokussieren, um dann für Explosionen zu sorgen, die Hindernisse wie Mauern einstürzen lassen.

In den jeweiligen Spielabschnitten warten jedoch noch weitere Aufgaben auf euch: Rätsel müssen gelöst, Schalter wollen gefunden und bedient werden und zahlreiche Hindernisse warten nur darauf, durch euch Zerstörung zu erfahren. Klingt einfach, ist aber nicht immer so. Einige Aufgaben innerhalb der Level erfordern einiges an Geschick und werden so manchen Kopf zum Rauchen bringen. Beispielhaft ist hier vor allem das Finden von so manchem versteckten Schalter, um im Spielabschnitt fortfahren zu können. Aber auch Zahnräder sollen gemeinsam mit dem Wassergeist zu einer Maschine bewegt werden. Das erweist sich als sehr tückisch, da die Zahnräder nur an bestimmten Stellen durchkommen und ihr somit den richtigen Weg finden müsst. Später wird es sogar möglich, Nöcki in eine Wolke oder gar in Eis zu transformieren, und einige Passagen lassen sich sogar um 360° drehen, was die Sache noch interessanter macht.

Fordernder Schwierigkeitsgrad und tückische Rätsel
Während das Spiel zu Beginn noch auffällig durchschaubar und genau deshalb extrem simpel ist, steigt der Schwierigkeitsgrad mit der Zeit doch beträchtlich: Im Laufe des Spiels wird der Spieler nicht nur in einschläfernder Sidescrolling-Manier vorankommen - nein, ganze Reihen von Schaltern müssen betätigt, flammende Gegner gelöscht und sogar Sprungrampen genutzt werden, um zum Levelfinale zu gelangen. Auch in Sachen Aggregatszustand wird Flexiblität eingefordert: Nur als fester und schwerer Eisblock könnt ihr so manchen Schalter nach unten drücken oder auch sandiges Terrain überstehen, ohne euch in Wasserform den Tod darin zu holen. In der Wolkenform könnt ihr sogar luftige Höhen unsicher machen, um so geheime Orte zu erreichen, die ihr am Boden nie ausfindig machen könntet. So manches Mal müsst ihr euer Geschick auch in fordernden Bosskämpfen beweisen, auch wenn diese nicht das größte Problem darstellen.

Doch auch die um 360° drehbaren Welten stellen euch vor eine Herausforderung: Beim vollständigen Drehen kann es natürlich passieren, dass ihr aus Versehen eine falsche Taste betätigt oder dass euch ob des hohen Spieltempos etwas schwindlig wird. Ob das nun als willkommene Abwechslung oder als Makel gewertet wird, ist reine Ansichtssache. Dennoch kann diese Art der Steuerung je nach Spieler schnell zum nervigen Drahtseilakt werden. Abgesehen davon motiviert das Spiel auch nach Abschluss der Story ungemein: Im ersten Durchgang werdet ihr viele der Puzzleteile, die in jedem Level versteckt sind, nicht direkt finden. Sammelt ihr diese in weiteren Durchläufen dann doch ein, wird dies mit einem neuen Minispiel belohnt.

Anspruchsvolle Bildwelten im Bilderbuch
In technischer Hinsicht kann man dem Geschicklichkeitsspiel wirklich keinen Vorwurf machen. Zwar gibt es gegenüber dem WiiWare-Vorgänger kaum Verbesserungen, doch bleibt die Qualität auf extrem hohem Niveau. Die 3D-Features des 3DS werden nicht genutzt, was aufgrund des stetigen Drehens und Neigens ja auch nur sinnig ist. Ansonsten tun sich prachtvolle, bunte Bildwelten im Comic-Stil auf, die sogar verschiedene Epochen darstellen. So präsentieren sich die ersten 15 Level im Stil der Steinzeit, und bis zur Gegenwart wurden so einige Zeitalter implementiert. Insgesamt punktet das Spiel mit viel Liebe zum Detail und so einigen netten Effekten. Beinahe jeder Level besticht zudem auch mit unterschiedlicher musikalischer Untermalung meist ruhiger Natur.

Fazit:
Hydroventure: Spin Cycle kann man getrost als eines der Highlights im eShop bezeichnen. Nicht nur, dass das Spielprinzip extrem motivierend, fordernd und abwechslungsreich ist - nein, auch in technischer Hinsicht kann dieses Kleinod überzeugen. So findet man insgesamt ein wunderbares Gesamtpaket vor, welches auch noch eine ordentliche Spielzeit von etwa 10 Stunden mit sich bringt. Knapp zehn Euro sind für einen eShop-Titel zwar kein Kleingeld, als Gegenwert erhält man jedoch ein unterhaltsames und faszinierendes Spiel, welches durch seinen sich im Laufe des Spiels immer weiter steigernden Schwierigkeitsgrad auch ältere Semester erreichen wird. Lediglich die teils sehr fordernde Steuerung erscheint in so manchem Moment wenig durchdacht - vor allem im Falle der 360°-Drehungen, welche gelegentlich verzichtbar gewesen wären. Innovation haben die Entwickler dennoch nicht nur geplant, sondern auch umgesetzt, und dafür gebührt den Curve Studios ein ausdrückliches Lob - sie haben ein Spiel kreiert, welches überraschen kann. Eine rare Angelegenheit, ebenso wie dieses tolle Spiel.

Sieht nasskalte Wassertropfen nun nicht mehr nur vom Himmel, sondern auch auf dem 3DS fallen: Alexander Schneider [Gardevoir ex] für Planet3DS.de

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Gelungener Innovationsflash auf dem 3DS und feucht-fröhlicher Wasserspaß

Wertung

Detailreiche Grafik

Innovatives Spielprinzip

Akzeptabler Umfang

Gelungene Soundkulisse

Steuerung nicht immer optimal

Anspruchslose Story

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